Der Hund liegt dort begraben:
Zitatgestern hatte ich übrigens meinen ersten SD8 job seit einem jahr.
Und davor schützt uns in der Praxis leider niemand.
Der Hund liegt dort begraben:
Zitatgestern hatte ich übrigens meinen ersten SD8 job seit einem jahr.
Und davor schützt uns in der Praxis leider niemand.
Zitatbeim thema "an der leistungsgrenze betrieben" würde ich sogar behaupten, das sie schlicht unpassend sind.
Danach gäbe es überhaupt keine passenden Monitore. ![]()
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es mindestens 2 ziemlich unterschiedliche Monitorsituationen gibt: die, bei der ein schwachbrüstiges Stimmchen gepaart mit miserablem Mikrofonhandling es schwierig macht festzustellen, ob überhaupt irgend etwas Nennenswertes aus dem Monitorböxlein schallt. Das ist die, bei der man sich stundenlang mit Mikrofonpositionierung und „Einpfeifen“ zu helfen versucht; um im Anschluß festzustellen, dass man genau so weit ist wie vorher. Und die andere, bei der eine kräftige Röhre in lauter R&R Bühnenumgebung routiniert zur Sache geht; das ist die, die Klauston meint.
Mit einer halbwegs lauten, ausgebildeten Sing – oder Sprechstimme und 'nem SM58 bringe ich jedes mir bekannte Monitorsystem sofort an die Aussteuerungsgrenze (und damit dort hin, wo aufgrund von Wandlergrenzen bzw. Schutzschaltungen jegliche Linearität im Übertragungsverhalten verloren geht). Dort ist Headroom dann tatsächlich das Hauptkriterium für hört sich/ hört sich nicht, und der lässt sich durch Auswahl geeigneter Werkzeuge im Vorfeld durchaus planen.
Bei leisem Monitoring sind dagegen häufig eher die Umgebungsvariablen das Problem als die Box. Gibt’s Bühnenraumresonanzen? Resoniert die abgenommene Schallquelle (der A – Gitarrenkorpus, der Mundraum des Sängers bei bestimmten Vokalen)? Wird das Mikro bewegt? Ist die Oberfläche der abgenommene Quelle schallhart/ reflektierend, und das u. U. stark frequenzselektiv? Addieren sich Wellenberge aus PA und Monitorbox an einer bestimmten Stelle auf der Bühne bei einer bestimmten Frequenz besonders ungünstig? All das lässt sich in der Praxis nicht oder nur sehr schlecht vorhersagen; die Verwendung einer Box mit möglichst glattem Frequenzgang und vor Allem einem dem der Punktschallquelle möglichst nahe kommenden Phasengang ist aber in jedem Fall schon mal hilfreich.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitatdie einzige chance die ich hatte: benutze das ding wie eine ganz einfache analogkonsole mit zwei gates, zwei kompressoren und einem einzelnen hallgerät im siderack...
... den Rest halt anschließend während der Show. Zur Zugabe ist man dann einigermaßen fertig und kann anfangen zu mischen.
Zitatganz ehrlich: dafür kann das pult aber nix, das war einfach eine miserable zeitplanung!
... bzw. ganz normale Bandmischer - Alltagsproblematik? Es gab schon mal eine Technologie, mit der so was recht problemlos zu bewältigen war.
Sorry, could not resist. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Natürlich muss ich gestehen, dass ich innerlich schon wieder eher beim PM5 war. Da gibt’s
a) Slots reichlich (8x Effekt/ 12x 31Bd., wenn ich’s richtig auf dem Schirm habe), und man kann sie
b) wie bei allen Yammis trotzdem nicht hintereinanderschalten (jedenfalls ist mir das bisher nicht gelungen) – das ist ärgerlich.
Aber auch bei M7 & Co. würde ich mir das wünschen. Von einer Möglichkeit, 2x EQ und 6x Eff. statt der 4 +4 Geschichte nutzen zu können mal ganz zu schweigen. Damit (1 Pärchen Geschmacks – EQ + 1x schicker Stereo – Summenkompressor + 5x Eff.) wär’s endlich mal vollwertig in der gängigen Anwendung 'kleiner Standardfrontplatz'.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Der Mann weiß, wovon er spricht!
Die hängen da so rum, spielen 200 mal im Jahr völlig problemlos, und tragen auf unspektakuläre und zuverlässige Weise kontinuierlich zur Glättung meines Vorruhestandeinkommens bei. So what? ![]()
Aber Du liegst richtig – PM5 mit Case und allem PiPaPo ist da leider weniger weit von entfernt, als mir lieb wäre. Gut, dass Rollen drunter sind...
Stell mal alle Deine roadfähig verpackten SAC - Systembestandteile nacheinander auf die Waage und addiere. Du wirst eventuell staunen!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatNein, das geht eindeutig nicht! Kick mit SM58 und Toms mit 421 klingt nacht 70/80ziger HardRock/Metal und darf per UN Resolution Nr. 666 nicht digital gemischt werden... und mit SAC schonmal gar nicht.
Ich hab's geahnt! ![]()
ZitatSchade das ich das 96 x TMS3 Setup nie sehen konnte. Welcome to Combfilter-City
Das mittelt sich aus.
Dieser ganze Kammfilterkram wird (hier im Forum) völlig überbewertet. Der in der Praxis einzig entscheidende und brutal wahrnehmbare ist der zwischen L und R – der ist blöd für die, die genau in der Mitte stehen und immer abwechselnd einen Schritt nach links oder rechts tanzen. Und der ist eh unvermeidbar.
Mit was werden sie unterwegs sein? Mit 2 Trailern voll Backline/ Deko/ Bühnenaufbauten/ Monitor, wie immer. Ah, den dritten und wichtigsten nicht vergessen: Merchandise!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ich meinte natürlich die maximale CPU – Auslastung :wink: .
Die Ausgangsmatrix hat halt bei nur etwas anspruchsvolleren Beschallungen als lediglich L/R die Aufgabe der Signalverteilung. Und da ist es natürlich ein bisschen blöd, wenn der Multibandkompressor nur PA L/R beeinflusst. Oder nur die Near Fills. Oder nur die Rangbeschallung. Oder nur...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Aber wieso sollte sich an der CPU – Last was ändern, wenn man die vorgesehenen Programme einfach nur dort "insertet", wo man sie auch nutzen möchte? Es fehlt ja im übertragenen Sinne nur die Buchse, und nicht das Gerät.
Ja, das nervt bei allen Yammis, dass jeder Insertpunkt nur ein mal belegt werden kann; zumal recht schicke Kompressoren im Angebot sind. Der Wunsch nach einem Summenkompressor UND einem 2x 31Bd. im Master ist ja nun auch nicht gerade besonders exotisch. Und Master ist Master; Subgruppen/ Matrizen haben i. d. R. andere Aufgaben.
Das wäre auch mein Wunsch an die Yamaha – Produktpflegeabteilung für’s nächste Update.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatOT: Auch wenn man sich ein Lösung nicht vorstellen kann, besteht die Möglichkeit, das sie funktionert.
Obendrein ist die beschriebene Lösung vermutlich weitaus "erprobter" als andere.
Tja, das ist das Praktische an Internetforen: Man kann unverbindlich Meinungen erfahrener Leute einholen. Dann trotzdem irgendwas aus der Welt der hübschen bunten Spielzeug - Werbeversprechenprospekte kaufen. Und ein viertel Jahr später, wenn man wieder kaufen muss, braucht man nicht noch mal extra nachfragen; da reicht das erneute Lesen des alten Threads. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitatbillbo ich bitte um Beurteilung dieser Wurstverkablung...
Wie finde ich waas? Könntest Du bitte lauter...?
Ich verstehe Dich gerade etwas schlecht; komme gerade vom Gig mit dieser Channel List:
Kick – SM58
Sn Top – SM57
Sn Bot – SM57
HH SR – SM57
HH SL – SM57
Rack – 421/ SM57
Floor – 421/ SM57
Floor2 – 421/ SM57
Ride – SM 57
OH SR – 414
OH SL – 414
Bass DI – AR133
Bass Mic – SM57
Gtr SR1 – SM57
Gtr SR2 – 421
Gtr SR3 – SM57
Gtr SL1 – SM57
Gtr SL2 – 421
Gtr SL3 – SM57
Vox SRR – SM58
Vox SR – SM58
Vox SL – SM58
Vox C – SM58 WL
Vox Spare – SM58
Gong – SM58
PA war MT4 :D. Klang geil, war vielleicht eine Nuance
zu laut.
Geht so was auch mit SAC?
So, jetzt geht’s schon wieder etwas besser. Ah, Deine Verkabelung: ja, schön bunt. Was schickst Du über die 24 10A – Kontakte in Deine Stageboxen?
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatSAC ist (und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer bleiben) eine Nischenlösung, ...
ZitatBTW: Das SAC eher ein Produkt für die "alternative Mischszene" ist, dass ist uns wohl allen klar.
Wie lange, glaubt Ihr, dauert es bis zu folgendem Standard - Dialog:
Veranstalter: wieso wollt Ihr Mischpulte? Die letztes Wochenende haben das mit einem Laptop gemacht.
Techniker: und, hat’s denn problemlos funktioniert?
Veranstalter: na ja... aber dafür war’s umsonst!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatAnsonsten bin ich mir relativ sicher, dass du mich mit einem uralten Behringer-Pult 'locker an die Wand mischt'.
Du überschätzt mich oder unterschätzt Dich. ![]()
Mischen als Beruf ist neben Erfahrung und Routine vor Allem eine Frage der Tagesform. Ich hab schon Ergebnisse abgeliefert, für die ich mich bis heute schäme – dummerweise vergisst man so was nie. Wobei: an die Wand mischen ist da schon irgendwie der richtige Terminus. :lol:
Es gibt 'mischende Musiker' von denen ich weiß, dass sie technisch praktisch völlig ahnungslos sind. Stellt man die aber hinter ein funktionierendes Mischwerkzeug gibt’s nicht selten verblüffend gute Ergebnisse – sie gehen die Sache von einer ganz anderen, technisch vollkommen unvoreingenommenen Seite aus an. Andererseits ist natürlich bei auftretenden Problemen dann ganz schnell Hängen im Schacht; deshalb haben Tontechniker durchaus ihre Existenzberechtigung. Probleme gibt’s schließlich eigentlich auf jedem Job mehr als reichlich.
Und genau deshalb stehe ich der SAC – Geschichte ziemlich skeptisch gegenüber. Schon heute kämpfe ich (hinter einem neuen/ unbekannten/ nicht ausreichend vertrauten Digipult) oft mehr mit den Tücken der Technik als dass ich mische. Intuitives Mitschwimmen mit der Musik kann man das dann beim besten Willen nicht mehr nennen; manchmal reicht’s kaum mehr für halbwegs taugliches Krisenmanagement.
Wird nun alles gänzlich frei konfigurierbar sind wir schnell an einem Punkt, an dem jeder Tech NUR noch mit seinem ganz persönlichen Setup arbeiten kann. Und wehe, dieses – oder gar der Tech – fällt aus. Dann dürfen alle schön nach Hause gehen.
Anderswo haben wir solche Probleme längst. Ganze Handelsfirmen stehen unversehens still, weil das zentrale Buchungssystem streikt und der eine betriebseigene IT’ler, der da als einziger noch den Durchblick hat, gerade nicht erreichbar ist. (Andererseits verdienen sich Anbieter von "Kundenspezifischen Full Service Komplettsystemlösungen" gerade an der Angst ihrer Kunden vor solcherlei GAUs eine goldene Nase).
Für meine Arbeit möchte ich fehlertolerante, intuitiv bedienbare Werkzeuge. Ich brauch 'nen zuverlässigen Transporter, keinen Testarossa mit persönlicher Service - Nothilfe - Geheimnummer; egal wie sexy der ist. Ich möchte nicht dass Veranstaltungen eines Tages nur noch dann guten Gewissens durchführbar sind, wenn ich im Vorfeld genügend exclusiven "Proaktiven SAP ... äh ... SAC Enterprise Support" buche.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Den Gedanken kann man ruhig noch ein wenig weiter spinnen: das gesamte Kraftwerk – Stromnetzsystem funktioniert nur deshalb, weil mit einiger Berechtigung davon ausgegangen wird, dass eben nicht an jeder eingerichteten/ möglichen Stromentnahmestelle zur selben Zeit die maximal dort mögliche/ abgesicherte Strommenge entnommen wird. Inclusive vorgehaltener Leerlaufkapazitäten, die binnen Sekunden(bruchteilen? :roll: ) zugeschaltet werden können, falls es doch mal ein paar Watt mehr werden sollten als erwartet.
Auf dem gemeinen Wald - und Wiesen Open Air sind das dann die 50 oder 100% Generatorüberkapazität, die dem sparsamen Veranstalter nach Begutachtung seiner Überschlagsrechnung vom Aggregatelieferanten dringendst ans Herz gelegt wird.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
50 Inputs in 'ner Kirche? Das ist doch Science Fiction, oder?
Selbst für den größten aller vorstellbaren Gospelchöre im Kölner Dom reichen 6 richtig platzierte Chormics und 3 Solistenfunkstrecken.
Aber beim letzten Satz sind wir uns einig. Wir haben bei uns in der Halle so eine Art 2. Etage; das (überquellende) Altlastengrab. Da wird auf den einen oder anderen Onlineversteigerer demnächst noch so einiges an Arbeit zukommen...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ich hoffe, Du nimmst mein Gemopper nicht all zu ernst
. Aber bei all der Euphorie hier muss irgendjemand ja auch mal einfach mal dagegen halten.
Für so einen Job, wie Du ihn schilderst, nehme ich einen LS9 und 'ne 40m Schilltrommel mit.
Das habe ich mit (dem Küster) einem 2. Mann in 10 Minuten aufgebaut und einsatzbereit. Auch wenn ich den USB Stick vergessen habe, dafür gibt’s 'Initial Data'. Und kann ab da einfach arbeiten. Ohne mir irgendeinen Gedanken zu Protokollen, Kompatibilitäten, Slipped Buffers, Plugins, oder was auch immer machen zu müssen. Wie bediene und überwache ich bloß den Gain meiner Wandler? :idea: Ha! Ich drehe einfach am Gain Encoder.
Und während Du nach der Show noch Sicherheitskopien anlegst, Dein Betriebssystem runterfährst und rätselst, was Du bis zum nächsten Gig noch alles umkonfigurierst und ob Du nicht doch besser noch eine 2. USV mit nimmst, bin ich schon längst wieder im Hotel.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ja, kenne ich. Und wie überall im Leben gibt es solche und solche...
Der entscheidende Unterschied: zwischen Publikum und Technik befindet sich eine blickdichte, geschlossene Tür. Und Zutritt haben ausschließlich verhärmte, anämische Gestalten mit leicht wirrem Blick aus roten Augen, übernächtigtem Stoppelbartgesicht, kaum merklich zittrigem rechten Arm, und Kaffeeflecken auf dem Sweatshirt.
Genau das möchte ich mir für die Restlaufzeit meines beruflichen Wirkens nach Möglichkeit so weit es geht ersparen. Mir reicht da schon die Steuererklärung. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zwar hab ich von Licht so wenig Ahnung wie es eben nur geht. Aber eins weiß ich: LED als Frontlicht geht überhaupt nicht, es sei denn als Special Effect für ein Grusical.
Was immer Du einstellst: die Haut des Künstlers erscheint grau. Rotgrau, grüngrau, blaugrau, graugrau. Aber immer und vor Allem grau. So grau, dass Du als fürsorglicher Bandtech die Sanis um einen Stuhl und ein Glas Wasser bitten möchtest.
Mein Rat: vergiss es. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
:shock: Du lieber Himmel!
Tomy, nicht böse sein: wäre ich der Pfarrer, und Du hättest DAS aus Anlass eines Gottesdienstes o.ä. dergestalt in meiner Kirche aufgebaut... :roll: ... also ich will mal so sagen: Kruzifix, da hätte mich der Herrgott aber vor eine verdammt harte Prüfung gestellt.
Nichts gegen basteln um des Bastelns willen; mach ich, wenn auch auf anderem Gebiet und in der Freizeit, ebenfalls mit Hingabe und Begeisterung. Aber ich hoffe inständig, dass ich nie, nie, niemals in die Situation kommen werde, einen realen Tonjob mit einem solchen IT – Desasterpotentialhaufen erledigen zu müssen.
Haben wir nicht gerade erst unter allerlei Geburtsschmerzen die 19“ – Welt mit all ihren Logistik - und Drahtverhauproblemen einigermaßen erfolgreich hinter uns gelassen, und stehen/ sitzen stattdessen jetzt hinter kompakten, inzwischen auch unter Stress wenigstens halbwegs unfallfrei beherrschbaren all in one – Arbeitsgeräten?
Ich hab’ noch mindestens zehn, eher fünfzehn Jahre bis zur Rente. Bitte bestärkt mich in der vagen Hoffnung dass das reicht, bevor 'Mischen' nur noch mithilfe von Tastatur, Maus und kostenpflichtiger Supporthotline möglich ist :? .
Mit freundlichem (und fast ernst gemeintem) Gruß
BillBo