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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Gebrauchtanlage für einen Jugendclub? Zeck/Bell/Peavey/... ?

    • billbo
    • 4. Juni 2011 um 15:49

    Ich hab’ den original – Dynacord Prospekt 'The Sound Of The World – Orchsterprogramm ’80' 8) . Leider steht da drin nix von Wirkungsgrad.
    97dB max ist Unsinn. Diese mittelhart aufgehängten 12“er haben/ hatten alle so knapp unter 100dB/ 1W/ 1m, egal von welchem Hersteller (Dynacord verbaute m.W. vorwiegend RCF. Aber auch z.B. ('Mosquito') Philips, damals einer der größten Produzenten insbesondere von Twin Cone – Breitbandchassis).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gebrauchtanlage für einen Jugendclub? Zeck/Bell/Peavey/... ?

    • billbo
    • 3. Juni 2011 um 14:55

    Danke. :)

    Zitat

    ... und der Schwirrkonus war vorne offen, nicht abgedeckt wie beim Monacor.

    Da wiederum bin ich mir relativ sicher, dass zumindest späte Versionen den Staubschutz ebenfalls oben und nicht unten hatten.
    Obwohl - soo sicher, dass ich schwören würde, dann allerdings auch wieder nicht :lol: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gebrauchtanlage für einen Jugendclub? Zeck/Bell/Peavey/... ?

    • billbo
    • 3. Juni 2011 um 14:09

    Schöne Diskussion.

    Die Monacor Twin Cone Teile sind m.W. Clone von alten Celestion G12-100/TC (weiß nicht mehr, ob die wirklich genau so hießen).

    Wenn man erst einmal gelernt hat, dass
    a) man beim Thema Beschallung in der Praxis fast immer auf alles jenseits der 10kHz getrost verzichten kann (bzw. ab einer bestimmten Größenordnung sowieso verzichten muss), und
    b) es so manchen Anwendungsfall gibt, bei dem das Polardiagramm keine oder eine untergeordnete Rolle spielt (das sieht bei solchen Teilen wirklich schrecklich aus),
    dann sind solche Breitbänder manchmal eine verblüffend einfache Lösung.

    Diese Celestions funktionierten z.B. unfassbar gut als Gesangsmonitore oder Drumfilltopteile in lärmiger Umgebung – eine banale Alltagsanwendung bei jedem kleinen/ mittleren Livejob. Klar, sauber, durchsetzungsfähig; und das schon an nach heutigen Maßstäben lächerlich schwachbrüstigen Verstärkern (von der Performance an einem 50W Röhrenamp will ich gar nicht erst zu schwärmen anfangen). Ganz nebenbei gingen sie dabei nie kaputt; trotz 'Jugend forscht' an den Reglern.
    Es gab so was auch als 4x 12“ 'Gesangssäule'. Davon stellte man 2 oder 4 auf PA – Wings (ähm, zwei stabile alte Tische), und fertig war die Club – PA. Bzw. damals die Schulaula – oder Unimensa – PA.
    Um Lextrax' Terminologie aufzugreifen: das funktionierte geradezu erschreckend gut. :D

    Da wir aber im Zeitalter der Zahlengläubigkeit leben (möglichst viele Wege/ möglichst viele Watt/ möglichst viele Kilohertz sind natürlich immer besser :roll: ) und nicht sein kann, was nicht sein darf, sind solche Lösungen fast völlig aus dem Bewusstsein und vom Markt verschwunden. Schade drum.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EQ Einstellungen

    • billbo
    • 2. Juni 2011 um 15:41

    Vor den Audio Engineer/ Tonmeister/ Sound Director (letzterer stammt nicht von mir, sondern aus einer der letzten 20 Seiten - BAs für eine +/- 150 Vvk. Veranstaltung :roll: ) hat der liebe Gott das Handwerk gesetzt. Und dort gab es (früher Pflicht, freiwillig z.T. heute noch) einen schönen Brauch: die Walz, eine im Anschluss an die Lehrzeit zwecks Erfahrungssammlung mehrere Jahre dauernde Berufswanderschaft mit 50 Kilometer Bannkreis rund um den Heimat – und/ oder Ausbildungsort. Erst wer sich da durchgebissen hatte galt als fertiger Geselle und wurde als solcher akzeptiert und ernst genommen.
    Interessant finde ich, dass der Einstieg in unser Metier ursprünglich häufig ganz ähnlich funktionierte. Nach einer entfernt artverwandten Ausbildung (z.B. R/F – Techniker, Elektriker, Industrieanlagenelektroniker, ...) ging, wer den Drang dazu verspürte, aus Begeisterung und Interesse als Quereinsteiger auf Tour. Mörder Maloche, wenig oder kein Schlaf; oft unter besch...enen und manchmal lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen; immer für schmalstes Geld. Erst wer sich dort als genügend talentiert, belastbar und kooperativ erwiesen hatte wurde ernst genommen und bekam irgendwann automatisch mal die Chance auf Höheres.
    Die paar richtig guten Liveschrauber die ich kennen gelernt habe sind ALLE diesen oder einen ähnlichen Weg gegangen, und haben sich dabei ganz selbstverständlich notwendige theoretische Kenntnisse und Hintergrundfachwissen auf dem einen oder anderen Weg zusätzlich draufgeschafft. Meinetwegen auch über eine Privatschule, warum nicht?
    (Die anderen entwerfen früher oder später Normen, werden Verkäufer (sorry, Produktspezialisten im Vertrieb) oder bieten kostenpflichtige Schulungen an. Nee, ist jetzt Spasss).

    Dieser Beitrag von Guma:

    Zitat

    Meine persönliche Meinung:

    Die meisten Tonstudios leben nicht vorrangig davon, dass Dinge produziert werden, die der Markt tatsächlich braucht b.z.w. die wirklich in gewinnbringenden Stückzahlen verkauft werden. Statt dessen wird die Illusion verkauft, dass das jeweilige Produkt möglicherweise erfolgreich sein könnte. Bezahlt wird das in der Regel nicht von dem, was wir uns gemeinhin als "Musikindustrie" vorstellen und schon gar nicht von Musikkonsumenten sondern entweder von den Musikern selbst oder von Sponsoren wie z.B. Eltern...

    beschreibt das Audio Engineer - Elend ziemlich treffend. Wie viele davon sitzen als freier Produzent und Tonstudiobetreiber im von Papi gesponserten Reihenhausanbau an ihrem aus Omas Erbe finanziertem Cubase – oder ProTools Computer, lauern – sofern nicht rechtzeitig umgeschwenkt auf Lokalradiowerbespots – auf DIE eine große Chance, und gehen hin und wieder mal bei der Freundin warm essen? Allein in meinem übersichtlichen Bekanntenkreis gibt’s da mehrere.

    Eine persönliche Begegnung auf der Baustelle läuft dann schon mal so:
    "Hallo, lange nicht gesehen. Ach, DU machst das hier?!"
    Jo. Klein, aber mein.
    "Tja Alter, haha, mühselig nährt sich das Eichhörnchen, was? Von nichts kommt nichts. Live war ja noch nie so mein Ding. Du weißt schon, die viele Schlepperei, die besch...enen Arbeitszeiten, wenig Kohle. Aber wem sag ich das! Deshalb bin ich damals ja auch mehr so in die Studiorichtung gegangen, das liegt mir eher. Heute arbeite ich hauptsächlich als freier Producer und Audio Engineer...
    ...
    ...
    ...
    ... und übrigens, was ich noch fragen wollte: brauchst Du nicht ab und zu vielleicht mal einen Vertreter, oder zweiten Mann? Nix Berühmtes, Kabel wickeln oder so; hätte ich echt mal wieder Bock drauf. Hin und wieder :D hab' ich auch kurzfristig Zeit".


    Bei Graphik - EQs plädiere ich trotzdem auf größere Frontplatten!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Zubehör, auf das wir lange warten mussten

    • billbo
    • 2. Juni 2011 um 13:04

    Endlich! DIE Kombilösung für phasengangneutrale Subbasserlebnisse, problemlose Einhaltung der DIN 15905 – 5 und gegen lästiges Halbleiter – oder Quantisierungsrauschen:

    http://www.roehrentechnik.de/html/high_end.html

    Geht doch. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mess Einheit bis 400A

    • billbo
    • 29. Mai 2011 um 12:48
    Zitat

    b) ernsthafte Frage: wozu?

    Egal. Hauptsache irgendwie 'digital'. Funktionalität Nebensache.
    Das ist schon ein merkwürdiger Zeitgeist. Aber er wird sich irgendwann auch wieder umkehren.

    Ende der 70er/ Anfang der 80er gab es plötzlich Digitalarmbanduhren. Echt günstig, schon ab DM 2999,-. Musste man unbedingt haben; auch wenn der schnelle Blick auf die Uhr damit jetzt dreimal so lange dauerte.
    Heute kostet so was EUR 2,99 und gilt als ultimativer Rudis Resterampe Prollschrott. Richtige Uhren (egal ob mit mechanischem oder elektronischem Zählwerk) haben längst wieder (und hatten schon immer) Zeiger.

    Ähnliche Entwicklungen wird es auch in anderen Bereichen geben. Viel Spaß schon heute etwa bei dem Versuch, über eBay oder sonst wo ein hochwertiges Werkstatt - Vielfachmessgerät mit analogem Zeigerinstrument zu ersteigern. Fürs gleiche Geld gibt’s nebenan bei Aldi oder Kodi zehn nagelneue Digitalmultimeter; jedes davon mit zehn mal mehr Features. Falls sie denn irgendjemand kaufen mag und sie nicht direkt bei Rudis Resterampe landen...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EQ Einstellungen

    • billbo
    • 23. Mai 2011 um 18:22

    Da täten es zur Not schon ein kleiner Kondensator und ein Widerstand als passives RC Filter. Das rauscht gar nicht. :D

    Wenn die Möglichkeit besteht nach Lehrbuch zu arbeiten - klar. Aber viele meiner Jobs sind „ankommen, 10 min. Catering, 5 min. Line check, los“. Da ist nix mit Basteln/ Stöpseln/ Schrauben. Und schon gar nichts mit Sonderlösungen mitnehmen. Jedes Kilogrammm Übergepäck verfinstert die Mienen der freundlichen, aber mitunter strengen Damen an den Check In Schaltern unnötigerweise nur noch zusätzlich.
    Und genau anhand solcher Situationen habe ich gelernt, dass ich mit ein bisschen Systembassüberhöhung in der Praxis sehr gut leben kann. Das ist meist nervenschonender als den Clubchef oder Festivalbetreuer zu suchen und ihn zu bitten, da am Setup doch bitte mal noch eine Kleinigkeit zu ändern.
    Anders als früher gehen Kanal - Lowcuts heute ja zum Glück bis 600Hz oder noch weiter. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EQ Einstellungen

    • billbo
    • 23. Mai 2011 um 15:39

    Ein Grund, warum ich einen gewissen 'Überhang' auf der Bassseite auch für live manchmal gar nicht so schlecht finde: ich nutze auch heute noch hin und wieder ganz gerne Summenkompressor nach Art des ehrwürdigen 160X over easy Pärchens im Master. Wegen strikten dB Limits/ weil ich keinen Schimmer habe, was mich gleich an Signalkostbarkeiten erwartet/ weil ich bei der Vorgruppe gerne schon mal ausprobiere was geht/ weil ich ahne, dass das dargebotene Besteck spätestens ab Intro eh auf Dauervollast läuft/ aus Faulheit :D.
    Eine Bassanhebung danach bedeutet: das Ding pumpt weniger/ später mit den energiereichen rhythmischen Basssignalen und reagiert besser auf den entscheidenden Mitten - und Stimmenbereich. (Klar macht man das eigentlich besser mit dem Lowcut im Sidechain. Vorausgesetzt, dass einen gibt bzw. man den in den Tiefen der unbekannten nagelneuen Digitalmöhre auf die Schnelle mal eben findet.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EQ Einstellungen

    • billbo
    • 20. Mai 2011 um 19:39
    Zitat

    Huiii, dann wären aber viele aktuelle PAs mit ihrem Lowmidloch nicht professionell.

    Manchmal ist der Gebrauch des Konjunktivs eindeutig entbehrlich. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • DIE HÄRTESTEN SPRÜCHE DIE EIN PA TECHNIKER

    • billbo
    • 20. Mai 2011 um 16:08

    „I'm not a rocket scientist. They just pay me for mixing the fuckin' Band!“

    Schottischer Old – School – Kollege welcher, mitsamt Band 2 Std. vor doors open eintreffend und ausgerüstet lediglich mit Edding und iPod für Einlassmusik, die mit Abstand beste Mix – Performance des Jahres im heimischen Stammvenue ablieferte; meilenweit über dem, was manch anderer dort mit eigenem Frontplatz incl. 2-3 Kisten voller wichtigem Messequipment und unverzichtbarer Röhrenvorstufen und - Kompressoren zustande bringt. Beim Feierabendbier nach ein paar gegenseitigen Komplimenten („Awesome job, man!“ „Fuckin' smashin' house system, mate!“) nebst gepflegtem Ablästern über die Generation Laptop hinterm Pult.

    Techniker (der Lichtler hatte vergleichbares Format) waren Teile der langjährigen 'RunRig' – Crew; Band waren die 'Red Hot Chilli Pipers'.
    Letztere haben ihr Geld ganz sicher gut angelegt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EG - Kontrollgerät

    • billbo
    • 20. Mai 2011 um 15:34

    Danke :) .
    Daran angeschlossen die Gretchenfrage an den Experten: angenommen, der Mieter von Fränkies Bandbus nutzt das Teil für einen privaten Transport. Der befugte BAG - Kontrollbeamte ist jedoch anderer Ansicht und erwirkt die Ausstellung eines Bußgeldbescheides wegen Nichtbenutzens des Kontrollgerätes bei gewerblichem Einsatz. Fränkies Kunde legt natürlich Einspruch ein, denn er ist ja privat unterwegs gewesen. Wer ist in der Beweispflicht?
    Muss Fränkies Kunde den privaten Charakter der Fahrt nachweisen?
    Muss das BAG die vermutete gewerbliche Nutzung nachweisen?

    All zu weit hergeholt dürfte die Frage nicht sein. In der Praxis läuft ein Großteil der Transporter – und Leicht – LKW – Flotte sämtlicher großen Autovermieter in der Woche gewerblich und macht am Wochenende private Wohnungsumzüge u. ä.
    Meine Vermutung aus Beobachtung: die BAG – Jungs kennen das Problem natürlich und gehen ihm nach Möglichkeit aus dem Weg. Ich sehe bei den Kontrollen ständig Reisebusse/ schwere LKW/ offensichtlich überladene leichtere Fahrzeuge. Aber niemals Kleinbus + Hänger, PKW + Hänger, Kleintransporter, usw.; es sei denn, es steht groß und unübersehbar „Kurierdienst Sowieso“ drauf.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EG - Kontrollgerät

    • billbo
    • 19. Mai 2011 um 15:00

    Aus dem Wortlaut Artikel 3 h)/ Ausnahmen

    Zitat

    Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden;

    würde ich folgern:

    Wenn er ihn zur gewerblichen Güterbeförderung nutzt und dabei erwischt wird – ja.
    Wenn er damit Omas Wohnung entrümpelt, seine Surfausrüstung zum Baggersee transportiert oder seine Musikanlage zum Klassentreffen – nein.

    Falco kann das aber sicher versierter ausführen (oder widerlegen).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EG - Kontrollgerät

    • billbo
    • 19. Mai 2011 um 00:38

    Nun, ich kenne persönlich (mindestens) einen recht properen und schick eingerichteten Band – Sprinter, der samt Hänger rein hobbymässig unterwegs ist. Ganz offiziell, das hat der Eigentümer sogar schriftlich vom Finanzamt :D. Soo ganz abwegig ist das also gar nicht; der 'Umgehungstatbestand' ist in diesem Fall sozusagen amtlich verordnet.
    Interessant wäre mal der Verlauf eines Einspruchverfahrens gegen einen vom BAG in die Wege geleiteten Bußgeldbescheid mit der logischen und nachweisbaren Begründung „trifft auf uns nicht zu, FA hat Gewinnerzielungsabsicht aberkannt“. So weit ist es aber m. W. bisher nicht gekommen.

    Ohnehin ist es wenig schlüssig, dass Hein Blöd die Wohnzimmereinrichtung seiner Oma privat ungestraft mit dem 7,5er über Nacht nonstop von Freiburg nach Flensburg karren darf, während gleichzeitig der Profitrucker ein echtes Problem kriegen kann, wenn er (wegen Stau oder überfüllter Raste) mal 4Std.40 statt 4Std.30 am Stück auf der Karte hat. Darauf weise ich halt ganz gerne mal hin.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EG - Kontrollgerät

    • billbo
    • 18. Mai 2011 um 11:31

    Betreibe Band/ Musik ausschließlich als privates Hobby. Dann brauchst Du genau so wenig Fahrtenschreiber/ EEG – Kontrollgerät wie all diejenigen, die regelmäßig ihre Pferdehänger/ Segeljachten/ Wohnwagen am Wochenende hinter ihrem SUV quer durchs Land spazieren fahren (es sei denn, sie sind beruflich Pferdezüchter/ Bootsbauer/ Wohnwagenhändler).

    Sind Bus und Hänger allerdings mit Werbelackierung „Ihre professionelle XY – Galaband on Tour“ versehen und im Fahrzeugschein steht „XY – Galaband – GmbH“, dann dürftest Du bei der nächsten BAG Kontrolle in echte Erklärungsnöte kommen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 17. Mai 2011 um 14:10

    Und schon wieder IDN: ein (kleineres) Festival, auf dem alle Durchführenden offensichtlich noch ein wenig üben müssen.
    Nach einem langen Reisetag abends auf dem 200km Flughafen – Gig Shuttle nicht mal ein Wasser. Klar, gibt Schlimmeres, aber hinterlässt gleich mal einen ersten Eindruck. Hotel ist dann aber in Ordnung.
    Am nächsten Morgen sind wir pünktlich um 11:00 zum Vorchecken, Stageset – und Backlineaufbau vor Ort. Die örtliche Crew leider nicht. Auch um 12:00 noch nicht.
    Anders als in den Festivalspecs angegeben ist das Monipult ein nagelneuer PRO 6. Schön, wenn man es kennt und/ oder drauf eigestellt ist. Schön bunt, wenn man es völlig überraschend zum ersten mal sieht und mal eben einen einigermaßen anspruchsvollen Monitormix drauf vorbereiten soll. Weniger schön, wenn der Betreuer es offensichtlich eben so wenig kennt und obendrein noch Patcher, Mikrofonierer und Stagehand in Personalunion ist.
    Dementsprechend ist nichts Sinnvolles vorbereitet; schon gar nicht die Patchlist des Riders (Monitor ist ein wilder Mix aus Mono – und Stereo Wedges/ Sidefills/ In Ears; da freut man sich, wenn der Ausgangspatch die angeforderte Reihenfolge einhält. Zumindest sinngemäß; „Stereo“ aus Mix 2+3 ist einfach Käse... ).
    Die Sache zieht sich, zumal auch die Riser fürs Stageset nicht am Start sind und stattdessen irgendwas improvisiert werden muss.
    Ab etwa 13:00 pampt der Stagemanager herum, wie lange wir denn noch brauchen würden. Schließlich sei um 16:00 Einlass, und das örtliche Vorprogramm müsse noch aufbauen und proben.
    Mit meiner Antwort „ab dem Zeitpunkt, wo sämtliche Monitorwege und sämtliche Eingangskanäle tatsächlich funktionieren, noch ca. 30 Minuten“ ist er zum Glück erst mal eine Weile beschäftigt.
    Wir ziehen's irgendwie durch, mehr schlecht als recht, und trösten uns mit dem Gedanken an ausgleichende Gerechtigkeit: Ihr habt jetzt noch 12 Std. Fließbandarbeit vor Euch, wir verbringen den Nachmittag und frühen Abend im Hotel oder Straßencafé. Ätsch!

    Zur Strafe bleibt abends dann die Küche kalt: warmes Catering für Band und Crew hat man irgendwie verschwitzt. Zum erstenmal echte Krisenstimmung; zumal auch – anders als vereinbart – große Teile von Backline und Stageset abgebaut/ zur Seite geräumt sind. Das, obwohl wir uns mit den anderen maßgeblichen Kapellen geeinigt hatten. Aber die Vorgruppe brauchte wohl Platz.

    Wurde dann trotzdem noch ein guter Gig. Ob ich mich mit PRO 6 anfreunden werde weiß ich nicht – das andauernde Weiterschalten um 4 Kanäle nervt ein bisschen, ich find's für flüssiges Arbeiten nicht besonders hilfreich. Vielleicht Gewöhnungssache, wie so Vieles.
    Aber wirklich geiler Kopfhörerverstärker :D !

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ursachenfindung: Lautsprecher festgebacken, Endstufe hin

    • billbo
    • 17. Mai 2011 um 12:50

    Der Verfasser der Seite sollte noch mal korrekturlesen... :roll:
    Die Brückenschaltung ist faktisch eine Reihenschaltung von gleichen Spannungsquellen. Für jede einzelne Spannungsquelle ändert sich spannungsmäßig nix.
    Versagt allerdings eine davon, wirds für die andere ebenfalls ungemütlich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ursachenfindung: Lautsprecher festgebacken, Endstufe hin

    • billbo
    • 17. Mai 2011 um 10:46
    Zitat

    ... dazu kommt aber noch die doppelte Spannungsbelastung, nämlich von +Ub gegen -Ub...

    Kleiner aber bedeutender Gedankenfehler: ‚doppelte Spannung’ gilt für die Reihenschaltung aus beiden Endstufenblöcken (jeder bearbeitet in Brücke nur noch eine Halbwelle). Für den einzelnen Halbleiter verdoppelt sich weder die Betriebsspannung noch die Signalamplitude. Das wäre auch ziemlich fatal :-D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EQ Einstellungen

    • billbo
    • 15. Mai 2011 um 15:31

    Klarer Designfehler: Frontplatte zu klein!
    Das haben wir jetzt vom Miniaturisierungswahn.

    Mit freundlichem Gruss
    BillBo

  • A-Gitarre klingt wie E-Gitarre

    • billbo
    • 9. Mai 2011 um 18:00

    1 magnet. Tonabnehmer.
    1 geeignetes Stressbrett.
    1 Gitarristen, der damit umzugehen weiß.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 9. Mai 2011 um 17:54

    Motörhead 2010: 240 PARs. 4 Wackellampen (aber nur fürs Drumsolo).
    Sweden Rock Main Stage: 600 - 800 PARs. Null Wackellampen (es sei denn, der Headliner besteht ausdrücklich darauf oder bringt selbst so was mit).

    Nicht jeder steht auf buntes Kirmesgeblinke. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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