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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 6. Mai 2011 um 00:35

    Vermutlich hat der Mitbewerber, der ihm im heimischen No. 1 Club regelmäßig die Jobs wegschnappt, irgendwas von Allen& Heath. Und er selbst hat Digico oder Yamaha. So entstehen Soundlegenden. (Scherz beiseite: er möchte nach Möglichkeit den Hobbyisten ausschließen, dessen Garagenhighlight ein zerschredderter GL4 nebst passender Peripheriepracht ist).
    Ansonsten korrekt und freundlich/ verträglich formuliert. Trotzdem: wer diesen Rider schreiben oder losschicken muss spielt im Zweifel sowieso über das, was da ist. Inclusive des nüchternen, bemühten Betreuers, der aber bei etwas Pech das schöne neue Digipult an diesem Tag leider ebenfalls zum ersten Mal sieht. Und dabei auschließlich Kisuaheli spricht.

    Und wenn’s hart auf hart kommt auch über den GL...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 5. Mai 2011 um 00:34

    Und noch’n IDN: mit ansehen und hören zu müssen, wie ein paar kräftige Jungs mit Kreissäge und Vorschlaghammer im Schweiße ihres Angesichts 8 'Eastmill' doppel 12“ Bassbins zu handlichem Brennholz zerlegen. Echte Männerarbeit :D.
    Das waren Anfang der Achtziger mal extrem teure, extrem aufwändig konstruierte ungefaltete Basshörner; so mit das Beste, was auf diesem Gebiet je gebaut wurde. Ein 6er oder 8er Stack davon, bestückt mit ATC PA12/75-LC, klang geradezu unfassbar gut.
    Transport war allerdings so 'ne Sache... :roll:.

    Nu sind sie (vielleicht die letzten Exemplare ihrer Art?) endgültig Geschichte. Und wieder ein bisschen Platz für wichtigen Dekoschnickschnack und Bierbänkekram im Container.

    Ein paar Sägespäne verwehen im Biergarten. Schnüff :cry:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 3. Mai 2011 um 19:58

    Ausfall... äh... was? So was gibt’s in echt?

    „ :?: :shock: Wie jetzt?? Kommt Jungs, Ihr wisst doch, wir sitzen alle in einem Boot!“

    Ja nee, schon klar. Die Einen rudern, die Anderen fahren Wasserski.

    Zitat

    ... Der Aufwand lohnt nicht. ...

    Stimmt. Leider erwartet manch Künstler/ Management/ Agentur in unregelmäßigen Abständen schon mal, dass

    Zitat

    "man sich in Zukunft bitte ein bisschen mehr einbringt!"

    Dann setzt 'man' sich eben bei Gelegenheit hin und bastelt den einen oder anderen gespeicherten/ abgekupferten Mustersatz zu einem hübschen neuen Rider zusammen.
    Dabei nur schön aufpassen, dass man mit Copy & Paste nicht den falschen Bandnamen erwischt. Bei manchem Künstler geht so was dann vielleicht doch etwas zu sehr gegen die Eitelkeit.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 3. Mai 2011 um 13:06
    Zitat

    Es gibt 2 Arten von Shows. ...

    Schön auf den Punkt gebracht. Allerdings: in der Praxis liegt dazwischen doch ein ziemlich weites Feld.
    Ich freue mich als Tourtech schon wenn ich im Vorfeld in etwa weiß, was mich erwartet. Und sei es nur um zu entscheiden, ob ich an dem Tag lieber noch eine Stunde länger im Bett bleibe.
    Ich freue mich als Ortstech schon wenn ich im Vorfeld in etwa weiß, was mich erwartet. Und sei es nur um zu entscheiden, ob ich's selbst mache oder an dem Tag lieber eine Vertretung schicke.

    In Südamerika hat vor einiger Zeit mal jemand das schöne Wort 'Contrarider' ins Spiel gebracht. Die Band schreibt, wie sie's gern hätte. Veranstalter/ Venue/ Club schreibt zurück, was er technisch so zu bieten gedenkt. Zwei hübsche Positionspapiere (mehr nicht!), mit deren Hilfe sich, je nach Verlauf des Vorverkaufs, ganz sicher eine irgendwie funktionelle Lösung finden lässt.

    Nebenbei: wir leben in modernen Zeiten; jede bessere Kneipe stellt inzwischen ihre räumliche und technische Ausstattung ins Netz. Da weiß ich sehr früh, was mich erwartet (wenn ich's denn wissen WILL), und wo eventuelle Knackpunkte lauern.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 3. Mai 2011 um 00:22
    Zitat

    man hört heute viel zu viele konzerte, bei der dem mischer die bassdrum wichtiger zu sein scheint als die bassgitarre oder gar der gesang!

    Gerade vorgestern: „Europe“. Mitunter (zu Unrecht) ein wenig belächelt; eigentlich jedoch eine richtig klasse Liveband. Leider 85% Bassdrum, 10% Gesang (immerhin...), und irgendwo im Hintergrund kaum wahrnehmbar ein undeutliches Nichts aus Gitarren, Bass, Keyboards. Als es nach ein paar Minuten nicht besser wurde bin ich rausgegangen und hab’ die kühle Ruhe des Nightlinerbetts vorgezogen.

    Bei all dem technischen Riderkokolores, den man im Laufe eines Jahres so auf den Tisch bekommt, stellt sich früher oder später tatsächlich die Sinnfrage. Welche Relevanz hat eigentlich der Vertragspassus „technische Anforderungen der Produktion sind unabdingbarer Vertragsbestandteil; Nichteinhaltung gefährdet die Veranstaltung bis hin zur Absage auf Kosten des Veranstalters“, wenn die korrekte Antwort darauf lauten müsste „Veranstaltung aus physikalischen Gründen so leider nicht durchführbar“?

    Mein Lieblingsrider ist schon ein paar Jahre her. Ehemaliges ‚Spice Girl’, betreut durch die Toncrew von Bryan Adams. Handgekritzelte Channel List, handgemalter Stageplot mit dem Allernötigsten (Riser/ Wedges/ Strom) drauf, fertig. Kompetente Menschen, stressfreies Arbeiten, prima Show. Ganz ohne dicke Buchstaben, dicke Zahlen, dicke Hose. Geht auch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 2. Mai 2011 um 13:33
    Zitat

    Allerdings ist Köln nicht ganz leicht für höhere Autos...

    Klar, ist mir als einigermaßen Ortsfremder auch schon passiert, dass ich mich im dichten Verkehrsgetümmel da unfreiwillig und unversehens auf einer der Rheinbrücken wiedergefunden habe. Aber ich bin auch kein Profifahrer mit Profinavi, sondern nur einfacher Toni.
    Der Nightliner indes war so’n ziemlich neues Van Hool – Riesendoppeldeckerdings. Da sitzt normalerweise nicht gerade Karl Karpfen hinterm Steuer. Die Teile kosten richtig Geld; das wäre den Busfirmen viel zu riskant.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sehr interessanter Rider

    • billbo
    • 2. Mai 2011 um 13:21

    Die eigentliche Unmöglichkeit liegt in der Forderung „min. 120dB bei 20kHz“ am FOH.
    Die Luftdämpfung für 20kHz beträgt, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, bis zu 0,6 dB pro Meter. Das heißt für ein größeres Open Air mit 60m Abstand Bühne/ FOH: der Herr fordert 156 dB/ 1m bei 20 kHz.
    Da wird er ein Weilchen suchen müssen...

    Und das sagt mir: er weiß zwar ziemlich genau, was er will; und er versteht es auch gut, das zu vermitteln. Mit dem Verständnis für physikalischen Realitäten indes hat er es nicht so.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grafischer Equalizer im Master inserten oder direkt

    • billbo
    • 2. Mai 2011 um 13:02

    1.) Die Ausgangsstufen von hochwertigen Livemischpulten sind/ waren, um problemlos auch die Kabelkapazitäten von mehreren 100m Multicore etc. bewältigen zu können, extrem niederohmig ausgelegt. Bei einem x – beliebigen Insert-/ Peripheriegerät kann/ konnte man davon nicht immer unbedingt ausgehen (bei Billigpulten allerdings leider auch nicht... ).
    2.) Ein FOH – Pult ab einer gewissen Größe bietet nicht nur Eingangskanäle > Subgruppen > Summe, sondern im Anschluss daran auch einen Ausgangsteil, die Matrix. Mit dem ‚Geschmacks – EQ’ im Master möchte ich natürlich alle angeschlossenen Beschallungsanlagenteile gleichermaßen beeinflussen und nicht nur die, die zufällig am L/R – Ausgang hängen.
    3.) Gilt nur für Monitoranwendung: falls ich Abhörwedges benutze und die einzelnen Ausgangskanäle damit abhöre möchte ich möglichst genau das hören, was auch der Musiker da vorne hört. Und das beinhaltet in allererster Linie auch gerade das, was ich mit dem SummenEQ mache. Deshalb sind nicht insertete Eqs am Monitor ein echtes ‚No Go’.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 1. Mai 2011 um 22:16

    IDN:
    Nightlinerfahrer, der – aus westlichem Ausland zurückkommend – ausgerüstet mit Karte, Stadtplan und zwei Navis morgens um 5 im auto – und menschenleeren Köln eineinhalb Stunden lang vergeblich versucht, den Hauptbahnhof zu finden. :roll:
    Die Abfahrtszeit für den ersten geplanten Heimreisezug verstreicht. Die Abfahrtszeit für den zweiten geplanten Heimreisezug verstreicht. Die Abfahrtszeit für den dritten geplanten Heimreisezug rückt bedrohlich näher.
    Nach der ca. dritten Rheinüberquerung hat die anfangs heiter – belustigte Stimmung („Hat Köln überhaupt einen Bahnhof?“) hinter ihm in der unteren Lounge doch ein klein wenig zu leiden begonnen.
    Auf der Rheinuferstrasse unterhalb des Musicaldomes versuchen wir das Ganze mit brutaler Gewalt zu lösen: Du hältst jetzt SOFORT hier an! Und ja, das Halteverbot ist uns um diese Zeit sch....egal! Den Rest gehen wir sicherheitshalber lieber zu Fuß.

    Hat funktioniert. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Holz oder Kunststoff?

    • billbo
    • 24. April 2011 um 17:06

    D Alpha wird als Discotheken – Festinstallations – Produktlinie beworben und verkauft. Es ist vollkommen schlüssig und sinnvoll, das aus MDF zu bauen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitale Dividende Teil 2: 698-790 Mhz in Gefahr?

    • billbo
    • 24. April 2011 um 00:09

    Ja, es ist ein Kreuz: alles ist schlecht, und es wird immer noch schlechter. Die ganze Welt ist in Wirklichkeit eine Penrose’sche Treppe, auf der es immer nur abwärts geht. Schließlich sind wir alle lediglich Teil des Restes vom Rest des Urknall - Restrauschens. In ein paar hundert Milliarden Jahren wird sich niemand mehr an uns Endverbraucher erinnern, allen Vorratsdatenspeicherungsbemühungen zum Trotz.

    Waldschrat: glaubst Du wirklich dass sich „gewisse Mächte“ damit abmühen, gerade DICH und Deine Aktivitäten auf Schritt und Tritt und rund um die Uhr zu überwachen/ zu bespitzeln/ aufzuzeichnen? Die Ärmsten! Was für ein langweiliger Job.
    Du musst ein sehr bedeutender Mensch sein. Leute wie ich können dagegen geradezu sorglos durchs Leben dilettieren. Die taugen einfach nicht zum Überwachungsobjekt. Zu unwichtig.

    Das Ende ist nahe. Endlich!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • billbo
    • 18. April 2011 um 21:56
    Zitat

    Ich sehe nur keinen Zusammenhang, insbesondere keinen herleitenden Zusammenhang dazu, das wir, die Benutzer uns aus den genannten Gründen keine Gedanken über besser bedienbare und selbsterklärende Bedienoberflächen machen sollten ????


    Können wir/ dürfen wir/ sollen wir. Allerdings halte ich gerade auch in einem „Hersteller, schaut bitte, wie wir’s gerne hätten“ – Brainstorming Thread den Gedankengang für angebracht, dass die Vorstellungen von Gerätehersteller und Gerätenutzer diesbezüglich vielleicht noch weit weniger konvergieren als die Flut unterschiedlicher Bedienkonzepte.
    Letzterer wünscht sich ein Arbeitsgerät mit schlüssiger, selbsterklärender, unkomplizierter Oberfläche; einfach und fehlertolerant konfigurierbar für alle möglichen Anwendungsfälle.
    Ersterer möchte Mischpulte verkaufen, und zwar möglichst viele. Am liebsten jedem potentiellen Anwender für jeden potentiellen Anwendungsfall ein anderes, und das Ganze alle 2 Jahre erneut.
    Beides ist legitim; die Möglichkeit eines gewissen Interessenkonflikts vermag sich mir dabei jedoch vor diesem Hintergrund nicht gänzlich zu verbergen.
    Und deshalb vergleiche ich die Vorstellung eines idealen, Hersteller übergreifenden Bedienkonzeptes (oder vielleicht auch nur einer gemeinsamen Schnittstellennorm) ein wenig mit der Idee von der besten aller möglichen Welten. Ein Traum, der nie wahr werden kann (und nie wahr werden darf, denn dies wäre gleichbedeutend mit dem Ende aller Entwicklung).

    Dennoch: „Man muss unseren Garten pflegen.“

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • billbo
    • 18. April 2011 um 14:24
    Zitat

    ...Lamentieren...

    Wat? :shock: Nichts läge mir ferner als dieses. :roll: :D

    Bitte nicht vergessen: der eine oder andere desillusionierte alte Sack betreut im wirklichen Leben mittel – oder unmittelbar mehr Live – Jobs im Jahr als das Jahr Tage hat. Und kommt damit durchaus zu einer eigenen, wie immer natürlich subjektiv geprägten Beurteilung technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Alltag. Die sagt: von Konvergenz oder gar Kongruenz (am Arbeitsplatz Tonpultbedienoberfläche) sind wir weiter entfernt als je zuvor.

    Beobachtungen u. a. aus meinem regelmäßigen örtlichen Heimatjob zeigen verschiedene Vorgehensweisen:

      1)Der Tonler lässt sich nichts anmerken und nimmt das, was da ist. Mal mit mehr, mal mit weniger akzeptablem Ergebnis.

      2)Er macht im Vorfeld so viel Druck bis er genau das bekommt, was er will; koste es was es wolle. Schön, wenn er sich's erlauben kann. Unschön, wenn der Veranstalter irgendwann mal sagt „nö, dann eben nicht, spielt's halt woanders“. Selten, aber kommt durchaus vor.

      3)Er bringt sein eigenes Setup mit, welches auch immer, und wer immer das auch bezahlt. Dann stehen auf einem mittleren Pilepallestadtfest schon mal 4 FOHs mit 4 Multicores und 3 Monitorplätzen. Für deren Hersteller/ Vermieter/ Verkäufer ganz sicher kein Grund, auf Einheitlichkeit zu drängen...

      4)Gibt’s auch noch, gerne aus Übersee: den (im Prinzip gänzlich unfähigen) beleidigten Starmischer/ Freund der Band. „Kenn' ich nicht, kann ich nicht, will ich auch gar nicht können. Und Du, mein örtlicher Knecht, musst das jetzt ausbaden; indem Du mir jede Selbstverständlichkeit und jeden Handgriff 20 mal erklärst“. Lächeln, auch wenn's manchmal schwer fällt.

    Am ehesten wird es m. E. mittelfristig auf die Lösung 'jedem Tech sein eigenes Setup' hinauslaufen; Miniaturisierung und Preisverfall machen's möglich. Natürlich hast Du Recht mit der Forderung nach unmissverständlichen, eindeutigen, fehlervermeidenden Bedienkonzepten, die diese Art 'Lösung' überflüssig machen würden. Bloß: warum sollten ausgerechnet die Hersteller (gerade auch die kleineren, wie Wora richtig bemerkt) daran interessiert sein?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • billbo
    • 17. April 2011 um 22:22

    Die ersehnte Konvergenz wird sich leider wohl niemals ergeben können, weil die Vorstellungen/ Präferenzen/ Probleme der möglichen Nutzer dafür viel zu sehr divergieren.

    Bereits in der großen kleinen Welt des Live - Bandmischens (und es soll ja auch durchaus noch ein paar andere Anwendungen geben) sitze ich da zwischen den Stühlen:
    - Nutze ich täglich und überall auf der Welt das gleiche oder gar selbe Arbeitsgerät, dann freue ich mich höchst wahrscheinlich über die freiest mögliche aller frei konfigurierbaren Bedienoberflächen. Nach ein paar Tagen oder Wochen habe ich 'mein’ Idealinterface dann fertig, beherrsche es durchaus auch bis hinein in seine tieferen Tiefen, und kann es bei Bedarf jederzeit problemlos sich ändernden Anforderungen anpassen.
    - Muss ich dagegen „das essen, was auf den Tisch kommt“, und zwar gegebenenfalls auch nach 12 Std. S-Bahn > Flughafen > Shuttle > Hotel > Taxi > Gig beim hektischen Schnell – Linecheck 30 Minuten vor Einlass mit nicht vorhandenem/ unwilligem/ fremdsprachigem/ unqualifiziertem ‚Betreuer’, dann ist die starre, vorgegebene, vertraute Bedienapparatur, hinter der keine oder möglichst wenige von und für irgendjemanden hinein optimierten/ programmierten Raffinessen bzw. Fallen lauern können, meine einzige Chance auf ein akzeptables Ergebnis.
    Und schon brauche/ wünsche ich mir bereits für diese EINE relativ eng umgrenzte Aufgabenstellung zwei ziemlich unterschiedliche Gerätschaften.
    (Schon klar, dass mindestens ¾ aller potentiellen Tonpultbediener und 98% aller Forumsnutzer täglich den Luxus von Variante 1/ Vollproduktion ab 1-2 Trailer aufwärts/ genießen. Aber wir paar anderen wollen ja auch leben :) )

    Zitat

    Ich verstehe auch nicht, obgleich die Rechenleistung immens zugenommen hat, die Pulte bzw. deren Recheneinheiten immer wieder Dinge nicht können, obwohl dies doch (meiner bescheidenen Meinung nach) sehr einfach zu implementieren ist.

    Ganz einfach: Modellpolitik.
    Entwicklungsabteilungen finanzieren sich letztlich über verkaufte Stückzahlen. Dafür ist eine klare, unterscheidbare, konsequent gegliederte und gepflegte Produktpalette für den Hersteller langfristig erfolgsentscheidend.
    Besonders bei der ‚Abwärtsentwicklung’ von günstigeren kleinen Modellen aus dem bereits fertigen Spitzenprodukt ist das auch schön einfach; das Reduzieren von Features durch Sperren von Teilen der Software gang und gäbe, bei Weitem nicht nur bei Audiomischpulten. Man vergleiche nur mal M7 und LS9: letzteres DARF (Gefahr für die Verkaufszahlen des größeren Bruders!) kein 32/24 sein können – also kann man dort, anders als beim M7, Eingangskanäle nicht auf Matrizen schicken.

    Mit diesem Satz

    Zitat

    Es stellt sich ja auch die Frage, will man für 5000 Euro ein Pult, was 96 Kanäle auf 64 Ausspielwege kann?

    hat Klauston das eigentlich treffend auf den Punkt gebracht. Allerdings: da werden wir wohl schneller sein, als uns lieb ist. Inflationäre Entwicklungen sind immer dort vorprogrammiert, wo dem Produkt (egal ob billiger Fließbandware, kopierter/ leicht modifizierter Software, oder gedrucktem Geld) kein echter Herstellungsaufwand mehr gegenübersteht.
    Letztlich bewegen wir uns also auch hier mit Riesenschritten auf eine Welt unendlicher technischer Möglichkeiten und damit unendlich möglicher Bedienungsfehler zu. Eigentlich sind wir da schon ziemlich weit: wer von den Profis hier kann von sich heute noch guten Gewissens behaupten, mit ein paar Minuten Eingewöhnung und ohne großartige Vorbereitungszeit auf Anhieb mit sämtlichen am Markt befindlichen gängigen FOH – und Monitorplatzlösungen passabel zurecht zu kommen?

    Vor zehn Jahren konnte ich das mal...

    Und nein – ich möchte in meiner Freizeit nach wie vor nicht für jeden Job mit Langmut, Lupe und Laptop bunte, mir unbekannte virtuelle Mischpultoberflächen erforschen und vorkonfigurieren. VOM Ton machen leben ist ganz okay. FÜRS Ton machen leben wäre mir auf Dauer zu eindimensional. Und zu zeitaufwendig.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 12. April 2011 um 16:29

    ... Wochenenden wie das letzte – jedenfalls die erste Hälfte davon :roll:

    „Sweden Rock Cruise“ = der größte Schwedische Festivalveranstalter chartert für 24 Std. eine der größten Ostseefähren. An Bord statt 2000 sturzbetrunkener skandinavischer Butterfahrer 2000 sturzbetrunkene Schwarz – und Kuttenträger (bei dem, was erfahrungsgemäß sonst dort so abgeht, wohl eher das kleinere Problem fürs Fährpersonal). Auf der Showbühne statt der Top40 - Partyband diverse Hardrock und Metalkapellen. Perfekte technische Betreuung und organisatorische Durchführung vom Einchecken bis zum Schluss. Muss auch; so ein Dampfer legt ab wenn’s im Fahrplan steht, egal wer oder was dann schon (oder auch noch nicht) pünktlich verladen ist. Zum Ausgleich für 75 Minuten Mischen gibt’s eine perfekt schallgedämmte VIP - Single – Luxus - Außenkabine sowie unbegrenzt frei Essen und Trinken in sämtlichen Bars, Buffets und Restaurants an Bord. Und diesbezüglich haben diese Ostsee - Vergnügungsriesen so einiges zu bieten :D .
    Alles in Allem - meine Gage habe ich mir schon auf deutlich unangenehmere Weise verdienen müssen.

    Erfahrungsgemäß folgt für so etwas die Strafe auf dem Fuße. Damit sich der Aufwand (Proben/ Nightliner/ Crew/ usw.) eines solchen Trips für die Band lohnt müssen auf dem Weg noch ein paar Anschlussgigs her; egal wo und wie. Folglich finden wir uns 2 Tage später in einem recht speziellen Venue wieder; ganz, ganz weit im hohen Norden der Wendezeit - Anschlussgebiete. Der Veranstalter hat im Vorfeld wohl ein wenig geflunkert, ‚Venue’ ist vielleicht etwas übertrieben: 30m² brutto Bühne in einem alten Lagerraum. Keine Heizung, keine Lüftung, keine Notausgänge :shock: , keine Duschen, kein Dressingroom. Load und einziger Zugang über eine verwinkelte Steintreppe. Gestapelte Selbstbau – Haus – PA, ein paar traurige alte PARs unter der Decke und an der, ehm, Frontruss. Abends gerammelt voll bis in die letzte Ecke; das Wasser läuft von Wänden und Decke. Umfallen kann man nicht, und atmen kann und mag man eigentlich auch nicht mehr. Security gibt’s keine; wozu auch, für mögliche Randale fehlt eh der Platz.
    Immerhin: die Jungs vor Ort sind freundlich und tun ihr Bestes. Es gibt akzeptables Catering, die Crew ist kooperativ, und man hat sogar M7/ LS9 (das dickste Besteck was reinpasst) und einen Satz ordentlicher Wedges an den Start gebracht statt der im ‚Hausrider’ angebotenen Jugendzentrums - Altlasten.
    Trotzdem: für Feingeister, Veranstaltungsmeister und Sicherheitsingenieure ist das hier eher nichts. Ich bin nicht sonderlich zimperlich, aber einen solchen Gig darf es ganz offensichtlich hierzulande überhaupt nicht mehr geben. Auch in MeckPomm nicht. Ob das zuständige Ordnungsamt den eigentlich kennt?

    Künstlerin und Künstler finden’s großartig und spielen 5 Zugaben :lol: .

    Irgendwann mit Anfang/ Mitte 30 hatte ich mal die Phase „mit 40 kannst du so was unmöglich immer noch machen“. Jetzt geht’s zügig gen Mitte 50. Was läuft da falsch?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Virtueller Soundcheck - überschätzt oder sinnvoll?

    • billbo
    • 4. April 2011 um 11:17

    Da gibt’s inzwischen auch schon Musiker, deren anfängliche Begeisterung für dieses Feature sehr schnell wieder abgeebbt ist.
    Wenn man der Band am folgenden Nachmittag ganz nach Belieben unbarmherzig das

    Zitat

    ...unbearbeitete multitrack recording...

    vom Vorabend (z. B. die DI – Spur des über die Bühne tobenden Bassisten :D) über die PA oder Monitoranlage jagen kann, verbunden mit der unausgesprochenen Frage „könnt Ihr mir bitte verraten, wie ich daraus jetzt so etwas wie ‚Sound’ machen soll?“ – dann sehnt sich auch so manch You Tube – Doku gestählter Mucker des digitalen Jahrtausends insgeheim zurück nach der guten alten Analogzeit. Mit gnädigem Zweispurmitschnitt auf Compactcassette zwecks vertraulicher bandinterner Manöverkritik.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lexa Audio - Endstufen a la Höllstern

    • billbo
    • 16. März 2011 um 03:32

    Du kennst tatsächlich Musiker, die mit Dir über Endstufen diskutieren? Wow!

    Musiker, mit denen ich zu tun habe (solche, für die ich auf Tour arbeite und solche, denen ich als Örtlicher eher zufällig begegne) werden nach dem Dayroom/ der Autogrammstunde/ dem Telefoninterview/ dem Abendessen/ dem Schminkraumaufenthalt von ihrem Tourleiter auf der Bühne abgeliefert und am Ende der Show dort wieder abgeholt. Je nach Temperament und persönlichem Horizont interessieren die sich für Gott und die Welt, ihr Publikum, ihre Musik, ihr Instrument/ ihre Gitarrensaiten. Vielleicht noch für’s Bühnenbild, die Vorverkaufszahlen, die Umsätze am Merchandisestand, und ihre Bonusmeilen bei Star Alliance.

    Aber für Endstufenfabrikanten? :roll:
    Also, da kenn' ich keinen. :D

    Einigen traue ich immerhin zu, mit dem Begriff etwas anfangen zu können. „Meinst Du die Verstärker für die PA? Da gibt’s verschiedene? Echt?“

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lexa Audio - Endstufen a la Höllstern

    • billbo
    • 16. März 2011 um 00:28
    Zitat

    Im Tourgeschäft fragt der Tontech der Band öfters mal nach den Amps.

    Ist mir in den letzten 10, 15 Jahren nicht ein mal untergekommen. Auch ich frage als Tourtontech höchstens dann, wenn es während der Show L + R neben der Bühne geraucht hat und danach irgendwie leiser war.

    Zitat

    Auch die Bands sind beruhigter, wenn sie was ihnen bekanntes im Rack sehen.

    Ich kenne nicht einen Musiker den das interessieren würde (ich kenne viele Musiker). Ich kenne kaum einen Musiker dem ich zutrauen würde, einen oder gar mehrere Endstufenhersteller zu benennen.

    Zitat

    ... grad die größeren Firmen erwarten dann doch schon mal bekannte Namen.

    Die erwarten überhaupt keinen Endstufennamen. Die erwarten ein funktionierendes Komplettsystem für kleines Geld.

    Sorry, musste sein. :D So unterschiedlich können Erfahrungswerte sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • heute abend mal kein stereo, oder doch ?

    • billbo
    • 11. März 2011 um 10:55

    Bereits unsere ELA – und Kinotonvorfahren wussten vor Jahrzehnten: das einzige wirklich saubere Beschallungskonzept ist die Zentralampel :-D. Der Rest läuft – mal mehr, mal weniger freiwillig – unter ‚Special Effects’.
    Sehr lesenswerte Gedanken. Auch und gerade für die Vertreter der Auffassung, bei großen Beschallungssystemen mit mehreren räumlich voneinander getrennten Teilkomponenten sei der Drops mit einem gemessenen oder errechneten „richtigen“ Wert zur Laufzeitkompensation gelutscht. Für den FOHler vielleicht – für das Gros der zahlenden Kundschaft ganz sicher nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Formulierung der "Sicherheitsklausel" für Gastspielvertrag

    • billbo
    • 9. März 2011 um 16:08
    Zitat

    You should have seen the cover they wanted to do!

    :D Okay, zwar etwas vorher, aber in seiner Beiläufigkeit einer der lustigsten Sätze des ganzen Films.

    Money talks, bullshit walks - wer Spinal Tap wirklich verstanden hat, der hat auch das Geschäft wirklich verstanden.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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