Wow - sogar an Platz für DI-Boxen gedacht. Die eine unter echten PA- Nerds damals übliche (für den Bass) ist auch schon drin? ![]()
Beiträge von billbo
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Meinungs- (bzw. REDE-)Freiheit ist, wenn ich (fast) jederzeit (fast) jeden beliebigen Bullshit behaupten darf. Und niemand gezwungen ist oder genötigt wird, sich das anzuhören.
In diesem Sinne: ab in die Wirtshaus-Hinterzimmer oder die entsprechenden virtuellen Filterblasen.
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Zitat
"Also damit das mal klar ist: ICH als Tonmöbeltransporteur habe zu diesem Themenbereich selbstverständlich einen VÖLLIG anderen Gesamtüberblick als all diese Arbeitschutzmediziner/ Virologen/ Epidemiologen/ Lungenfachärzte/ Strömungsphysik-Experten/ und was es da weltweit sonst noch so alles an Nieten und Wichtigtuern geben mag!"
scnr

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Jupp - es geht wieder was. Not macht offenbar auch Veranstalter erfinderisch; heißt ja auch Kreativbranche.
Wie das eine oder andere Konzept dabei wirtschaftlich funktionieren soll mag ich mir allerdings lieber nicht ausmalen; 'haarsträubend' wäre vermutlich stark untertrieben. Das neue angesagte 1000er Rockclubvenue einer großen Domstadt am Rhein etwa heißt jetzt 'Lanxess Arena'...
Haarsträubend wird in diesem Fall sicher auch das Mischerlebnis in dieser dann praktisch komplett leeren akustischen Missgeburt. Aber was soll's - nach ein paar Monaten 'garnix' sehnen wir uns schließlich alle inbrünstig nach neuen tontechnischen Herausforderungen.

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Und daher schweigt die Kiste auch schon ziemlich lange wieder...
So'n kleiner Mittelwellensender für den Heimgebrauch ist doch in Nullkommanix zusammengelötet.
Und wer Bedenken hat, dass er damit dann die tausend Vorschaltgeräte und Schaltnetzteile in seinem Haushalt stören könnte, kann das Ding statt an eine Antenne auch direkt an den Antenneneingang des Schätzchens anschließen. Zugegeben, ist dann natürlich schon ein wenig stillos...
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die umgekehrte Variante, also Becken bzw. HiHat aus der Snare bekommen:
den Snare Kanal doppeln, dort mit einem sehr schnellen Kompressor komprimieren, mit einem Hochpassfilter den gewünschten Blechanteil eingrenzen, dann phasengedreht der Originalsnare beimischen, so bekommt man bis zu einem gewissen Grad den Kanal stufenlos "bereinigt".
Auch nicht schlecht. Pfingsten ist gerettet!

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... und wie sollen die Dinger mit ihren Mini-Rädchen auf dem Kartoffelacker in Wacken funktionieren?
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Wär jetzt für mich nicht soo schlimm, weil ich für Quellen, für die ich typischerweise ein Dynamic EQ Band nutze, eher kein Gate brauche.
Ich hab da halt so 'ne Patientin, bei der sowohl das unfassbare Mittenbrett um 1k als auch ein paar bestimmte S-Laute unbedingt (und nach Möglichkeit dynamikabhängig) weg müssen...

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Aus der Abteilung "Langeweile - oder was man immer schon mal ausprobieren wollte": ausblenden der Snare aus den Overheads.
Herangehensweise: schneller, brutaler (Hard Knee/ 100:1/ 1ms, 1ms, 5ms) Kompressor im OH Kanal. Getriggert von Sn top; Threshold ganz knapp oberhalb laut gespielter Becken. Funktioniert bei 2 per live- Multitrack vorliegenden unterschiedlichen Rockdrummern - und in Verbindung mit den übrigen möglichen Kompressorgimmicks (frei konfigurierbares Key Filter, frei wählbare Trennfrequenz zwischen komprimiertem/ unkomprimiertem Signalanteil), die das 'Wohnzimmer-Wing' (und manch anderes Pult sicherlich auch) so bietet - so verblüffend gut, dass ich‘s erst kaum glauben wollte. Snare praktisch komplett verschwunden, Regelartefakte nicht wahrnehmbar, Klang der Becken nicht hörbar verändert. Ermöglicht es, den Lowcut im OH Kanal recht weit herunterzudrehen, um so den Becken im Mix außer Brillianz auch ein bisschen Charakter zu erlauben, ohne dass dabei eine wuchtig gespielte Snare sofort alles zukesselt.
Werd‘ ich dort, wo‘s möglich ist, ab sofort ins persönliche Repertoire übernehmen.

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Ob das Ausbleiben des fälligen Waver- Shitstorms etwas damit zu tun hat, dass derzeit alle Livetonler froh wären, wenn sie überhaupt mal wieder beruflich hinterm Mischpult stehen oder sitzen könnten?

Was hier aber immer noch dringend fehlt ist ein Multibandkompressor. Unverständlich angesichts dessen, dass der Vorgänger den seit Jahren zumindest in 'tauglich' bietet.
Und die Verteilung der Plugins halte ich für, sagen wir mal, ein bisschen wirr. Der im Effekt Slot verfügbare Deesser etwa ist mangels gezielt einstellbaren Arbeitsbereiches ziemlich nutzlos; ist viel zu langsam, macht irgendwie dumpf, und das war‘s. Richtig gut funktioniert dagegen die DBX902- Emulation im Gate Slot – leider muss man sich dann zwischen ihr und dem dort ebenfalls angebotenen und recht tauglichen einfachen Dynamic EQ entscheiden. Den es wiederum überhaupt nicht in Bussen gibt (wo er etwa als Hilfsmittel zur Einhaltung von dB/A Limits prima zu gebrauchen wäre), und auch nicht als frei zuweisbares Effekt-Plugin.
Macht auf Menschen wie mich (mit 0,0 Ahnung von Software) manchmal ein bisschen den Eindruck, als dürfe jeder mal im Home Office was Hübsches basteln - aber die Abteilung 'Koordination' bleibt derweil umständehalber bis auf Weiteres geschlossen.
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Ein zweiter wichtiger Parameter ist die Multiplexleistung, also die im MPX-Signal enthaltene Energie. Ist diese zu hoch, übersteuert der Sender und geht langfristig kaputt. Ein maximal dynamikkomprimiertes NF-Signal bewirkt eine zu große MPX-Leistung.
NICHT übermäßig dynamikkomprimieren, es gibt keine Radio-Konkurrenz. Die Autoradios dürfen gerne laut aufgedreht werden.
Das, sowie der Rest des Beitrages auch, klingt technisch schlüssig - widerspricht aber irgendwie meiner Alltagserfahrung als gemeiner Radio hörender Tonler (der aber vermutlich anders 'hinhört' als der gemeine Nichttonler).
Zahllose Hitradiodudler bringen in Zeiten des Loudness Wars 24 Stunden am Tag erfolgreich bereits bei der Produktion komplett totkomprimiertes Programmmaterial über den Äther (oder ins Netz oder sonst wohin). Das klingt in vielen Fällen (trotz oder wegen stationseigenen Soundprocessings) ganz ordentlich bzw. zumindest nicht 'kaputt'.
Ganz anders leider eine meiner Lieblingsstationen, in D nur übers Netz zu empfangen. Da läuft populäre Musik unterschiedlichster Genres (und unterschiedlichster Dynamik) aus dem letzten Jahrhundert, das Modernste davon aus den 60s. Z. T. noch direkt von Vinyl oder gar Schellack; (und wenn überhaupt für Rundfunk vorgesehen, dann ursprünglich für Mittelwelle und nicht so neumodisches Zeugs wie UKW
).Was auch immer dort an Processing verbaut ist: mal funktioniert's so la la, manchmal aber leider auch überhaupt nicht. Insbesondere wenn das Programmmaterial mal ausnahmsweise echte und dynamisch herausfordernde Höhenanteile aufweist (Beispiel: Bigband Swing mit prägnanten Soli oder gar Sätzen aus gedämpften Blechblasinstrumenten) fängt das Ganze so heftig und unvermittelt zu pumpen an, dass ich ausschalten muss. Ganz offensichtlich wird also die dort benutzte Automation damit nicht bzw. nicht zufriedenstellend fertig.
Bedeutet im Umkehrschluss ganz konkret für das Experiment Autokino: wenn ich nicht weiß, was mich dort in Sachen Sendeprocessing erwartet - und ich darauf höchstwahrscheinlich auch keinerlei Einfluss haben werde; von mangelnder persönlicher Erfahrung mal ganz abgesehen - bleibt mir nichts anderes übrig, als bei der Gestaltung des Programmmaterials alle potenziellen Problemfaktoren (also insbesondere heftige Dynamiksprünge und Überstrapazierung des Hochtonbereiches) so gut es eben geht zu minimieren. Heißt: an kräftiger frequenzabhängiger Dynamikbearbeitung/ -reduzierung geht wohl erst mal kein Weg vorbei.
Ob und welche Lockerungsmaßnahmen dann ggfs. möglich sind wird sich zeigen - anders als in anderen Lebensbereichen gibt's dort ja zumindest einen Soundcheck.
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Ein aufgeschnapptes Lieblingszitat dazu:
"Was ist das denn bitte für eine dilettantische Geheimverschwörung, wenn sogar ein Spacken wie DU alles darüber weiß?"
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Also ich behaupte ja,das nur die Wenigstens schon ab Anfang bis nun auch nun wirklich verstehen das wir Einzelunternehmer vollkommen "weg" vom Fenster sein werden...
Das muss und wird nicht so kommen. Spätestens mit Verfügbarkeit einer funktionierenden Impfung und/ oder Behandlung wird sich die Situation zumindest für eine gewisse Zeit ins Gegenteil verkehren: alle Künstler/ Agenturen/ Booker/ Veranstalter wollen alles nachholen - und gleichzeitig hat manch ein Dienstleister bis dahin aufgegeben und verdient seine Brötchen mittlerweile anderweitig. Finde den Fehler...

Wenn ich mir die mittelfristigen Planungen meiner Stammkundschaft so anschaue, dann kann ich ab September (wird imho nicht funktionieren, also noch mal alles um Monate verschieben) im Prinzip für 1-2 Jahre erst mal die Wohnung abmelden. Die Herausforderung ist also mindestens dreigeteilt:
a) Bis dahin wirtschaftlich zu überleben und nicht an Frust und Langeweile einzugehen,
b) anschließend monatelang Siebentagewochen am Stück abzuliefern, und
c) entscheiden zu müssen, welcher Teil der Stammkundschaft am wichtigsten ist - denn alles gleichzeitig geht nun mal nicht.
Pandemien sind offensichtlich kein Kindergeburtstag. Aber danach geht's trotzdem weiter.
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Peak Limiter im Ausgang ist Pflicht. Mehr (viel! mehr - koppeln kann's ja ausnahmsweise mal nicht) Kompression als live üblich (in Kanälen, Subgruppen und Master) ebenfalls. Sowie steile Low- und Hicuts bei 50Hz und 15 kHz; alles um den maximal möglichen Hub des FM- Modulators nicht unnötig auszureizen.
Wie Niggles gehe ich davon aus, dass dort vor dem örtlichen Kleinsender irgendwas als Soundprocessing/ Notbremse verbaut (vielleicht sogar integriert) sein wird. Das Problem ist dabei das Wort 'irgendwas'. In Rundfunkstudios ist das normalerweise der berüchtigte, sündteure Optimod, den dort nur der jeweilige Guru anfassen darf - und selbst das führt je nach Professionalität und Anspruch der jeweiligen Sendeanstalt nicht selten zu zweifelhaften Ergebnissen; vor allem dann, wenn ausnahmsweise mal nicht 'modernes' (= bereits vorher zu Tode gemastertes) Programmmaterial über den Sender gehen soll. Es gibt ganze Foren darüber, wie toll oder schrecklich heute ein und der selbe Radiosender klingt, je nachdem ob das Sendeprocessing jetzt eher für FM/ UKW, DAB+ oder DVB-S (Satellitenempfang) eingerichtet ist.
Kinofilme verfügen m.W. heutzutage für Einsätze wie Autokino oder Streaming über eine extra 'gezähmte' Stereotonspur, weil die Produzenten angesichts dieser Problematik in diesen Fällen das Ergebnis nicht vollständig dem Zufall bzw. der Kompetenz des Endanbieters überlassen wollen.
Meine Bandkundschaft plant zur Zeit auch so was; der Plan dafür sieht im Moment so aus: Aufbau von Pult und 2 ordentlichen Nahfeldmonitoren im eigenen Kleinbus (ein Stellplatz dafür sollte sich im Autokino ja irgendwo finden lassen). Dort dann zwecks Kontrolle des Endergebnisses statt der 'richtigen' Abhöre immer wieder mal einfach das schängelige eigene Autoradio nutzen - auf diese Weise bekommt man am ehesten einen Eindruck davon, was in all den Autos drumherum wirklich ankommt (bzw. was das 'Sendeprocessing' da eventuell noch für unliebsame Überraschungen bereit hält, die man im Mix dann eben so gut es geht berücksichtigen kann/ muss).
So jedenfalls die Theorie. Ob und wie das funktioniert weiß ich dann vielleicht in ein paar Wochen. Diesbezüglich im Wohnzimmer (mittels Mehrspurmitschnitten der letzten Tour) geübt hab' ich jedenfalls schon mal - wenn's denn unbedingt sein muss zuckt das Meter der Matrix 'Sendeton' quasi überhaupt nicht mehr.

Edit: hoppla, hat sich jetzt mit Niggles überschnitten - der sich da offensichtlich bestens auskennt

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ich würde spätestens den dienst quittieren, wenn ich die djs und deren mikrotechnik ertragen müsste. das kann ja nicht klingen, egal was für ein versatile soundsystem man hat.
So was ähnliches dachte sich manch ein altehrwürdiger BBC - Tonmeister sicherlich auch, als er's zum ersten Mal mit The Who oder Jimi Hendrix zu tun bekam.

Ich find's irgendwie ganz in Ordnung; auf jeden Fall scheinen die Jungs mit Feuereifer bei der Sache zu sein. Erinnert mich ein bisschen an meine eigenen 'glory Days' vor 40 plus x Jahren, als mein Eigenbau- Kartoffelkistenverhau ganz sicher das geilste Zeug weit und breit war. (Also, zumindest ich war mir damals ganz sicher; verglichen damit ist das, was die Jungs da auf die Beine stellen, hoch professionell und fachlich geradezu allererste Sahne... )
Klar hat das ziemlich wenig mit beschallen zu tun. Dafür um so mehr mit tüchtig Radau machen auf coolen Partys, Erfolgserlebnisse und Spaß dabei haben, Erfahrungen sammeln, und wenn's richtig gut läuft manchmal sogar mit 'nem Hunni Plus in der Tasche aus der Sache rauszukommen.
So oder ähnlich sehen erfahrungsgemäß nicht selten auch die Jungs aus, denen 20 oder 30 Jahre später dann die Fachkräfte unterschiedlichster Gewerke alle lästigen und unangenehmen Hilfsaufgaben abnehmen dürfen.

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Hätten wir eine Woche früher ernst gemacht wäre das Thema hierzulande vielleicht schon durch:
https://science.sciencemag.org/content/early/…science.abb9789
(So sieht übrigens seriöse wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema aus. Vegane Köche oder durchgeknallte Jammerschnulzensänger wird man unter den Verfassern eher nicht finden.)
Aber wie Ton Heini und Treibsand wunderbar ausgeführt haben: hinterher sind alle immer schlauer. Und zwar längst nicht nur wutbürgernde Universalgenies auf Fakebook und DoofTube, die sowieso grundsätzlich Experten für (und ansonsten prinzipiell gegen) alles sind.
Im Bewusstsein einiger ostasiatischer Länder, die sich schon in der Vergangenheit sehr viel unmittelbarer und häufiger mit diesem Problem konfrontiert sahen, ist nach der Pandemie grundsätzlich vor der nächsten Pandemie - weshalb dort auch sehr viel schneller, rigoroser und kompromissloser reagiert wurde als z.B. hier bei uns im diesbezüglich verschnarchten Europa. Die Ergebnisse sehen wir, bei aller gebotenen Vorsicht, in China, Japan, Vietnam, Singapur, Südkorea. Das Ergebnis von Arroganz, Dummheit, Ignoranz, Selbstgefälligkeit und Größenwahn dagegen im Reiche von Young Earth Kreationisten und orangener Twitterclowns.
Und dass wir in D bislang glimpflicher davongekommen sind verdanken wir vermutlich zu einem guten Teil schlicht dem glücklichen Umstand, vor einiger Zeit einen wissenschaftlich geprägten und denkenden Menschen an die Regierungsspitze gewählt zu haben.
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Übrigens die Höhe der Rückzahlung der nicht benötigten Zuschüsse ist innerhalb von 3 Monaten (also bis Ende August) vom Bezuschussten (hehe tolles Wort) selbst zu berechnen und zurückzuführen (siehe FAQs!). Das wird lustig.
Fragen über Fragen...
Immerhin ist auch dafür ja ein 'Formular nebst Ausfüllhilfe' in Aussicht gestellt - die Finanzverwaltung agiert also auch in diesem Fall gewohnt fürsorglich und lässt uns nicht so einfach im Regen stehen. Ich denke, das Ding wird man als Bezuschusster auch nicht noch einmal gesondert beantragen müssen.

Mal schauen, ob dann da auch irgendwas von 'Verlängerung' oder so drin steht.

Und ja, das mit den sich teilweise widersprechenden/ überschneidenden Terminvorgaben ist mir auch aufgefallen. Das wird also sicher noch spannend. Ich stelle mir gerade Heerscharen verarmter ehemaliger Selbständiger vor, die mit Prozesskostenhilfe im Rücken ihr Finanzamt verklagen wollen...
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NRW-Soforthilfe 2020 | WIRTSCHAFT.NRW
Unter 'Allgemeine Fragen und Antworten zur Antragstellung':
- Darf ich die Soforthilfe auch für meine Lebenshaltungskosten einsetzen oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen?
(Musste ich auch erst suchen - aufgeschnappt hatte ich das vorher über WDR Nachrichten. Aber aufgrund eingehender Beschäftigung damit vor eineinhalb Monaten hatte ich zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, wo ich fündig werden könnte. Die "2000 Euro" sind neu und orientieren sich offenbar am Soforthilfebetrag für freischaffende Künstler.)
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Bezüglich der Gestaltung und Abwicklung (will heißen: späterer Teilrückzahlung) der Soforthilfeauszahlungen tut sich was. Auszug aus der aktuell angepassten/ erweiterten Regelung für NRW:
ZitatSolo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften dürfen einmalig einen pauschalen Betrag für die Monate März und April von insgesamt 2.000 Euro für Lebenshaltungskosten oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen.
Voraussetzungen:
- (erstmalige) Antragstellung im März oder April.
- keine Beantragung von ALG II (Grundsicherung) für März oder April.
- keine Beantragung des Sofortprogramms für Künstlerinnen und Künstler.
Abrechnungsmodus: Einstellung eines Betrages von einmalig insgesamt 2.000 Euro bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses im Verwendungsnachweis. Dazu erhalten alle Zuschussempfänger ein Schreiben mit einem entsprechenden Vordruck sowie einer Ausfüllung-Anleitung.
Davon unabhängig gab es die Tage (Altmaier) auch bereits die Ankündigung, für besonders und längerfristig beeinträchtigte Wirtschaftszweige ggfs. noch einmal nachbessern zu wollen; der Bereich Kultur und Veranstaltungswirtschaft wurde dabei explizit erwähnt. Da größere Veranstaltungen ja frühestens ab September (vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr
) wieder möglich sein werden
könnte ich
mir
also z.B. vorstellen, dass 'fiktiver Unternehmerlohn' in einigen
Fällen nicht auf die Monate März/ April beschränkt bleiben
muss/ wird.Wenn eines in D nahezu perfekt funktioniert, dann ist das die Sicherstellung umfassender und lückenloser Versorgung der Bevölkerung mit Steuerformularen. Bis zur Ek.-Steuererklärung 2020 ist dafür ja noch reichlich Zeit; spätestens dann wird man als selbständiger Leistungsempfänger (vielleicht in Form einer 'Anlage COV') seinem FA also sehr genau darlegen müssen, inwieweit die eigene wirtschaftliche Existenz infolge der Pandemie tatsächlich beeinträchtigt/ gefährdet war.
Persönliches Zwischenfazit: offenbar war es richtig, das im April beantragt (und mittlerweile auch tatsächlich ausgezahlt bekommen) zu haben. Genau so richtig ist es aber davon auszugehen, dass (je nachdem, wie sich die Situation mittelfristig weiterentwickelt) ein erheblicher Teil davon früher oder später zurückgezahlt werden muss.
Also lieber erst mal nicht in Veranstaltungsspielwaren oder Alufelgen für den Firmentransporter investieren.
