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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Livemitschnitte

    • billbo
    • 17. November 2010 um 21:29

    So klingt’s im (leider etwas arg sparsam gefüllten) Heimatvenue über Zuschauer - Handykamera. Ist aber eher keine Bigband.
    http://www.youtube.com/watch?v=uBAuUp31gME

    Mikros: viele SM57/58 :-D. Holz: EV MT4 :D. FOH: PM5D.
    Monitor von vorne :?; die Herrschaften hatten keinen Soundmann dabei... und selbstredend auch keinerlei Setlist.
    Der Verfasser hatte trotzdem so richtig Spaß. Weil: Männer auf der Bühne! Ohne Netz und doppelten Boden. Cracks, und keine Möchtegern – Popstardarsteller oder Uffzuffzplaybackabspieler. Und wann hat man schon mal die Ehre, bei ‚Helpless‘ am Regler zu stehen? Das traut sich der bezahlte Covermucker im Allgemeinen nicht, und er tut gut daran.

    So muss das!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 17. November 2010 um 20:35

    Einzeln für sich alles in Ordnung. Die Kombination macht‘s:
    15er + Singledecker. Da muss man sich schon sehr mögen. Die Betten sind nix für Platzangst – Paranoiker. Und es braucht genügend Frühschläfer, wegen inkompatibler Sitzplatzanzahl.
    Auf dergestalt budgetierten Tourneen steht man mit dem Teil am Offday dann ja auch gerne mal auf dem Rasthof...

    Lass mich raten: dafür hat er innen drin gaaanz tolle mehrfarbige LED – Beleuchtung?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • K&M Gummifüße / Kappen

    • billbo
    • 17. November 2010 um 00:07

    Es gibt einen (sehr umfangreichen!) regelrechten K&M Ersatzteilkatalog. Da drin ist jede einzelne Unterlegscheibe aus dem Gesamtprogramm mit eigener Ersatzteilnummer aufgeführt.
    Den rückt K&M aber nur auf hartnäckige Nachfrage raus, und auch nur an Großkunden und sonstige 'Anwender mit berechtigtem Interesse'. Und nach meiner Erinnerung auch nicht kostenfrei. Die möchten eben ungern einzelne Unterlegscheiben an Endkunden verkaufen.
    Die Distributoren/ Großhändler haben den aber in aller Regel vorliegen und helfen auf Anfrage weiter.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Discman mit Line Out

    • billbo
    • 16. November 2010 um 23:05

    Etwa gehörrichtige Lautstärkeregelung für Kopfhörerausgänge? Tja, wer mag das im Einzelfall schon wissen?
    Aber selbst das sollte den durchschnittlichen ‚Pre Show Music Assistant Manager‘ in Person einer verantwortlichen geprüften Fachkraft mit verbriefter Zusatzqualifikation für festgelegte Tätigkeiten im Einzelfall nicht vor unlösbare Probleme stellen.

    Einfach ‚Start‘ drücken. Das spielt schon.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Discman mit Line Out

    • billbo
    • 16. November 2010 um 11:37
    Zitat

    Discman von aldi hat line out.

    Und kostet satte EUR 19,99 brutto. Hat einige zig Sekunden Speicherreserve gegen potentielle Aussetzer. Und spielt in unseren LS9/ M7/ usw. seit mindestens 2, 3 Jahren völlig stressfrei; habe bisher noch keins der damals gleich miterworbenen Spare – Exemplare auspacken müssen.
    :cry: Totes Kapital. :D

    Zitat

    Gegenfrage: Was ist der Unterschied zwischen einem Kopfhörerausgang und einem 'line out' ? :wink:

    Abgesehen vom Abgriff nach der Lautstärkeregelung u. U. die Quellimpedanz (aber es ist kaum anzunehmen, dass die Hersteller dort heute tatsächlich noch Unterschiedliches verbauen...)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • die typischen Fehler beim Selbständigmachen...

    • billbo
    • 7. November 2010 um 13:22
    Zitat

    Hmm... welche Begründung hat den das FA für die sofortige Einforderung?

    Eventuell die, dass es Gesetz ist? Steuerschulden sind sofort fällig; im Prinzip (bei Sollversteuerung) ab Rechnungsdatum. Das Finanzamt ist aber so nett und leiht Dir sein Geld für eine gewisse Zeit (1 Monat/ 1 Quartal/ vielleicht 1 oder 2 Jahre, wenn Du Existenzgründer bist), bis Du ein wenig Zeit gefunden hast, Deine Buchführung/ Steuererklärung auf den Pin zu kriegen. Sogar zinsfrei!
    Und als nachweisliches Eigenverschulden dürfte es reichen, dass man sich über lange Zeit um seine abzuführenden Steuern keine Gedanken gemacht hat (und folglich diese also auch nicht gezahlt hat).
    Unwissenheit (Blauäugigkeit/ Dummheit/ Dreistigkeit) schützt vor Strafe nicht. Und erst recht nicht den Steuerschuldner, der den Finanzbehörden das dem Staat zustehende Geld vorenthält.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • die typischen Fehler beim Selbständigmachen...

    • billbo
    • 6. November 2010 um 00:38
    Zitat

    als Selbstständiger muss man, um einen Euro zu verdienen, zwei Euro Umsatz machen, mindestens.

    Umsatzrendite 50% :shock: ? Was ist das für eine Branche? Da fang ich sofort an!
    Kleiner Tipp: die Umsatzrendite der besten Autovermieter liegt (in Jahren, in denen es gut läuft) bei etwa 5%. Tendenz fallend ...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 3. November 2010 um 18:06
    Zitat

    Bei einer Stelle habe ich aber nur ganz leicht gestutzt

    Ich ahnte es, während ich es schrieb... :lol:

  • I want more of...

    • billbo
    • 3. November 2010 um 17:34

    Need more of: Jobs, bei denen ich nicht ganz sicher bin, ob sie eher hierher oder ins IDN gehören. Wie z. B. dieser:

    Ein paar Wochen R&R Tournee. Durch ein Dutzend Staaten Lateinamerikas. Mit einer mal sehr lustigen, mal sehr schweigsamen, in jedem Fall unfassbar trinkfesten finnischen Powerrockband. Als einziges deutschsprachiges Crewmitglied; 1a Voraussetzungen also für geschmeidige Kommunikationsabläufe auf und neben der Baustelle. Ersatzmann für den ausgefallenen (oder in Ungnade gefallenen?) Stammmonitorer – ohnehin einer der gefährlichsten Jobs auf dem Planeten :-D.
    Was reitet mich eigentlich, auf solche Angebote stets ohne zu zögern mit „klar, mach ich!“ zu antworten?

    Aber natürlich gab es mal wieder viele interessante Sachen zu lernen.

    Strom etwa funktioniert auch fernab jedweder VDE/ BG A3/ VstättV/ usw. erstaunlich zuverlässig. Muss man halt immer hübsch aufpassen, was man anfasst, wo man drauf tritt oder wo man sich gegen lehnt. Wichtigste mexikanische Elektrikerregel: keep it simple! Alles weglassen, was im Fehlerfall Stress machen könnte. Wie etwa Vorsicherungen. Die beste Vorsicherung beim Abgang von der 70² Hauptspeisung auf zahllose 2,5² Stoff – und Plastikdrähtchen ist immer noch der Draht selbst. Kann man ihn noch anfassen, ist am anderen Ende alles in Ordnung. Ist dort wirklich was kaputt, brennt er halt durch – normalerweise direkt an der Verschraubung, weil der Querschnitt dort mit der Zeit noch ein wenig an Substanz verloren hat.
    Sehr schön auch die Stelle, an der dieser ‚Verteiler‘ (4 Kupferschienen mit zahllosen Gewindelöchern drin) in knapp 3m Höhe neben der Bühne kühn und nackt aus der Wand ragt. Muss man in dem Bereich eben etwas vorsichtig mit der Aluleiter sein. Im Übrigen spielen wir heute nicht in irgendeiner Underground – Kellerkaschemme, sondern in einem großen öffentlichen Theater mit mehreren Tausend Sitzplätzen und strengstem Rauchverbot vor/ auf/ neben/ hinter der Bühne.
    Immerhin – die Gefahr, mit einer Hand etwas Potentialführendes und mit der anderen Erde zu berühren ist gleich Null. Geerdet ist grundsätzlich nie irgend etwas. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein 3poliger Netzstecker Gefahr läuft auf eine dreipolige Dose zu treffen, findet sich immer mindestens ein 2poliger Zwischenstecker/ Adapter/ Verteiler, der irgendwie noch dazwischen passt und die potentiell gefährliche Schutzleitersituation erfolgreich entschärft.

    Über Safeties lohnt es sich nicht viele Worte zu verlieren. Gibt es nicht; ist sicherlich alles mindestens D8 Doppelplus, was die Jungs hier an Handkettenzügen, Seilwinden und Baumarktmotoren (die selben roten Dinger, die es auch in Deutschland bei Praktiker & Co zu kaufen gibt) an den Start bringen. Andere Länder, andere Gefährdungsanalysen, andere Schutzziele.

    Security agiert, abhängig von Situation und Landesgebräuchen, unterschiedlich, hier und da auch mal etwas rauer; das ist bekannt. Neu dagegen die Erfahrung dass es offenbar Rockkonzerte gibt, bei denen die obersten Chefsecurities Uniform tragen. Und Maschinenpistolen :shock: . Hat bestimmt alles seine Richtigkeit, mag aber in diesem Fall irgendwie nicht so recht zur Verbesserung des persönlichen Wohlgefühls auf Seiten des Künstlerpersonals beitragen.
    Auch die beiden stämmigen, dunkel gekleideten, mit verspiegelten Sonnenbrillen, Funkgeräten und Gürteln und Holstern mit allerlei Utensilien daran ausgestatteten Kanten, die uns auf dem Bustransfer von Guatemala nach El Salvador auf Geheiß des Veranstalters mit ihrem dicken Gelände – Pickup folgen, haben sicherlich ihre Aufgabe. Bei einem gemeinsamen Pinkelstopp irgendwo im Nirgendwo entpuppen sie sich dann aber als nette Kerle, die uns die Besonderheiten örtlicher Schmetterlinge und Bäume erklären und sich über die Abwechslung in ihrem Berufsleben sichtlich freuen; normalerweise bewachen sie 10 Stunden am Tag Luxusläden, Bankfilialen oder Nobelhotels.

    Neu ebenfalls die Erfahrung, wie sich ein ‚planned hard landing‘ anfühlt. Der Flughafen von Quito liegt in 2500m Höhe. Die Berge ringsum sind noch sehr viel höher. Die Landebahn ist abschüssig und kurz – sehr kurz für eine voll beladene 737. Der erste Versuch muss sitzen, punktgenau und endgültig. Einen zweiten gibt es nicht, stattdessen droht Ehrenrunde oder Schlimmeres. Der Pilot der hier landen möchte braucht eine Speziallizenz, und im Übrigen wird der Flughafen wegen Unsicherheit im nächsten Jahr sowieso geschlossen. Bisweilen schont es die Nerven, wenn man erst hinterher ein bisschen googelt.
    Wer bis zum Aufsetzen gedöst oder geschlafen hat braucht jedenfalls keinen zweiten Weckruf mehr :lol: .
    Auch der Gig hier ist von etwas besonderer Natur, in jeder Beziehung. Die merkwürdige Lampenreihe auf dem Dach der ehemaligen, völlig heruntergekommenen Nobeldisco entpuppt sich als das letzte Landefeuer vor der Landebahn eben dieses Flughafens. Wenn Dach, Boden, Wände und Bühne mitunter unvermittelt bedenklich wackeln liegt das jedenfalls nicht an übermäßig vielen funktionierenden PA - Subs oder dem begeistert tobenden Publikum – die landenden Jets zielen so genau, dass sie mit dem Fahrwerk sozusagen zwischen den Lämpchen hindurch fliegen.

    Auch einen neuen Produktionsbegriff gilt es zu erlernen: ‚Contra – Rider‘ ist der Emailanhang, in dem der örtliche Veranstalter erläutert, was er statt des im Rider angefragten Materials zur Verfügung stellen möchte und von dem er überzeugt ist, dass es damit auch irgendwie funktionieren muss. (Beides hat selbstverständlich wenig bis nichts mit dem zu tun, was dann am Gigtag tatsächlich zur Verfügung steht). Funktioniert erstaunlicher Weise recht gut; energisch ablehnen sollte man nur Vorschläge wie „wir haben leider nur ein Mischpult, da können sich FOH – Mann und Monitorer dann doch dran abwechseln...?“.
    Überhaupt muss man fein unterscheiden. Mancherorts ist klar – die sind hier mit Herzblut dabei, tun wirklich alles, was sie können, und haben alles hingestellt, was sie haben. Ist zwar trotzdem auch bei gutem Willen und rosaroter Brille nur Schrott und Chaos; dennoch gilt es zu lächeln, freundlich zu bleiben, und die Sache irgendwie durch zu ziehen. Schön und hilfreich wenn man mit einer geduldigen Band unterwegs ist, die die Sache im Prinzip genauso sieht.
    Anders verhält es sich wenn man merkt ‚Achtung, die wollen uns hier besch..ssen‘. Diesbezüglich geht der Preis für die idiotischste Ausrede dabei in diesem Jahr nach, Tusch - Trara: Buenos Aires! Immerhin 2 ausverkaufte Shows im selben 2000er Venue hintereinander. Wir haben reichlich Verspätung (Zollstress im Buquebus – Transferterminal aus Richtung Uruguay. Feiertag, die Profiabteilung ist geschlossen. Wir haben viele seltsame Gepäckstücke dabei. Ein Stellvertreter des Stellvertreters des stellvertretenden Dienststellenleiters sieht seinen großen Tag gekommen und macht Ärger; die Sache zieht sich über Stunden). Vorsichtige telefonische Sondierung, ob vor Ort denn auch alles so am Start sei wie abgemacht. Klar, kein Problem, alles wie besprochen. Okay, dann wird das nachher am Ende ja doch noch was.
    Beim Eintreffen fehlen u. A. diverse Wedges, Sidefills, Riser für Drums und Bühnenaufbauten, und noch einiges mehr. Umwerfend plausibles Statement des örtlichen Technikchefs: „wir haben heute leider anderswo noch eine zweite Show, aber morgen stellen wir Euch dafür wirklich alles hin, was Ihr haben wollt“. Wir halten nach kurzer Verblüffung ebenso elegant dagegen: „na gut, dann lassen wir Sänger und Schlagzeuger heute im Hotel, die anderen spielen ein bisschen Gitarre, Bass und Keyboards. Morgen kriegt Ihr dann die ganze Band“. Großes Erstaunen, kleine örtliche Krisensitzung; am Ende lässt sich trotz Feiertag bis zum Changeover doch noch etwas auftreiben, womit der Gig einigermaßen anständig durchgeführt werden kann. Da der gut läuft verzichten wir auf „alles, was Ihr haben wollt“ für den nächsten Tag und belassen es dabei. Nicht zuletzt, weil dieser Tag längst touristisch verplant, Buenos Aires wirklich eine tolle Stadt und es natürlich eine feine Sache ist, an einem voll bezahlten Produktionstag abends gegen 21:00 in die Halle zu fahren und um 24:00 bereits wieder fertig zu sein.

    Viel gesehen, viel geflucht, viel gelacht, viel gelernt. Hin und wieder muss so etwas einfach sein. Und trotzdem freue ich mich jetzt ein bisschen auf die kleine, heile Welt meines beschaulichen Heimatvenues. Mit dem unbewaffneten netten Einlassmann, der jeden Stammgast mit Handschlag begrüßt, funktionierenden NF – Kabeln, beleuchteten Notausgangsschildern in DIN - Luxstärke, RCDs in den Abgängen, tiptop gekennzeichneten Szenenflächen – Absturzkanten. Und Vollkornbrot im Catering.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Erfahrungen Yorkville TX9s

    • billbo
    • 23. September 2010 um 00:41

    Das Belastbarkeitswettrüsten gab's schon in den 70ern. Wahrscheinlich noch früher, aber das entzieht sich auf natürliche Weise meiner Erinnerung.
    Und 'Truckmaß' war damals ebenfalls schon ein Schlüsselfeature für den Verkauf mobiler Beschallungsgeräte. Unter dieser Maxime verdrängte etwa die (ziemlich schreckliche) Martin RS1200 das (noch heute hervorragend funktionierende) alte Modularsystem.

    Alles wird immer besser - das zeigt doch schon die Zahl der Nullen in den Verkaufsprospekten.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Erfahrungen Yorkville TX9s

    • billbo
    • 22. September 2010 um 21:09

    Yamaha, wir sind ja recht selten wirklich einer Meinung :D. Aber da stimme ich mal zu 100% zu.
    Über das andauernde Gerede à la ‚das sind ja 20 Jahre alte Konzepte; seither ist das Rad mindestens 5 mal neu erfunden worden‘ kann ich oft nur schwer hinweg lesen.
    Lautsprecher in ihrer Eigenschaft als Energiewandler mit möglichst hohem Wirkungsgrad sind seit mehr als 60 (!) Jahren ausgereizt; das sind einige Jahre mehr als mein aktuelles Lebensalter. Sollte man Fortschritt bei einem Energiewandler nicht immer in erster Linie daran messen, mit wie wenig Verlustleistung er zu arbeiten imstande ist?
    Und da sind die ‚modernen Konzepte‘ mal gerade auf WWII – Level. Aber die Propaganda lebt halt auch heute noch in erster Linie von großen Zahlen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • was war beim u2 konzert los???

    • billbo
    • 21. September 2010 um 22:19
    Zitat

    Warum?
    Weil Sie oft einfach zu blöd sind, zwischen Mic und Line Pegeln zu unterscheiden oder nicht mal Ihr eigenes Equipment bedienen können.

    Dafür gibt’s eigentlich genau EINEN Grund: sie holen einen grundsätzlich aus dem Catering, wenn bereits die Einlassmusik läuft („Du, da ist jemand von Kannnix – TV; die brauchen noch ein mal Stereo vom FOH; ist mit der Produktion abgeklärt. Ich weiß, ist blöd jetzt, aber könntest Du vielleicht noch mal eben ... ?“). Also wieder zurück in die Halle und schnell noch Matrix 7/8 aktivieren. Den Hinweis „das ist jetzt Einlassmucke, Du weißt schon, dass da nachher deutlich mehr kommt?“ nehmen sie mit einem leicht pikierten „logisch, glaubst Du vielleicht wir sind Anfänger?“ zur Kenntnis – und drehen 2, 3 dB zurück.

    Der 20 oder 30 dB – Sprung zu Konzertbeginn macht sie dann später todsicher platt. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 20. September 2010 um 14:12

    IDN: „Gala können wir auch ...“

    Firmenjubiläum, internationale Geschäftsfreunde und Gäste; man gönnt sich was.
    Location: eine Art Ballsaal, ca. 15 x 20m. Parkett, Marmor, Granit, Glas. Etwa 20 Tische, festlich eingedeckt incl. fünfarmiger Kerzenleuchter und allem PiPaPo. Hinter der ‚Bühne‘ eine verspiegelte Wand, darüber eine massive 45° - Schräge Richtung Publikum. Einzig im Saal vorhandenes Weichmaterial: Tischdecken, Servietten und 40cm Molton vor der Bühnenvorderkante.
    Erster Gedanke beim Reinkommen: weia, das wird heute sicher noch heiter.
    Die Band (Flyertext: „Eine explosive Powershow durch 40 Jahre Rock – und Popgeschichte“) erscheint. Schlagzeug, Bass mit Fullstack, Gitarre mit Twin Reverb, Keyboardburg, Percussion, mehrere wechselnde Sängerinnen und Sänger. „Wo sind denn die Overheads?“ Lass mal, brauchen wir heute nicht. „Keine Sorge, wir können auch leise spielen. Wenigstens ein Ride – Mikro!“ Okay, ich bau mal eins hin.

    Der Abend nimmt seinen Lauf. Grußworte, Ehrungen, Dank an die treue Kundschaft in aller Welt. Lassen sie uns nun den Blick nach vorne richten und ein wenig feiern. Das Buffet ist eröffnet.
    Und das ist incl. Versorgung an Getränken aller Art wirklich exquisit und reichhaltig; freundlicherweise dürfen Techniker und Künstler auch. Letztere nehmen dankend an, insbesondere Flüssignahrung steht ganz hoch im Kurs. Die Festplatte dudelt leise Dinnermusik. Lecker Nachtisch; auch die Raucher kehren allmählich wieder zurück an ihre Ehrenplätze.

    Tusch, Intro. Showtime!
    Ein erfahrener, hochkarätiger, außerordentlich motivierter Galaact (soll heißen: 10 geborene Pop – und Rockstars, deren endgültiger Durchbruch nach ganz oben bisher unverständlicher Weise noch nicht vollständig geklappt hat, und die sich in Folge statt dessen - der Künstler als solcher ist ja flexibel, wenn er Hunger hat - notgedrungen als musikalische Stundendienstleister verdingen müssen) entert erheblich angeheitert die Bühne.
    Und gibt vom Start weg alles. Der erste Showpart heißt laut Setlist ‚Disco Inferno‘. Stimmt!
    Die Band ist ohne Beschallung mindestens zehn mal so laut wie sich die Veranstaltungsleitung die Sache mit Beschallung so vorgestellt hat. Der Basser verwüstet in Sekunden die Fönfrisuren der anwesenden Damen. Der Drummer hat versehentlich die Besen mit armdicken ‚2S‘ vertauscht. Der Gitarrist probiert ob es möglich ist, einen Twin Reverb ohne Effekt und Mastervolumen zum zerren zu bringen. Der Rest versucht tapfer mitzuhalten; jeder Musiker deutet mit seinem Finger bei jeder sich bietender Gelegenheit abwechselnd auf sich, seinen Monitor, und dann steil gen Himmel.
    Verantwortlich für das Desaster ist (wer sonst? Da sind sich der smart – dynamische Eventdeputy, seine Klemmbrettliesel, Hallenbetreiber, Veranstalter, Firmen – Orgateam, und alle sonstigen anwesenden Amtsträger augenblicklich und zum ersten Mal an diesem Abend völlig einig) ohne Zweifel allein der Sauhund von Tontechniker, der dort hinten in der Nische mit ausdruckslosem Gesicht hinter seinen komischen Bildschirmen und Reglern sitzt, alle 30 Sekunden einen flehentlichen Blick auf seine Armbanduhr wirft, und sich im Übrigen wünscht, in diesem Moment ganz, ganz weit weg zu sein.

    „SIE DA! DREHEN SIE DAS AU-GEN-BLICK-LICH LEISER! AUF! DER! STELLE!, SONST PASSIERT WAS!“

    Ach, ihr lieben Leut‘. Wollen tät‘ ich schon. Indes: seht ihr diesen roten Regler hier? Dort unten, wo der steht, dort ist der Schlitz im Blech leider schon zu Ende. Deshalb: seid fröhlich und feiert. Oder geht zur Band und diskutiert das dort. ICH jedenfalls hole mir jetzt auch erst mal mein erstes Bier.

    Ich fürchte fast, diese so hoffnungsfroh begonnene Geschäftsbeziehung steht unter keinem besonders guten Stern. :?
    Aber den Caterer habe ich mir mal gemerkt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 19. September 2010 um 13:20

    Klauston, nun sag bloss man hat Euch nicht gefragt, ob Ihr fuer die gute Sache nicht ohne Gage antreten wolltet? Ausnahmsweise selbstverstaendlich, wegen Charity und so?
    Kommt bestimmt noch nach der Rechnungsstellung.

    Mit freundlichem Gruss
    BillBo

  • Ballasttank und Pyro

    • billbo
    • 17. September 2010 um 12:33

    W. Peter, die Ungenauigkeit hast Du hineingebracht. Dein Krangewicht ist unverzichtbarer Bestandteil der Konstruktion, ohne den der Kran auch unter Idealbedingungen nicht funktionieren kann. Der Ballasttank dagegen eine zusätzliche Sicherung gegen widrige Umstände; sind diese ausgeschlossen, ist er entbehrlich. In der geschlossenen Halle funktioniert das Towerkonstrukt auch ohne, der Kran nicht. Daher ist die unterschiedliche Bewertung der Versagensmöglichkeit nachvollziehbar.

    Ich könnte fast alle Deiner Aussagen unterschreiben – wenn ich dahinter nicht, mal mehr, mal weniger explizit, diese Grundeinstellung durchschimmern sähe:

    Zitat

    1. Es gibt 100% Sicherheit, aber nicht immer und nicht überall.

    Ich behaupte: es gibt niemals 100% Sicherheit. Nirgendwo, zu keiner Zeit. Nicht auf dem Papier (‚verordnet‘), und schon gar nicht in der Praxis.
    (Sicherheits -) Management bedeutet stets, das zu erreichende (Schutz –) Ziel abzuwägen gegen den dafür erforderlichen Aufwand. Es gibt Bereiche/ Branchen (Luft – und Raumfahrt, Seeschifffahrt, Kraftwerksbau, Medizintechnik, ...), da wird aus nachvollziehbaren Gründen überproportional viel Wert auf Sicherheit gelegt. Wert im Sinne von teuer. Schau Dir mal einen simplen Schwachstromsteckverbinder an, der KKW – Spezifikationen erfüllt. Du wirst staunen, was der kosten kann. Es wäre sicherlich vorteilhaft, diesen auch für Durchsageanlagen bei öffentlichen Veranstaltungen zu nutzen. Erhöhte Betriebssicherheit kann auch dort nicht schaden; da aber Ausfallwahrscheinlichkeit, Auswirkungen derselben und Kosten für den Mehraufwand in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander stehen wird es nicht vorgeschrieben oder gemacht.
    Trotzdem passieren aber auch dort, wo Sicherheit richtig ins Geld geht, immer wieder Unglücke. Und zwar wesentlich häufiger, als sie systembedingt (mehrfache Redundanz, vielfache sich gegenseitig überwachende Teilsysteme) passieren dürften. Fehlerursache ist fast immer der Mensch, der Sicherheitsregeln nicht versteht, nicht einhält, eine Flut von verordneten Verhaltensregeln als Maßregelung empfindet und in der Folge innerlich auf ‚Dienst nach Vorschrift‘ schaltet. Dort sollte ansetzen, wer sich dazu berufen fühlt; und nicht bei Beton statt Wasser.

    Es gibt keine absolute Sicherheit. Nicht mal dann, wenn ich sicherheitshalber morgens lieber gleich im Bett liegen bleibe. Ich kann sie auch nicht kaufen, für kein Geld der Welt.

    Du handelst nicht zufällig mit Betongewichten oder hast kostenpflichtige Sicherheitsschulungsmaßnahmen im Angebot?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Preis für C7/C7Sub?

    • billbo
    • 16. September 2010 um 17:07
    Zitat

    Mit dem daraus höheren Wiederverkaufswert ist es nicht einfach das Material an den Man zu bekommen.

    Einen 'höheren Wiederverkaufswert', der sich aus einem einstmals hohen Einkaufspreis bemisst, gibt es lediglich in der Phantasie des Eigentümers. Den Wiederverkaufswert entscheidet der Markt.
    Versuch mal einen 10 oder 15 Jahre alten Phaeton, Lexus oder 7er BMW für mehr als ein paar winzige Bruchteile des Einkaufspreises zu verkaufen mit dem Hinweis „der war neu ja so teuer“. :D
    Sich anhand einstmals ausgegebenen Geldes selbst reich zu rechnen ist allerdings stets verführerisch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ballasttank und Pyro

    • billbo
    • 16. September 2010 um 16:14

    Eben, Hintergrund ist folgendes, als schwer realistisch anzunehmendes Szenario:

    Eine Bühnenkonstruktion inmitten einer unbestimmten, nicht zu kontrollierenden und daher hoch gefährdeten Menschenmasse. Außer dem vorgeschriebenen Mindest - Ballast gegen Wegrutschen wegen Staudruck in Form von Wassertanks befindet sich kein weiteres Gewicht auf der Podestfläche oder im Dach (keine Lampen/ Kabel/ Bühnenaufbauten/ Lautsprecherboxen/ Backline/ Ampracks/ usw.), welches ehrlicherweise ebenfalls mit in die Ballastierungsrechnung einfließen müsste.
    Auf und neben der Bühne findet ein Multimediaereignis mit Großfeuerwerk, Magnesium, Napalm und Autogenschweißgeräten statt. Ein Sachkundiger/ Verantwortlicher ist nicht zugeggen (z.B. auch kein Feuerwerker, der sein Zeug beaufsichtigt). In alle 4 (oder 6 oder 8 oder ...) Wassertanks brennt gleichzeitig ganz unten ein so großes Loch, dass die Dinger schlagartig leer sind (hat schon mal jemand darauf gewartet, dass ein Wassertank durch Hahn Öffnen leer läuft? Die schraubt man am besten bei Abbaubeginn auf, damit man sie am selben Tag noch abtransportieren kann). Da das Ganze auf einer überfluteten Wiese statt findet bemerkt den schlagartigen Verlust von ein paar Tonnen Wasser niemand.
    Im gleichen Augenblick kommt unerwartet und ohne Vorwarnung ein heftiger Sturm auf, der die nun unvorschriftsmäßig leichtgewichtige Bühnenkonstruktion durch die überraschte Menschenmenge über das Marktplatzpflaster schiebt. Vielleicht ein weiterer 'Special Effect'?

    Klar, dass man gegen so was jederzeit gewappnet sein muss. Irgendein Verordner wird demnächst schon eine dementsprechende Verordnung schreiben, die das hinreichend berücksichtigt.

    Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Für JEDE vorbeugende Maßnahme (mehr ist so eine Ballastierung erst mal nicht) lässt sich ein Szenario konstruieren, welches diese als sinnlos erscheinen lässt; infolgedessen wird es auch in Zukunft zwangsläufig zu Unfällen und Katastrophen kommen.
    Sicherheit in der Praxis entsteht durch Sicherheitsbewusstsein in den Köpfen der ausführenden Menschen. Die Konstruktion fiktiver, absurder Worst Case - Fälle ist m.E. ungeeignet, solches zu fördern. Eher fördert sie ein Gleichgültigkeitsgefühl: „Ist eh alles wurscht, was wir hier machen; wenn's schief gehen soll geht’s sowieso schief“. Die Folge: Alibi – Verhalten; das pro forma - Einhalten irgendwelcher als beliebig erachteter Sicherheitsvorschriften. So wie die Kollegen im 'Turm' Thread weiter unten. Sie tragen einen Helm. Damit mal bloß nichts passieren kann, wenn sie unten ankommen.

    Ganz nebenbei: von schweren Unfällen aufgrund wandernder Bühnen hört man relativ selten. Von schweren und schwersten Unfällen durch umstürzende oder abknickende Krankonstruktionen dagegen regelmäßig. Es gibt also durchaus noch viel zu tun.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und Du dachtest, Dein Job wäre aufregend...

    • billbo
    • 15. September 2010 um 12:25

    Mir ist gerade zum ersten Mal im Leben auf dem Sofa schwindelig geworden. :?

    Persönlich bin ich der Meinung, die Arbeitshöhe 'FOH - Podest' oder 'Drumriser' (beim Mikrofonieren) reicht für's kleine Abenteuergefühl im täglichen Arbeitsleben völlig aus. Und anschließend erst mal einen Kaffee, zum Wiederrunterkommen. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ballasttank und Pyro

    • billbo
    • 14. September 2010 um 22:33
    Zitat

    Beim Bau darf der Ballast für z.Bsp. einen Kran nicht aus schüttfähigem Material bestehen. Weil es "auslaufen" könnte. Nur wir dürfen Wassertanks nehmen ...

    Wenn beim Kran der ‚Ballast‘ (ich nehme an, Du meinst die für den Betrieb erforderlichen und genauestens berechneten Kontergewichte) versagt kippt das Ding einfach um. Augenblicklich. Zwangsläufig, ohne Vorwarnung. Gegenmaßnahmen gibt es nicht.

    Wenn bei der Bühne der Ballast versagt passiert gar nichts. Sie ist dann lediglich bereits bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten gefährdet als vorher. Gegenmaßnahmen gibt’s viele: Ballast wieder anbringen. Wetterbeobachter anstellen. Windangriffsflächen (Plane, Gaze) verkleinern. Veranstaltung zeitweise unterbrechen, abbrechen. Gefährdete Menschen/ Gegenstände aus dem Gefahrenbereich entfernen. Dach runter fahren. Bühne abbauen. Wer bietet mehr?

    Sicherheitsdenken ist wichtig. Prinzipienreiter - Sicherheitsdenken, welches sich selbst persifliert, ist kontraproduktiv.

    Nichts für ungut! :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 13. September 2010 um 14:17
    Zitat

    ... wenn die Input-Platinen nass werden.

    Die lagen ja zum Glück geschützt; das Wasser lief sozusagen von der Bedienoberfläche durch die Faderschlitze über die Steuerplatinen am Bodenblech vorbei direkt ins Case.

    Immer auch das Positive sehen! :D

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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