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Beiträge von billbo

  • Wie komme ich am besten in die Welt der Großveranstaltungen

    • billbo
    • 28. August 2010 um 14:08

    Weil’s so schön passt, noch ein wunderbarer Satz aus ‚Old Soundman‘:
    „Wenn Du tatsächlich wissen möchtest wie‘s wirklich zugeht in diesem Job – dann geh 2 Jahre lang für 500 Dollar im Monat jede Nacht 8 Stunden lang die Hauskapelle in ‚Beercan Billy's Barbecue‘ mischen“. :lol:

    Frei übersetzt von
    BillBo

  • Wie komme ich am besten in die Welt der Großveranstaltungen

    • billbo
    • 27. August 2010 um 19:40
    Zitat

    Was sind denn für dich die "dicksten" Jobs? Die mit den meisten Lampen, mit dem größten Mischpult, mit den meisten Besuchern, mit der höchsten Gage, oder der wichtigsten Position (auch wenn diese hinter der Bühne stattfindet)?


    „Listen, son: I used to be chief sound engineer in 'zillion dollar 20.000 seater arenas. Having actually less influence than the doorman.“
    (aus der sehr lesenswerten Pro Sound Web - Rubrik ‚The Old Soundman‘)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Knackgeräusche beim Berühren des Kabelmikrofons...

    • billbo
    • 27. August 2010 um 13:03
    Zitat

    Obwohl, eins wüsste ich zum aufsägen.

    In dieser Form Standardausrüstung in jedem zweiten anständigen R&R Laden. Überall auf der Welt; gerne in Ländern, in denen die Möglichkeiten unbegrenzt sind.
    Auf der Hausinternetseite heißt das 'Industrie standard microphone set'.
    Die Dämpfung, in welcher Form auch immer, ist dann aber eher hydraulischer Natur.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Radio Tuner für Installation

    • billbo
    • 25. August 2010 um 23:36

    'Plattform' ist schön! :D

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 25. August 2010 um 21:17

    Jo. Auch die Erfahrung „boah, klingt das alles schrecklich heute. Und eigentlich kann niemand etwas dafür außer mir“ ist wertvoll und will erst einmal gemacht werden. :lol:

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 25. August 2010 um 18:26
    Zitat

    Auch, daß es keine Frage der Größe, der Erfahrung oder des Budgets ist. Dafür ist es Geschmack.


    Ist auch nicht uneingeschränkt richtig. Ohne Erfahrung funktioniert überhaupt nichts.

    Wenn ich auf einem mittleren Festival einen FOH mit 1m hohem Boden vorfinde der ringsum mit schwerer Zeltplane verkleidet ist, dann weiß ich, dass ich da u. U. gleich Sachen veranstalten muss, die mir das Blut aus den Ohren spritzen lassen und die Tränen in die Augen treiben werden, und die mit meinem Geschmack aber auch rein gar nichts zu tun haben. Bloß damit die 1m weiter unter mir im Freien Stehenden außer dumpfem Gerumpel auch noch irgendwas von der Musik mitbekommen.
    Für die einzige andere Möglichkeit („baut das hier bitte ganz schnell mal ab und weiter unten im Freien wieder auf“) sind meine 3 Uhr Bands :lol: leider meisten nicht annähernd wichtig genug. (Für 1, 2 Bahnen Molton im FOH hat's allerdings schon mal gereicht. :D )

    Andersrum (als Betreuer) kenne ich’s aber auch: während ich dem Bandtoni eben noch schnell bei den Gates und Comps unter die Arme greife („Vorsicht, Dein Bass DI Gain ist zu hoch“) denke ich noch ‚ohgottohgott, was macht der da bloß?‘ Um auf dem anschließenden Weg durchs Publikum in die Pinkelpause oder ins Catering festzustellen, dass es dort doch recht ordentlich klingt und der Kollege augenscheinlich mit einkalkuliert hat, was ich gerade nicht mehr so richtig auf dem Schirm hatte.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Tieftöner für JBL Control 5

    • billbo
    • 25. August 2010 um 16:33

    Kalotte rausschneiden/ - zupfen/ - frickeln/ - pfriemeln. Aus dickem Papier/ sehr dünner Pappe ein Röhrchen formen, was so gerade eben zwischen Polkern und Schwingspulenträger passt und letzteren dabei idealerweise ein wenig fest setzt; muss man ein bisschen nach der richtigen Materialstärke suchen.
    Sicke erneuern, trocknen lassen, Pappröhrchen raus, auf Freigängigkeit prüfen, Kalotte wieder festkleben (geht sehr gut mit Ponal). 17er Nuss zum Beschweren drauf, noch mal trocknen lassen. Fertig.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 25. August 2010 um 14:48
    Zitat

    Hinter dem FOH hatte man einen High Cut, dafür war es konsistent. Wesentlich angenehmer.

    Das ist ein probates Mittel, wenn's aufgrund miserabler Wetterbedingungen (Bloodstock Open Air in Derbyshire :lol: ) mal wieder so richtig vollkommen besch..... ist: Low Cut im Master bei so ca. 6 - 8 kHz. Klingt zwar alles andere als toll, dafür aber für die meisten Anwesenden wenigstens ungefähr gleich und halbwegs konsistent; und nach ein paar Minuten hat man sich dran gewöhnt.
    Muss man sich bloß trauen :D !

    Ansonsten Zustimmung: V-Dosc in ausreichender Menge ist für mich DAS Ausgewogenheitswunder. Was vermutlich aber auch viel damit zu tun hat, dass dort dann auch die ausführenden Systemtechniker ziemlich genau wissen, was sie tun.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 25. August 2010 um 13:10

    Ja. Das ist ja der Grund für diesen Thread hier. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 25. August 2010 um 12:54
    Zitat

    Aber wer nur 6 Schachteln pro Seite hängt muss sich leider mit MP3 begnuegen. :D

    Das musst Du auch. Luftdämpfung bei 10 kHz rund 15dB auf hundert Meter. Bei 15k schon 30dB. Daran ändern auch die Boxenfarbe braun und der Buchstabe J nix.
    Und noch haben wir absolute Windstille! :D
    Schon klar, dass man um so besser skalieren kann, je mehr und je enger abstrahlende Kisten da untereinander baumeln.

    Zitat

    Schon seltsam; früher sind alle über die MT4 hergefallen, wenn die Rede drauf kam...

    Muss man differenzieren.
    MTH4 möchte ich heute auch nicht mehr durch die Gegend wuchten müssen; außerdem hat sich da ja auch technisch inzwischen enorm viel getan.
    MTL4 musst Du erst mal schlagen. 4 leichte 18“ mit hohem Wirkungsgrad, die konstruktionsbedingt in einen hohen, hornähnlichen Strahlungswiderstand arbeiten, legen die Messlatte auch für 20 Jahre ‚modernere‘ Konstruktionen ganz schön hoch. Das spielt sauber über 2 Oktaven, macht mit vergleichsweise wenig Leistung richtig ernsthaft Druck; über Powercompression oder Zwangskühlungsmaßnahmen muss man noch nicht wirklich nachdenken. Und 125 Kilo für 'ne Kiste, die auf Rollen oder Palette am Boden bleibt sind auch nicht soo sehr von gestern.

    Zitat

    Wie machst du das bei regen weil die sind ja aktiv?

    Für die versenkten seitlichen Anschlussfelder gibt es so eine Art Gummiohren, damit sind die Dinger angeblich regenfest. Ist trotzdem ein merkwürdiges Gefühl, wenn das Wasser in Sturzbächen über die angeflanschten Verstärker läuft; mit einem Dach drüber fühle ich mich da wesentlich wohler. Bisher (2 Jahre +) immerhin hätt et noch immer joot jegange; keinerlei Ausfälle.
    Allerdings bin ich bei den meisten Einsätzen nicht selbst dabei gewesen; dafür, dass nicht doch irgendwo mal ein FI geflogen ist würde ich meine Hände nicht ins Feuer legen wollen.

    Zitat

    ... und grössere bühnen! ;)

    Dafür muss er dann u.U. ganz andere (musikalische) Kompromisse machen. Aber das ist ein völlig anderes Thema. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 24. August 2010 um 15:57

    Auch der Taunussound war eine zeitlich und vor allem örtlich begrenzte Modeerschinung. Engländer etwa sahen (und sehen) das völlig anders. Vergleiche mal eine 'Heco Professional' mit einer Spendor, Goodmans oder Celestion Ditton aus etwa der gleichen Zeit.
    Der Einzug in die Beschallungswelt ist dagegen eher neu; Martin modular, EV Beamer oder JBL Arschbacken wurden in aller Regel ohne Zitronen o.ä. betrieben. Macht ja auch ab einer gewissen Größenordnug überhaupt keinen Sinn.

    Preisfrage: wer hat es schon mal bei einer ernstzunehmenden Großbeschallung (sagen wir, so ab 10.000 Zahlenden aufwärts) geschafft, Frequenzen jenseits der +/-8kHz oberhalb der Wahrnehmungsschwelle bis hin zum Ohr des letzten Zuhörers zu befördern? Bitte melden und berichten.
    Ich hab's schon so einige Male ausprobiert. Aber gelungen ist mir das noch nie.
    Ich kenne aber einen befreundeten Beschaller, der hat das mal mit 24 Stacks MT4 versucht (indem er die Begrenzung des 4. Weges ausgeschaltet hat :roll: ). Hat auch ganz kurz funktioniert. Ein bisschen jedenfalls. Aber ob das den anschließend fälligen Tausch von 96 Treibern Wert war?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 24. August 2010 um 13:15

    Jueof: TTL 33-A

    Zitat

    einen "übertrieben zischeligen" hochtonanteil.
    das war mir bei einem konzert mit einer anlage mit der kleineren RCF-box (TT31) auch sehr negativ aufgefallen.

    Ja, auch übertriebene Hochtonanhebung ist ein Phänomen der heutigen Zeit.
    Es ist schon bemerkenswert, wie sehr Mode, Zeitgeist und werbungsgelenkte Massenpsychologie mitunter den 'Geschmack' auch im Bereich Beschallungsprodukte bestimmen können.
    Hierzulande krakehlen Nachwuchsverleiher und - Boxenbauer zur Zeit gerne lautstark und überzeugt nach einem besseren :roll: Ersatz für den altbekannten „kreischenden“ JBL – Zweizöller. Haben sie mal irgendwo gelesen; und die klingen ja auch gar nicht wie ihre Car Audio Anlagen mit allen Klangreglern auf Rechtsanschlag. Um die Dinger anschließend auf uffzz-uffzz – Komasaufmassentanzveranstaltungen zu Tode zu prügeln.
    Gleichzeitig erzielen drüben über'm großen Teich versiegelte LE375/ 2240 Exemplare absurde Mondpreise. Die dortigen Hi End – Puristen :roll: haben den „smooth sound“ (soll heißen: den strammen roll-off oberhalb von 8 oder 9kHz) der ersten Serie Aludiaphragmen wiederentdeckt und braucht sie nun ganz dringend für ihre überdimensionierten Wohnzimmer :roll: anlagen.

    Manchmal kommt mir die Audioszene schon ein bisschen GaGa vor :lol:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 23. August 2010 um 20:57
    Zitat

    da er ganz offenbar wusste das ich zum mischen komme, hat er sich vermutlich extra angestrengt :D

    Ja, ich habe schon 3 - 4 Nächte vorher kaum mehr ein Auge zu gekriegt. Und bin nach 12 Stunden nächtlichen Einmessens so gerade eben der Steinigung durch eine Horde hocherfreuter, allerdings etwas unverständlich reagierender Anwohner entgangen :D.
    Und der einsame DCX 2496, der bei diesem (Analog – FOH) Setup die gesamte Verteilung (Crossover/ Low – und Highcuts für Tops, Subs, Near Fills/ 7 Delayzeiten/ hier und da ein bisschen Pre – EQ) übernehmen muss, ist damit auch wirklich sehr gut ausgelastet. :D

    Das verwendete ‚mittlere‘ RCF Array ist, anders als viele ähnlich dimensionierte und aussehende Kisten, ein echtes aktives Dreiwegsystem. Unter den üblichen 8“ + HF arbeitet ein richtiger Low Mid Teil in Form von 2 etwas langhubigeren 8 – Zöllern; damit spielt das Zeug je nach Arraylänge problemlos bis 100Hz oder auch noch tiefer. Das spart die anderswo angebotenen unsäglichen ‚Zusatzflugmidbässe‘ (die wegen umständlicher Handhabung dann später eh kaum jemals benutzt, geschweige denn geflogen werden). Auch den Mitten kommt’s zugute: wenig Hub = wenig Intermodulationsverzerrungen; zudem keine Trennung im Sprachbereich zwischen 450Hz und 3 kHz. Erinnert ein bisschen an‘s Turbosoundkonzept der 80er.
    Eines der ganz wenigen Systeme, mit welchem man unter die üblichen Budget – Bühnendächer mit ihren 5m + ein bisschen Augen zugedrückt Dachhöhe genügend schlau aufgeteilte Membranfläche gehängt kriegt, damit Rockenrollmischen dort wenigstens noch ein klein wenig Spass macht.
    Nach manch enttäuschender Mischererfahrung mit Q, GEO-S8, XLD, und ähnlichen Kandidaten war das einer der Hauptgründe für die Anschaffung. Ich war nie ein ‚Italiener‘ – Fan; in der Gesamtbetrachtung Anschaffungspreis/ Systemgewicht/ Handling/ Performance/ Narrensicherheit ist das m. E. derzeit jedoch ein echter ‚Best Buy‘ für den, der keine Buchstaben liefern muss. Und gegen den ‚modernen‘, für meinen Geschmack etwas übertrieben zischeligen Hochtonanteil hilft ein simpler Kuhschwanz ab 5 kHz.
    Mit den dafür vorgesehenen RCF Bässen spielt’s, na ja, ganz ordentlich. Aber viieeel besser gefällt mir zum Arraybasteln dafür die gute alte MTL4. Mit ihrer vergleichsweise riesigen Membranfläche wuchtig und unangestrengt im Tiefbass; gleichzeitig wegen der noch akzeptabel kleinen bewegten Masse der Einzelsysteme sauber im Grundtonbereich bis über 100Hz hinaus (sofern man sie nicht gerade, wie im Originalsystem ursprünglich vorgesehen, bis 160Hz quälen muss).
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die in diesem Thread erörterten Probleme auch sehr viel damit zu tun haben, dass Lautsprecherkonstrukteure heute viel zu viel Hirnschmalz für’s Wegkühlen astronomischer Wattzahlen verwenden (müssen?) statt für den Bau wirklich gut klingender Boxenkonstruktionen.

    Mit freundlichem Gruß in den ganz, ganz tiefen Süden
    BillBo

  • Wie komme ich am besten in die Welt der Großveranstaltungen

    • billbo
    • 23. August 2010 um 16:04

    Schöner Thread, deshalb auch noch mein Senf dazu:

    Männer unseres Berufsstandes, die so

    Zitat

    http://www.ratsound.com/cblog/uploads/…1_surf_crew.jpg

    aussehen, haben in den letzten 20, 30 oder noch mehr Jahren unter Anderem
    - eigenhändig viele hundert Tonnen Holz, Stahl, Alu, Gummi, Kupfer geschleppt,
    - eine ganze Jahresproduktion von 40t - Sattelschleppern be – und entladen („doch, die 2t Loadstars müssen auch noch rein; in der letzten Reihe ist ganz oben noch etwas Platz“),
    - so manchen Kilometer 400mm² Camlockleitung über Distelfelder und Abraumhalden zum nächsten Hauptverteilertrafo verlegt,
    - ein paar tausend ziemlich arg kurze Nächte in, sagen wir, mäßig klimatisierten Nightlinern verbracht (oder sitzend auf dem Fahrer -/Beifahrersitz des schrottreifen 78PS - Möbelwagens),
    - zwischendurch bei –20° im Schneesturm auf der Autobahn liegengebliebene Tour – Lkw wieder zusammengeflickt oder bei +45° in schwarzen Wellblechhallen Sägemehl gefrühstückt,
    - die eine oder andere abgebrannte Lagerhalle wieder aufgebaut,
    - und noch ein paar andere schöne Dinge erlebt, die zu erwähnen hier zu weit führen würde.

    Die meisten von ihnen machen heute immer noch Stadtfeste. Ein paar ganz wenige sitzen jetzt hin und wieder an den Knöpfen der paar ganz wenigen richtig dicken Shows, die es auf der Welt so gibt; und warten dort sehnsüchtig auf achtzehnjährige Schulabgänger, die auch mal möchten :D. Nette Onkels, die sie in Internetforen nach dem Weg dort hin fragen konnten, gab es nicht. Einen Weg gab es übrigens auch nicht; den mussten sie sich nebenbei erst noch selbst erschließen.

    Wenn Du einen davon triffst, wirst Du ihn vermutlich nicht erkennen. Es könnte der leicht müffelnde, grauhaarige Zausel sein, der sich in der Cateringschlange ganz weit hinter Dir angestellt hat, weil er gerade noch mal eben mit dem Besen über die Bühne gegangen ist; seinen Lehrlingen fehlte es dafür irgendwie an Motivation.

    Du hast Dir also so einiges vorgenommen. :D

    Ein klein wenig optimistischer als Guma

    Zitat

    Ich schätze, dass die Zeiten, in denen es nur mit Abitur und eisernem Willen ging, wie es die Erfolgreichen der Branche in meinem Alter geschafft haben, definitiv vorbei sind.

    sehe ich’s dennoch. Jede Generation hat ihre Selfmademen hervorgebracht, die sich ihre berufliche Lebenswelt mehr oder weniger selbst erschaffen haben; und das wird auch weiterhin so sein. Weg und Ziel werden aber, das hat Lisa schön geschrieben, im Rückblick immer ganz anders aussehen als es sich die jungen Hüpfer (und auch die alten Säcke :D ) von heute so vorstellen können.

    Also hau rein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "SoftwareAudioConsole" - na(t)iv mischen am PC:-)

    • billbo
    • 21. August 2010 um 00:34

    Achim! Sei ein Mann - und bleib beim XL4! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 10. August 2010 um 20:06

    Ja, die inflationäre Zunahme von Dauersolobassisten hat im Laufe der Zeit sicherlich auch das Ihrige dazu beigetragen.

  • Polarität bei mehreren Gesangsmikrofonen

    • billbo
    • 10. August 2010 um 20:00

    Das Problem:
    Wenn ich einem mir unbekannten Monitorer sage „drück mal Phase Reverse“ ist die Sache klar (na ja, meistens jedenfalls).
    Wenn ich sage „ändere mal die Polarität des Eingangs von Kanal 2“ gibt’s in mindestens der Hälfte aller Fälle nur ratlose Blicke. Ganz zu schweigen von Ländern, in denen die örtliche Crew erkennbare Defizite im Bereich Englisches Fachvokabular erwarten und erkennen lässt.

    So lange in 3 von 4 Mischpult – Bedienungsanleitungen was von Phase Reverse steht benutze ich diesen Terminus, auch wenn ich weiß, dass er technisch nicht ganz korrekt ist.

    Und so lange man sich hier an Board noch regelmäßig darüber echauffiert, werde ich ihn auch als Rentner gerne immer mal wieder anführen. Einfach nur so aus Prinzip. :roll: :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 10. August 2010 um 15:57

    Vielleicht kann man das Thema noch von einer anderen Seite aus angehen: ganze Generationen von Live – Tonleuten aus dem Bereich elektronisch verstärkte Unterhaltungsmusik sind in den vergangenen paar Jahrzehnten in rechteckigen Beton – und Backsteinhallen groß geworden; Venues, die aufgrund stehender Wellen in genau diesem Grundtonbereich häufig mit kaum handhabbaren akustischen Schwierigkeiten aufwarten. Bei 100 oder 200 Hz nützt der gut gemeinte Moltonvorhang an der Wand gegenüber leider so gut wie überhaupt nichts.
    Die aus der Notwehr geborene Erkenntnis ‚das Gemulsche da unten nervt und muss weg‘ mag da durchaus einen nicht unerheblichen Beitrag zur Geschmacksbildung (Verbildung?) beitragen; so mancher Techi dürfte das so sehr verinnerlicht haben, dass er es auch dann in diesem Bereich überhaupt nicht mehr versucht, wenn es eigentlich problemlos möglich, sinnvoll und konstruktiv wäre. Stattdessen ein wenig Alibi - Blubb Blubb von der Basedrum, und gut.

    An zu viele Obertöne im Verhältnis zum Grundton gewöhnt sich das Gehirn sehr schnell (und empfindet’s anschließend als normal). An zu wenige dagegen überhaupt nicht; wo mangels Transienten die Ortbarkeit/ Erkennbarkeit von vornherein fehlt schalten die Ohren sprichwörtlich ‘auf Durchzug‘. Und der angeschlossene Zentralrechner auf „Mann, was für ein Gedröhne! Komm, lass mal raus gehen an die Theke im Foyer.“

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Polarität bei mehreren Gesangsmikrofonen

    • billbo
    • 9. August 2010 um 23:52

    Es bringt eine Menge mögliches GBF in statischen Situationen und in Frequenzbereichen, bei denen die Wellenlänge groß im Verhältnis zum Abstand der Mikros voneinander ist.

    Klassisches Beispiel: 3 Backgroundsänger(innen) vor einem Wedge – Pärchen. Jede(r) der drei möchte ‚Druck‘ auf der Stimme, das schließt Low Cut wesentlich höher als 70, 80 Hz aus. Die Mikros stehen alle in gleichem Abstand zu den Wedges (ca. 1m), und nur wenig voneinander entfernt; Signale mit Wellenlängen zwischen 3 und 4m addieren sich somit in beinahe idealer Weise. Dreht man die Polarität des mittleren Mikros, bricht der sich anbahnende‚Bauch‘ in der Gefahrenzone augenblicklich völlig zusammen, ohne dass sich für die einzelnen Sänger der Klang der eigenen Stimme (und der ihrer Mitstreiter) ändert.

    R&R - Beispiel: 2 Basedrums, Drum Fill genau hinter dem Trommler; der möchte nicht nur ‚Tickticktick‘, sondern auch was spüren. Bei gleicher Phasenlage beider Mikros und schneller Double – Base selbst mit besten Gates nahezu aussichtslos. Ein mal ‚Phase Reverse‘ gedrückt, und die Gates können auf Bypass.
    (Und es gibt noch immer tausende ‚Monitorer‘ da draußen, die das nicht kapieren, und die auf den Satz „drück bei der 2 mal Phase Reverse“ beleidigt mit „keine Angst Chef, unsere Mikrokabel sind alle in Ordnung“ antworten :lol: )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

    • billbo
    • 9. August 2010 um 13:34

    Ein probates Mittel zur Selbstkontrolle/ Disziplinierung (geht sehr schön, wenn die Subs auf einem Auxweg liegen): den gesamten Sound-/ Linecheck OHNE Subs durchführen, und erst am Ende ein bissel dazuschieben. Hat den Vorteil, dass man dann die physikalischen Grenzen dessen, was da hängt, schon mal schön für sich ausgelotet und verinnerlicht hat.

    Ob die modernen PA - Systeme das wirklich alle können? Also bei 4x 'Q' o. ä. pro Seite hätte ich ernste Bedenken... auch wenn der Örtliche der Ansicht ist, dass das in diesem Venue noch immer gereicht hat. Und das Lager doch so weit weg ist. Und der Veranstalter auch nicht mehr bezahlen möchte. "Dürfte ich den bitteschön mal kurz sprechen :roll: ?"

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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