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Beiträge von billbo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 19. Juni 2010 um 19:33

    Psst, nicht weitersagen:
    Compactflashcards gibts im Supermarkt um die Ecke. Und den notwendigen PCMCIA Steckadapter für knapp zehn Euro brutto beim großen T.
    Ich weiß, das schmerzt. Aber bei so viel Enthusiasmus für die gute Sache finde ich das noch vertretbar. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 19. Juni 2010 um 12:48

    So ein wenig ist das trotz Praxisbrett aber auch mal wieder eine Phantomdiskussion. Wir paar engagierte Hanseln debattieren fröhlich darüber wie das alles so sein müsste mit File laden und los. Die Wirklichkeit (zumindest meine) zeigt bislang allerdings eher das Gegenteil. Ein Beispiel:

    In meiner ‚Heimatstammbaustelle‘ habe ich vor einiger Zeit den altehrwürdigen analog – FOH durch einen PM5 ersetzt. Nicht zufällig, sondern wohl kalkuliert. Knapp tausender Kapazität; hier gastiert nicht die World – Championsleague und nur selten die Coverkapelle von nebenan. Stattdessen sehr regelmäßig respektable nationale und internationale Acts die entweder mal richtig groß waren oder mal richtig groß werden wollen.

    Überlegung Nr. 1: mit dem bekanntesten/ verbreitetsten/ am besten eingeführten Digipult aus der Profiliga, auch wenn oder gerade weil es bereits ein wenig angejahrt ist, mach ich hier mittelfristig nichts falsch. Das kennt jeder, akzeptiert jeder, und kann jeder zumindest in seinen Grundfunktionen nach ein paar Minuten Eingewöhnung so weit bedienen dass er damit einigermaßen unfallfrei einen Standardgig geregelt kriegt; auch ohne dass dafür die ständige Anwesenheit eines spezialisierten Babysitters zwingend erforderlich ist.
    So weit, so richtig – die Zahl der Totalverweigerer und/ oder Vollkatastrophen ist erfreulich gering; geringer zumindest als befürchtet.

    Überlegung Nr. 2: zumindest für dieses Teil (wenn nicht dafür, wofür sonst?) hat es doch sicherlich der Großteil der international tourenden Bandtechs in den letzten 5, 6 Jahren geschafft, sich zwecks Arbeitserleichterung ein persönliches Setup für seine Band(s) zuzulegen. (Natürlich gibt’s vorsorglich auch die eine oder andere clubspezifische Vorkonfiguration für alle Fälle: oh, Ihr habt überhaupt niemanden dabei? Na gut, mach‘s halt ich, gibt dann aber Monitor von vorne. Und natürlich ist die Installation so eingerichtet dass bis auf ein, zwei zu erstellende 0dB – Ausgangsmatrixen die Sache mit jedem Fremdfile ohne Basteleien auf Anhieb funktioniert.)
    Also von nun an immer nur noch File laden, ein bisschen nach persönlichem Geschmack rumequalizern, und fertig zum Linecheck?
    Pustekuchen! Die Quote der insoweit vorbereitet einlaufenden Tourproduktionen ist schlicht lächerlich. Die Frage „have you got your own file or will you start from the house setup?“ stelle ich inzwischen überhaupt nicht mehr; die Antwort ist eh immer die gleiche: „Ehm, well, I take your settings. Can you show me the eqs and effects, please?“
    Und der Verbrauch an Marking Tape und Eddings ist noch genau so hoch wie zu seeligen Analogzeiten.

    So viel zur schnöden Normalität in der realen Welt der digitalen Revolution. So Gerts sind da einfach zu selten.:-D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 20:22
    Zitat

    Ich lese: billbo lehnt Mischen aus fremden presets heraus ab und ist meiner Meinung, oder wie oder was ? :wink:


    BillBo ist nicht immer in der Position sich das ausschließlich nach seinem Geschmack aussuchen zu können und wählt dann die Vorgehensweise, die er in dieser Situation als das kleinste Übel ansieht.
    Ob die Wahl glücklich war weiß er dann hinterher :D .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mitarbeiter für ProAudioShop gesucht (400€ Basis)

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 17:01

    Ja, ist schon klar, sorry. Bloß die Verbindung von "400 – Euro – Basis" mit einem dann folgenden, doch recht detaillierten Anforderungsprofil nebst der sich anschließenden verwunderten Feststellung dass man Euch, anders als offenbar erwartet, deswegen nicht direkt die Bude einrennt finde ich mindestens etwas unglücklich; mich persönlich reizt so was zum Einspruch. Wie war noch gleich der Satz mit den Erdnüssen und den Affen?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Beschallung von Mehrzweckhalle - reicht meine EV-PA ?

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 16:41
    Zitat

    Ist der typische Fall von: Man will jemand einen Gefallen tun und stellt dann im Lauf der Zeit fest "hätte ich besser mal nein gesagt"!

    Für ein leidenschaftlich betriebenes echtes Hobby muss man leiden können. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 16:36
    Zitat

    Als Bandmixer irgendeiner einer unwichtigen Band die im Rahmen eines dicken Festivals spielt und unbedingt mit eigenem Tonhansel ankommen muss frage ich mich spätestens jetzt was ich hier soll?

    Richtig abstrus wird’s dann bei den vielen Vertretungsgeschichten. Mitten in der zerrissenen Festivalsaison durchaus ein Thema; spielen ja alle immer am selben Wochenende, oder es spielt (wegen WM oder so Zeugs) halt gar keiner. Da steht dann der Bandmensch mit dem Datenträger (hier, lad bitte mal, ich weiß nicht so genau wie das geht... ), und es stellt sich heraus – der kennt weder die Band wirklich gut noch das Pult, geschweige denn den Inhalt des Stammmischer - Files, das ihm vom Management in bester Absicht und Überzeugung in die Hand gedrückt wurde; das extra für diese Combo bestellte Pult ist ja schließlich am Start.
    Hat man von mir auch schon mal allen Ernstes verlangt; habe ich dann aber doch lieber dankend drauf verzichtet.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mitarbeiter für ProAudioShop gesucht (400€ Basis)

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 12:21

    Erweitert mal lieber das Gagenangebot. Z. B. um eine Null vor dem Komma?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 12:09
    Zitat

    Am Rande: Ich habe für die "wichtigen Sachen" (Sourcen meiner Programme, Backup der Buchhaltung...) einen flachen USB-Stick im Geldbeutel stecken.

    Tja ja, die Jugend und ihre Technikverliebtheit. :D
    Meine wichtigen Sachen stehen noch im ledergebundenen Terminkalender. Auf so weißem Zeugs, wie hieß das damals gleich noch?
    Einen USB to PCMCIA - Konverter hast Du da aber nicht drin? Dann stünden wir vor dem üblichen Monitor – PM5 im Ernstfall also zunächst mal trotzdem vor dem selben Problem.

    Natürlich liegt’s am Ende immer an den Fähigkeiten des Personals. Deren Wachstum hält nach meiner Beobachtung allerdings leider immer weniger mit den explodierenden Möglichkeiten/ Features/ Finessen moderner digitaler Signalbearbeitungsgeräte Schritt. Hinzu kommt die unselige Tendenz zum Pokern bis auf den allerletzten Drücker, auch im Zusammenhang mit richtig große Baustellen; so, wie das Klauston exemplarisch in einem anderen Thread sehr schön geschildert hat. Und dann kommt‘s schon mal dazu dass sich zwei alte Kollegen vor einem wunderhübschen nigelnagelneuen Digitalspielzeug wiederfinden; der eine als Bandtech, der andere als über Nacht angeheuerter Betreuer. Und beide verbindet außer der rudimentären, eher intuitiven Beherrschung der Grundfunktionen lediglich die Hoffnung, dass das schon irgendwie gutgehen wird.

    Woras und Audiowerks Einwand gilt im Übrigen in Zeiten unbegrenzter Speicherfähigkeit mehr denn je: manchmal kann es geradezu erschreckend gut klingen wenn man für seine raffinierten, ausgefuchsten, in monatelanger Feinstarbeit akribisch zurechtgebastelten Spezialeinstellungen erst einmal den Bypassschalter gefunden hat.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Beschallung von Mehrzweckhalle - reicht meine EV-PA ?

    • billbo
    • 18. Juni 2010 um 10:56
    Zitat

    ... Hätte ich noch was an PA rumstehen, würde ich dies selbstverständlich nur um der vernünftigen Durchführung willen ja GRATIS hinstellen...
    ... Für mich ist das ganze ein Hobby und kein Broterwerb...
    ... Wäre es mein Broterwerb, so würde dort ausreichend Holz stehen... auch für Lau wenns sein muß...


    Entschuldigung: weil etwas Dein Hobby ist betreibst Du das aus Kostengründen so, dass es auf gar keinen Fall Spaß machen kann? Wenn Du hingegen damit Geld verdienen müsstest würdest Du es auch für lau machen?
    Klingt jetzt aber, sag ich mal, doch nach einer etwas ungewöhnlichen Herangehensweise? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 16. Juni 2010 um 22:43

    Mein Senf zu dieser Problematik ('Dauerbrenner' ist schon das richtige Wort):
    Wie sich auch schon an den Beiträgen verschiedener Kollegen zeigt – es wird auch weiterhin so viele verschiedene Vorgehensweisen geben wie es verschiedene Digitalpulte und verschiedene Festivalsituationen gibt.
    Festival ist ja heute irgendwie alles; von RaR bis zum Betriebsfest mit Partykapelle und Stargast im Bierzelt auf dem Firmenparkplatz. Und die wenigsten unter den hier lesenden und schreibenden Tonkollegen werden ausschließlich in der Größenordnung ‚internationale Agentur, Major Event, Major Production Company, internationaler Topact, Bühnengröße ab 400 Quadratmeter aufwärts‘ tätig sein.

    Persönlich bin ich in den letzten Jahren sehr viel als bandbegleitender Tourtonmann unterwegs; mit Acts, die in Abhängigkeit von Szene und Land in sehr unterschiedlichen Größenordnungen spielen. Heute Coheadliner vor 30.000, morgen 'unter ferner liefen' im Tagesprogramm auf irgendeiner Nebenbühne, übermorgen Füllergig im rechteckigen schwarzen 10x 15m – Betonloch. Zwischendrin noch ein besseres Stadtfest im osteuropäischen Schwarzmeerbadeort, für den sich im Voraus überhaupt gar nichts verbindlich klären lässt. Und ganz am Ende Top Act auf dem kleineren Alternative – Festival mit voraussehbaren Technik – und Budgetproblemen („da müsst Ihr durch, die Gage ist dafür ganz okay“).
    Nehmen wir mal an es gäbe bei allen fünf Gigs tatsächlich das gleiche Pult, sowohl in den Vorabinformationen als auch in echt auf der Baustelle am Tag des Geschehens; meinetwegen M7 als kleinsten gemeinsamen Nenner. Und ich hätte ein schönes, erprobtes File dafür. Sogar am Mann und nicht im zur Zeit noch überfälligen Fluggepäck/ im Nightliner, der grad' mal eben in die Werkstatt musste/ im Dressingroomcontainer, dessen Schlüssel der Musiker leider aus Versehen mit zum Dayroom genommen hat.

    Topact Alternativfestival (am besten gar noch mit mittäglichem Soundcheck kurz vor Doors Open)?
    Die Sache ist klar. Mein File ist Gesetz. Das Patching muss der Örtliche hin kriegen, egal wie; und heute Nacht genau so noch mal. Auch wenn für 'Umpatchen' eigentlich gar kein Personal vorgesehen war...
    Stadtfest Ost?
    Das Leben ist schön und das Wetter auch, die Bühne ordentlich und mit Strandblick, die Leute freundlich, das Catering etwas seltsam, aber üppig. Klasse. Aber ach, ein Wermutstropfen: „Monitorpult hatten wir hier noch nie"... ? Ja, und nu? Also hoffen dass zumindest das Patching klappt. File rein, und gleich wieder zur Hälfte canceln. Der Drummer hasst Noise Gates. Die Sache mit den Gesangskompressoren wird so auf der Bühne nichts werden. Schnell noch einen Extrakanal für Monitor Lead Vocals gebastelt. Die Intro – und Effektreturns zum Monitorpult werden nicht gebraucht. Dafür mal eben 7 Wege von vorne; auf Handzeichen der Backliner (Intercom gibt’s auch nicht, wofür auch, ohne Monitorplatz) beim Blitzlinecheck mehr schlecht als recht hingedreht. Später, während der Show, wird der Backliner dann lernen wie weit der Weg durch eine drängelnde Menschenmasse von der Bühne zum FOH und zurück sein kann. Aber wenigstens stimmt die Kanalbeschriftung auf dem Bildschirm schon mal.
    Füllergig im Betonloch?
    Wider Erwarten pünktlich vor Ort, ordentliche Technik, der Örtliche hat sogar ein Monitorpult nebst Bediener zugemietet. Also File rein und los? Im Prinzip schon; aber danach erst mal zurück auf Start. All das, was ich mir während der letzten Open Airs sorgfältig und liebevoll zurechtgebastelt habe wird hier drin so ganz gewiss nicht funktionieren. Kompressoren kann ich in der Höllenakustik weitgehend vergessen, Effekte sowieso. Dafür Lowcuts auf Anschlag und Hardcoregating. Snare, Becken und Bass kommen von der Bühne, und zwar reichlich; weg damit. Was die Vorgruppen des 'Minifestivals' mit meinem File anstellen ist mir völlig schnuppe; nachher mit (hoffentlich!) proppevollem Saal muss eh alles neu.
    Tagesprogramm Nebenbühne?
    Die Changeoverzeit vergeht für Gewusel auf der viel zu kleinen Spielfläche; mangels personeller Ausstattung so früh am Morgen wuselt der Frontplatzbetreuer dort mit. Eigenes File rein? Nix da; die letzte Band klang doch ganz ordentlich :roll:. Spielzeit 35 Minuten; die Songs mit den Spezialeffekten sind sowieso gestrichen. Die Backline ist nicht die gewohnte, sondern irgendwas örtliches. 5 Sekunden Linecheck pro Kanal vom bestehenden Festivalsetup aus, und los geht's; ab dem zweiten Song klingt’s anständig. Ist ja auch gleich schon wieder vorbei.
    Coheadliner im R&R – Paradies?
    Super. Ich lade, Ihr patcht und baut um, und ab dafür. Leider gibt’s noch ein kleines Problem: der topwichtige Mischer des Hauptacts BESTEHT darauf, dass auf sein Pult kein fremdes Setup geladen wird. Kann er auch, denn es ist seines; er hat es gelockt und ist zum Essen im Nobelhotel verschwunden; die Produktionsfirma der Hauptband führt praktischerweise gleich das ganze Festival durch. Alternativ gibt’s noch das Vorgruppen - LS9 ganz hinten im FOH – Zelt, ist aber leider schon abgekabelt.
    Krieg? Eigentlich schon; mal sehen, wie war das bei diesem Teil noch mal genau mit dem Factory Reset? Hmm. Und wenn’s doch nicht so war? Okay, mit Blick auf die verfügbaren Truppenstärken wird’s diesmal ausnahmsweise doch kein Krieg, sondern das Hauptactsetup. Schöne Gelegenheit mal zu schauen, mit welchen kleinen Geheimnissen die Konkurrenz so arbeitet :twisted: .

    Es bleibt schwierig, und Flexibilität ist Trumpf; Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen und Begebenheiten rein zufällig. Im wirklichen Leben ist es natürlich nicht ganz so einfach wie beschrieben. Denn da stehen dann an 5 Tagen 5 unterschiedliche Digitalpulte.

    Preisfrage zum Schluss: Wer hat für alle seine festen und Gelegenheitsbands für wie viele Pulte wirklich gut ausgearbeitete Showfiles?
    Ich lege mal vor:
    M7 – klar.
    PM5D – ja. Okay, nicht für alle...
    LS9 – hm, na ja.
    Das D5 vor ein paar Wochen wollte meinen USB – Stick nicht.
    Und aus :oops: .
    Halt, da war ja noch diese SD8 Session. Obwohl – an dem Tag war ich SO schlecht; da fange ich wenn es irgend geht beim nächsten Mal doch lieber noch mal von vorne an.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Neues Projekt für Elektrofreaks...

    • billbo
    • 16. Juni 2010 um 21:07

    Okay, rechnen wir ruhig weiter.
    143dB peak – das muss dann schon ein sehr anständiges Subbassstack sein; Interferenzverluste (ganz so ideal addiert sich das da unten halt nicht) haben wir dabei nicht berücksichtigt. Wir ziehen 3dB Powercompression ab und denken uns pausenlose, extrem komprimierte Brutalo - Dauerbeschallung mit lediglich 6dB Crestfaktor; dann liegen wir bei 134dB.
    Für die Ermittlung zulässiger Grenzwerte wegen potentieller Gehörgefährdung durch Lärm bewertet unsere Messeinrichtung mit dB/A statt dB/C; das macht bei 50Hz knappe 30(!) dB weniger.
    Das Publikum wird sich nicht dauerhaft 1m vor dem Stack aufhalten (manche versuchen’s doch, das siehst Du nach der Veranstaltung dann an den Mageninhaltslachen direkt daneben), sondern in 2, 4, 8, 16, 32 oder noch mehr Metern Entfernung. Und schon bist Du, wenn Du mal die gängigen 99 oder 100 dB/A leq heranziehts, im dunkelgrünen Bereich; selbst wenn sich der Plattenabspielkünstler noch so sehr ins Zeug legt.

    (Ich hab‘ das jetzt so Pi mal Daumen durchgerechnet, hoffentlich ohne gröbere Schnitzer :roll: )

    Die Gründe für Hörschäden liegen ein paar Oktaven weiter oben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Neues Projekt für Elektrofreaks...

    • billbo
    • 16. Juni 2010 um 13:09
    Zitat

    Oder habe ich mit den maximalen Lautstärken etwas falsch verstanden?

    Ganz offensichtlich ja.

    Definiere „Maximale Lautstärke“.

    Mache Dich kundig über:
    - den Unterschied von Spitzenschalldruck und mittlerem Schallpegel
    - A – Bewertung (maßgeblich für Schutz vor Gehörschäden)
    - C – Bewertung (u. U. maßgeblich für Lärmemissionsschutz)
    - Schalldruckabnahme in Abhängigkeit zur Entfernung von der Quelle
    - Herstellerangaben über erreichbare Dauer – oder Spitzenschalldrücke (in Halbraum oder Vollraum) von Bassboxen

    Du wirst feststellen: sofern man es drauf anlegt und/oder es schön findet und/oder dafür bezahlt wird darf man im Tiefbassbereich, so lange wie sich niemand dabei gestört fühlt, vollkommen gesetzes – bzw. regelkonform erstaunlich viel Unsinn anstellen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. Juni 2010 um 12:18

    Gilt m. W. aber erst mal für eine ca. vierwöchige Probezeit.

  • Adamson Line Array bei Ebay

    • billbo
    • 11. Juni 2010 um 01:41

    Dann noch mal mit aller Vorsicht:

    Sicherlich ist mit dem Kram alles in bester Ordnung. Lediglich Dein Posting hier ist so formuliert, dass die Gefahr von Missverständnissen von vornherein prinzipiell nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist. Man könnte, rein hypothetisch, folgendes herauslesen:

    Da hat also ein Firmenchef kurz vor der Pleite – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - privat eine Kleinigkeit veräußert. Warum auch nicht, der kluge Mann baut vor. Wäre sonst ja auch schade um die schönen Sachen. Zum Glück gibt’s da einen hilfsbereiten Onkel, der sich zwar mit Internet und so Kram nicht so auskennt, dafür aber Linearrays toll findet. Der springt fürs Erste ein.
    Trotzdem – das Zeug muss letztendlich irgendwie weg. Den infrage kommenden größeren potentiellen Abnehmern im näheren Rechts – und Wirtschaftsumfeld ist die Angelegenheit nicht ganz geheuer. Die zieren sich bzw. fordern einen unangemessen hohen Risikoabschlag. Was also tun?
    Zum Glück ist die Welt groß, und das www. erst recht. Was liegt da näher, als es alternativ mal über ein international agierendes Internetversteigerungshaus zu versuchen? Da verschachert schließlich die halbe Welt regelmäßig, steuerfrei und ungestraft ganz privat ihre Dachboden – und sonstigen Zufallsfunde. Einer mehr oder weniger macht den Kohl da nicht fett.

    Wie gesagt – sicherlich ist das alles ganz anders und rechtlich sowieso in allerbester Ordnung. Du musst allerdings damit rechnen, dass sich aufgrund derart unglücklicher Formulierungen durchaus auch mal echtes Interesse von echten Profis einstellen kann. Die Jungs von der SOKO Wirtschafts – und Steuerstrafrecht kennen sich im Internet deutlich besser aus als der Onkel, und googeln können die auch. Die interessieren sich zwar (noch) nicht für die Einnahmen aus der Versteigerung von Omas altem Küchenradio oder Enkels auf dem Dachboden gefundenen i-Pod. Aber das Interesse an privaten Versteigerungen von typisch gewerblichen Wirtschaftsgütern wächst dort auch heute schon exponentiell mit der Zahl der Nullen, die beim Versteigerungsgut vor dem Komma stehen.

    Nichts für ungut; und mit Rumänien/ Deutschland/ Russland/ Türkei hat das überhaupt nichts zu tun. In Sibiu hab' ich schon mal gearbeitet: freundliche Menschen, nette Kollegen, leckeres Essen. Nichts zu meckern.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Adamson Line Array bei Ebay

    • billbo
    • 10. Juni 2010 um 21:14
    Zitat

    Die Anlage kann :shock: auch per Firma verkauft werden, dazu kommen aber noch Mwst.

    Guten Tag, Steuerfahndung, BillBo mein Name.

    Zitat

    Die Anlage wurde privat :shock: von dem Inhaber einer Firma :shock: (bevor diese im Faliment :shock: stand...) an meinem Onkel :shock: verkauft.

    :lol: Ja; das ist ja prima, dass das noch so gerade rechtzeitig geklappt hat.

    Und über irgendwelche Besonderheiten des Rumänisches Insolvenz -/ Konkursrechts sollten wir uns hier wirklich keinen unnötig trübsinnigen Gedanken hingeben. Aus den Augen, aus dem Sinn. Die EU ist groß. Das Leben geht weiter.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Hochtonschutz

    • billbo
    • 9. Juni 2010 um 23:10
    Zitat

    Die äußert sich darin, dass z. Bsp. eine Sinuskurve jedes mal beim Nulldurchgang genau in diesem Bereich ein wenig verzerrt wird ...

    Dann darfst Du eben nur noch in Stellung ‚alles auf 11‘ hören. Da ist das mit dem Klirrfaktor prozentual gesehen dann nicht mehr so tragisch. :D

    Ernsthafte Überlegung: für PTC trifft das nicht zu, weil es dort keine P/N – Übergänge gibt; das Material ist homogen.
    Ich gebe zu dass das stochern im Nebel ist. Aber es taugt vielleicht als Anregung für weitere Nachforschungen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Generaldiskussion Lärm

    • billbo
    • 9. Juni 2010 um 22:42
    Zitat

    120 dB Leq? :shock:

    Gibt es da eine Untersuchung, die das belegt? Ist die sogar veröffentlicht?

    Zumindest individuell empirisch ermittelt. :?
    Ich hatte das (in jetzt schon ein wenig länger zurückliegenden Jahren) regelmäßig.
    Also, eigentlich eher täglich. :roll:
    Und ich hör' noch was.

    Es ist schon ganz gut so wie's heute geregelt ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EV TOUR-X TX2181

    • billbo
    • 8. Juni 2010 um 23:32

    Jetzt kommt schon wieder einer mit ‚schnellem Bass‘ daher :roll:
    Entschuldigung.

    Jens, wir sind uns ziemlich einig was die Einschätzung der Problematik von Resonatorgehäusen – egal welcher Bauart - angeht. Impulstreue und deren Bedeutung für präzise Abbildung des zu wandelnden Signals sind auch mir ein Begriff. Und ja, Basshörner sind daher tonal allen anderen Versuchen vorzuziehen.
    Mich stört die Behauptung, dass elektronisch erzeugte Signale/ Tonfolgen/ Frequenzgemische eine höherwertige Anforderung an die Impulstreue des Wandlers stellten als die naturgetreue Wiedergabe von Geräuschen aus der realen Welt.
    Dein angeführtes Schwingungspaketsignal ist ohne Frage ein gutes Beispiel, wenngleich auch das nicht alleinige Sache des Tieftöners ist – das Überschwingen (die rechteckigen Knicke zu Anfang und Ende der Pause) übernimmt der Hochtöner. Aber Interferenzprodukte aus sich überlagernden, dabei sowohl ihre Frequenz als auch ihre Amplitude stetig (oder auch weniger stetig) ändernden Wellen ‚natürlicher‘ Herkunft stellen jeden Wandler vor genau das gleiche Problem: abrupte, sehr kurze und völlig unvermittelte Pegelsprünge, denen er folgen soll und es je nach Konstruktion allenfalls näherungsweise kann. Vergleiche mal ‚Überlagerung monochromatischer Wellen‘. Und stell Dir dabei nicht nur 2, sondern beliebig viele vor. Oder schaue Dir Rosa Rauschen, das natürlichste und zufälligste aller Signale, auf dem Scope an. Ohne dass überhaupt irgendetwas an – und abschwillt oder ein – und ausgeschaltet wird passieren da spektakuläre Dinge.
    Der Unterschied: beim Naturklang gibt es einen Konsens darüber, wie der klingen muss – denn man kennt den Klang des Originals und bewertet danach die Qualität der Reproduktion.
    Der Elektroklang darf als Kunstprodukt dagegen klingen wie er will – erlaubt ist, was gefällt, Vergleich mit Original nicht möglich. Der eine findet „Pffuuummppp“ toll, der andere „Fupp“. Was der Erzeuger toll fand ist nicht bekannt. Wer weiß, vielleicht dachte der ja an die Anregung von Resonatoren?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EV TOUR-X TX2181

    • billbo
    • 8. Juni 2010 um 13:40

    Nein. Die (nur theoretisch) unendlich steile Rechteckflanke selbst ist der abrupteste aller denkbaren ‚Signalvorgänge‘; auch Dein Burst ist davon nur eine entschärfte Version. Ob die elektronisch oder sonst wie erzeugt wird ist egal. Und dem Basslautsprecher sowieso, denn der bekommt davon nur ein gemütlich integriertes Teilstück ab.

    Seufz.

    Ich habe in der Werkstatt gerade ein prächtiges altes analoges Tektronix – Speicheroszilloskop restauriert. Mit einstellbarem Hoch – und Tiefpass fürs Messsignal. Daran lässt sich wunderbar anschaulich darstellen was mit dem schnellsten aller möglichen Signale passiert, wenn es denn erst mal einen geeigneten Integrator durchlaufen hat.
    Und der, Tiefpass genannt, sitzt halt auch vor Deinem Basslautsprecher. (Ein Breitbandlautsprecher dagegen übernimmt diese Funktion in Verbindung mit der ihn antreibenden Elektronik bei Bedarf selbst).

    Vergiss es :D. Du bist nicht schneller als (fast) unendlich schnell.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • EV TOUR-X TX2181

    • billbo
    • 8. Juni 2010 um 11:47
    Zitat

    (ist aber dann doch wohl die Mathe (nicht so sehr die Physik) mit der unzureichenden, will infiniten, Fourier-Reihe die uns den Strich durch Die Rechnung macht beim Rechteck...

    Nein. In der Praxis ist es das Vorhandensein von Kapazitäten, Induktivitäten und P/N – Übergängen in realen Verstärkerschaltungen. Die sind genau deshalb nämlich eben nicht infinit.

    Zitat

    ... kann ein elektronsich erzeugtes Signal fast beliebig schnell ein- und ausgeschaltet werden ...

    Zitat

    Insebsondere bei elektronmsicher Musik mit steilen Amplitudenflanken macht sich das dann bemerkbar

    Zitat

    Daher sind diese Signale potentiell schneller als ein akustisch erzeugter Ton.

    Wenn Du Dein Signal 50 mal in der Sekunde ein und ausschaltest ist das (im ungünstigsten Fall) nichts weiter als ein 50Hz Rechteck. Steilere „Amplitudenflanke“ geht nicht. Was bedeutet das Deiner Meinung nach für den Basslautsprecher? Anders gefragt: was muss der jetzt anders machen als bei der Übertragung eines ‚Kontra G‘ (okay, das sind 49Hz...) aus einer Orgelpfeife?
    Die Antwort: nichts. Für den ist beides genau gleich ‚schnell‘ oder ‚langsam‘. Er schwingt mit 50 Hz. So lange bis Du aufhörst ein – und auszuschalten oder ich aufhöre Orgel zu spielen. Dann wumpert er – je nach Ein – und Ausschwingverhalten der Boxenkonstruktion – noch ein wenig nach. Leider. Und das hat nicht das Geringste mit irgendwelchen geheimnisvollen ‚schnellen‘ Basssignalen von elektronischer Musik zu tun. Die gibt es einfach nicht; außer in tausendfach nachgeplapperten, falsch oder gar nicht verstandenen Reklamebehauptungen einiger selbsternannter Szenegurus.

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    23. September 2026 um 10:30
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