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Beiträge von billbo

  • Musikalisches Live Mischen

    • billbo
    • 11. Dezember 2014 um 13:34
    Zitat

    ... Vermeidungsstrategien, da man den Raum in der Regel nicht ändern kann:
    - richtige Mikrofonauswahl, also u.U. Typen, die den Naheffekt kompensieren ...

    Das ist meiner Meinung nach in Bezug auf die Rückkopplungsproblematik nicht konsequent zu Ende gedacht.
    Wenn ich für eine 'lineare' Übertragung 6 oder 12 dB Naheffekt am Kanal – EQ kompensieren "muss" bedeutet das nichts anderes, als dass ich in diesem (im Livebetrieb wg. Raumresonanzen und schlechten Lautsprecherrichtcharakteristiken nicht selten entscheidenden) Frequenzbereich 6 oder 12 dB GbF quasi gratis dazu bekomme. Es sei denn, das Resonanzproblem ist nicht in der Übertragungsstrecke begründet, sondern in den Eigenschaften der Quelle selbst; das ist dann aber wieder ein ganz anderes Thema.
    In unserer gängigen Praxis der Extremnahmikrofonierung bei gleichzeitig hohen Verstärkungsfaktoren und ungünstigen Raumakustiken kann der Naheffekt (klangliche Aspekte außeracht gelassen) durchaus eine wichtige 'Bank' sein!

    Offenbar besteht ein gewisser Konsens in der Auffassung, dass gutes Livemischen (gut im Sinne von möglichst konstant zumindest annehmbare Ergebnisse abliefern) in der Praxis zu vielleicht 10% mit kreativer Arbeit an der Kunst zu tun hat. Und zu 90% mit kreativer Arbeit an den Widrigkeiten der Umstände: miesen Akustiken, miesen Live - Arrangements, unzureichender Technik, Zeitmangel, Tagesformschwankungen der Künstler, usw. usw. Nebenbei ist das übrigens weitgehend Ligen – unabhängig; das Abmischen eines Haufens unzweifelhaft angetrunkener, lustlos aneinander vorbei dudelnder Ex – Rockstars kann in halliger Arenaakustik genau so wenig Spaß machen wie im dröhnigen, quadratischen, halbleeren 500er Betonclub. :wink:

    Ein Aspekt fehlt da m. E. bisher noch: nicht nur Künstler/ Musiker haben Formschwankungen, sondern auch ganz normale Menschen. Wie z.B. Livetonler. Jeder von uns.
    Ich habe am selben Ort, mit der selben Technik und der selben Band (und vom selben Startfile aus :lol: ) durchaus schon mal einen Abend lang ein brilliantes Ergebnis abgeliefert. Und am anderen Abend ein, ähm, ausgesprochen weniger brilliantes. Und ich erlebe Tage, da kann ich problemlos und unbeeindruckt stundenlang am Stück einen lärmigen Programmpunkt nach dem anderen sauber abarbeiten – aber auch solche, an denen mir Lautstärke, Akustik, Programm, Publikum, sonstige Stressfaktoren bereits nach einer halben oder dreiviertel Stunde dergestalt auf die Nerven (und damit eben auch aufs subjektive Hörempfinden!) gehen, dass korrekte oder gar musikalische Mischarbeit dann kaum noch bzw. nur noch unter bewusster Zuhilfenahme von Erfahrungswerten möglich ist.
    Wenn also EQ – Einstellungen u. ä. nach einiger Zeit (oder z.B. auf Tour nach einigen Tagen) immer extremer von der Nullinie bzw. von gewohnten Erfahrungswerten abzuweichen beginnen lohnt es sich zumindest in Erwägung zu ziehen, dass die Ursachen dafür nicht unbedingt nur in den bösen Umständen vor Ort zu suchen sein müssen, sondern durchaus auch etwas mit den Schwächen des ganz persönlichen Wahrnehmungsapparates zu tun haben könnten.
    Eine gute Übung in diesem Zusammenhang: sich während laufender Show mal (mit der Maßgabe möglichst wenig zu ändern) für ein paar Minuten von einem Kollegen vertreten lassen. Klo, Kaffee, 200m durch die Nachtluft spazieren. Danach zurück in die Halle - um dort mit ungläubigem Erstaunen festzustellen, was man da in der letzten Stunde akustisch so alles angerichtet hat.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Musikalisches Live Mischen

    • billbo
    • 8. Dezember 2014 um 22:54

    Einen guten FOHler zeichnet aus, dass er
    a) eine einigermaßen präzise Vorstellung davon hat, wie es klingen soll;
    b) akzeptiert und versteht, dass und warum das nicht funktioniert; und daraufhin
    c) innerlich fluchend, aber äußerlich gelassen im Handumdrehen einen erfolgverheißenden Plan B aus dem Hut zaubern kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 30 kg Topteilchen - Welches Stativ?

    • billbo
    • 1. November 2014 um 14:35

    Die Thomann Dinger sind sicher eine Art Kopie, aber eine Nummer größer/ schwerer/ länger. Die Schnecke ist (bei unseren) aus Metall; bevor ich so was ernsthaft einsetze schaue ich mir das mechanisch so genau wie möglich an.
    Dennoch würde ich die angegebenen 50 Kilo nur ungern ausreizen - muss ich aber auch nicht. Und sie sind so preiswert, dass ein bisschen Spare (im Lager oder auch auf dem Auto) nicht schmerzt. Bislang zum Glück noch nicht notwendig.
    Als potentiell problematisch sehe ich bei solchen Konstruktionen eher die Vernietung der Dreibeinstreben. Die muss man kritisch im Auge behalten; bei (sehr viel älteren) K&Ms geben/ gaben die schon mal auf. Und das ist bei einem hohen Stative dann natürich u. U. fatal. Also lieber früher als später den Niet durch eine passende 8.8er Maschinenschraube + Stopmutter ersetzen, oder aber das Teil gleich ganz ausmustern. Letzteres tut bei dem Anschaffungspreis dann auch nicht gar zu übermäßig weh.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 30 kg Topteilchen - Welches Stativ?

    • billbo
    • 1. November 2014 um 12:37
    Zitat

    Ich hab vom grossen T eins, das optisch dem k&m sehr nahe kommt. War preiswert, ist sehr robust aber auch schwer.

    Vermutlich meint Zegi dieses hier: Millenium BLS-2700

    Funktioniert nach ein wenig 'nacharbeiten' in der Bastelwerkstatt (es fehlt z. B. eine Unterlegscheibe zwischen Kurbel und Rändelmutter :? ) unauffällig und problemlos. Ist kein Alu, sondern Stahl; netto also satt über 10 Kilo Eigengewicht. Ordentlich großer Dreibeinradius. Erfreulich preiswert. Angegeben mit 50 Kilo Belastbarkeit; wir nutzen es bis ca. 30 Kilo, seit min. 5 Jahren ohne Ausfälle.
    Und ganz, ganz wichtig: man bekommt das Top damit nicht nur alibimäßig mal so gerade eben ein bisschen über Ohrhöhe, sondern in einen Bereich, ab dem man tatsächlich auch schon mal das Wort 'Beschallung' in den Mund nehmen kann, ohne dabei gleich rot werden zu müssen.
    In der Summe seiner Eigenschaften (Gewichtsklasse/ Robustheit/ Funktionalität/ Preis) kenne ich tatsächlich kaum was Vergleichbares.
    Nachteile: die schon angesprochene Grundhöhe. Kein ausziebares Dreibeinelement, funktioniert also nur auf ebenem Untergrund.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • QU16/24/32/QU5/6/7/D Erfahrungen, Fragen, Tipps/Tricks

    • billbo
    • 29. Oktober 2014 um 17:35

    Ausgerechnet in unserer, nun ja, "Branche" sollte der Begriff Case-in-Case doch nicht gänzlich unbekannt sein?
    Das Ding gehört bewegungssicher in einen stabilen Karton. Dieser Karton gehört (mit 5-10cm kräftig zusammengeknülltem Zeitungspapier o. ä. ringsum! als Polstermaterial) in einen größeren stabilen Karton. Ohne Wenn und Aber. So oder ähnlich werden solche Geräte neu ausgeliefert, und die Hersteller wissen auch genau warum.
    Wäre ich Paketzusteller, würde ich bei etwaigen Reklamationsversuchen in jedem anderen Fall einfach nur müde lächeln...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • QU16/24/32/QU5/6/7/D Erfahrungen, Fragen, Tipps/Tricks

    • billbo
    • 28. Oktober 2014 um 22:12

    Jepp - das Abschalten der erwähnten Kopplung von Kanalwahl und Abhörmimik, nicht das Abschalten des Abhörweges an sich.
    Genauigkeit in der Ausdrucksweise ist leider mitunter eine schwierige Kunst... :roll: :wink:

  • QU16/24/32/QU5/6/7/D Erfahrungen, Fragen, Tipps/Tricks

    • billbo
    • 28. Oktober 2014 um 20:35
    Zitat

    Dann ist es natürlich auch sinnvoll die Abhörmimik gleichzeitig zum gewählten Kanal zu schalten.

    Bleibt zu ergänzen: noch wichtiger ist eigentlich, dass man das auch abschalten kann. Gerade beim Monitormix möchte man ja auch gerne mal die Auswirkungen der Kanaländerungen für den jeweiligen Mix abhören, und nicht nur den Kanal selbst. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 28. Oktober 2014 um 20:29

    Oh, ein Borusse! Dacht ich's mir doch... :D

  • GaffGun

    • billbo
    • 28. Oktober 2014 um 11:45

    Und wie funktioniert das beim Wiederaufrollen?

  • Midas XL3

    • billbo
    • 23. Oktober 2014 um 13:26

    Erwischt! Aber es waren die, von denen man vor 35++ Jahren zumindest mal träumen durfte.
    Von den 'anderen' kannte man ja nicht mal den Namen... (und von Midas eigentlich auch nicht :roll: ).
    Realität war dagegen ein defektes, eierndes goldenes Echolette - Bandecho. Vielleicht daher der Hang zum Purismus? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    edit: von Yammi gab's REV1. Hatte ich sogar mal 8). Kostete damals so viel wie heute ein kompletter Edel - Frontplatz...

  • Midas XL3

    • billbo
    • 23. Oktober 2014 um 11:51

    :oops: Mea culpa! Natürlich vergaß ich, dass hier komplett latenz- und wandlerartefaktfreie Zone ist.
    Also RE-301, BX 5 (Vorsicht – während des Betriebs nicht ans Rack stoßen, oder vorher unbedingt Returns muten), TAM 19, Copicat. Plus Lautsprecher/ Stereomikro im Keller bzw. Treppenhaus des VA- Ortes. Einverstanden?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Midas XL3

    • billbo
    • 22. Oktober 2014 um 20:00
    Zitat

    ... und gute Effektgeräte (wirklich gute Effektgeräte) ...

    Du meinst doch nicht etwa PCM90 ohne bratzelnde Wandler oder SPX990 mit funktionierenden Scrollrädchen, oder so was? Ganz schön dreist! :shock:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Bestückung Frequency cards BSS FDS-360 Frequenzweiche

    • billbo
    • 22. Oktober 2014 um 11:35

    3 Sek. Google:
    http://bssaudio.com/product_downlo…0filterdata.pdf

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Neues Shure Inear System PSM 300

    • billbo
    • 21. Oktober 2014 um 14:33

    Gutes Ding!
    Aber ist 'Reichweite: bis zu 90 Millimeter' nicht ein wenig sehr konservativ angegeben? Es gibt ja auch jüngere Musiker, die sich auf der Bühne noch ein bisschen bewegen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Midas XL3

    • billbo
    • 21. Oktober 2014 um 14:26
    Zitat

    ... meine OH-kondensatormikros lieferten über dieses pult ein seltsames sirren, ...

    Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass andere Condenser über die selben Kanäle am selben Ort kein seltsames Sirren lieferten...
    Offenbar sind/ waren Exoten aus Kidderminster und Tokio nicht unter allen Betriebsumständen immer 100%ig kompatibel. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Midas XL3

    • billbo
    • 20. Oktober 2014 um 11:02
    Zitat

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage auf was ist bei dem Pult zu achten?

    Nicht zu weit nach vorn auf die Gabel - sonst kippt der Stapler um.
    Ansonsten: feinste Technik aus den 80ern des letzten Jahrhunderts. 'Wert' leider nur noch unter musealen Aspekten bezifferbar.
    Brauchst du vielleicht noch eins? :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 18. Oktober 2014 um 09:44
    Zitat

    -sucht jetzt nach Möglichkeiten, wie er die gewünschte Ausrichtung am einfachsten, sichersten, schönsten, leichtesten.......... umsetzen kann

    Nun ja – eigentlich sind diese Fragen inzwischen von unterschiedlichster Seite beleuchtet und auch ganz konkret beantwortet worden: links und rechts Kisten stapeln ist Murks*. Um mit diesem Lautsprechersystem im mobilen Einsatz Hallen ohne nach hinten ansteigende Ränge fachgerecht einigermaßen gleichmäßig beschallen zu können braucht es entweder Gabellifte der 200-250 Kilo Klasse, oder besser – sofern nicht geflogen werden kann - gleich ein ordentliches Ground Support. Genau dafür ist das System ausgelegt; es nutzt nichts sich die Sache schön reden zu wollen, nur weil die Kisten in diesem Fall braun sind.
    Etwas überspitzt ausgedrückt: die angesprochenen/ gewünschten 3-4 dB mehr 'Wohlfühlperformance' machen in diesem Fall u. U. den Unterschied aus zwischen einem PKW/ Kombi– Job und dem gut gefüllten Siebenhalbtonner. Ob das sinnvoll und vertretbar ist muss letztendlich derjenige entscheiden, der die Angelegenheit wirtschaftlich stemmen soll.

    *Hab ich vor 30 Jahren mit damals schwer angesagten Kisten auch gemacht - und es war auch damals schon Murks. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 17. Oktober 2014 um 11:39
    Zitat

    Dies liegt natürlich auch daran dass viele davon als aktiv/self-powered System das gleiche Ampmodul mit geändertem Processing besitzen und somit einen Großteil der Leistung in tiefe Frequenzen schicken, die ich nicht brauche.

    Ist natürlich im Fullrangebetrieb (den du ja anstrebst) genau anders herum: dadurch, dass Wirkungsgrad/ akustische Leistungsfähigkeit des 15"s im unteren Frequenzbereich höher ist als die des (ansonsten identischen) 12"s brauchst du dort erheblich weniger Leistung für gleichen Output :wink:. Natürlich muss die sich daran anschließende Horn-/ Treiberkombination der Sache, insbesondere bezgl. unterer Grenzfrequenz, gewachsen sein.
    Aber jetzt sind wir tatsächlich schon ziemlich weit vom Eröffnungsthema entfernt...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 16. Oktober 2014 um 23:58
    Zitat

    Das stimmt nur bedingt und nur, wenn die Betonung auf dem Wort nominell liegt..

    Ja, war etwas unpräzise ausgedrückt. Vor dem inneren Auge hatte ich genau ein 3er Cluster 'Wide' sowie den überraschenden Gedankenblitz, dass in einem Datenblatt für das Konstrukt dann wohl 90°x 90° stünde. Und ja, Betonung auf nominell – dass z. B. die 'Abrisskanten' in den beiden unterschiedlichen Ebenen ein bisschen anders aussehen als die eines einzelnen Rundhornes ist klar; größere Schallwand wie erwähnt sowieso.

    Beim 15“er bin ich geneigt, Marco zuzustimmen. Wenn’s passt, warum nicht? Einige der besten Lautsprecher für den gemäßigten Fullrangebetrieb (also Sprache/ Musik ohne Subs), an die ich mich erinnere, hatten 15“ Treiber; Fachgespräche über Membrandurchmesser haben für mich daher immer so ein kleines Gschmäckle von Pro Audio - Latein. Eigentlich ist das eher was für Gitarristen.

    Und über die Vorteile des Subs Weglassens (wo das möglich ist) sind wir uns ja hier tatsächlich (und überraschender Weise) sogar einig. Ich mach' das regelmäßig, etwa wenn mir die Beschallung überdimensioniert für eine eher traditionelle 'Natursoundanwendung' vor kommt; aber auch z. B. bei Sidefills wenn ich weiß, dass da sowieso nur Gesang und ein bisschen Tickiticki von der Bassdrum drüber gehen werden.
    Allein der entgeisterte Gesichtsausdruck des einen oder anderen Bassboxenstaplerkönigs auf die Frage "Sag mal, kannst du mir einen Gefallen tun und die einfach ausschalten?" ist mir manchmal die Sache wert. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 15. Oktober 2014 um 20:11
    Zitat

    Hi Bilbo, alles gut, sorry, war vorher auch schlecht gelaunt :)

    Auch alles gut. :wink:

    Ich nutze solche Gelegenheiten einfach sehr gerne für die Proklamation meiner 'erfahrungsgestützten Beschallungs – Generalvermutung': das entscheidende und mit Abstand wichtigste Element für eine fachgerecht ausgeführte mobile Beschallung ist die Vorrichtung, mit der der Lautsprecher (hoffentlich) sinnvoll positioniert und ausgerichtet wird. Dann kommt erst mal ganz lange nichts. Dann kommt irgendwann der LS selbst. Dann kommt wieder ganz lange nichts. Und dann erst der ganze Rest.

    Ein Cluster aus 3 WiFo hat das gleiche nominelle Abstrahlverhalten wie eine einzelne 12XT (90°x90°) und würde in 5m Höhe ein ähnliches (im Bassbereich wegen größerer Schallwand besseres!) Ergebnis bei höherem möglichem Endschalldruck liefern. Aber der Aufwand, es ähnlich sinnvoll zu positionieren, ist vergleichsweise enorm – und der mögliche höhere Schalldruck wird bei dieser Anwendung (vermutlich) nicht mal ansatzweise benötigt.

    Klar sollte auch immer sein: auch bei L-Acoustics gelten all die schönen nominellen Abstrahlwinkel ausschließlich fürs MHT – Horn; darunter passiert, abhängig von der Gehäuse-/ Schallwandgröße, 'irgendwas'. Das sollte man sich bei solchen Betrachtungen immer mal wieder vor Augen führen.
    Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass in den Datenblättern dieses Herstellers nirgendwo Polardiagramme zu finden sind. Auch dort baut man also offenbar stattdessen ganz gerne lieber auf den Glauben der Anhängerschaft als auf deren Verständnis für physikalische Grundzusammenhänge.
    (Nur vorsichtshalber: fast alle Produkte dieses Herstellers/ außer D-Vdosc :roll: / gefallen mir, wenn ich’s als Tonler gelegentlich damit zu tun bekomme, mindestens unter klanglichen Aspekten wirklich gut.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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