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Beiträge von billbo

  • Gisen Audio FP10000Q

    • billbo
    • 14. Januar 2014 um 20:50
    Zitat

    Das Japan Beispiel wurde ja schon genannt. Wo waren die vor 30 Jahren, wo sind die heute?

    Im Prinzip gebe ich dir ja recht. Aber du solltest deine persönliche Zeitskala neu justieren.
    Vor 25-30 Jahren war Japan DAS Boomland Nr.1, mit wahnwitzigen Wachstumsraten und komplett überhitzter Konjunktur im Dauervollanschlagmodus. Als (West-) Tonler dort zu arbeiten war damals unglaublich; goldene Wasserhähne und schwarze Limo mit Chauffeur für jeden. Seither versuchen sie einigermaßen erfolglos, sich davon :D zu erholen:
    http://static4.businessinsider.com/image/520a0434…nikkeichart.png

    Hoffentlich kriegen die Chinesen das besser hin; ein ähnlicher Verlauf wäre (wg. der ungleich größeren Masse) für die Weltwirtschaft einigermaßen desaströs.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie hört ihr zu Hause Musik?

    • billbo
    • 13. Januar 2014 um 17:41
    Zitat

    Ist schon komisch oder? Fast jeder fängt den Job wegen der Musik (direkt oder indirekt an), aber verhältnismäßig viele hören mit dem Hören zuhause auf.

    Ganz so schlimm ist's in Wirklichkeit zum Glück noch nicht. Auch nach rd. 40 Jahren 'was mit Boxen machen' ist eine gewisse private Affinität zur Musik erhalten geblieben. Aber:
    - AUF GAR KEINEN FALL irgendwas mit tiefen, rhytmischen Bässen,
    - nichts mit verzerrten Gitarren :D ,
    - allerhöchstens 40dB/A leq. :lol:

    Erstaunlich, was dennoch für eine musikalische Bandbreite übrig bleibt. Das reicht von leichter Klassik über Bigbandjazz der 40er/ 50er bis hin zu nationaler und internationaler Schlager-/ Popmusik bis etwa Ende der 60er/ Anfang der 70er. Gerne auch Liedermacher quer durch alle Jahrzehnte, klassische Chöre oder Blasorchester, oder sonstige krude Spartenmusiken. Alles natürlich streng mono über das gerade favorisierte, mindestens 60 Jahre alte Röhrenradio meiner Wahl.
    An den Rockhelden meiner frühen und späteren Jugend habe ich mich dagegen inzwischen sattgehört. Das geht, ausnahmsweise mal und incl. mitsingen :D , allenfalls noch dezent angeschickert in entsprechender, ausgewählter Gesellschaft.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie hört ihr zu Hause Musik?

    • billbo
    • 13. Januar 2014 um 13:47

    Musik :shock: ? Zuhause :shock: ? Um Himmels Willen! :shock:

  • NAMM 2014 - Neue Midas Console

    • billbo
    • 13. Januar 2014 um 13:37
    Zitat

    Bleibt nur noch eins übrig: China Zeugs kaufen und laut Bilbo wie Maler Müller gute Arbeit abliefern.

    Nicht ganz richtig.
    Malermeister Müller wird sich sein Werkzeug sehr sorgfältig aussuchen. Denn er weiß, dass er für gute Arbeit sich auf selbige konzentrieren können muss und deshalb dabei keine Zeit hat, sich mit den potentiellen Tücken des Eineuroneunundneunzig - Plastikquasts aus dem Baumarkt rumzuärgern.

    Richtig ist aber dass ich mir kaum eine Branche vorstellen kann, in der eine derart manische Fixierung auf das jeweils stets neueste/ schickste/ teuerste/ labelkompatibelste Arbeitsmittel zelebriert wird, wie dies in unserer teilweise der Fall ist. Selbst die gerne mal bespöttelten Künstler sind uns in dieser Beziehung oft haushoch überlegen. Die einmal für gut befundene Lieblingsgitarre hat vergleichsweise gute Chancen, auch in 30 Jahren noch jeden Abend Lieblingsgitarre zu sein.

    Kein Wunder also wenn alle Material- und Labeljunkies ständig jammern, dass netto nie etwas übrig bleibt.

    Zitat

    Meiner Meinung sollte es in diesem Forum aber doch darum gehen, was aus der Sicht des Anwenders bzw. Dienstleisters wünschenswert und sinnvoll ist. Und eigentlich sollten die Hersteller das auch im Auge behalten.

    Wir hatten ähnliches schon mal in einem anderen Kontext: der Anwender 'Verleiher/ Vermieter' ist eher der natürliche Gegner des Herstellers/ Verkäufers als dessen Partner. Denn letzterer verkauft natürlich viel lieber 10 Mischpulte an 10 unterschiedliche Festinstallationsbetreiber als ein Mischpult an einen 'Verleiher', der es dann abwechselnd in 10 unterschiedlichen Locations ohne Festinstallation betreibt. :wink:

    Mit freuindlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 12. Januar 2014 um 21:29
    Zitat

    Ich habe übrigens gerade ein PC-Konzept gefunden, wo man schön die Steckverbindungen sieht. (Hatte ich schon erwähnt, daß ich RJ45 für in etwa so toll wie Klinkenstecker finde? Dort wird sogar der Kühlkreislauf zu den Modulen geführt)
    http://www.razerzone.com/christine

    Na also! Geht doch! Da isser, allen Unkenrufen der phantasielosen, ewig gestrigen Skeptiker zum Trotz – der vollmodulare PC. Innovativ, revolutionär, zukunftsweisend, bahnbrechend; ein echtes Projekt von Technikfreaks für Technikfreaks.
    Die wirklich großen professionellen PC – Anwenderbuden (Banken, Versicherungen, Großkonzernbüros, öffentliche Verwaltungen, usw. usw.) werden auf jeden Fall jubeln. Weg mit den langweiligen Fertigprodukten; endlich ein Konzept, mit dem sich jeder Anwendungsfall im Voraus ganz individuell vorkonfigurieren lässt. Und ganz nebenbei das langersehnte Ende der Absatzkrise im Profi - PC – Bereich!

    Okay. Für eine Stunde arbeiten mit dem PC muss man jetzt 10 Stunden konfigurieren, testen, in Internetforen nach Lösungen suchen, den Herstellersupport kontaktieren, über mögliche Anwenderfehler, Ausbaustufen und Updates diskutieren, dem Sachbearbeiter an seinem PC-Arbeitsplatz die Vorzüge und möglichen Fallstricke der allerneuesten Konfiguration darlegen. So what? Peanuts!
    Gibt’s eigentlich schon einen Straßenpreis? Mein Tipp: in größtmöglicher Ausbaustufe so ca. das drei- bis fünffache dessen, was man für einen topp ausgestatteten Hochleistungs-Gamer-PC mit allerneuestem Megachipsatz und Monstergrafikkarte im langweiligen grauen Standardtower von der Stange hinlegen muss. Anders gesagt: fürs gleiche Geld bekäme man den top-pf-the-line Gamer-PC; dazu einen komfortabel ausgestatteten Bürocomputer, ein ordentliches Business Laptop, und noch ein schickes Netbook oben drauf. Und hätte wahrscheinlich immer noch Geld übrig.
    Ich halte es nicht für gänzlich ausgeschlossen, dass die Einkäufer/ Entscheider in den großen PC – Anwenderbuden ähnliche Überlegungen anstellen werden.

    Aber wie wir alle wissen - in der Parallelwelt der großen VT Computer – Anwenderbuden sieht das natürlich alles komplett anders aus. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • NAMM 2014 - Neue Midas Console

    • billbo
    • 12. Januar 2014 um 19:28

    Könnte man auch ganz einfach so sehen: einen fetten Analogplatz gab’s seinerzeit so ab 100.000 DM (was nach heutiger Kaufkraft etwa der gleichen Summe in Euro entspricht). Dafür erhielt man so etwas wie Planungssicherheit für max. 10 bis 15 Jahre.
    Ein vergleichbares Digitalpult, sogar mit noch wesentlich erweitertem Funktionsumfang, kostet heute 5 – 10.000 Euro. Dafür erhält man Planungssicherheit für 1 bis 1 ½ Jahre.
    Unterm Strich hat sich da also eigentlich nichts geändert.

    Auch wenn das viele hier nicht gerne lesen: Hersteller von Mischpulten und Lautsprechern entwickeln/ bauen ihre Produkte nicht, um 'Verleiher' glücklich zu machen. Sondern um in möglichst schneller Abfolge möglichst viele Mischpulte und Lautsprecher zu verkaufen.

    Wer als Tonler/ Beschaller/ Produktionsfirma/ Veranstaltungsdienstleister/ usw. nur dann gebucht wird, wenn er mit dem jeweils hippsten neuen Digitalpult aufläuft, der sollte aber dringend sein Geschäftsmodell überprüfen. Die Firma von Malermeister Müller engagiert schließlich auch niemand wegen ihrer schönen neuen Klappleiter, sondern weil Malermeister Müller sich den Ruf erarbeitet hat, gute Arbeit abzuliefern. Und wer hingegen als reiner Vermietbetrieb mitspielen will, für den lohnt immer auch mal ein Seitenblick auf Verfahrensweisen in ähnlichen Branchen: Mietwagen, welche älter als 2 Jahre sind, hat heutzutage kaum noch ein Autovermieter im Angebot.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo
    (dem trotzdem Hersteller mit längeren Produktzyklen sympathisch sind – leider fragt ihn diesbezgl. aber niemand)

  • RCF Preise

    • billbo
    • 8. Januar 2014 um 23:44

    Dorffestkunde A. zahlt für einen Tag Miete Linearray Betrag X.
    Daxkonzern B. zahlt für einen Tag Miete Linearray Betrag 2X.
    Es handelt sich um die selben Kisten; zwischendurch lagern sie in der selben Halle, werden von den selben Leuten geladen, gewartet, gereinigt, aufgehängt, ...
    Wo ist das Problem?

    Wir leben in einem marktwirtschaftlichen System; jeder (also nicht nur der schlaue PA- Vermieter von nebenan) verkauft dort seine Produkte/ Leistungen so teuer wie es eben geht bzw. es die jeweilige Zielkundschaft herzugeben verspricht. Preisbindung wurde in D neulich (ich glaub’ in den 70ern des letzten Jahrhunderts) mal abgeschafft. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 8. Januar 2014 um 14:52

    Bzgl. Großpultmisere kann ich Gert folgen. Wer investiert heute schon gerne einen hohen fünfstelligen oder gar sechsstelligen Betrag wenn er einigermaßen sicher sein kann, dass er die selben Features ohne Echtlederarmrest nächstes oder übernächstes Jahr für einen Bruchteil des Preises bekommt? Features kosten in der digitalen Welt "nichts", wenn das Programm erst einmal geschrieben und bezahlt ist und die Chips die's verarbeiten sollen in den nötigen Stückzahlen irgendwo auf der Welt vom Band fallen.
    Auf breiter Front haben Digitalpulte vor ca. 10 Jahren Einzug in unsere Livetonwelt gehalten; ich verbinde das gedanklich mit Einführung des PM5D. Bis dahin war das alles eher was für begeisterte Pioniere mit elitären Anwandlungen und ausgeprägt masochistischen Charakterzügen. Anschließend ist die Sache geradezu explodiert, und so gut wie alle dieser seither verkauften hochwertigen und hochpreisigen Pulte warten noch in irgendwelchen Lagern oder Clubs auf ihren Einsatz, verderben die Preise und verstopfen damit natürlich den Markt für Neues.
    Gleichzeitig geht das Interesse an klassischen Live(musik)veranstaltungen insgesamt zurück; in D sind wir da ja eher noch die rühmliche Ausnahme. Ich hatte letztes Jahr (bei einer Clubveranstaltung!/ okay, ziemlich großer Club)) im östlichen Ausland mal freie Auswahl zwischen 'ner XL8, VI6, Avid Profile, noch irgendwas/ schon vergessen. Ich hätte die auch alle bestellen können bzw. 3 davon, eins war für Monitor - die standen da sowieso im Lager rum. :roll:

    Bei den Schlussfolgerungen folge ich dagegen nicht. Gerade die Großanwender mit 20, 30 oder mehr einsatzfertigen Plätzen im Hochregallager haben damit doch automatisch sämtliche gängigen Anwendungsfälle gleich mehrfach abgedeckt. Warum sollten die jetzt ohne Not das große Basteln anfangen wollen? Da kann ich mir dann tatsächlich noch eher den enthusiastischen Einzelkämpfer vorstellen, der sich nach und nach den Traum von der oberamtlichen persönlichen Edelkonsole verwirklichen will. Um sich dann, wenn er nach Jahren endlich fertig ist, damit abfinden zu müssen, dass er jetzt ein oberamtliches technisches Museumsstück in der Halle stehen hat.

    Und wehe, in Kidderminster bzw. Zhongshan kommt man auf die Idee, einen X64 oder gar X128 in Midaslackierung auf den Markt zu bringen (falls das nicht eh gerade schon geschieht, siehe Nachbarthread). :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 6. Januar 2014 um 15:37

    War mir schon klar, dass das Modell Bus seine Unzulänglichkeiten hat. Seine Stärke ist aber das 1:1 übertragbare Hersteller/ Lieferant zu Endkunde/ Nutzer - Verhältnis.
    Das Modell Eisenbahn funktioniert dagegen genau so lange super, wie der Aufwand fürs Umhängen aus einem komfortablen, extern bereitgestellten Budget bestritten werden kann. Heute dagegen fahren Züge auch mal halb- oder dreiviertelleer (oder hoffnungslos überfüllt :roll: ) durch die Gegend; einfach weil das in vielen Fällen billiger und vom Betriebsablauf her unkomplizierter ist, als die nicht benötigten Waggons von Fall zu Fall immer wieder ab– oder anzuhängen.

    Zitat

    Grund: bei den geringen Preisen durch Serienfertigung und Standardisierung ist es eben nicht mehr schlimm, wenn das kleine Pult im Lager steht.

    Genau das ist der Punkt. Egal, ob uns das gefällt oder nicht: die geballte wirtschaftliche Übermacht von Großserienproduktion beraubt individuelle Lösungen, so interessant sie auch sein mögen, innerhalb kürzester Zeit ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Fluch und Segen liegen da einfach sehr nah beieinander.
    Trotzdem gibt's ja immer noch Idealisten, die ihren 120 kEuro – Serienschlitten direkt zum Tuner liefern lassen, zwecks weiterer 'Individualisierung'. Die müssen dann aber von dessen Betrieb oder Weiterverkauf auch nicht leben...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 6. Januar 2014 um 12:34
    Zitat

    billbo: ich verstehe deine skepsis, sogar sehr gut, und trotzdem entsteht bei mir der wunsch ein pult zu haben was
    a) professionell ist
    b) viele fader bietet für festivals
    c) sehr klein und kompakt ist für kneipenjobs
    drei wünsche kann sonst nur ferero, aber die modernen technologien könnten das auch im pultbereich, nur wie? gerade von dir und deinen erfahrungen
    könnten die besten ideen ausgehen wie man es macht, oder wie man es sicher nicht macht 8)

    Also ich mach' das so: ich kaufe ein großes professionelles Mischpult und ein kleines professionelles Mischpult; den Zusammenbau der Module (Wandler/ Rechner/ Software/ Faderbänke/ ... ) überlasse ich dabei dem Hersteller, denn der kann das besser und günstiger als ich. Diese Lösung ist preiswerter und zuverlässiger als ein aufwendiges, kompliziertes, potentiell störanfälliges Modularsystem.
    Vom gesparten Geld kaufe ich ein zweites Multicoresystem. Jetzt habe ich mir alle 3 Wünsche erfüllt und für den gleichen Preis gleich 2 :cool: autarke Mischpulte, die ich zur selben Zeit an unterschiedlichen Orten nutzen kann.
    Abgefahrener Trick, oder? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 5. Januar 2014 um 22:48
    Zitat von "guma"

    ... Kommt nur darauf an, was man unter 'modular' versteht. Deshalb hatte ich damals diese Diskussion angezettelt. Analogien zu RIM Kasetten wirds sicher nicht geben. :wink:


    Die Technologie hat sich geändert, das Kernproblem nicht: die Verpackung ist/ war/ wäre unverhältnismäßig teuer. Von daher sehe ich da schon Analogien.
    Dass man eine 19“ Wandlerkiste mit unterschiedlichen Bedienoberflächen verbinden kann verstehe ich dabei übrigens nicht unter 'modular'. Solcherlei Kompatibilität ist sinnvoll, wünschenswert, bedeutet keinen (oder unwesentlichen) Herstellungsmehraufwand, und ist daher ja vielfach bereits auch Normalität.

    'Modular' bei der Herstellung ist dagegen klar, schon sehr lange. Unter vielen Oberflächen/ Labeln arbeiten die gleichen Baugruppen, nicht nur bei 'unserer' Technik. Je nach Preis/ Modell bleibt dann eben so mancher Steckplatz leer. Aber kaum jemand käme auf die Idee, die dann je nach Bedarf nachträglich zu bestücken; auch wenn das theoretisch möglich ist. In der Realität ist es unpraktikabel und vor allem zu teuer.

    Für einen T5 Scheibenbus kann ich dank Modularbauweise knapp 30 Mille auf den Tisch legen (Listenpreis Basiskombi) oder auch deren 120 (Businessluxusvan in Vollausstattung). Die werden auf dem selben Band zusammengesteckt/ geschraubt. Aber es kauft niemand erst mal den Basiskombi, um ihn dann nachträglich ('wenn mal wieder Geld da ist') Schritt für Schritt/ "stückweise" zum Luxusvan auszubauen. Das wäre ökonomischer Selbstmord; und zwar nicht für den Hersteller, sondern für den Käufer.

    Ich lass’ mich zwar gerne positiv überraschen; nur sagt mir meine Phantasie :wink:, dass sich technisch interessante Konzepte und Ideen immer daran messen lassen müssen, ob sie ökonomisch sinnvoll umsetzbar sind. Kostspielige Sackgassen gab's dafür einfach schon zu viele.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gesucht: PA-System f. kleine Rock 'n Roll Verleiher 2014

    • billbo
    • 3. Januar 2014 um 21:44

    Schön entzaubernder Beitrag von Gastmusiker!

    Schließt sich für mich die Frage an, auf welche Art von Klientel es die Hersteller derlei 'modern schönabgestimmter' Beschallungsboxen abgesehen haben. Diejenigen, die echte Beschallungsaufgaben zu lösen haben (also verständliche, durchsetzungsfähige Übertragung über nennenswerte Entfernungen) können’s ja eigentlich nicht sein – denn dafür braucht man bekanntlich kein Zischbumm. Also eher was für’s CarAudio Hobby außerhalb des eigenen PKW? Der Markt für so was ist ja offensichtlich riesig...
    Ernster gemeint ist da der Gedanke, dass sich auch unsere Mischgewohnheiten tatsächlich ändern. Und zwar als direkte Folge der zunehmend rigider gehandhabten 100dBA/LEQ Reglementierung. Wenn’s da trotz lautstarken Publikums und lärmiger Hallenakustik wenigstens noch ein bisschen nach überwältigend und mächtig klingen soll bleibt oft nur der (bewusste oder unbewusste) Versuch, den besonders messsensiblen Mittenbereich zugunsten des Rests ein wenig zurückzustellen. Mit 'ner Kiste, die bei Vollaussteuerung dort 10 dB zu leise ist, sicherlich nicht die schwierigste Übung.
    Wirklich anfreunden können werde ich mich mit so was allerdings zumindest in diesem Leben nicht mehr.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HiHat - billig Electret gegen teuer Großmembran

    • billbo
    • 3. Januar 2014 um 20:51
    Zitat

    Oder ob ich einfach einen anderen Geschmack habe?

    Nein. Du hast dieses Mikro! Vermutlich mal aus Überzeugung für echtes Geld gekauft. Da wäre es doch blöd, wenn du damit jetzt nicht gut zurechtkommen würdest. Oder?
    Wir urteilen in solchen Dingen nicht neutral sondern neigen dazu, einmal getroffene Entscheidungen auch nachträglich immer wieder vor anderen (und vor allem vor uns selbst) zu rechtfertigen. Und richtig gut klappt das z. B., wenn Fach(foren)kollegen die eigene Entscheidung bestätigen. AT ist gut und unterbewertet; das weiß man doch! Also, zumindest als Eingeweihter... wer wagt es da, wenigstens in Einzelfällen zu widersprechen?
    Und davon kann sich niemand (hier) freisprechen, auch wenn unterschiedliche Poster auf Dauer durchaus unterschiedlich ausgeprägtes persönliches Abstraktionsvermögen erahnen lassen. Speziell motivierte Handelsvertreter und Provisionsempfänger dabei mal ganz außen vor.
    Genau das macht Diskussionen, vor allem solche, in denen es (auch) um Geschmacksfragen geht, so schwierig. Und emotionslose Vergleiche von 100-Euro-Mikros mit 500-Euro-Mikros nahezu unmöglich. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Drum-Mikro Vergleichstest

    • billbo
    • 3. Januar 2014 um 14:06
    Zitat

    Ich ahne es, wir kommen jetzt gaaanz schnell auch zum SM57 Thread. :lol: :lol: :lol:

    No way! Nichts läge mir ferner. :)

    Ist ja richtig – ich freue mich ebenfalls regelmäßig, wenn außer Lowcut (und heutzutage gerne auch mal Highcut; das Wichtige liegt halt irgendwo dazwischen) nichts weiter gemacht werden muss. In der Praxis suche ich beim Check gerne schmalbandig gezielt nach dem Bereich, wo's am unangenehmsten kreischt oder scheppert (um bei Becken zu bleiben), um so schon mal zu wissen wo der heute genau liegt; gezogen wird dort aber erst dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
    Trotzdem wollte ich mit dem 'nach dem vierten Bier' Post aber mal wieder auf zwei Dinge hinweisen. Zum Einen: in unserer Praxis der Extremnahmikrofonierung haben manche Eigenschaften, die ein Mikrofon technisch hochklassig und in der Herstellung dementsprechend teuer machen, doch oftmals weniger Bedeutung für das Ergebnis als man gemeinhin annimmt. Anders verhält es natürlich bei einer klassischen A/B oder X/Y Mikrofonierung + Stützmikro für Kick eines z. B. Jazzdrumkits – da können ganze Welten liegen zwischen einem selektierten Paar KM184 und zwei x-beliebigen Billig Condensern. Also, zumindest unterm Kopfhörer :roll: . Leider ist diese Art der Mikrofonierung im PA Alltag aus verschiedenen Gründen (Bühnenakustik, Kanaltrennung, Abstand zur Beschallung) aber all zu oft nicht praktikabel.
    Zum Anderen: wie sehr ich auch gesammelte Praxiserfahrungen für wichtig und unabdingbar halte, so ist mir dabei doch durchaus bewusst, dass daraus resultierende Urteile subjektiv sind und häufig auf zu wenigen, zufälligen und nur schwer objektiv vergleichbaren Einzelerfahrungen beruhen. Im Klartext: heute, wie vorgestern auch schon mal mit diesem Mikro, will die HiHat schon wieder einfach nicht so klingen, wie ich mir das vorstelle? Das muss dann am Mikro liegen. Taugt also wohl nix für HiHat, das Ding; das merk' ich mir mal. (Und wenn ich auf diese Weise erst mal "weiß", dass es nicht taugt, dann ist Autosuggestion ganz schnell kein abstraktes Fremdwort mehr).
    Wer hingegen macht sich im Alltag schon die Mühe, wirklich objektive Vergleichssituationen zu schaffen? Also, um im Bilde zu bleiben, 2 oder 3 Hihatmikros an nahezu identischer Position aufzubauen und die Ergebnisse in direktem Wechsel miteinander abzurufen, und zwar sowohl einzeln gespielt beim Check als auch nachher im Kontext des laufenden Liveprogramms? Und wer weiß, vielleicht ist die zuvor als angenehm seidig empfundene Hat ja plötzlich irgendwie verschwunden, wenn erst mal Gesang und Gitarren dabei sind; während man das Ding über das fauchig - biestige Ungetüm bei gleichem Level noch problemlos orten und akustisch/ musikalisch einordnen kann?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Drum-Mikro Vergleichstest

    • billbo
    • 3. Januar 2014 um 01:16

    Home, sweet home! :D Okay, dann darf ich auch.

    Neulich habe ich eine phänomenale Entdeckung gemacht: einige Livemischpulte besitzen Kanal-EQs. In jedem einzelnen Kanal! Und ich oute mich: seither benutze ich die auch, wenn’s mal sein muss.
    Jawohl, ich weiß, dass man damit u. a. NICHT
    - das Richtverhalten eines Mikros über die Frequenz verändern kann,
    - das Ein – und Ausschwingverhalten oder den Frequenzgang dessen Kapsel beeinflussen/ neutralisieren kann,
    - aus einer Hyperniere eine Kugel oder Acht machen kann,
    - die Anpassung des Schallwandlers an die Eigenheiten der Pulteingangs – und Multicoreinfrastruktur (Eingangsimpedanzen, Kabelkapazitäten, Wandler, ... ) verbessern kann,
    - Exemplarstreuungen/ Alterungseffekte etc. 1:1 ausgleichen kann,
    - usw. usw., nur um mal streng auf der Mikrofonseite zu bleiben.
    Dennoch: wenn dieser Trommler in diesem Augenblick in dieser akustischen Gesamtsituation mit dieser HiHat, gespielt mit diesen Sticks, abgenommen mit diesem Mikrofon und wiedergegeben über diese Lautsprecher, ein klangliches Ergebnis liefert, welches mir nicht auf Anhieb zusagen mag – dann dreh’ ich da manchmal einfach dran. :shock: Einfach so; und zwar so lange, bis es mir trotzdem einigermaßen gefällt. Und ich gestehe: das klappt bei nicht komplett idiotischer Mikrofonwahl und -platzierung normalerweise erschreckend problemlos und mindestens zufriedenstellend.

    Macht das außer mir noch jemand so? Bin ich ein ignoranter, komplett ahnungsloser Tonexot? Burnoutsyndrom? Zeit für Berufswechsel? Noch zweifle ich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 2. Januar 2014 um 13:37

    Sehe ich ähnlich, und deshalb eben auch kein 'für uns'.

    Aber selbst für den Festinstallationsbereich kann ich mich diesbezüglich eigentlich nur an zwar ambitionierte, aber im Prinzip totgeborene Kinder erinnern. Kennt noch jemand das SED Modularprojekt von Musik Produktiv? Gab's davon wohl mehr als das eine Exemplar? Oder gar die RIM Studiopultserien mit Kanalzügen als Bausatz? Immerhin erfüllten diese, ordentliches Gehäuse vorausgesetzt, bzgl. Fremdspannungsabstand die damaligen ARD Rundfunknormen. Wie viele aber wurden davon wohl 'fertig'? Und auch die deutlich mehr auf den Massenmarkt zugeschnittenen Anbaumodullösungen von Studiomaster, Zeck, Solton, usw. wirkten immer ein bisschen wie unausgegorene Bastellösungen und waren schnell wieder vom Markt verschwunden.
    Dannerkassetten gab es vor allem deshalb, weil der Inhalt (hochwertige Studioelektronik/ ursprünglich noch in Vollröhrentechnik) zehn mal teurer war als die Verpackung. Das hat sich heute ins Gegenteil verkehrt – weshalb Modularlösungen am (Massen-) Markt heute kaum eine reelle Chance haben dürften.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Drum-Mikro Vergleichstest

    • billbo
    • 1. Januar 2014 um 16:18

    Mein Hauptgrund für mitgebrachte Drummikrofonie: ICH baue sie dran. Und habe damit maßgeblichen Einfluss auf ihre Positionierung, und vor allem auch auf deren Nachhaltigkeit. Die Auswahl der eigenen Favoriten ist dabei zwar schöne, aber für's Ergebnis oft eher zweitrangige Nebensache.
    Der Ahaeffekt wenn man beim Abbau ein verrutschtes/ weggedrehtes Sn Bottom Mic vorfindet (nachdem man sich vorher eine Stunde lang gefragt hat wie der Trommler es wohl schafft, dass seine blöde Trommel von Song zu Song mumpfiger und schlaffer klingt - oder ob man vielleicht selbst einfach nur spinnt :roll: ) kann enorm groß sein!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • TW AUDiO Powersoft K3 - A02 Presets Peak-Limiter

    • billbo
    • 1. Januar 2014 um 15:59

    :D Auch schon überlegt. Das müsste man dann aber öfter und unter Einhaltung einer ganz bestimmten Drehrichtung machen - und würde das ausführende Fachpersonal dabei u. U. schnell überfordern.
    So eiern sich die senkrechten im Laufe des folgenden Kalenderjahres ganz einfach von allein wieder zurück. Und sooo sumpfig, dass die Pappen selbst sich in alle möglichen Himmelsrichtungen wellen würden, ist es unter dieser Bühne nun auch wieder nicht. Zumindest nicht mehr, seit vor 2 Jahrzehnten oder so auch die letzte Nebelmaschine von dort unten verbannt wurde.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • TW AUDiO Powersoft K3 - A02 Presets Peak-Limiter

    • billbo
    • 1. Januar 2014 um 13:19
    Zitat

    Es sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben das in deinem Catering-Paradies nicht 4x 18" arbeiten sondern ...

    Na ja, das ist auch der simple Kern der Aussage. Genügend Hubraum bei gemütlichen Drehzahlen – dann klappt das mit Performance und Haltbarkeit. Beim Versuch an ersterem zu sparen zahlt man dagegen früher oder später drauf - mit mangelhafter Betriebssicherheit, erhöhtem Verschleiß und/ oder verkürzter Lebensdauer.

    Der dortige 'Systembereitsteller' genießt, zugegeben, den Komfort eines schönen Heimvorteils: er muss bei niemandem mit irgendwelchen Phantasiekilowattzahlen oder Modemarkennamen hausieren gehen, sondern wird allein am Verhältnis Performance gegen finanziellen Aufwand gemessen. So lange keiner (Fremdtechs, DJs) meckert und nichts kaputt geht was Geld kostet ist alles supi.
    Die Regelzeiten der Begrenzer sind dabei übrigens so ausgelegt, dass die Amps bei besonders deftigen Basssignalorgien sogar ruhig ein wenig ins Clipping geraten dürfen. Das lässt die uralten Eisentrümmer im 8Ohm – Betrieb buchstäblich kalt, und die Chassis beeindruckt das im ihnen real zugemuteten Leistungsbereich (allerhöchstens 50% des vom Hersteller zugestandenen 'long term average') ebenfalls in keinster Weise. Und die paar bösen Buben im Jahr, die’s nicht lassen können und Befriedigung und Lebensglück in Form konstant dunkelroter Lämpchen suchen, freuen sich über den 'boah ey' Effekt.
    Demnächst ist mal wieder Wartung angesagt: einmal um 180° drehen, damit die Conekits auf Dauer nicht allzu sehr in eine Richtung durchhängen... :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Modulare Mischpulte - S6, Nuage und wann gibts das für uns?

    • billbo
    • 30. Dezember 2013 um 15:46

    Eher was für Zeiten der Materialknappheit als für unsere Welt des totalen Materialoverkills. Modulare Konzepte haben sich in der Technik, zumindest sofern diese für den allgemeinen Gebrauch im täglichen Preiskampf gedacht und gemacht waren, mittelfristig noch nie durchsetzen können. Und zwar schlicht aus Kostengründen.
    Magst du mit dem Gedanken leben, dein Mischpult vor jedem Einsatz gedanklich und praktisch neu zu konfigurieren, in ein zur Konfiguration passendes Case einzubauen, das ganze auszuprobieren, und dann erst in den Kombi oder Sattel einzuladen? Und dabei u. U. 3/4 deines Kapitals im Lager zu lassen, weil du den Rest einzeln nicht anderweitig verwenden kannst? Ich ehrlich gesagt nicht - es sein denn, so etwas wäre mein Hobby. Andernfalls hieße das viel totes Kapital und viel unbezahlte Arbeitszeit; und mancher Azubi ist schon mit dem einfachen Griff ins Regal ("nimm das kleinere mit, das reicht für diesen Job; das große geht morgen für was anderes raus") erkennbar im Bereich seiner inneren Auslastungskapazitätsgrenze.

    Technisch sicherlich interessant. In der Praxis vermutlich eher ein Anwärter auf schnelle Übernahme ins Museum für interessante Technik. Das Vorwerk Kobold Modularsystem konnte alles - aber heute kann Mutti unter die Trockenhaube, Vati staubsaugen, Sohnemann sich im Bastelkeller austoben und Töchterchen Backrezepte ausprobieren. Und zwar alle gleichzeitig! :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

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