X32 Rack als IEM-pult

  • Nein - du aktivierst bei den Inputs für 1-32 die User Ins, siehe hier:


    Das gleiche machst du auf dem Reiter "Card":


    In den Kanälen stellst du jetzt wieder einen 1:1-Patch her:


    Nun kannst du über die Definition der User-Ins frei 32 beliebige Hardware-Eingänge auf die 32 Inputs verteilen. Diese landen dann genau so auf den 32 Eingangskanälen des Pultes und auf den 32 Sends über USB zum Rechner:


    Ich hab hier als Beispiel mal die Eingänge XLR 1-6 1:1 gepatcht, dann die 6 Aux Ins auf 7-12, danach die restlichen XLR und zum Schluss noch den Talkback In.

  • Vielleicht hilft es, wenn man sich das Ganze wie ein Analogsetup vorstellt:


    Das eigentliche Pult - also die Processingebene - verfügte demnach eingangsseitig über 5 8-kanalige DSub-Buchsen (CH1-32 plus Aux1-6/TB), im Routingfenster macht man also nichts anderes als die virtuellen 8er-Peitschen der verschiedenen Eingängsoptionen zu stecken.

    (Im übrigen ist die Latenz dieser Routingstufe extrem gering.)


    Mit V4 hat Behridas einfach eine Art zusätzliche Einzelkanalpatchbay (quasi TT-Phone ;)) eingebaut, welche allerdings wie gehabt noch über die 8er-Blöcke gepatcht werden muss.



    Für die Recordingsache würde ich übrigens, wenn du max. 24 Ch aufzeichnen möchtest, das Routing über den Ultranet- plus Auxpatch erledigen, dort kannst du deine DirectOuts mit beliebigem Abgriff setzen - was darüber hinaus geht, dann per UserOut.

    z.B. so:





    Ebenfalls denkbar wäre noch die Einbeziehung der Outputs 17-32 falls du nur 8 Ausgänge für deine Mixe brauchst.


    Es ist einfach etwas unglücklich, dass die insgesamt 40 möglichen Ausgänge der Processingebene auf diese verschiedenen Blöcke unterteilt wurden (Output / Ultranet / Aux)

  • Das geht natürlich auch... Ich bevorzuge beim Recording aber normalerweise das Signal so direkt hinter dem Wandler wir möglich.

    Außerdem habe ich die Ausgänge der Processingebene lieber frei für "echte" prozessierte Outputs.


    Aber: Bei dem ganzen verschiedenen Routingmöglichkeiten gibt's gefühlte 1000 Wege zum Ziel, und manche Ziele lassen sich auch nur auf einem bestimmten Weg oder mit einer Kombination mehrerer Wege erreichen. (Aux In Remap anyone?)


    Führt mich zu meiner ursprünglichen Aussage zurück: Es gibt wahrhaftig intuitivere Patchsysteme als das der XM32-Serie. Beim gebotenen P/L-Verhältnis bin ich aber gerne bereit, darüber hinwegzusehen.

  • Führt mich zu meiner ursprünglichen Aussage zurück: Es gibt wahrhaftig intuitivere Patchsysteme als das der XM32-Serie. Beim gebotenen P/L-Verhältnis bin ich aber gerne bereit, darüber hinwegzusehen.

    es ist wie immer bei behringer: bei dem preis ist kritik quasi unmöglich.

    ich habe das ding ja aus genau diesem grunde erworben. eine A&H lösung für unsere 6 stereo monitorwege plus einem stereo-master-out für kleine beschallungssituationen kostet schon deutlich mehr. klar, dort hab ich mit dem routing keine probleme, aber eben: der preis...8)


    aber nochmal danke für die vielen nützlichen hinweise an alle kollegen hier!

    in wenigen stunden wird sich zeigen, ob ich sie gut umgesetzt habe^^

  • hmm, ich finde in 90% der Anwendungsfälle das Routingkonzept vom X32 nicht verkehrt weil man damit recht schnell ist. Schneller als Kanal für Kanal umpatchen. Und für die restlichen Situationen kann man immer noch eine Lösung finden. Ich persönlich habe in all den Jahren zumindestnie eine Situation vorgefunden bei der das Achterblock Konzept etwas nicht ermöglicht hat. Und die neuer User Ins hab ich auch noch nie gebraucht, naja inzwischen arbeite ich nicht mehr oft mit dem X32.

  • so, die probe ist vorbei, hat alles funktioniert.


    und hey:

    InEar ist geil! 8)

    sound wie im studio, ein traum!


    habe mir eines meiner alten SM58 in den proberaum gestellt und als talkmikro für die pausengespräche eingestellt. dann braucht man nicht mal die ohrstöpsel raus nehmen ^^