Beiträge von FF

    Darf ich darauf hinweisen, dass wir hier im Hobbyforum unterwegs sind? Da ist die Relation von Geldinput zu Soundoutput anders. Und für das Geld macht man mMn mit dem MPA Paket nichts falsch. Wenn es juckt, kann man ja später immer noch mit weiteren Subs und Kicks erweitern. Aber es steht erstmal ein komplett betriebsbereites System parat.

    Sorry, ich wollte vorhin nicht zu harsch klingen. Mit dem Wandaufbau habt ihr erstmal vieles gut und richtig ausgewählt, insbesondere die Zellulose freut mich.

    Die reine Ausenwand OHNE Installationsschale sollte Schalldämmwerte im Bereich 45dB erreichen, siehe auch hier bei dataholz.eu

    Schon mit einer fest verschraubten Installationsschale sind Werte für Rw > 52dB erreichbar, siehe auch hier bei dataholz.eu, das ist eigentlich ein guter Wert. Man sieht aber auch, dass für tieffrequenten Verkehrslärm 6-8dB verloren gehen. Bei deiner freistehenden Vorsatzschale sollte sogar nochmals ein etwas besseres Dämmmmaß Rw erreicht werden. Die Verbesserungswerte von Knauf für die Vorsatzschalen gelten nur für Wände >300kg/m², aber die Frequenzangaben lassen sich verwenden. Es ist von Reonanzfrequenzen zwischen 30-50Hz auszugehen, passt das mit deiner Wahrnehmung zusammen?

    Insgesamt wundert mich dein Problem tatsächlich, das sollte so stark nicht wahrnehmbar sein. Steht die Installationsschale auf der Rohdecke und der Estrich läuft mit Randstreifen dagegen oder steht die Schale auf dem Estrich? Ersteres wäre der bessere Regelfall. Überträgt sich etwas von oben aus der Decke (Bauart, Aufbau?) in die Schale?

    Wenn die Schale zu stark schwingt, könnte das auch auf eine unzureichende Verarbeitung hindeuten, z.B. zu wenig oder falsche Verschraubungen. Hier könnte ein Trockenbauer vor Ort mal eine Aussage machen, wie er die erreichte Steifigkeit der Schale einschätzt. Ich würde die Schale eher vollflächig mit einer zusätzlichen GKB-Lage beplanken, als die nach hinten zu verankern. Mit ordentlicher Verschraubung bis in die Metallständer können eventuelle Verarbeitungsfehler der bestehenden Schalen behoben werden und die zusätzliche Masse drückt die Resonanzfrequenz der Schale weiter nach unten.

    Man wählt Konstruktionen aber nunmal nicht nach Häufigkeit, sondern nach Anwendungszweck aus, wenn ein bestimmtes Ergebnis erzielt werden soll. Als gelernter Zimmermann (Trockenbau war damals nicht nur Teil der Ausbildung, sondern wurde von meinem Lehrbetrieb auch häufig ausgeführt) und Architekt mit Schwerpunkt Holzbau frustet es mich immer, wenn aufgrund solcher Entscheidungen sich dann Meinungsbilder breitmachen z.B. über den schlechten Schallschutz von Holzhäusern.

    Natürlich werden Montagewände oder Vorsatzschalen oft mit OSB Lagen beplankt, wenn es für die geplante Anforderung sinnvoll ist, bei der Installationsschale einer Küche z.B.. Dann erstellt man die Vorsatzschale aber sinnvollerweise nicht freistehend, sondern beplankt die Tragwand dahinter mit Rahmenhölzern, OSB und GKB, um die Last von Hängeschränken etc. aufnehmen zu können. Geht es dagegen um verbesserten Schallschutz, verändert die OSB Lage nunmal die diesbezüglichen Eigenschaften eine freistehenden Vorsatzschale ungünstig; hier ist ein Regelaufbau mit reiner GKB Beplankung meist sinnvoller und aufgrund der zahlreichen Herstellerdaten auch recht zielgenau planbar. Um da ein kleines Hifiregal oder einen TV an die Wand zu hängen, reicht es allemal. In meinem alten Büro waren die Schreibtische mit den großen CAD Röhrenmonitoren einseitig nur am 2-fachem Gipskarton befestigt, das dürften locker 100kg Last pro Tisch gewesen sein.

    Für eine weitere Bewertung, was sinnvoll sein könnte, fehlen einfach zu viele Infos. Welche Metallständer, Wandhöhe, Abstand der Schale zur Tragwand, mit was gedämmt, welchen Aufbau hat die Tragwand dahinter usw..

    Wenn der Holzbau < 20-25 Jahre alt ist, sollte die OSB Beplankung der Tragwand als luftdicht abgeklebte Dampfbremse ausgeführt worden sein und hoffentlich nicht als Dampfsperre, das ist ein nicht unerheblicher Unterschied im Holzbau. Je nach Wandaufbau sind ein paar offene Schraubenlöcher bzgl. Wirkung der Luftdichtheit auch nicht zwingend sofort ein Drama, ohne weitere Infos lässt sich das nicht abschließend beantworten.

    Bei mit OSB beplankten Holzständerwänden muss man sich bei üblichen Wohnhausdimensionen um gleitende Deckenanschlüsse bei Vorsatzschalen eigentlich keine Gedanken machen, denn sowohl die Faserausrichtung der Ständer als auch die aussteifende Wirkung der Beplankung minimieren das "Arbeiten" der Holzwand auf völlig unkritisch Toleranzen. Bei einer unter einer Holzdecke am maximalen Durchbiegepunkt stehenden nicht tragenden Montagewand kann das anders und die Nachfrage beim Tragwerksplaner sinnvoll sein.

    Jetzt irgendwie und irgendwo ein paar Schrauben durch die Schale in die Tragwand zu setzen, halte ich für unsinnig. In den Metallständern halten auch die erwähnten Vollgewindeschrauben nicht und der Schraubenkopf ist für die Beplankungen maximal ungeeignet. Im schlimmsten Fall klappert nachher noch Metallschraube an Blechständer.

    Wenn du nach Planung und Überlegung zum Schluss kommst, die Vorsatzschale punktuell an der Tragwand befestigen zu wollen, dann mache es richtig, d.h. Schale in Teilbereichen öffnen und die Metallständer mit Winkeln oder Laschen mit der Tragwand verschrauben.

    Sollte die Installtionschale aktuell ungedämmt sein, wird das Ausdämmen die beste Wirkung zeigen. Leider musst du dann dafür die Beplaklung nochmals entfernen.

    Ich vermute, dass vor allem die dünnen Metallständer dem ganzen Konstrukt die "Schwingfähigkeit" verleihen.

    Das ist auch der Sinn einer freistehenden Installationsvorsatzschale. Freistehend heißt in diesem Fall ohne Kontakt zur tragenden Holzwand dahinter. Diese Ausführung ist bzgl. Schallentkopplung bzgl. Lw und Rw eigentlich das höchste der Gefühle und für Elektroinstallationsschalen im Holzbau eher unüblich. Meist werden die Installationsschichten direkt auf der tragenden Wand verschraubt, und auch das bringt bzgl. Schalldämmung deutliche Verbesserungen.

    Wenn deine Schale mit OSB und GK ausgeführt wurde, entspricht sie keiner der Regelkonstruktionen; siehe dazu auch bei Knauf unter W61...

    Die Vorsatzschale alleine für einen unbefriedigenden Schallschutz verantwortlich zu machen, greift zu kurz; es geht um das Gesamtsystem der Wand mit all ihren Schichten. Wer hat denn das geplant und was war das Planungsziel? Vergleichsaufbauten mit Anhaltswerten kannst du unter dataholz.eu finden.

    Der Vergleich mit 40-60 Stück 18"ern geht ja noch weiter als der berechtigte Hinweis auf das Verhältnis von Membrabmasse zu Steifigkeit:

    • Eine 21" Schwingspule ist groß? Nicht im Vergleich 40x 4" Spulen
    • 20.000W Belastbarkeit sind viel? 40x Hochleistungs-18er werden auf rund 100kW kommen
    • Das umbaute Boxenvolumen des 100-ers ist mit den benannten 10m³ deutlich größer als für das Rudel 18er nötig wird
    • Warum eine Endstufe mit absurden 20kW an 8 Ohm suchen, wenn man mit einem Stapel Endstufen das 18er Rudel viel einfacher und mit höherer Ausfallsicherheit berreiben kann?
    • Mit dem Rudel 18er ist die Richtwirkung variabel planbar
    • Usw...