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Kritik am Sound des ZMF-Freiburg

  • DJ-JAJA
  • 11. Juli 2003 um 12:33
  • DJ-JAJA
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    • 11. Juli 2003 um 12:33
    • #1

    Heute steht in der BZ ein Leserbrief zum Ton beim ZMF.
    Ich selbst war am Sonntag auf der Carmina Burana dort und fand es suuuuperschlecht! Aber gut, ich dachte ich habe ein etwas geschultes Ohr, aber wenns jetzt schon Laien auffällt :cry:

    Wer weiß denn, wer das abgemischt hat?

    Zitat

    "Wie Prügel von den Klitschkos"

    Je lauter, umso besser die Qualität der Musik - diese Devise gilt offensichtlich nicht nur bei der Extravaganza. Das ZMF kann hier auch glänzen. Montagabend wollte ich mir wieder einmal "Goschehobel" anhören - eine Band, deren musikalische Qualität unstrittig ist. Leider war die Band aber den Tontechnikern des ZMF ausgeliefert. Musik scheint nach Ansicht der für den Sound Verantwortlichen zu bedeuten, dass Bässe und Schlagzeug körperliches Unwohlsein hervorrufen. Beim ersten Lied stand ich leider relativ nahe bei den Bass-Boxen. Es kann nicht schlimmer sein, von beiden Klitschko-Brüdern gleichzeitig verprügelt zu werden. Der fluchtartige Rückzug in den hinteren Teil des Zeltes brachte auch nicht viel: Jetzt hatte das Gehör die Gelegenheit, das wahrzunehmen, was die Tontechniker unter gutem Sound verstehen. Leider stimmte die Mischung überhaupt nicht, viel zu viele Bässe, kaum Substanz in den mittleren Frequenzbereichen und übersteuerte Höhen. Die Vokals mit zu viel Hall, die Texte waren fast nicht zu verstehen, der Goschehobel (immerhin Markenzeichen der Band) total verzerrt. Die Zuschauer konnten zwar optisch wahrnehmen, welches Instrument gerade gespielt wurde, hören konnte man es bei dieser Kakofonie allerdings selten. Ob es daran liegt, dass heute jeder, der ein Kabel an einen Lautsprecher fehlerfrei anbringen kann sich Tontechniker nennt und jeder, der die Play-Taste beim CD-Player drücken kann, zum DJ mutiert?

    Offensichtlich hören die Sound-Verantwortlichen nicht mehr sehr gut, sonst hätten sie zumindest wahrgenommen, dass auch einer der Lautsprecher bei diesem Sound seinen Geist aufgegeben hatte und nur noch laut schepperte. Egal, der Tontechniker wippte cool im Rhythmus der Bässe und blickte wichtig in die Menge. Die allerdings immer kleiner wurde, da viele fluchtartig das Spiegelzelt verließen. Beim ZMF kann man am Infostand und an der Abendkasse kostenlosen Gehörschutz erhalten. Angeblich weil die Pfiffe aus dem Publikum zu Hörschäden führen können. Tatsächlich weil die Sound-Verantwortlichen unfähig sind. Der beste Gehörschutz wäre ein Berufsverbot für diese Leute. Welch seltsame Kultur, wenn man mit Gehörschutz zu einem Konzert gehen muss! Ich dachte immer, man ginge zu einem Konzert, um etwas zu hören!

    Bernd Engesser, Freiburg


    Leserbriefe, die sich auf die Berichterstattung im Freiburger Lokalteil der Badischen Zeitung beziehen, sollten nach Möglichkeit per E-Mail geschickt werden an die Adresse "lokalred@badische-zeitung.de". Bitte Telefonnummer für eventuelle Rückfragen angeben.

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  • Arieba
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    • 15. Juli 2003 um 16:58
    • #2

    Also am Material liegts definitiv nicht. das ist amtlich. wenn lags am Soundmensch ODER (meine Vermutung) am Zuhörer. Die Leute suchen doch ständig etwas zum nörgeln, haben von tuten und blasen keine ahnung und vegetieren eingentlich am liebsten vor sich hin. Wehe jemand weckt sie und es geht ein bisschen "wild" zu.

    BZ Leser als solche sind nicht gerade dass, was man fortschrittlich und aufgeschlossen bezeichnet. Diese zeitung glänzt regelmäsig mit einseitiger berichterstattung (ich rede nicht von der extravagnza, ich hatte die zeitung 1 jahr im abo. Ich weiss wovon ich rede!).

    Coco hätte da materialtechnisch kaum mehr zu bieten. Früher Mischmasch-Anlagen, heute d&B C4...

    PS: Was ist ein Goschehobel? Eine Mundharmonika? Eine Zahnbürste? Ein Tier aus Mittelamerika?

    ... und W-Bins sind doch lauter als der Rest!

  • DJ-JAJA
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    • 15. Juli 2003 um 18:15
    • #3

    Mundharmonika, aber wenn sich ein Bayer ein Opossum an die Schnute hält und sich dann über den Sound beklagt, dann fänd ich auch lustig :D

    Ich war dieses Jahr 2 mal dort, auch bei der Saxophon-Nacht.

    Zur Darbietung von Karl Orffs Carmina.. hatte ich mich ja schon geäußert.

    Die Saxophonnacht, war besser. Nur gegen Ende wurde wieder hochgefahren. Dass passt eben nicht zur Musik, wenn es Techno wäre...tja dann...isses aber nicht. Und da war es auch viel zu höhenlastig.

    Dennoch fand ich es bei Weltem besser, als das was ich von Coco in Erinnerung habe. Das war mitunter richtig übel!

    Naja, liegt aber da wohl eher an der Tontechnikerin, die einen völlig anderen Geschmack als ich hat. Das schlimmste was ich da je gehört hatte 8auf dem ZMF) war die Abmischung vom Dr. Alban.

    Uiuiui! :evil:

    Es hat wahrscheinlich nicht nur finanzielle Gründe, dass Coco nicht mehr den Ton macht.

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  • Sven H
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    • 15. Juli 2003 um 21:01
    • #4

    Naja Go Audio ist mittlerweile mit Sicherheit nicht mehr Oberklasse als Company. Ich habe Go Audio selbst letzte Woche auf dem Campusfest Duisburg erlebt und der Sound an der Mainstage war recht bescheiden, gelinde ausgedrückt, trotz jeder menge EAW Material (2 Stacks KF750 pro Seite). Und ja es war ein GO Audio Techniker. Ans Licht möcht ich da gar nicht denken wenn der Ton´ler Licht macht ist das halt so, das mal alle im Dunkel stehen. Und es soll Gerüchteweise auch mehr als ein Tempo bei nem Chaser möglich sein :)

    Ich bin mir allerdings sicher, dass das ganze mit nem anderen Techniker ganz anders geglungen hätte. Das Material war Top.

    Just my 2 cents

  • Fränkie
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    • 16. Juli 2003 um 21:38
    • #5

    also der Leserbrief klang nicht wie vom einem Laien geschrieben.
    Dazu ist er zu detaliert.

    wenn der Ton´ler Licht macht hat er vielleicht auch keine Zeit für 2 Sachen gleichzeitig und widmet sich der wichtigeren Sache?
    das ist völlig wertungsfrei. Aber Licht ist echt 2. Obwohl es wesentlich mehr Arbeit macht, das erkenne ich an.

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Oliver Derks
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    • 17. Juli 2003 um 06:15
    • #6

    Also Leute: Wer von uns hat denn noch keinen schlechten Job bzw. miesen Sound abgeliefert?

    Wohl keiner, oder?
    Es kann immer etwas schief gehen - wichtig ist nur später zu analysieren wo die fehler gemacht wurden.
    Häufig ist es auch so , dass die Band und im besonderen deren Equipment einfach Schrott sind. Und wie hier jemand noch vor kurzer Zeit feststellte:
    Das wirkliche Soundereignisse findet VOR dem Mic statt!


    Gruß Oliver

  • Wurst Werner
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    • 17. Juli 2003 um 10:07
    • #7

    Kann ich dem Oliver nur beipflichten.

    Tendenziell fand ich auch ein Forums-Statement (weiss nicht mehr von wem) richtig: Oftmals ist der Sound von örtlichen Verleihern bei Stadtfesten besser, als bei manchen (!) "Profi-Events". Kann es vielleicht sein, dass einige der "Großen" in unserer Branche teilweise nicht über genügend gute Tonkutscher verfügen, bzw. bei kleineren Events (unter 8.000 Personen) lieber den Auszubildenen aus Kostengründen an den Tisch stellen und darauf vertrauen, dass Midas und EAW mangelnde Kompetenz ausbügelt???

    Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

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