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Behringer MDX 2200

  • musicista
  • 11. Oktober 2005 um 11:56
  • musicista
    Beiträge
    24
    • 11. Oktober 2005 um 11:56
    • #1

    Hallo,

    ich mache seit viele Jahre live musik und habe noch nie ein compresor für die Stimme gehabt.
    ich habe jetzt ein MDX 2200 bekommen aber kann mit dem nicht viel anfangen, könnt ihr mir sagen wie ich es am besten einstelle soll?
    Ich habe es über Insert am Mixer angeschlossen.

    Braucht man unbedingt ein compressor?

    MfG.
    Musicista

    Einmal editiert, zuletzt von Musicista (11. Oktober 2005 um 12:21)

  • tomstull
    Beiträge
    129
    • 11. Oktober 2005 um 11:59
    • #2

    welches instrument?

  • musicista
    Beiträge
    24
    • 11. Oktober 2005 um 12:23
    • #3
    Zitat von "tomstull"

    welches instrument?

    Hallo,

    für Gesang.

    MfG

  • michael blenk
    Beiträge
    9
    • 26. Oktober 2005 um 14:29
    • #4

    Hallo,

    leider waren die anderen Antworten nicht so wirklich erquickent. Vielleicht haben Sie Dir ja auch schon weitergeholfen. Trotzdem möchte ich Dir helfen, für den Fall, dass es noch nicht klar ist.

    Prinzipiell gilt, ein Compressor hebt leise Signale an und senkt laute Signale ab. Unterschiedlich in der intensität, je nachdem, wie man ihn einstellt.

    Einsetzten könntest Du ihn überall. Frage ist nur, wo es Sinn macht.
    Am Häufigsten wird er beim Gesang gebraucht.
    Gerne auch bei der Kick. Besonders wenn neulinge an den Drums sitzen und unterschiedlich die Kick spielen.
    Bei guten Mikrofonen (Audix, Sennheiser,...) braucht man so gut wie kein Compressor besonders nicht, wenn geübte Musiker am Zug sind.

    Aufpassen sollte man nur mit Rückkopplungen. Denn wie schon gesagt, hebt der Kompressor die leisen Signale an. Und wenn man eh schon kurz vor der Rückkopplung steht, wird damit die Gefahr noch erhöht.

    Versuch also am besten erst mal ohne auszukommen. Und wenn Du merkst, dass es Sinn macht einen einzusetzen, sollte man ihn vorsichtig einsetzen.

    Zur Einstellung kann man so nicht viel sagen. Es kommt immer drauf an, wie in das Mikro reingesungen wird und wie anfällig die Anlage auf Rückkopplungen ist.

    Meißt funktioniert folgende Einstellung (ohne Gewähr):
    Threshold: -10
    Ratio: 4:1
    Attack: Auto
    Release: Auto
    Output: +10
    Limiter: +6dB

    Wenn Du Dir nicht ganz Sicher bist. Probier es vorher mal aus. Schnell kann ein Kompressor falsch benuzt werden und es wird eher schlimmer als besser. Z.B. durch's "Pumpen" (Ständiges wechseln der Laustärke zwischen laut und leise)

    Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

    Gib mal bescheid, wie es funktioniert.

    Gruß Micha

    Blenk-Veranstaltungstechnik
    Inh. Michael Blenk
    Robert-Koch-Str. 28
    46487 Wesel
    Tel. 0281 / 684 10 20
    Fax. 0281 / 684 10 21
    Mobil. 0175 / 176 64 64
    http://www.b-vt.de

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 26. Oktober 2005 um 15:36
    • #5

    Attack und Ratio sollte man nie auf Auto stellen. Lieber mit mittleren Werten anfangen und dann etwas damit spielen. Stimme braucht glaube ich keine so schnellen Attack-Werte und lieber moderates Release.

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

  • gezz-abba
    Gast
    • 30. Oktober 2005 um 13:16
    • #6

    nun auch meinen senf dazu:

    Alos ein Compressor hebt das Signal NICHT an, er begrenzt es lediglich auf einen eingestellten Wert ( Treshold). (Fürs lauter machen sind Expander zuständig. Alles was darüber geht wird entsprechend der RATIO einstellung abgedämpft. . Hierbei ensteht ein knick in der Pegelkurve, der von steil ( Ratio 1:1) bis ganz abgeknickt ( 1: unendlich) gehen kann. Der Compressor wirk dann als reiner Limiter und macht radikal alles nieder was über den Trashold-Level geht. Für Gesang ist eine Ratio von 1:2 bis 1:5 sinnvoll, je nach Dynamic des Sängers. Viele Sänger wollen Ihre dynamic auch beibehalten. Aber grade für extrem Leise/Laut sänger und Anfänger , die zwischendurch auch mal ein exorbitantes "YEEAAAH" reinbrüllen, empfiehlt sich eine höhere RATIO, damit der MIX nicht auseinanderfällt.
    Zur TRESHOLD Einstellung: Bei "normalem" Gesang sollte er so eingestellt sein, dass die Gain- Reduktion bei leiseren Stellen kaum anschlägt. Hier muss der Gesamtpegel allerdings etwas angehoben werden, damit diese Stellen auch gut hörbar sind.
    Wird der Sänger nun lauter, greift der Compressor weiter ein und komprimiert die lauten Stellen. Das Empfinden von Gesangslautstärke macht sich im Livebetrieb grösstenteils durch den Klang der Stimme als ( psychoakustisch) laut bemerkbar , nicht durch den Pegel. Somit fällt die Stimme nicht oben raus und der Mix bleibt harmonisch. Bei lauten Stellen, Refrain oder so, sollte je nach Sänger eine Gain-reduktion von etwa -6 dB bis -10 in den Spitzen anliegen. Für den Anfang ist die Auto Funktion allemal ausreichend. Auch bei Behringer. Wenn du den Compressor ( ich kenne nur den 2100 ) auf Soft-Knee umschalten kannst, dann mach dieses. Hierdurhc findet schon VOR dem Treshold-Level eine komprimierung statt, so dass das Klangbild weicher wird und nicht einfach abgrenzt, was schon hörbar ist, wenn der oder Ratio zu hoch eingestellt ist.... Bei den Behringern hatte ich meistens eine Treshold von -5 bis -10, bei +4 dB input . Vorsicht mit Rückkkopplungen. Dadurch, dass du den Gesamtpegel des bearbeiteten Signals am Pult anhebst, besteht die Gefahr von Feedbacks insbesondere in den Spielpausen, wenn der Kompressor nicht mehr arbeitet, somit auch keinen Pegel reduziert. Also vorher sauber einchecken. Die Attack/Release Fraktion benötigst du meistens nur für percussive Signale um zum beispiel den Kick der Basedrum durchzulassen und den Rest dahinter abzusenken ( Attack etwa 40ms ) .

    gruss,
    arnt

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 31. Oktober 2005 um 14:31
    • #7

    Genauso ist es. Feedback läßt sich zusätzlich noch mit Terzband-EQ, evtl. Gate und hochwertigen Micros bekämpfen.

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

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