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Frage zur Tuningfrequenz

  • Fornax
  • 23. Juni 2006 um 11:49
  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 23. Juni 2006 um 11:49
    • #1

    Ich hätte da mal gerne mal ein Problem: :D

    Wenn ich mich hier so im Selbstbau-Unterforum umgucke fällt ja Häufig der Begriff Tuning-Frequenz. Nun ist es so, dass wenn ich nach eben diesem Begriff suche, dann erhalte ich nur Seiten, wo der Begriff zwar fällt, aber nie so richtig erklärt wird.

    Ich habe das mir so zusammengereimt: Die Tuningfrequenz wird von der Gehäusegröße bestimmt. Stimmt das?

    Und warum kann ich dann zum Beispiel bei WinISD die Tuningfrequenz extra vorgeben (die Tunningfrequenzbestimmenden Gehäusedaten sind doch schon durch mich eingegeben)?

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

  • TechnoFan
    Beiträge
    923
    Marktplatz Einträge
    3
    • 23. Juni 2006 um 12:05
    • #2

    Jain, die Tuningfrequenz bestimmst du eigentlich durch die Bassreflex Kanäle UND durch das Gehäuse. Aber es reicht halt den BR Kanal zu ändern um die Tuningfrequenz zu ändern.

    Das ist die Frequenz, wo der Lautsprecher nachher am lautesten sein soll oder halt wo das Gehäuse den Lautsprecher unterstützt, wenn der Lautsprecher zum Beispiel in dieser Frequenz nicht so gut geht...

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 23. Juni 2006 um 12:37
    • #3

    konkret gesagt, ist das die resonanzfrequenz des br-portes. hier hat die amplitudengang des portes sein maximum und die membranauslenkung ihr minimum...
    die übertragungsfunktion des portes fällt hier nach obenhin steil ab.

  • FF
    Reaktionen
    105
    Beiträge
    1.868
    • 23. Juni 2006 um 12:52
    • #4

    Bei einem geschlossenen Gehäuse hast du bei einem gegebenem Lautsprecher nur einen Freiheitsgrad: das Volumen (Einfluss der Bedämpfung und der Gehäusegeometrie der Einfachheit halber vernachlässigt).

    Bei einem BR-Gehäuse sind es 2 Freiheitsgrade: das Gehäusevolumen und die Tuningfrequenz. Prinzipiell sind beide Parameter erstmal unabhängig voneinander wählbar, im Zusammenspiel der beiden Faktoren kommt dann am Ende ein brauchbarer Frequenzgang heraus, wenn man die Werte gut aufeinander abstimmt, oder eben nicht.

    Man kann nicht sagen, dass für ein Chassis generell nur ein Volumen und eine Tuningfrequenz sinnvoll sind - wie immer, es kommt darauf an :wink: So kann man z.B: für einen Sub mit einer sehr tiefen Tuningfrequenz arbeiten, die u.U. sogar zu einer Stufe/einem Anstieg im Frequenzgang bei z.B. 150 Hz führt, weil dieser Bereich von der Weiche abgeschnitten wird und die Stufe keine Auswirkungen auf den GEsamtschrieb mehr hat (hopplahop formuliert). Für ein Top dagegen wäre so etwas ungünstig.

    Die Tuningfrequenz lässt z.B. einfach am Impedanzschreib erkennen: das Minimum zwischen den beiden BR-typischen Spitzen gibt die Stelle an. Für eine bestimmte Tuningfrequenz gibt es dann auch nicht nur einen möglichen BR-Kanal, sondern zu jedem Querschnitt eine passende Länge (Korrekturen durch Portposition vernachlässigt) in Abhängigkeit vom Gehäusevolumen. D.h. bei einem gegebenen Bauplan kann ich völlig unabhängig vom Chassis über das Volumen und BR-Querschnitt und Länge die Tuningfrequenz errechnen (Korrekturen durch Portposition wieder vernachlässigt).

    Gruß FF

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 23. Juni 2006 um 13:25
    • #5

    Ok, das sind also die gehäusetechnischen Erklärungen. Konkret nochmal, wieso kann ich dann bei WinISD extra die Tuningfrequenz angeben, eigentlich müte es dass automatisch anhand des Gehäuses und der Ports ausrechnen?

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 23. Juni 2006 um 13:31
    • #6

    entweder du veränderst die portgeometrie oder du gibst halt eine tuning-frequenz vor. dabei verändert winisd bloß die länge des kanals, bei vorgegebener fläche.

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 23. Juni 2006 um 14:06
    • #7

    Verstanden.

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

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