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Erfahrungen mit Festkörper-Weißlicht-Laser ?

  • rayman
  • 30. Juli 2003 um 15:51
  • rayman
    Beiträge
    272
    • 30. Juli 2003 um 15:51
    • #1

    Hat eigentlich hier schon mal jemand mit einem Festkörper-Weißlicht-Laser gearbeitet?
    Wenn ja, würde mich interessieren von welchem Hersteller die Bank ist (technische Daten?) und wie das Teil im Vergleich zu einem Mischgas-Laser abschneidet.
    Sind wirklich alle Farben möglich?

    Die Technologie ist natürlich absolut verlockend, weil sehr guter Wirkungsgrad (nur 230V luftgekühlt bei bis zu 10W !!!) und lange Lebensdauer.
    Siw verwenden die großen Laserbauer aber weiterhin Gas-Laser.
    Das ganze muss also gravierende Nachteile haben. Welche?
    Vielleicht der Preis der Strahlquelle? Ich hab nämlich keinen blassen Schimmer wie die im Vergleich zu z.B. einer Coherent Purelight oder Spectra Physics Chroma Röhre preislich aussehen.

  • .Jens
    Beiträge
    184
    • 30. Juli 2003 um 16:10
    • #2
    Zitat von "rayman"

    Siw verwenden die großen Laserbauer aber weiterhin Gas-Laser.
    Das ganze muss also gravierende Nachteile haben. Welche?

    Wie wär's mit "geht nicht"? Zumindest wäre mir bisher kein Weißlicht-FK-Laser bekannt. Man nimmt ja gerade Mischgaslaser, um die Mischfarbe weiß zu erzeugen. Und Gaslaser eben deshalb, weil man die verschiedenen Gase im Gemisch durch einen gemeinsamen Pumpprozess anregen kann (e-Stoss/Plasmaentladung). Wie willst du einen Festkörper, der hinreichend breitbandig bzw. auf vielen Linien abstrahlt, denn pumpen? Zumal für grüne/blaue Emission?

    Jens

  • rayman
    Beiträge
    272
    • 30. Juli 2003 um 16:16
    • #3
    Zitat von ".Jens"

    Wie wär's mit "geht nicht"? Zumindest wäre mir bisher kein Weißlicht-FK-Laser bekannt.
    Jens

    Mir schon: "JenLas WhiteLight" von Jenoptik.
    Ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt, aber hat sich eben bisher nicht durchsetzen können.

  • .Jens
    Beiträge
    184
    • 30. Juli 2003 um 16:25
    • #4

    Ok, werd ich mir mal anschauen, man lernt ja gern dazu...

    Jens

  • rayman
    Beiträge
    272
    • 30. Juli 2003 um 18:02
    • #5

    Hab mir grad auch noch mal das Datenblatt angesehen:

    Da steht: Weißlicht 10,0W (minimum)
    >15W (typisch)

    Boaaah!! Das Teil würde ich wirklich gern mal in Aktion sehen.
    Aber bitte nur aus einiger Entfernung! :wink:

  • marcoboy
    Verifiziert
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    190
    Beiträge
    6.818
    Marktplatz Einträge
    3
    • 30. Juli 2003 um 19:43
    • #6

    du wirst du keine freude drann haben da die diverenz bei yag lasern ziehmlich hoch ist. Auch die Leistung stabil zu halten ist sehr schwierig. Für Beamshows mag ein yag dieser Leistung noch gehen aber für Grafik unbrauchbar !

    Mischgaslaser sind nu mal viel billiger und die strahlenqualität ist um einiges besser. Klar bei yag braucht man keinen Kristall mehr, der aufwand des blanking ist viel geringer .

  • djtechno
    Beiträge
    1.255
    • 30. Juli 2003 um 22:05
    • #7

    oh weia, 15 watt! da kannst ja löcher in betonwände schießen :o

    Hobby-D.J.(nicht kommerziell),Audio-Einstufung:Fortgeschrittener
    (Sorry wegen der Tippfehler)
    << Mach ma' Leisa,Minelli >>

  • KaiK
    Profi
    Beiträge
    292
    • 30. Juli 2003 um 22:53
    • #8

    Nee, für Löcher in Beton brauchts schon 1,5kW (damit gehts dann richtig gut)
    Grafik geht aber mit den Festkörper-Weißlichtsystemen auch ganz gut. Große Vorteile sind halt die geringe Stromaufnahme und das Luftkühlung reicht.

  • rayman
    Beiträge
    272
    • 20. August 2003 um 02:06
    • #9

    Hab gerade erfahren, dass tarm schon mal ne Show-Bank mit dem JenLas WhiteLight gebaut hat. Hat wohl sehr gut funktioniert.

  • Arieba
    Beiträge
    766
    • 25. August 2003 um 21:38
    • #10

    festkörperweislichtlaser ist eigentlich kein problem, nur billig ist es nicht. das ist das problem. ein popliger grünlichtyag kostet locker das 3-fache eines normalen Gaslaser mit gleicher leistung... UNd ein grünlaser ist nix anderes als nen halbierter (in der wellenlänge...) iR Laser. Den gibts nämlich praktisch umsonst (industriestandard-produkt...)

    braucht nochne weile, bis sich die dinger durchsetzen und in massen produziert werden. Teuer sind halt unterschiedliche farben. wirklich weisses licht haben die dinger meines wissens auch nicht. das blau ist wohl ne ziemlich teure sache dabei (glaub ich mich dran zu erinnern..)

    ... und W-Bins sind doch lauter als der Rest!

  • Powerlight1
    Beiträge
    16
    • 25. August 2003 um 22:16
    • #11

    Bei Medialas gibts schon einen kleineren Protoypen , der bereits im Einsatz ist. Leistung um die 500mW.

    habe noch nichts näheres gehört sonst.

    Gruss Markus

  • .Jens
    Beiträge
    184
    • 26. August 2003 um 11:04
    • #12

    Arieba: Ich glaube auch, dass in dem hohen Preis der Hund begraben liegt. Die Weißlicht-Gaslaser sind ja im wesentlichen technisch identisch mit den grünen Argonlasern, die sehr verbreitet sind (auch wenn die in Industrie und Wissenschaft wegen der hohen Verbrauchskosten mehr und mehr von DPSS-Lasern abgelöst werden). Man braucht ja "nur" ein anderes Gasgemisch (Argon-Krypton statt Argon) und anders abgestimmte Optiken, der Preis dürfte also pi*Daumen der gleiche sein.

    So wie ich das bei JenLas verstehen muss, ist der FK-Weisslichtlaser eigentlich drei komplette Lasersysteme in einem Gehäuse (RGB), von denen allein der grüne schon - wie du sagst - um einiges teurer ist als ein Argon. Ganz zu schweigen davon, dass es mir schleierhaft ist, wie die Jungs 10W blau produzieren :o . Da zahlt man ja sonst schon für ein paar 10mW 'ne gute Stange Geld.

    Und dann kommt natürlich noch der Stückzahlfaktor dazu: Weisslicht braucht man (bis auf wenige wissenschaftliche Anwendungen) eigentlich ausschließlich für Show, und gemessen am Marktvolumen für Laser dieser Leistungsklasse insgesamt ist das nicht gerade viel (im Gegensatz zu "grün", die braucht man ja doch recht oft...). Da wird der Preis wohl auch so schnell nicht sinken...

    Jens

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