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Linearer F-Gang WIRKLICH das beste?

  • brathahn
  • 30. Juli 2003 um 18:09
  • brathahn
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    151
    • 30. Juli 2003 um 18:09
    • #1

    Hi Leuts,

    ich wollt mal einige Statements zum Thema Eq-Setup hören.Wie stellt ihr eure Anlagen bei verschiedenen Musikrichtungen F-Gang mässig ein,Linear oder werden bestimmte Frequenzen angehoben bzw.abgesenkt wegen spassfaktor?(Ich gehe mal davon aus,das mit Rosa-rauschen und Messmikro gearbeitet wird.)

    MfG. Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
    Und nun immer feste draufhauen!

  • TomyN
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    • 30. Juli 2003 um 18:35
    • #2

    Hi Brati,

    also:
    - Ich mag den F-Gang linear bis ca. 4/5khz, von da an ein leichter Abfall (ergibt sich meist von selbst) ohne Sprungstellen.
    - Meinen linearen Bass mögen nicht alle (man kann aber da wo man es braucht nachschieben)
    - Rosa Rauschen und Mikro sind nicht mehr up to date und da funktioniert eine 'flat' Einmessung nicht, es sei denn Open Air.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • brathahn
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    • 30. Juli 2003 um 19:32
    • #3

    Schnelle Antwort!

    Was heist "Rosa Rauschen ist nicht mehr Up to Date"? Wie macht ihr das denn-nur mit Mucke einstellen?
    Meine einstellung ist von 30Hz-12kHz gerade danach leicht abfallend,bin ich gut mit gefahren.Musik ist Konserve von Techno bis Rock.

    Aber erklär mir doch bitte wie du das machst ohne Messung.

    MfG. Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
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  • TomyN
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    • 30. Juli 2003 um 19:36
    • #4

    Hi Brati,

    :) habe nie gesagt, dass ich nur mit Ohr einstelle. Hab da durchaus noch andere Möglichkeiten (schau mal die Signatur an).
    Aber (hier nur in Kurzform):
    RTA (Rosa Rauschen und Analyzer) liefert technisch korrekten F-Gang, der stimmt nur leider nicht (immer) mit dem menschlichen Gehör überein (Stichwort: Nachhall, Fensterung, Gesetz der ersten Wellenfront).

    Tomy

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  • aw-audio
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    • 30. Juli 2003 um 19:58
    • #5

    ich mags bei 50hz gut gepegelt, und der Kick möglichst ausgeprägt.
    Muss präsent sein, nich übermäßig, aber fühlbar schon.
    Ab 1,2Khz bis gut 4Khz kann man leicht etwas an fart zurücknehmen.
    über 10khz kanns dann etwas abfallen nach obenhin.
    Über 16khz brauch man eh kaum mehr was

  • brathahn
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    • 31. Juli 2003 um 16:50
    • #6

    @ TomyN

    Sowas hab ich mir schon gedacht, das das nicht nur um den F-Gang geht.
    Aber was machst du beim Anlagen-Setup Messtechnisch und worauf achtest du am meisten?
    Ich hab ja nur den Behringer DSP und mein Gehör.

    MfG.Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
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  • TomyN
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    • 31. Juli 2003 um 20:32
    • #7

    Hi,

    also ich habe meist keine Mega Events sondern so Midsize Dinger, oft auch Kirchenbeschallung.
    Hier so grob mein Vorgehen

    - Mit CD probehören, ob alles funktioniert, und auch da ist, wo es hinsoll (und der rechte EQ auch wirklich rechts eq't etc). Ausrichtung der Boxen überprüfen (= Rumlaufen und Hören).
    - Delay zwischen Tops und Bässen messen und ausgleichen (an meinem Ultradrive Pro). Das mache ich über das Groupdelay, ist ein etwas komplexes Thema, will da schon seit Monaten ein pdf dazu machen, komm einfach nicht dazu (und fahr jetzt zwei Wochen in Urlaub...).
    - Eventuelle Delaylines laufzeitmässig anpassen.
    - Pro Box drei Messungen machen, eine im Nahfeld (ca. 3-4 Meter von Box entfernt), zwei an sinnvollen Plätzen (im Bereich, den die Box beschallt, und wo auch Leute hin sollen).
    - Die Messungen übereinander legen, und nach gemeinsamkeiten suchen.
    - Je nach Aussehen der Kurven nur die Nahfeldkurve, oder einen Mittelwert der Kurven abspeichern
    - Die gespeicherte Kurve laden und invertiert anzeigen
    - Den entsprechenden EQ messen und entsprechend an die Kurve anpassen (geht echt gut mit ner parametrik). Dabei nicht zu exakt arbeiten, sondern Tendenzen erkennen und bearbeiten.
    - Das bei allen Boxen wiederholen.
    - Evtl. Kontrollmessungen in Bereichen, wo zwei oder mehr Boxen überlappen.
    - Das alles mit Musik kontrollieren.

    Tomy

    P.S. Das ganze erfordert etwas Erfahrung, und wenn es wirklich schnell gehen soll, dann lass ich den Leadsänger was erzählen, und dreh den Mastereq so, dass ich ne gute Arbeitsbasis hab....

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  • brathahn
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    151
    • 1. August 2003 um 20:32
    • #8

    Danke für die antwort!
    So ähnlich mach ich das auch,der Auto-Q Funktion trau ich nich so ganz.
    Bei mir ist das aber nur für Party-Beschallung,hab mit Delay also nichts am hut.Wichtig ist mir halt das der Sound möglichst gleichmässig verteilt wird und der Hochton nicht im Ohr kreischt.

    MfG.Brati

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  • BVC
    Beiträge
    650
    • 1. August 2003 um 21:25
    • #9

    Bei nicht so ganz komplexen sachen, 2 kleine stacks für party reicht es meistens völlig aus mit rauschen mal den ultracurve durchlaufen zu lassen und danach auf anspruchsvollem musikmaterial (rockige oldies in guter qualität, bei nur techno oder nur hiphop partys natürlich damit) mal durchzuhören.
    Ansonsten gibts doch auf TomyNs page n schönes pdf wo im prinzip das was er erklärt hat nochmal sehr ausführlich (und mit knöpfchen in SATLive ;)) drinsteht.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 3. August 2003 um 22:49
    • #10

    ... am besten klingen Systeme, die einen ausgewogenen Frequenzverlauf haben - und das möglichst über einen sinnvollen Abstrahlwinkel.

    Messungen mit Rauschen/Sweep etc. zum "Einstellen" der Anlage sind nicht ganz unproblematisch, weil der Raum u.U. (zu ...) stark mit in die Messung einfließt. Klangbestimmend ist dabei sehr wesentlich der Direktschall (Gesetz der ersten Wellenfront ...).
    Auch wenn ich mich wiederhole: Eine erstklassige Konzertgitarre für EUR 20.000,- klingt im Wohnzimmer UND auf dem Scheißhaus exzellent (also unabhängig vom "Raum" ...) - eine billige Wanderklampfe klingt überall wie eine Wanderklampfe.

    Ich fahre meine Soundanlage (Partyband und Oldieband - jeweils Live und keine Sequencer-Mucke !) jedenfalls komplett ohne EQ (...sowohl "vorne" als auch Monitor ...) und habe in praktisch jeder Location einen exzellenten Sound - und NIE Feedbackprobleme. Bei Live (besonders Krawallmucken wie Stadtfeste etc.) baue ich ggf. Multiband-Kompression mit ein, damit leise Parts (Hall ...) nicht im Mix absaufen.

    Bei größeren Veranstaltungen (2000 ... 8000 Leute) leihen wir uns dann etwas passendes (... auch von mir entwickelte Systeme ...) von einem gut befreundetem Verleihunternehmen - Betrieb natürlich auch ohne EQ ...

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin nicht kategorisch "gegen EQ" - nur: für Zeltmucken, Stadtfeste und halbwegs "normale" Saalbetriebe brauche ich sowas einfach nicht - denn: Viele Probleme lassen sich mit vernünftiger Aufstellung lösen.
    Komplizierte und verwinkelte (Schweine-) Hallen können u.U. EQ zum "erträglich-machen" oder zur Feedbackunterdrückung erfordern - aber auch hier gilt die alte Mixer-Weisheit: "He who equalizes less equalizes best ..."

    Viele Grüsse sendet

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