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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Abstimmung der LS bzw. sind diese Chassis brauchbar?

  • Philipp Wüst
  • 29. Januar 2007 um 18:52
  • Philipp Wüst
    Beiträge
    11
    • 29. Januar 2007 um 18:52
    • #1

    Hallo,

    wie müssen die Hochtöner mit Tiefmitteltönern abgestimmt sein, damit nichts heraussticht, also ordentlich klingt?


    Zum ersten HT: der geht "nur" bis 18 kHz, reicht das aus?
    bzw. zu beiden HT: sind die unterdimensioniert?

    Konkret geht es um eine Kombination folgender Chassis:
    Hochtöner:
    HT-88
    oder
    MHD-220N/RD

    Tiefmitteltöner:
    SP-6/150PA
    oder
    SP-8/150PA

    Kann ich die problemlos miteinander einsetzen, habt ihr bessere Vorschläge? Nur her damit ;), allerdings bitte ähnlich günstig.

    Danke schon mal im Voraus![/url]

  • zeck(e)
    Beiträge
    1.287
    • 29. Januar 2007 um 18:57
    • #2

    HI

    Kannst du eine Weiche berechnen? Hast du schon Erfahrung im Selbstbau? Am besten du benutzt die SuFu und machst dich da mal schlau.

    Pisa 05 ich war dabei...

  • Philipp Wüst
    Beiträge
    11
    • 29. Januar 2007 um 19:10
    • #3
    Zitat von "Zeck(e)"

    Kannst du eine Weiche berechnen?


    - Ja

    Zitat von "Zeck(e)"

    Hast du schon Erfahrung im Selbstbau?


    - Ich habe leider noch keine (praktische) Erfahrung im Selbstbau, handwerkliches Geschick ist allerdings vorhanden.

    Zitat von "Zeck(e)"

    Am besten du benutzt die SuFu und machst dich da mal schlau.


    - Leider muss ich zu meiner Schande gestehen, nichts bezügl. der Abstimmung gefunden zu haben.

  • adval
    Beiträge
    113
    • 29. Januar 2007 um 19:27
    • #4
    Zitat von "Philipp Wüst"


    - Ja


    Das ist schön für Dich hilft Dir aber nur begrenzt weiter. Eine Messmöglichkeit wäre durchaus von Vorteil. Ansonsten besorg Dir ein Simulationsprogramm, in das Du den (akust.) Aplituden- und Phasenfrequenzgang und den elektrischen Impedanz- und Phasenfrequenzgang eingeben kannst (z.B. die Excelsheets von PVConsultants)
    Ansonsten ist die Treiberwahl nich so unglücklich, diese Mini-HT-Treiberchen können erst ab recht hohen Frequenzen eingesetzt werden, daher ist ein kleiner Tiefmitteltöner stark im Vorteil.
    Achso: 18kHz reichen vollkommen, wie gesagt, die kleinen HT-Treiberchen haben wenig Probleme damit hohe Töne von sich zu geben.

  • Jobsti
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    7.942
    • 29. Januar 2007 um 19:58
    • #5
    Zitat von "Philipp Wüst"


    - Ja

    Interessiert nicht, du brauchst ein Messsystem, sprich nen MessPC, nen spezielles Micro, Preamp und die passenden Programme, gepaart mit Stativen und der richtigen Location.

    Dann musst du die Teile in nem Protogehäuse messen.
    Dann gehts weiter mit SimuSoftware, Weiche entwerfen, umbauen und weiter messen usw....

    Wenn du das kannst, dann kauf dir die Teile und guck obs klappt.
    Ansonsten gibts auch fertige Bauvorschläge mit Weiche von Monacor.
    Einfach auf die Seite gehen und das Selbsbauheft kaufen, evtl per EMail fragen obs noch das alte gibt....

    Wenn man sowas fragt:

    Zitat

    Zum ersten HT: der geht "nur" bis 18 kHz, reicht das aus?
    bzw. zu beiden HT: sind die unterdimensioniert?

    gehe ich davon aus, dass der Background und die Möglichkeiten für sowas nicht vorhanden sind.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 30. Januar 2007 um 09:07
    • #6
    Zitat von "Jobsti84"


    Dann musst du die Teile in nem Protogehäuse messen.

    Er muss nicht.
    Er kann. :grin:

    Die Annahme, das ein signifikant grösserer Aufwand zwangsläufig zur Verbesserung des Ergebnisses führt, ist allerdings weit verbreitet.

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 09:40
    • #7

    Sorry, aber ohne Messsystem ein brauchbares Top bauen halt ich fuer unmöglich.

    Der grössere Aufwand macht nicht zwangsläufig ne bessere Box, aber er ist zwingend um überhaupt realistische Chancen zu haben, eine ordentliche zu bauen.
    Und soll mir keiner sagen, er schafft das nach Gehoer.

    cu
    martin

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 30. Januar 2007 um 12:18
    • #8
    Zitat von "martin"


    Sorry, aber ohne Messsystem ein brauchbares Top bauen halt ich fuer unmöglich.

    Die Menschheit hat wesentlich grösseres geschaffen ohne Computer, geschweige denn einen Taschenrechner, lediglich mit einem gesunden Verstand, Erfahrung und Gefühl für die Sache.

    Heute meint man das alles durch Computer ersetzen zu können und kommt dabei lediglich auf herabfallenden Teile an Bahnhöfen und zu kurze Kabel in Flugzeugen.

    @ Philipp:
    Benutze den 8" und den HT-88.
    Rechne Dir eine Weiche zu 12dB/Okt ~ 6000 Hz, bei so hohen Trennfrequenzen passt das ohne Probleme.
    Zwischen die Weiche und den Ht schaltest Du einen regelbaren Widerstand, einen "L-Pad".
    Das Gehäuse kannst Du Dir rechnen unter Verwendung der gängigen Literatur oder kleiner Programme, das Ergebnis ist zwar nur näherungsweise, passt aber für diese Anwendung.

    Wenn Du dann nicht irgendwelchen elementaren Fehler bei der Montage machst, wird das Ergebnis brauchbar sein.
    Natürlich wird da Richtung Tiefton nicht viel gehen, aber das ist wohl auch nicht Sinn des Ganzen.

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 13:37
    • #9
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Die Menschheit hat wesentlich grösseres geschaffen ohne Computer, geschweige denn einen Taschenrechner, lediglich mit einem gesunden Verstand, Erfahrung und Gefühl für die Sache.

    Heute meint man das alles durch Computer ersetzen zu können und kommt dabei lediglich auf herabfallenden Teile an Bahnhöfen und zu kurze Kabel in Flugzeugen.

    Naja, nicht boes sein, aber das is reine Polemik.

    Wenn ich mir jetzt die Kurve des 8" ansehe, dann wuerde ich das schon lieber nachmessen wollen. Mir ist das zu stark geglättet. Tatsaechlich bewegt sich das in einem immerhin 10db Fenster. Auch die Impedanzkurven sind relativ dick eingezeichnet. Da lassen sich die Werte auch nur schaetzen. Ich wuerd jetzt nicht wissen, ob ich 18 oder 20 Ohm zum rechnen nehmen soll. Ohne Messungen kann man jetzt nur ganz klassisch eine Standardweiche auf der Achse hinrechnen. Da kann man ja gleich eine fertige verwenden :)

    Was off axis passiert, bleibt dabei voellig offen.

    Ich find nix dabei, wenn man sich das Gehäuse am Papier ausrechnet (wobei ich fuers Wurzelziehen schon gern nen Taschenrechner nehme). Aber dann nur nach gehör bauen? Das kann feste in die Hosen gehen.
    Ich hab da nach Gehoer auch schon mal beim Controllersetup ganz kräftig danebengelegen. Und da waren noch ein paar geschulte Ohren dabei.

    Noch dazu wo das ganze Messzeugs fast nichts kostet und Simus als freeware verfuegbar sind. Weichendesign ohne Messung wuerd ich lassen.
    Der einzige Vorteil waere, dass man schneller fertig wird, weil man die Unzulänglichkeiten nicht bemerkt.

    cu
    martin

  • fladdi-for-president
    Beiträge
    468
    • 30. Januar 2007 um 14:02
    • #10
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Rechne Dir eine Weiche zu 12dB/Okt ~ 6000 Hz, bei so hohen Trennfrequenzen passt das ohne Probleme.


    neeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnn...... *mann-der-von-klippe-fällt*

    "Must be..."

  • Seibel-for-President
    Beiträge
    6
    • 30. Januar 2007 um 14:04
    • #11

    Na dann werde ich dich mal auffangen, ich bin schon am Boden (zerstört :wink: )

    SFP

    *~*Èl Prèsidentè*~*

  • andariel
    Beiträge
    329
    • 30. Januar 2007 um 14:05
    • #12
    Zitat

    Der einzige Vorteil waere, dass man schneller fertig wird, weil man die Unzulänglichkeiten nicht bemerkt.

    Ist doch schonmal der erste Vorteil!


    Ganz im Ernst, die Weiche ist ein wichtiger Bestandteil allerdings nur einer. D.h. für ein gutes Design sollte das gut überlegt entwickelt werden.

    Ansonsten entstehen ein paar Schwierigkeiten bei der Trennfrequenz. Das ist aber gerade bei steileren Flanken nur schmalbandig.
    Leider auch Probleme bei der Abstrahlung aber ebenfalls nur in der Übernahmeregion.

    Ich bin überzeugt, dass wesentlich mehr als die Hälfte der hier postenden eine schlecht entwickelte Weiche per Gehör nicht identifizieren könnten.

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 14:12
    • #13

    Na ich glaub nicht, dass der 8er bei 6k noch 60° macht.
    Das wirkt bei der Abstrahlung ueber einen weiteren bereich.

    Und eine falsche Weiche hoert man glaub ich auch. Wenn auch eventuell ohne zu wissen, dass es daran liegt :)
    Im übrigen wuerd ich den Peak des Woofers bei 4k glattbuegeln wollen, wenn ich schon so hoch trenne. Und so weiter. Genug Stoff fuer umfangreiche Messereien finde ich.

    cu
    martin

  • ukw
    Verifiziert
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    6
    Beiträge
    1.566
    • 30. Januar 2007 um 15:35
    • #14
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Die Menschheit hat wesentlich grösseres geschaffen ohne Computer, geschweige denn einen Taschenrechner, lediglich mit einem gesunden Verstand, Erfahrung und Gefühl für die Sache.

    Heute meint man das alles durch Computer ersetzen zu können und kommt dabei lediglich auf herabfallenden Teile an Bahnhöfen und zu kurze Kabel in Flugzeugen.

    ... oder setzt im Rahmen eines Milliardenprojektes einen falsch programmierten Roboter auf dem Mars aus :!:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • adval
    Beiträge
    113
    • 30. Januar 2007 um 19:24
    • #15

    Ich stimme Mechwerkandi voll zu, bei einer derart hohen Trennfrequenz ist der TM-töner klangbestimmend, und der HT sorgt nur für den Glanz obenrum. Das lässt sich nach Gehör ganz gut hinbekommen (rein vom Pegel her).
    Ansonsten liefert eine gut gemachte Simulation auch recht brauchbare Ergebnisse. Also die Herstellerdaten mit SPL Trace "abtippen", dann Minimumphase (und evtl. Bafflestep) berechnen und mit dem Passivweichensheet eine Weiche zusammenfrickeln. Für besseres Abstrahlverhalten kann man ja den 6"er ins Auge fassen, obwohls mit den Komponenten sowieso nicht perfekt wird. Macht aber bei so einem Spassböxle nix.
    Ganz abgesehen davon kann das Ergebnis so sicher besser werden, als das was von einigen "Spezialisten" hier oft als Messplots gezeigt wird, wo ohne Sinn und Verstand und ohne Hintergrundwissen irgendein Low-end "Mess"mic vor irgendeinen Chinaböller gehalten wird...

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 19:38
    • #16

    Mit den herstellerdaten von dem 8er wuerd ich aber nicht arbeiten wollen. Ausserdem hast dann nur on axis daten. Die auch nicht wirklich praxisrelevant gemessen wurden. Nicht ganz uninteressant waere die tatsaechliche Impedanz bei der Trennfrequenz.

    das mag fuers Spassböxle alles egal sein. Aber "brauchbar"?

    Ein low end ECM8000 liefert wenigstens einen ganz guten Anhaltspunkt.
    Im gegensatz zur Simu, die bei betriebsleistung nur mehr Wunschdenken ist.

    cu
    martin

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 30. Januar 2007 um 22:13
    • #17

    Moin,

    hmm, Mechwerkandi löst kontroverse Diskussionen aus, das finde ich dringend nötig. Um einen brauchbaren Lautsprecher zu bauen muß man erstmal wissen was man braucht. Dann hilft Erfahrung, nicht etwa die Erfahrung viele Lautsprecher gebaut zu haben, sondern Hörerfahrung mit vielen Lautsprechern. Da kann man noch so lange mit gemessenen Frequenzgängen ohne jeden Hubbel wedeln, schon der nächste Lautsprecher ohne Hubbel klingt ganz anders.

    Sobald man Meßequipment einsetzt muß man wissen nach welchen Problemen man sucht, und wenn es nur das Problem ist einen vorzeigbaren Frequenzschrieb zu erzeugen :grin:

    Also im Sinne des Threadstarters, es ist ganz sicher nicht möglich einen außerordentlich guten Lautsprecher ohne Messungen zu bauen, aber mit ein wenig Geduld, und vielen Experimenten gelingt es sehr leicht einen brauchbaren Lautsprecher zu bauen. Die Anschaffung und Bedienung von Meßequipment hält nur allzuleicht vom Ziel ab, dem Ohr.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 22:17
    • #18

    Wobei du jetzt dein Ohr eher auf die Zeitachse legst?

    Was den Fgang angeht - ich hab durchaus rausgehoert, dass der 12er bei 1,2k Trennfrequenz noch zu breit abstrahlte. Dass der HT in Teilbereichen gute 6db zu laut war........ :oops:
    Wir haben gehoert, dass "irgendwas " nicht passt, aber was genau???

    cu
    martin

  • Philipp Wüst
    Beiträge
    11
    • 30. Januar 2007 um 23:20
    • #19

    Erst mal danke für eure viele Antworten!
    Interessant, dass ich hier eine solch rege Diskussion ausgelöst habe.
    Ich werde mir für den Bau von 2 "Spaßboxen" (und das sollen sie auch werden) kein Messequipment anschaffen, und kann daher Mechwerkandi und vor allem Hörnli nur zustimmen, es muss meinen Ohren gefallen.
    Ich möchte mit Lautsprecher bauen, die für ihr Geld gut sind, denn "außerordentlich gute" Lautsprecher (wie Hörnli meinte) liegen höchst wahrscheinlich außerhalb meines Budgets.


    Würde ich denn mit Stageline/Monacor Chassis einen guten Fang machen was Preis/Leistung betrifft? Die sagen mir nämlich allesamt mehr zu als irgendwelche McIrgendwas Lautsprecher. Unter anderem deshalb schrecke ich vor dem bau des ULB-Systems zurück...[/u]

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 30. Januar 2007 um 23:35
    • #20

    Jo Phillipp,

    Der hoernli hat schon auch recht.
    Nur les auch die Details. Da steht Geduld und viele Experimente.

    Ich hab mir auch gerade 4 Paar geschulte Ohren fuer einen AB Doppelblind Hoertest fuer diesen Samstag engagiert. NACH den Messungen um ein grobes Bild zu erhalten. Wobei Doppelblind heisst - ich werde auch nicht wissen, welche Box ich gerade ansteuere. Bin einigermassen gespannt, was da rauskommen wird.

    Von ausserordentlich gut kann da aber keine Rede sein. Es geht um ne Billig band PA. Auch Spassboxen sollten (müssen?) gewisse Rahmenbedingungen erfuellen, die man ohne Visualisierung kaum in den Griff kriegt.
    Meine bescheidene meinung.

    cu
    martin

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