N'abend,
Ich interessier mich seit kurzem fuer Mitteltonhörner. Haette auch gern mal versucht eines fuer meine 12er zu basteln.
Da hab ich aber ein paar gröbere Verstaendnisprobleme.
Ich sehe das in erster Linie als Waveguide und weniger um die Effektivitaet zu erhoehen. Nun hab ich mich mal ganz oberflächlich bei den Waveguides eingelesen, aber die Theorie dort lässt sich im Mitteltonbereich kaum umsetzen. Das scheitert schon an der erforderlichen Mundfläche. Die wird wenn man es ausrechnet recht heftig und der Durchmesser entspricht dann etwa der Wellenlänge. Ich habs hier nur fuer Hochton, da kann man etwas kleiner werden, wenn man es 3x anwinkelt und zum Mund hin den Winkel stark vergrössert. Lässt sich auch schoen errechnen, aber fuer Frequenzen im bereich 200-300Hz immer noch gut 1m Durchmesser.
In der Praxis scheint es aber mit den gängigen und zu kleinen Abmessungen zu funktionieren....wieso?
Da komm ich zum nächsten - wie krieg ich einen definierten Übergang von "rund" am Hals auf eckig am Mund? In dem Artikel den ich hier habe, gehts ja nur um rein konische Waveguides. Nun wuerd ich zwar die Hornfunktion und die erforderlichen Flächen ausrechnen koennen, aber das stimmt dann hinten und vorne nicht, weil es ja ein fliessender Übergang ist und wenn ich einfach die Daten aus der Simu übertragen will, krieg ich einen Sprung bei der cross sectional area.
Dann stimmts ganze Horn nicht mehr.
Ich hatte ja vor, dass ich mit entsprechenden Schablonen den simulierten Verlauf in die Praxis übertrage und so einen Plug fuer die Negativform kriege. Das geht so einfach aber nicht, weil dann zwar Hals und Mundfläche stimmen, wegen dem Übergang auf rechteckig aber der Hornverlauf entlang der Y Achse nicht mehr stimmt. Die Daten aus der Simu beziehen sich ja auf eine Konstruktion deren Form sich nicht weiter aendert. Also entweder konsequent rund, oder eckig. Koennte man zwar mit nem Plug korrigieren, aber das stell ich mir in Handarbeit eher unmoeglich vor. Oder einfach in der Art eines QTW aufbauen? Da geht man aber von einer plane wave aus, die man sphärisch machen möchte.
Was aber bei einem Konusmitteltöner nicht zutrifft, womit ich wieder bei den conical waveguides waere?
Kurzum, lässt sich die ganze Waveguide Theorie praxisgerecht umsetzen, oder muss man bei Frequenzen zwischen 200 und 1000Hz einfach ein bissl pfuschen?
Und gibts eine Möglichkeit ohne teure Software ein Horn mit rundem Hals und rechteckigem mund halbwegs zuverlässig zu designen? Diese rein eckigen Bastelhoerner mag ich weniger, ich haette es lieber in der Art der MSL4, wo man auch gut sieht, dass das nicht ganz symmetrisch und einfach aufgebaut ist.
Oder doch stur konisch und Hornverlauf/Funktion mit dem PP abbilden? Wobei der dann auch nicht einfach rund sein koennte, wegen den Ecken zu denen der Abstand dann deutlich groesser waere als zu den paralellen Wänden. Und ich wuerd gern im Bereich 900Hz bis 1,2k trennen. Da ist das nimmer ganz egal. Und zu guter Letzt - die Mundfläche wird wohl immer viel zu klein sein? Oder soll ich von haus aus Mundfäche mal 2 nehmen, weil die Hoerner sowieso geclustert werden und ich mit der Summe rechnen kann? Bzw, kann ich dann einfach die resultierende Fläche des errechneten Durchmessers hernehmen?
Wie kriegt der Ralph Limmer das so kompakt hin??? ![]()
Und letzte Frage - kennt jemand die AES Papers von geddes zu dem Thema? Soll keine Frage durchs Hintertürl sein, dass sie mir bitte jemand mailen möge. Ich zahls gern, bin aber unsicher ob die mir was bringen. geht ja doch um ein paar Hunderter.
danke
martin