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defekte TA2400

  • matthias bronko
  • 3. März 2008 um 16:53
  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 3. März 2008 um 16:53
    • #1

    Habe hier eine defekten 2400er Tamp.
    Leistungstranistoren (sc5200 / sa 1943) sind alle durch, auf beiden kanälen.
    Die Treiber sind noch i.o., aber zwei weitere Transen aus der Stufe (hängen im Emitterkreis der Endtransen mit drin) haben es erlebt und das dumme ist, das der Herr Chinese da unbedingt die Bezeichnungen abschleifen musste und das äußerst gründlich, bei 2 weiteren ICs auf der Platine war man schlampiger und man kanns noch erkennen.

    Hier mal Bilder welche gemeint sind (rot gekennzeichnet):


    Wenns irgendwo einen Schaltplan gäbe wäre ich dankbar, aber vielleicht steht dort die Bezeichnung auch nicht.
    Vielleicht hat ja jemand ein Modell wo die Bezeichnungen nicht abgeschliffen sind und hat ein Bildchen davon oder kann mir freundlicherweise die Bezeichnung nennen.

    Wenn mir jemand die Bezeichnung nennen kann, dann bitte noch auf die Bezeichnung schauen von den Tranistoren daneben, die ich mit einem gelben Strich gekennzeichnet habe, da auf der anderen Platinenseite sich das gegenteilige Paar befindet. Das gegenteilige Paar kann man erkennen, wenn man bei geöffneten Ampdeckel einfach auf den anderen Kanal schaut (von vorn betrachtet: rechter Kanal hat 4 Leistungstranist. 2sa1943, linker Kanal hat 4 Leistungstranist. 2sc5200)
    Ich nehme mal an, das bei der 1400er fast das selbe verbaut ist, nur weniger, sowie DAP P2000.

    Was sofort auffällt, die Kameraden haben mit einem Paar Tranis. gespart, der 5. Platz ist frei. Wenn ich denn den Rep. durchführen kann, werde ich dann auch den 5.Platz bestücken, was der thermischen Entlastung auf jeden Fall zu Gute kommen wird, was ja nie verkehrt ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Matthias Bronko (23. Juli 2008 um 14:55)

  • TCMC
    Beiträge
    59
    • 3. März 2008 um 18:06
    • #2

    Meine DAP P-1600 Endstufen sehen genau so aus.
    Die IC's sind LM311 und die Rot bezeichnete Teile sind IRF640, also FETs.
    Prüfe mal auch die beide 15V Zenerdioden auf Schluss und den 5532 Opamp, und also auch die 0,22 Ohm 5 Watt Emitterwiederstanden.

    TCMC

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 4. März 2008 um 19:22
    • #3

    Dank Dir für die Infos. Mal sehen ob ich bis nächste Woche Teile bekomme.

  • imyourdj
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.162
    • 5. März 2008 um 22:39
    • #4

    Es ist unwahrscheinlich, dass alle Transistoren defekt sind, wenn nur einer einen Kurzschluss verursacht, misst sich das so, weil alle prallel geschaltet sind. Du musst sie einzelnd auslöten und prüfen, bei mir war nur einer pro Seite gestorben.

    Andreas

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 5. März 2008 um 23:13
    • #5

    genau das habe ich gestern auch festgestellt. beim messen sind erst mal alle defekt, dann ists nur einer, soweit war ich schon.
    trotzdem danke für den hinweis.
    ich muss auch mal sagen, die sind sogar halbwegs gut selektiert, da hab ich bei einer maintronic schon was anderes gemessen.

  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 6. März 2008 um 10:08
    • #6

    was genau misst man denn an den Transistoren? Den Widerstand über Kollektor und Emmitter?

    Ich hab eine TA1400 MK2, die kann ich dir heut abend aufschrauben und mal nach den Bezeichnungen sehen. Soll ich?

    Gruß Daniel

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 6. März 2008 um 13:12
    • #7

    Man misst mit einem Multimeter die Schwellspannung des PN-Übergangs. Dafür benutzt man die Durchgangsprüfung mit dem Diodenzeichen auf dem Multimeter.
    Der PN-Übergang hat eine Durchlassrichtung und eine Sperrichtung. Dazu musst du die Polarität beachten, ansonsten wirds nix. P=positiv, N=negativ.
    an einer einfachen Diode sieht das dann so aus:
    + --|>|--- -
    das ist die Durchlassrichtung und hier misst du die Schwellspannung welche im Bereich von 450-700mV liegt. Ist sie deutlich zu niedrig ist was faul, was weitere Nachforschungen erfordert. In Sperrichtung kannst du max. eine Durchbruchspannung messen, was aber mit einem Multimeter hier nicht möglich ist, da die Durchbruchspannungen (außer bei Zenerdioden) ziemlich hoch sind. Dort sollte dir das Gerät OL = overload anzeigen.
    Bei Transistoren muss man dann schauen nach der Belegung und nach dem Typ, ob PNP oder NPN. Die Reihenfolge NPN / PNP steht für Emitter, Basis, Kollektor, was aber nach Typ unterschiedlich belegt sein kann, look @ datasheet.
    An einem NPN legst du + an die Basis und misst mit - einmal zum Emitter und dann zum Kollektor, dort sollten die Schwellspannungen messbar sein.
    Dann einmal verpolen und in Sperrrichtung messen.
    Bei Endtufen hängen die Leistungstransistoren meist parallel zueinander, was die Fehlersuche etwas erschwert, denn wenn nur ein Transi defekt ist, messen sich alle anderen aufgrund der Parallelschaltung auch wie defekt, dann hilft nur auslöten und einzeln durchmessen. Auch Widerstände zw. den Belegungen können das ergebnis versauen, dort hilft auch nur auslöten.
    Klingt alles ziemlich theoretisch, am besten mal beim Elektronikschrott nach einem alten Gerät mit diskreten Bautteilen schauen, SMD ist da noch nicht so angebracht, und dann einfach mal n paar Messungen machen, zerstören kann man dort dann eben nichts.

    Wenn du deinen TA mal aufschraubst und nachschaust, wär das nicht schlecht, vielleicht ist dort nichts abgeschliffen, aber bitte nach dem letzten Einschalten min. 15min warten, da die Elkos noch voll aufgeladen sind und sich erst langsam entladen, selbst nach 15min ist es nicht garantiert, dass alles Spannugsfrei ist, denn dort mit mehr als +/-50
    V gearbeitet, was schon etwas mehr krabbelt, als n 9V-Block. Gezogener Netzstecker ist natürlich selbstverständlich.

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 6. März 2008 um 17:51
    • #8
    Zitat

    aber bitte nach dem letzten Einschalten min. 15min warten, da die Elkos noch voll aufgeladen sind und sich erst langsam entladen, selbst nach 15min ist es nicht garantiert, dass alles Spannugsfrei ist, denn dort mit mehr als +/-50


    Das ist etwas übertrieben, die Elkos in solchen Amps sind nach dem Ausschalten recht schnell leergezogen. Kannst du ja auch vorne an den LEDs beobachten. Aber besser so, als andersrum.

    Gruß
    Thomas

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 6. März 2008 um 19:41
    • #9

    du nicht so schnell. bei dem TA hab ichs noch nicht probiert, aber bei der 2000er maintronic (wie pse sm 2000, amtec 2.0 usw) hält sich die spannung derart lang, da reichen 15min nicht im geringsten. da hab ich echt gestaunt, was es fürn netten Funken gab, als ich die spannungen mit meinen fetten Drahtwiderstand entladen hab.

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 6. März 2008 um 19:50
    • #10

    Abend,

    das kommt wohl drauf an, wie/ob der Ruhestrom eingestellt ist, und ob der Kanal überhaupt noch funktioniert oder angeklemmt ist.

    Hatte aber auch schon Geräte, die nach 3 Monaten noch Saft drauf hatten.
    Hab auch mal ne Endstufe über Ebay mit 80 Volt Restspannung bekommen. :D
    Die Spannung hält sich aber nur, wenn der Amp pfutsch oder verpfuscht ist. (Die Kabel vom Netzteil vertauscht) *Grrrr*
    --> Kaputtrepariert. Sowas kann ich überhaupt nicht ausstehen!!!


    Hab früher meistens einen Schraubenzieher zum entladen genommen. Das ist nur leider bei Endstufen ziemlich ungesund. (Zumindest für den Schraubenzieher)


    Gruß Simon

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 6. März 2008 um 21:06
    • #11

    bei der Maintronic war nur ein Kanal defekt, der andere ist i.O., Ruhestom stell ich aber erst ein, wenn er komplett läuft.
    Hab heut mit dem chinesen TA weitergemacht, ist wirklich übelst zusammengeschossen, wie Freitag kurz vor Feierabend und das ganze von Mister Sumo, denn sämtliche Schrauben sind festgewurzelt, im Kühlkörper gleich zwei nebeneinander abgedreht und einfach daneben neu gebohrt. Das abgebrochene Restgewinde hat natürlich den KK am Gehäuse fixiert was wieder flucherei ausgelöst hat. Wärmeleitpaste scheint bei denen auch sehr billig zu sein, weil in Massen, wahrscheinlich mit ß verwechselt.

  • Peter Jungblut
    Beiträge
    19
    • 13. März 2008 um 03:19
    • #12

    Naja, zumindest dürften die 2SC5200 echte Toshiba sein, is ja bei dem Chinazeugs auch nicht selbstverständlich.... Wenn denn nur ordentliche Elkos verbaut wären - dann wärn die Dinger echt verdammt unschlagbar.

    Ahhh - Naja die doppelte Versorungsspannung is auch nicht so recht (nennt man das Class-H??).
    Hab auch schon eine defekte 2400 hinter mir, zuerst dürften bei der die Gleichrichter abgeraucht sein, glaube die sind recht knapp dimensioniert (15A wenn ich mich nicht Irre)....

  • bassaddict
    Beiträge
    659
    • 22. Juli 2008 um 23:02
    • #13

    Hi!

    Wie sieht es aus? hast du jetzt alle Bezeichnungen? Endstufe schon repariert? 5. Pärchen nachgerüstet?

    mfg Bassaddict

    mfg Bassaddict

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 23. Juli 2008 um 14:52
    • #14

    Och das Ding werkelt schon wieder seit Ende März in der Mitte der Republik. Hatte ich dann gleich verkauft.
    Daher habe ich auch kein 5. Paar hinzugefügt. Habe noch einen TA1400 zur Rep hier, mal sehen ob ich bei dem das 4. Paar hinzufüge, wobei das eben echt blöd gemacht ist. Servicefreundlichkeit sieht absolut anders aus. Vermurkster kann ichs mir kaum vorstellen.

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