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TSP-Messung

  • Hörnli
  • 17. März 2008 um 18:28
  • mattias bost
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    • 20. März 2008 um 12:09
    • #21

    Hi,

    habe erst heute euren Thread geselen, ich messe meine Chassis immer zu Fuß von analog durch, aber eine ganz grundlegende Frage habe ich bisher nicht klären können:

    Wie messe ich überhaupt korrekt die TSP-Parameter, mit freischwingen oder bedämpften Chassis? Für die hier reichlich versammelten "Techniker": Chassis niederohmig an einer Endstufe (Spannungsquelle=>bei Messung bedämpftes Chassis) oder hochohmig (1k Vorwiderstand oder noch besser an einer Stromquelle => freischwingendes Chassis), letztere mein Favorit. Die "Betriebsmethoden" führen nämlich zu teilweise stark differierenden Ergebnissen.

    In zwei Punkten arbeite ich anders als die meisten:

    - Habe mir mit Ops ne echte Stromquelle (mit zwei Messausgängen für Spannung und Strom) gebaut, mit der ich den Impedanzverlauf bei 10mA messe.
    - Immer ein Skope an den Signalen, insbesondere die Resonanz kann man nur mit dem Skope im xy-Betreib genau messen (bei hochbedämpften Chassis ist das Impedanzmaxima zu breit für einfaches Ermitteln übers Spannungsmaximum)

    Nebenbei, zum ergänzend messe ich mit 100mA, gibt (natürlich) schon wieder andere Werte. Weichen die stärker ab, tja, da muß man halt schätzen was nun richtig ist.

    Grüße
    Mattias

  • Hörnli
    Beiträge
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    • 20. März 2008 um 16:45
    • #22
    Zitat von "Mattias"

    mit freischwingen oder bedämpften Chassis?

    Mattias, bitte mache Dir die Mühe allgemein übliche Bergriffe in bestmöglicher Rechtschreibung zu verwenden, ich habe Dein Posting jetzt 100 mal gelesen, und absolut nur "Bahnhof" verstanden. Dämpfung, wie Dämpfung?

    Es sind hier im Thread schon die direktmöglichsten sichersten Methoden zur Messung von BL (Seite 1, erster Post) und Mms (Folgende) beschrieben. Zum Auffinden der Impedanzspitzen (ohne und mit Zusatzgewicht) ist natürlich die Oszilloskop xy- Methode, über Lissajous (Phasenwinkel) vermutlich sehr schnell und genau. Ich denke jedoch, daß auch die Konstantstrommethode (1k Vorwiderstand, Spannungsmessung am Chassis auch sehr genau ist.

    @ Mechwerkandi: ich habe, wie du sicher merkst ein erhebliches Mißtrauen gegenüber Kisten mit nicht spezifizierten inneren Vorgängen (gilt auch für Software (in Audioplayern), da könnte ich über Audio schon ein Buch schreiben, aber nur das Erste der Reihe 0-100, "wofür saubere Algorithmen, der Kunde benutzt Ohren"). Danke für den Link!

    Und das Mißtrauen ist begründet:
    Ich habe einen, auf dem Rechner eines Freundes mit Wavelab generierten, und dort gebrannten Sinuston auf meinem Stationären CD Player gespielt,

    und einen mit Audacity auf meinem Rechner generierten und dortselbst gebrannten Sinuston auf meinem Portablen Player abgespielt.

    Es ergibt sich bei 78 Hz eine Schwebung von 16 Sekunden, also eine Frequenzabweichung von 1/16Hz, oder 0,06Hz, wer hätte das gedacht?

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    • 20. März 2008 um 17:29
    • #23

    Messen, allgemein:

    1)
    Ausreichend genaue Messwerkzeuge benutzen.
    Man kann aus 10 unwahrscheinlichen Ergebnissen ein wahrscheinliches mitteln, aber nicht aus 10 falschen ein richtiges.

    2)
    Beim Messen mit Sinustönen lässt sich das vorhandene Equipment ausreichend präzise über die Netzfrequenz eichen, die hält ziemlich genau 50 Hz.
    Für Messungen im Tieftonbereich ausreichend, bis ~ 500 Hz ist das noch nicht so weit weggelaufen.

    3)
    Kurvenform:
    Eine Sinuskurve folgt einer mathematischen Funktion.
    Das, was manche PC Programme als Sinus produzieren, folgt nicht mal der Mathematik. :grin:
    Ohne Scope geht da IMHO gar nix!

    4)
    Einige Chassiswerte sind Produkte aus anderen.
    Multipliziert man ein ungenaues Ergebnis mit einem anderen, wird das Ergebnis nicht genauer.
    Merke:
    Toleranzen addieren sich immer in der falschen Richtung, sind aber in der Summe = Null! :wink:

    Fazit:
    Etwas genaues nachvollziehbar messen, wird fallweise recht teuer und dürfte das Hobby-Budget der meisten weit überschreiten. Abweichungen, die für sich selber betrachtet verschwindend klein scheinen, verfälschen in der Summe das Ergebnis erheblich.
    Deswegen ist es manchmal sinnvoller, sich einem Zusammenhang empirisch zu nähern, als fragwürdige Messergebnisse als absolut zu betrachten.

  • Hörnli
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    • 20. März 2008 um 19:19
    • #24

    Moin,

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Beim Messen mit Sinustönen lässt sich das vorhandene Equipment ausreichend präzise über die Netzfrequenz eichen, die hält ziemlich genau 50 Hz.

    Leider nicht mehr, im Zuge der Eingliederung des neufünfländischen Stromnetzes wurde auf dynamische Netzsteuerung umgestellt. Netzkopplungen über Kurz-HGÜs wären zu teuer geworden, Auch wenn meine Gurke (Netz kannse :grin: ) gerade zwischen 49,99 und 50 springt... also Erbsenzählerei.

    Mit den weiteren Überlegungen schlägst Du in meine Kerbe.

    - Man sollte mäglichst direkt den Zielparameter messen, und Berechnungsumwege aufs Minimum reduzieren. (BL direkter als ZSE geht nicht, üblicherweise fällt dieser Parameter ja eher als Abfallprodukt einer Mess-, und Rechenkette an)

    - Das Problem mit der Unschärfe an den Resonanzspitzen haben automatisierte Messungen auch, spannend wäre ein Wettbewerb zwischen Pink Noise, stepped Sine und menschlicher Suche. Ungenauigkeit bei der Suche der Frequenz von Impedanzspitzen wird verursacht durch Ableseunschärfe und Generatorgenauigkeit, Meßgerät fällt raus, Relativmessung mit Zeiger. Eine Digit- Auflösung reicht bei kluger Nutzung auch, visuelle Hubbeobachtung ist wohl noch direkter. Also alles da, nur der genaue Generator (PC wird überprüft) und Ton- Abspieler (MP3- Player vorzugsweise) fehlt.

    Dann fehlt eigentlich nur noch die wirksame Membranfläche zur Konstantensammlung, hmm... Flächenhälfte der Sicke addieren?

    Die Qms setze ich mit einem Durchschnittswert an, ist ja ohnehin Wetterabhängig und einflußarm. Freiluftreso fällt bei Mms an... Fertig?

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • tthorsten
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    • 21. März 2008 um 10:17
    • #25

    Was spräche dageen ein amtliches Messgerät zu kaufen ?

    Monkey forest

    ATB

    CLIO 8

    DAAS

    Neutrik A2 Messplatz

    etc. pp

    also eine Hardware lösung.

    Ein hardware messbock wäre ja auch noch ne gute sache in der das Chassis hochkant ein gespannt wird und sich nicht bewegen kann.

    Je grösser der Vergleichsmesswiederstand und je genauer dessen Wert bekannt ist desto genauer wäre auch die Messung.

    Es gab auch mal im Klnag udn Ton eine Artikel sereie über das TSP Messen zu fuss.

    das ist aber sicherlich mehr wie 5 Jahre her hier mal im hifi forum oder bei der redaktion nachfragen wer die passenden Hefte hat.

    das war interessant.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Mechwerkandi
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    • 21. März 2008 um 11:28
    • #26
    Zitat von "Hörnli"


    ... also Erbsenzählerei.


    Richtig.
    Weswegen ich bemerkte: "ziemlich genau" :grin:
    Für den Hobby-Ermittler reicht es auf alle Fälle.

    btw. Faktor "Mensch":
    Wird in der Messtechnik als extrem unzuverlässig betrachtet, weil die Wahrnehmung der Vorstellung folgt.
    Kaufst Du Dir ein rotes Auto, siehst Du plötzlich überall rote Autos herumfahren, obwohl sicherlich nicht mehr da sind als vorher.
    Wahrnehmungen sind vorbesetzt: Bose? Das kann doch nichts sein...

    Membranfläche:
    Ist als Konstante schlicht unbrauchbar, weil sich die Fläche der Sicke über den Hub ständig ändert, ist bei x max einiges grösser als in Nullage.
    Je kleiner x max, umso geringer die delta-A, weswegen ich die Ansicht vertrete, das Chassis mit kleinem x max einfacher zu kalkulieren und damit besser händelbar sind.
    Leider sieht der Markt das offenbar anders...
    DC Displacement zieht zwangsläufig eine Veränderung der Membranfläche nach sich, uuuuups, völlig neue Sichtweisen... :wink:

    Bewertung:
    Aufwändige, fallweise teure Messtechnik suggeriert genaue, oder besser genauere, Ergebnisse.
    Ein verifizierbar genaues Messergebnis schafft ein individuelles Erfolgserlebnis und wird entsprechend hoch bewertet. Je komplexer der Zusammenhang, umso höher die Bewertung.
    Leider bleibt in der Euphorie manchmal die sachliche Bewertung des Messergebnisses auf der Strecke.
    Was nutzt das genaueste Messergebnis, wenn es in der Summe der Ereignisse unkalkulierbare Einflüsse gibt?
    Ich kann eine Armee von Ingenieuren mit den besten Rechnern beschäftigen, um ein Auto zu konstruieren, das geradeaus fährt.
    In der Summe wird es nie geradeaus fahren...
    Was nutzt eine mit extremem Aufwand ultra-linear abgestimmte Box, wenn ich genau weiss, das ich sie nur um die Ecke tragen muss, und alles ist beim Teufel?
    Mut zur Lücke.

    Ich selber setze z.B. audiotester nur für relative A-B Vergleiche ein, Fehlerdiagnosen etc. Man kann das System recht aufwändig kalibrieren, um absolute Ergebnisse zu erzielen.
    Weil ich aber nicht mal näherungsweise das Umfeld für absolute Ergebnisse schaffen kann, lass' ich das gleich bleiben.

    "Amtliche" Messgeräte erzeugen nicht bessere Ergebnisse.
    Im Vergleichstest MLSSA vs. audiotester brachte MLSSA kein besseres Ergebnis.
    In einem messtechnisch idealisierten Umfeld hätte das sicherlich anders ausgesehen, aber wer hat so etwas?

  • 20Hertz
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    • 21. März 2008 um 11:36
    • #27

    Moin,

    Konstantspannung vs. Konstantstrom: Timmermanns hat vor ewigen Zeiten einen Vergleich angestellt. Falls es von Interesse ist, kann ich den Artikel mal abfotografieren.


    Grüße
    Matthias

  • Hörnli
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    • 21. März 2008 um 17:29
    • #28

    Moin,

    @ Mechwerkandi: Du hast nicht Unrecht, aber Deine Ansichten spielen Forenmitglieder Neppern, Schleppern und Bauernfängern in Ihre verbrecherischen Hände.

    das System von Ansch, Basshorn:

    immer noch die meiner Ansicht nach beachtlichste Forenarbeit. Akribisch simuliert, mit beachtlichen Aufwand sorgfältig gebaut, aufwändiges Konstruktionsprinzip, methodisch korrekt gemessen, absolut gigantisch. Doch für mich sieht das so aus als würden die realen Daten der eingesetzten Chassis "etwas" von den in der Simulation verwendeten Daten Abweichen (BL, Mms)

    ein einfacherer Fall:

    Martins CB:

    hmmmm. Weitere Amerkungen schreibe ich beim "Blumentopf".

    es ist wohl recht einfach zu durchschauen worauf ich hinauswill:

    Der größte Unsicherheitsfaktor im Lautsprecherbau sind die Datensätze der verwendeten Chassis! Einfachste Messungen an den Kartonfrischen Chassis, BL und Mms, und schon stimmt das simulierte Ergebnis mit dem Erreichten überein.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    • 22. März 2008 um 10:25
    • #29
    Zitat von "Hörnli"


    Einfachste Messungen an den Kartonfrischen Chassis, BL und Mms, und schon stimmt das simulierte Ergebnis mit dem Erreichten überein.

    Unbestritten!
    Im Rahmen üblicher Bauteiltoleranzen sollte das stimmen.

    Verbleibt aber trotzdem die Frage:
    Was hab' ich davon? :wink:

    Ob der Sound nachher so ist, wie ich mir das vorgestellt habe, lässt sich nicht simulieren.

    Oder doch nur persönliche Befriedigung? :grin:
    Das wär's auf jeden Fall wert...

  • Hörnli
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    • 22. März 2008 um 12:13
    • #30

    Moin,

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Verbleibt aber trotzdem die Frage:
    Was hab' ich davon? :wink:

    Ob der Sound nachher so ist, wie ich mir das vorgestellt habe, lässt sich nicht simulieren.

    Ein Vogel singt nur im Kopf die Wunschmelodie. Dein Problem lässt sich physikalisch nicht lösen.:wink:

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    • 22. März 2008 um 14:05
    • #31

    Aha.
    Jetzt kommen wir der Sache schon näher.

    Die Sau wird vom wiegen nicht fett... :wink:

  • Hörnli
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    • 24. März 2008 um 22:58
    • #32

    Moin,

    sodala, die Mms Messung:

    Beteiligt:

    Ubuntu
    Audacity
    M-Audio Mobile Pre
    RAM R1500 gebrückt
    220ohm Widerstand
    liebevoll gepflegte Küchen-Balkenwaage mir Schiebe-/Dreh-Gewicht
    eine Edelstahl-Tasse und Teroson Scheibendicht abtupfbar, zusammen 203g
    BBC Goerz Metrawatt, Metravo 1H (Drehspulmultimeter)
    ein an einem Seil aufgehängtes Chassis, Achse horizontal
    und unzählige Hirschmann Labor-Stapel-Stecker mit fester Schutzhülse, berührungssicher = bastelkurzschlußsicher (geil)

    Ich behaupte jedes Chassis lässt sich bequem mit genau horizontaler Achse aufknüpfen, die Reaktionskräfte wirken also nur gegen die eigene Masse ohne versehentliche Dämpfung. Das Chassis wurde an den Klemmen gemessen, betrieben wurde es über den Widerstand an der Endstufe. Das Chassis ist eingewobbelt und wurde vor der Messung nochmal über den X-Max getreten. Rest ist klar denke ich.

    Ich habe zunächst jeweils einen langsamen linearen Sweep erzeugt, laufenlassen, und bei der Spannungsspitze anhand der Laufzeit die Reso geschätzt.
    Dann habe ich 3 jeweils 5 Sekunden lange Sinustöne aneinandermontiert, es ergaben sich so 15 Sekunden lange Testdurchläufe mit genügend Ablesezeit für die 3 Spannungs- Werte
    zunächst 22 23 24 Hz
    man bekommt recht schnell ein Gefühl für die Annäherung anhand der Wertesprünge zwischen den Frequenzen
    22 22,5 23 schon recht symmetrisch
    22,3 22,5 22,7 recht kleine Sprünge, aber der mittlere Wert immer noch deutlich der höchste.
    22,4 22,5 22,6 hmm, sehr undeutlich (Zeigerbreite). Testweise das digitale Billigmulitimeter drangehängt hier ist noch sehr deutlich der mittlere Ton mit höchster Spannung auszumachen, aber das Digitgezappel macht Augenkrebs.

    Nun wollte ich natürlich wissen, wie sich die Hubgröße auswirkt, bei diesem Chassis etwa 0,5 Hz zwischen 10 mm Peak/Peak und 2 mm.

    gleicher Durchgang mit der Tasse und Scheibendicht bei unveränderter Generatorspannung. Sitzt bombig fest, und ging spurlos ab.
    16,2 16,3 16,4, passt
    Hier fällt mir ein, daß sich die Audiokette ihrer unteren Frequenzgrenze nähert. Nächstesmal gleiche ich einfach den Hub bei Reso an, so habe ich alle Abweichungen mit einer Anpassung erledigt

    Mms=224g nach dieser Messung.

    Folgen maximaler Meßabweichung:
    Extremwerte!
    22,6/16,2 ergibt 214
    22,4/16,4 ergibt 234
    Abweichung des Zusatzgewichts:
    193 statt 203 Gramm: 213
    213 statt 203 Gramm: 235

    Meßgerät fällt raus
    Audiokette fällt wegen nahe beieinander liegenden Meßfrequenzen für eine Reso raus. Pegelabweichungen zwischen beiden Resonanzmessungen gleiche ich nächstesmal auf gleichen Resonanzhub aus. Die Genauigkeit der Spitzenermittlung ist auf mindestens +- 0,05Hz erhöhbar, mit Digitgezappel. Geeichte Gewichte zur Prüfung der Waage wollte ich schon immer leihen.

    weitere Quellen für Ungenauigkeiten?
    welche Genauigkeitsangabe wäre akzeptabel?
    Fragen?

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    • 25. März 2008 um 11:01
    • #33

    An und für sich SOLLTEN die techischen Daten eines industriell gefertigten Chassis nur im Bereich von max. 2-3% differieren, wenn überhaupt.
    >> Serienstreuung.

    Ich würde als erheblich grössere Abweichungen zunächst in der Messmethodik suchen.
    Ob das Zusatzgewicht jetzt in Relation 2-3% abweicht, würde ich als sekundär betrachten.

    IMHO gibt es hier ein Verkettung (>> Summenfehler) aus mehreren Faktoren.
    Zum einen scheint das gewählte Messgerät ungünstig (schlecht abzulesen) und/oder zu ungenau.
    Zum anderen bleibt ohne scope-monitor unklar, was die Endstufe aus dem Signal macht.

    Was die Genauigkeit angeht, gilt das gleiche wie für alle Messungen:
    So genau wie nötig.
    Ein Zimmermann wird kaum mit einem Mikrometer hantieren müssen... :wink:

    Die Bewertung des Messergebnisses ist eine andere Sache.
    Ziehe ich z.B. für meine Betrachtungen eine zeitgenössische Konstruktion aus 18" Langhub-Chassis und kleinem BR oder dergl. Gehäuse heran, muss mir klar sein, das sich Parameter wie:
    >> Membranfläche
    >> Nettovolumen des Gehäuses
    temporär ständig ändern.

    Dadurch relativiert sich natürlich die Frage nach der Genauigkeit der Messung, resp. der Darstellung des kompletten Systems. Solange die Bewertungskriterien uneinheitlich bleiben, kann die Frage nach der notwendigen Genauigkeit einer Messung nicht final beantwortet werden.

    Mir persönlich wäre wichtig, das Messergebnisse nachvollziehbar und wiederholbar sind.
    Eine f-gang Messung unter nicht-Laborbedingungen bleibt z.B. immer eine Momentaufnahme.

  • mattias bost
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    • 25. März 2008 um 11:01
    • #34

    Bin erst heut wieder dabei, drum:

    20Hertz: Der von dir erwähnte Artikel Spannungsquelle vs. Stromquelle bei Ermittlung der TSP täte mich sehr interessieren. Ich hatte da immer Unterschiede (>10%) und mich dann auf Stromquelle kapriziert, hat die doch keinen (rückwirkenden) Einfluß auf das Chassis und Leitungs- wie Übergangswiderstände interessieren nicht.

    Hörnli: Sorry, lag vielleicht am Schreibfehler, meinte "freischwingendem oder bedämpften Chassis", da schickt man einmal ohne Vorschau was ab und... "Freischwingendes Chassis" liegt beim Betreiben des Chassis an einer Stromquelle vor (Chassis wird nur durch Qm bedämpft), bedämpftes Chassis liegt beim Betreiben an einer Spannungsquelle vor (Chassis wird hier zusätzlich durch Qe bedämpft). Da Qe meist weit unter Qm liegt, darf man wohl schon von "freischwingendem vs. bedämpften Chassis" sprechen im Zusammenhang der Ermittlung der TSP sprechen.

    Zur Messmethode via "Konstantstromquelle mit 1k Vorwiderstand": Die habe ich lange Zeit verwendet, nur wars mir irgendwann zu blöd, immer die Spannung nachzuregeln (bei an die 60-70Ohm von dem ein oder anderen Chassis und nur 10V Quellspannung). Baute mir dann eine "echte" Stromquelle und war drüber erstaunt, daß sich dabei noch Änderungen von teilweise 5% (Qm,Qt) ergaben (die natürlich keine akustische Rolle spielen). Hätte solche Unterschiede gegenüber 1k Quellwiderstand nicht mehr erwartet!

    Grüße
    Mattias

  • 20Hertz
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    • 25. März 2008 um 19:51
    • #35

    Tacho,

    Zitat von "Hörnli"


    weitere Quellen für Ungenauigkeiten?


    Meine Erfahrung ist, daß man Chassis unmittelbar vor dem Messen nicht unnötig quälen soll, weil dadurch die Aufhängung kurzzeitig nachgiebiger wird als im Ruhezustand. Das bedeutet vorübergehend eine niedrigere Resonanzfrequenz, die sich im Laufe der nächsten Minuten (hoffentlich) auf einen stabilen Wert einpendelt. Manche Chassis reagieren da ziemlich divenhaft, manche dagegen recht unempfindlich. Mit dem BMS habe ich leider noch keine Erfahrungen gesammelt. :)


    Grüße
    Matthias

    P.S.: leicht OT, aber interessant:

    (Bei Timmermanns' TSP-Artikel geklaut)

    Rar1 = Strahlungswiderstand der Membranvorderseite.

  • Hörnli
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    • 25. März 2008 um 20:45
    • #36

    Moin,

    @ Mechwerkandi: sorry, einfaches Layout...

    >> An und für sich SOLLTEN die techischen Daten eines industriell gefertigten Chassis nur im Bereich von max. 2-3% differieren, wenn überhaupt.

    Für die tatsächlichen Daten ist natürlich lediglich die Fertigungsabweichung verantwortlich. Für die gemessenen Daten die Messgenauigkeit.
    Wie aber die in Foren gerne genutzten "Herstellerangaben" entstehen müssen Philosophen beantworten.

    >> Ich würde als erheblich grössere Abweichungen zunächst in der Messmethodik suchen.

    ich auch, aber...

    >> Ob das Zusatzgewicht jetzt in Relation 2-3% abweicht, würde ich als sekundär betrachten.

    die daraus folgende Abweichung ist gering, aber vorhanden

    >> IMHO gibt es hier ein Verkettung (>> Summenfehler) aus mehreren Faktoren.
    Zum einen scheint das gewählte Messgerät ungünstig (schlecht abzulesen) und/oder zu ungenau.

    Von diesem Meßgerät benötige ich keine wertgenaue Messung. Ich benutze 3 direkt aneinandermontierte Sinustöne und muß lediglich erkennen, ob am Montagepunkt der Zeiger steigt oder fällt. Steigt die Anzeige von Ton 1 auf 2, und fällt sie von Ton 2 auf 3, dann liegt die Resonanz (Impedanzspitze) definitiv zwischen Ton 1 und 3.

    >> Zum anderen bleibt ohne scope-monitor unklar, was die Endstufe aus dem Signal macht.

    Natürlich klirrt der Generatoralgorithmus, die Soundkarte, die Endstufe, aber die Fundamentale darf ich dennoch als übermächtig annehmen? Gröbste Anregungsfehler, zum Beispiel versehentliche Summierung zweier Tonspuren in Audacity habe ich akustisch genauso bemerkt, wie ich wüstes Clipping so erkannt hätte.

    >> Die Bewertung des Messergebnisses ist eine andere Sache.
    Ziehe ich z.B. für meine Betrachtungen eine zeitgenössische Konstruktion aus 18" Langhub-Chassis und kleinem BR oder dergl. Gehäuse heran, muss mir klar sein, das sich Parameter wie:
    >> Membranfläche
    >> Nettovolumen des Gehäuses
    temporär ständig ändern.

    Ich messe natürlich in der Annahme, dass die Anregung nahe genug am Kleinsignal ist, und das Ergebnis ist logischerweise nur für Kleinstsignalbetrachtungen brauchbar. Wobei das BL bei Großsignal nicht steigt, und auch die Masse praktisch unverändert bleibt.
    Das Thema "Time-invariant system" - oder nicht, ist nicht Teil dieser Messreihe

    >> Dadurch relativiert sich natürlich die Frage nach der Genauigkeit der Messung, resp. der Darstellung des kompletten Systems. Solange die Bewertungskriterien uneinheitlich bleiben, kann die Frage nach der notwendigen Genauigkeit einer Messung nicht final beantwortet werden.

    Abweichungen der Herstellerangaben beim BL und bei der Mms von im Regelfall mindestens 10% (zudem Beim BL nur nach unten ;) ) lassen mich eigene Messungen mit z.B. 3% als Konstruktionsgrundlage vorziehen.

    >> Mir persönlich wäre wichtig, das Messergebnisse nachvollziehbar und wiederholbar sind.

    mir auch, also danke für Deine Überlegungen, weiter so ;)

    >> Eine f-gang Messung unter nicht-Laborbedingungen bleibt z.B. immer eine Momentaufnahme.

    da selbst aktuelle Impedanzmessungen an Lautsprecherkonstruktionen hier im Forum allein von der Lage der Impedanzspitzen deutlich vom nach Herstellerangaben ermittelten Soll abweichen, denke ich, daß es an der Zeit ist AUCH dort anzusetzen.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 25. März 2008 um 20:54
    • #37

    Hallo Mattias ohne "h", :grin:

    Zitat von "Mattias"


    20Hertz: Der von dir erwähnte Artikel Spannungsquelle vs. Stromquelle bei Ermittlung der TSP täte mich sehr interessieren. Ich hatte da immer Unterschiede (>10%) und mich dann auf Stromquelle kapriziert, hat die doch keinen (rückwirkenden) Einfluß auf das Chassis und Leitungs- wie Übergangswiderstände interessieren nicht.


    Anbei die relevanten Artikel aus den K&T-Ausgaben von 95/96. :)

    *gelöscht*

    Sorry für die teilweise schlechte Qualität!


    Grüße
    Matthias

    Einmal editiert, zuletzt von 20Hertz (28. März 2008 um 14:30)

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 25. März 2008 um 21:00
    • #38

    Moin Mattias,

    Zitat von "Mattias"

    Hörnli: Sorry, lag vielleicht am Schreibfehler, meinte "freischwingendem oder bedämpften Chassis", da schickt man einmal ohne Vorschau was ab und... "Freischwingendes Chassis" liegt beim Betreiben des Chassis an einer Stromquelle vor (Chassis wird nur durch Qm bedämpft), bedämpftes Chassis liegt beim Betreiben an einer Spannungsquelle vor (Chassis wird hier zusätzlich durch Qe bedämpft). Da Qe meist weit unter Qm liegt, darf man wohl schon von "freischwingendem vs. bedämpften Chassis" sprechen im Zusammenhang der Ermittlung der TSP sprechen.

    Zur Messmethode via "Konstantstromquelle mit 1k Vorwiderstand": Die habe ich lange Zeit verwendet, nur wars mir irgendwann zu blöd, immer die Spannung nachzuregeln (bei an die 60-70Ohm von dem ein oder anderen Chassis und nur 10V Quellspannung). Baute mir dann eine "echte" Stromquelle und war drüber erstaunt, daß sich dabei noch Änderungen von teilweise 5% (Qm,Qt) ergaben (die natürlich keine akustische Rolle spielen). Hätte solche Unterschiede gegenüber 1k Quellwiderstand nicht mehr erwartet!

    Grüße
    Mattias

    ah, jetzt ;) . Ich habe bisher keine absolute Impedanzmessung gebraucht, und kannte somit auch das Problem nicht.
    Du schaufelst sogar Wasser auf meine Mühle. Deine Erfahrungen sind doch ein gutes Argument absolute Impedanzmessungen zu umgehen. Da ich das BL direkt mit Gewicht und Strom messe, und die Mms aus der schlichten jeweiligen Lage der Impedanzspitze ermittle, habe ich diese Probleme mit der Dämpfung schonmal nicht. Der einzige Wert, der mir noch zur Ermittlung eines vollständigen korrekten Datensatzes fehlt ist die Qms. Der Einfluss der Qms auf den Qts ist jedoch gering....

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 25. März 2008 um 21:22
    • #39

    Moin,

    @ Matthias (20Hertz): >> Meine Erfahrung ist, daß man Chassis unmittelbar vor dem Messen nicht unnötig quälen soll, weil dadurch die Aufhängung kurzzeitig nachgiebiger wird als im Ruhezustand. Das bedeutet vorübergehend eine niedrigere Resonanzfrequenz, die sich im Laufe der nächsten Minuten (hoffentlich) auf einen stabilen Wert einpendelt.

    ich hoffe, daß ich mit der Einstellung gleicher Spitzenhübe (mit/ohne Zusatzmasse) einen vergleichbarsten Einfluss der Einspannungsfeder auf die beiden Messungen bekomme. Das "Durchkneten" habe ich auf wenige Sekunden begrenzt, sodaß eine Erwärmungs-/Abkühlungs-bedingte Drift nicht zu erwarten war. Ich hoffe, daß die langwierigen Annäherungsinterpolationen bei der Resosuche einen halbwegs stabilen Einfluß der Einspannung annähern.
    Ich werde mal die beiden treffenden Dreifrequenz- Sequenzen ohne Vorwärmung laufenlassen, dann sehe ich wie das über Nacht evtl. weggelaufen ist.

    Das hier gemessene Chassis hat die Marke "Messobjekt", Messungen an benannten Chassis sollte ich wohl erst veröffentlichen, wenn die Methode anerkannt ist. ;)

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 25. März 2008 um 22:21
    • #40

    Moin,

    der Inhalt des "Altpapiers" repräsentiert sehr schön die bis heute gerade in "Unseren Kreisen" verbreiteten Irrtümer. Die Abweichungen in den Simulationen erklären sich AUSSCHLIEßLICH aus dem falsch gemessenen BL bei gleichgesetztem R_e. Von 5,4N/A bei 6,3ohm bis 6,3N/A bei immer noch 6,3ohm :shock: . Leute, das BL im Bereich der Nullage, den keine Messung verlassen hat, ist neben der Mms der stabilste Parameter eines Chassis. Die nach dem Einwobbeln nur noch geringen Änderungen der Freiluftreso durch Änderung der Cms, oder die geringen Änderungen des Qms, hinterlassen in der Simulation einer Box keinerlei Einfluß. 1 dB im mittleren Bassbereich :lol:

    Sowas passiert, wenn unveränderliche Basisdaten eines Chassis am Ende ungenauer Messungen herumdriftender Sekundärparameter aus denselben errechnet werden. Ich messe die Basisparameter, da weiß ich was ich habe.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

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