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Rauchverbot in Dtl. - Erfahrungen mit Disco & Live

  • blade11
  • 12. Januar 2009 um 14:50
  • blade11
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    • 12. Januar 2009 um 14:50
    • #1

    Ich wohne in 2 Bundesländern...und habe folgende Erfahrungen im Bereich Disco gesammelt. Generell, es war nirgends ein Besucherschwund festzustellen. 0,0. Dieses Argument ist völlig hinfällig nach meinen Beobachtungen.

    Zu NRW - Disco:
    Hier macht jeder, was er will. Hier ist der Nichtraucherschutz echt ein Witz
    Jeder 2. Laden macht einen "Raucherclub" auf. Also alles wie vorher, es wird normal geraucht. In den anderen Läden gibts Raucherbereiche, die aber eh nicht wirklich kontrolliert werden und wo dann ganze Floors zum Rauchen sind. Ätzend.
    Aber ich glaube das ist ne Frage der Mentalität. Die NRWler (gerade Kölner) haben wohl große Probleme, sich in sowas einzuordnen. Warum auch immer. Zu viel Toleranz ist eben auch scheiße.

    Zu Hessen - Disco:
    Hier (Bereich Kassel-Bad Hersfeld-Eschwege) sieht es etwas besser aus. Das Gesetz erlaubt hier keine Raucherclubs in Discos. Somit ist eine Umgehung des Gesetzes wie in NRW nicht möglich. Es werden meist Terassen mit Heizstrahlern verwendet, um den Rauchern gerecht zu werden. Ich finde das sehr gut, auch mal frische Luft schnappen zu können. Das ganze wird auch ganz gut angenommen. Zwar gibt es auch hier Deppen, die sich nicht dran halten wollen, aber zum Glück finden sich immer mehr Leute, die dann auch einschreiten und Druck machen (Ordnungsamt, Türsteher, Geschäftsleitung...). Ein Besucherschwund ist nicht feststellbar. Ich finde, das einige hessische Bsp. gut zeigen, dass es doch gut möglich ist, eine vernünftige Lösung zu finden. Außenbereiche lassen sich ja nun fast überall einfach mit Bauzäunen und Heizstrahlern einrichten. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Zumindest ist einigen Bundesländern.

    Ps.: Auf dem Land siehts leider auch in Hessen traurig aus. Bei diversen Dorfpartys wird ab 1 Uhr meist normal geraucht, trotz Verbot. Leider finden allgemein viel viel zu wenig Kontrollen statt. Zur Kasse bittet man ja lieber Autofahrer, die 6 KM/H zu schnell sind, aber keine potentiellen Krebserreger auf Partys

    Grüße aus NRW & Hessen

    Wie siehts denn bei euch aus? Wie ist auf Privatpartys, Hochzeiten etc. die Regelung?
    Hat einer ne Idee, wie man die Akzeptanz erhöhen kann?

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • pierre strubelt
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    • 12. Januar 2009 um 15:16
    • #2

    Also ich bin selber Raucher und liebe es bisher bei Veranstaltungen mit nem Drink in der Hand eine zu rauchen. Aber is ja nun nicht mehr. :(

    Hier werden auch Open-Air-Raucher-Bereiche eingerichtet. Bauzaun, Strohmatten, Heizpilze, Stehtische, fertsch. HÄSSLICH! Ich steh dann 10 minuten in der Kälte, frier mir den Ast ab. Und es fehlen immer ca. 50-100 Personen in den Locations zum feiern, Stimmung machen, Drinks kaufen. Also absoluter Mist.

    Für mich ist dieses Thema ein absolut rotes Tuch. Ich finde es eine Frechheit vom Staat vorgeschrieben zu bekommen wo ich rauche und wo nicht. In Restaurants seh ich das vollkommen ein. Da stört mich Rauch auch, aber in Clubs? Kein Verständniss.... Sorry

    Dresden ROCKT! Washroom, Showboxx!

  • tobias beck
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    • 12. Januar 2009 um 15:49
    • #3

    Ich rauche selbst nicht, von daher ist es mir zwar lieber als vorher, aber jetzt stinkt es in den Hallen nach Energydrinks, (die auf dem Boden klebend richtig wiederlich stinken) und Schweiß.
    Da war mir der Rauch fast lieber. Klamotten, die man am Abend anhatte, kann man aufgrund überschütteter Flüssigkeiten eh nicht mehr anziehen. Dafür freuen sich die Augen, wenns nicht mehr brennt :grin:

    Es verhält sich mit dem rauchen wie schon oben beschrieben: Sobald was getrunken wurde, so um 12-01 Uhr, fallen die Hemmungen und es wird auch in der Halle, usw. geraucht. Aber die Securities bitten diese leute meistens, ihre Kippen auszumachen. Das machen die dann auch... (zumindest, bist die Securities wieder weg sind)

    Was ist eine Signatur?!

  • ddt
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    • 12. Januar 2009 um 16:35
    • #4

    seit in bayern rauchverbot herrscht, geht die nebelmaschine
    viel öfters raus, zum geruchsübertünchen ;)

    mfg

    andreas

  • blade11
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    • 12. Januar 2009 um 18:17
    • #5
    Zitat von "Pierre Strubelt"

    Für mich ist dieses Thema ein absolut rotes Tuch. Ich finde es eine Frechheit vom Staat vorgeschrieben zu bekommen wo ich rauche und wo nicht. In Restaurants seh ich das vollkommen ein. Da stört mich Rauch auch, aber in Clubs? Kein Verständniss.... Sorry

    Hi Pierre. Ich denke, genau hier ist der Denkfehler. Man will dir nix aus reiner Willkür vorschreiben, sondern andere davor Schützen! Daher auch Nichtraucherschutzgesetz. Das dir dann Vorschriften gemacht werden ist zwar die Konsequenz, dies aber nur, weil jahrzente keiner auf Nichtraucher Rücksicht nahm und freiwillig Nichtraucherbereiche eingerichtet hat.
    Sieh es wie Geschwindigkeitsbegrenzungen. I.d.R. soll das z.B. die Fußgänger (Schulkinder) schützen. Nur das dieser Bereich eindeutig intensiver kontrolliert wird, obwohl ich die Gefährdung in gewissen Rahmen als durchaus vergleichbar empfinde.

    Was hast du gegen die Außenbereiche? Wenn da genügend Heizpilze stehen, friert auch keiner. Wie es gestaltet wird, liegt vorallem an dem Laden und der Phylosophie. Legt der Laden Wert auf Qualität, dann sieht der Bereich auch entsprechend aus.
    Ich habe im Außenbereich bis jetzt mehr Leute (Frauen) kennen gelernt, als im Laden :grin:

    @ ddt

    Ist denn die Umsetzung auch konsequent gegeben, oder interessiert das auch keinen, z.B. ab 1 Uhr oder wenn nicht genug Türsteher?

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • ADMIN
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    • 12. Januar 2009 um 18:24
    • #6
    Zitat von "Pierre Strubelt"

    Für mich ist dieses Thema ein absolut rotes Tuch. Ich finde es eine Frechheit vom Staat vorgeschrieben zu bekommen wo ich rauche und wo nicht. In Restaurants seh ich das vollkommen ein. Da stört mich Rauch auch, aber in Clubs? Kein Verständniss.... Sorry

    Wo keine Dritten geschädigt werden, kann man über die Legitimität staatlichen Handelns ja diskutieren. Wenn es beispielsweise um das Betäubungsmittelgesetz, um Glückspiel, meinetwegen auch um Inzest, da sehe ich ja gerne ein, dass es der eine so und der andere so sieht.

    Nun schädigt das Rauchen in Innenräumen aber Dritte, und zwar ganz massiv. Jedes Jahr sterben alleine in Deutschland einige tausend Menschen am Passivrauchen. Wenn dies kein staatliches Handeln rechtfertigt, was dann?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • treibsand
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    • 12. Januar 2009 um 19:10
    • #7

    Andererseits wird ja auch keiner der zu schädigenden Dritten gezwungen in verrauchte Räume zu gehen - bis auf die dortigen Angestellten.

    Hier im Norden ist es im Livebereich sehr entspannt. Man nutzt eben die Pausen (oder schlechte Supportbands), um zu rauchen. Natürlich passiert es hin & wieder, dass das Rauchverbot versehentlich in Vergessenheit gerät, aber entweder den wiederrechtlichen Rauchern fällt das von alleine auf, oder sie entschuldigen sich höflichst bei dn Leuten, die sie darauf aufmerksam machen.

    In Innen-/Altstädten fällt jedoch massiv auf, dass die Clubs Probleme mit dem Nichtraucherschutz haben - oder viel mehr sind es die Nachbarn, die Probleme mit den draussen stehenden (und sich unterhaltenden) Rauchern haben.
    Das führt zu wirklicher "Raucherdiskriminierung", da die Betreiber der Clubs natürlich dort Securities einsetzen, die die Raucher weg oder wieder rein schicken.


    Der Heizpilzwahn jedenfalls nervt...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Reini
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    • 12. Januar 2009 um 20:05
    • #8

    ..... ich würde mich sehr freuen, wenn genauso wie beim Rauchen, so Front bei der Lebensmittelindustrie von staatlicher Seite aus gemacht werden würde, denn hier liegt ein wesentlich größeres Übel als beim passivrauchen

    was da erlaubt ist, kannste mit etwas passivrauchen nicht erreichen :wink:

    ansonsten wird es relativ gut eingehalten; und im Gegenzug wird meine Nase mit Schweissgerüchen belästigt--- ge il

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Eliminator
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    • 12. Januar 2009 um 20:38
    • #9

    Ich rauche normalerweise gar nicht, nur bei stressigen VAs war dann doch mal schnell ne Schachtel weg. Seit dem Rauchverbot ist das natürlich weniger geworden, so sind es höchstens mal 1-2 Kippen während der Pause und nach dem Abbau. So hat es auch sein Gutes.

    Aber den Eindruck mit der Geruchsbelästigung kann ich teilen. Gerade da, wo viel geschwitzt wird (Disco, Rockkonzerte), fällt das immens auf.

    Daß die Gästezahl bei Veranstaltungen immer kleiner wird, liegt meiner Meinung nach nicht am Rauchverbot, sondern daran, daß es mittlerweile zu viele Veranstaltungen gibt. In der Regel hat man allein in unserer Verbandsgemeinde am Wochenende die Wahl zwischen mindestens 2. Zu alledem kommt jetzt noch, daß man die Leute mit der Wirtschaftskrise verrückt macht.

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • ljbigfish
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    • 13. Januar 2009 um 02:18
    • #10

    Moin,

    zur "Finanzkriese" kann ich nur sagen, dass ich in letzter Zeit öfter im Club war, und auch mehr Geld dort gelassen hab. Warscheinlich, weil ich nicht immer rausgehen muss, um frische Luft zu schnappen. Den Ohren fehlen natürrlich die kurzen Erholungspausen.

    Was das Rauchen angeht, stößt das Nichtrauchergesetz bei den Besuchen eher nicht auf Wiederspruch. Jedoch Angestellte sieht man öfter mal rauchen. Vllt. nichtmehr ganz so viel und auch nicht in den Hauptzeiten. Aber der Rauch-Gestank liegt dennoch in der Luft. Deswegen riecht man eigentlich keinen Schweiß. Und den Geruch von Energy-Drinks mag ich. Erinnert einen so richtig an das Club-Feeling.

    Hab auch schon gesehen, dass am Eingang Deo-Testproben zum mitnehmen rumlagen.


    Gruß Simon

  • pierre strubelt
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    • 13. Januar 2009 um 07:31
    • #11

    Das mein Beitrag Disskussionen aufwirft war mir schon bewusst. :D
    Natürlich schädigt es die dritte, aber diese "dritten" gingen doch vorher mit wissendem Risiko in die Clubs! Also sind sie ja, oh oh, das gibt Ärger: Selber Schuld. *duck*

    Es wurd in Clubs immer geraucht. Wenn ich als Nichtraucher in einen Club gehe, weiß ich VORHER bereits ganz genau was für gesundheitliche Folgen es für mich hat. Neben pubertären Komasaufen eben auch noch das Passivrauchen :grin:

    Ich denke, der demokratischste Weg wäre gewesen jeden Club SELBER entscheiden zu lassen ob er ein Nichtraucher- oder Raucherclub ist. Und wir alle wissen wofür sich die meisten entschieden hätten :wink:

    Was kommt als nächstes? Vielleicht wirkt der Nebel der Nebelmaschine auch Krebserregend? Oder macht Impotent? Neblerverbot? Bier tötet auf dem Heimweg von der Disko so viele (zum Teil verantwortungslose) Menschen. Autos auf dem Heimweg verbieten? Alkohol auf VA´s verbieten? Ich denke der Staat hat nicht das Recht jeden vor irgendetwas schützen zu müssen. Passt alles zum Buch was ich zur Zeit lese: Generation doof :roll:

    Dresden ROCKT! Washroom, Showboxx!

  • Chiefrocker
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    • 13. Januar 2009 um 11:18
    • #12
    Zitat von "ADMIN"

    Jedes Jahr sterben alleine in Deutschland einige tausend Menschen am Passivrauchen. Wenn dies kein staatliches Handeln rechtfertigt, was dann?

    Jedes Jahr sterben ca. 40.000 Menschen alleine in Deutschland an Alkohol und es leiden ca. 80.000 Angehörige am Passivsaufen. (Vergewaltigungen, Gewalt, Schulden etc.)


    Was tut der Staat dagegen?

    Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers!

  • ali stoll
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    • 13. Januar 2009 um 11:44
    • #13

    Also unterm Strich haben sie ja Recht, aber meiner Meinung nach ists einfach nur eine Stimmungsbremse!!!!

  • ljbigfish
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    • 13. Januar 2009 um 12:36
    • #14
    Zitat

    Ich denke, der demokratischste Weg wäre gewesen jeden Club SELBER entscheiden zu lassen ob er ein Nichtraucher- oder Raucherclub ist. Und wir alle wissen wofür sich die meisten entschieden hätten

    Genau! Wir alle wissen, dass es dann nur Raucherclubs geben würde. Das ist auch der Grund, warum dieser Weg nicht geklappt hat. Deswegen gibt es nun das Nichtraucherschutzgesetz.


    Gruß Simon

  • blade11
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    • 13. Januar 2009 um 12:45
    • #15
    Zitat von "LJbigFISH"

    Genau! Wir alle wissen, dass es dann nur Raucherclubs geben würde. Das ist auch der Grund, warum dieser Weg nicht geklappt hat. Deswegen gibt es nun das Nichtraucherschutzgesetz.
    Gruß Simon


    Richtig...diese Chance, wie ich ja auch geschrieben hatte, hatten die Betreiber jahrzentelang. Wenn etwas freiwillig nicht klappt, muss man ja die ganzen "Doofen" irgendwie von den Anderen trennen, um diese zu schützen ;)

    Klar, wer in nen Club geht, ist selbst schuld. Das Kind was auf die Straße läuft sowieso, wozu dann 30er Zonen....!?Also das Hause nicht mehr verlassen und Abends Dschungelcamp schauen.

    Natürlich ist das keine Diskriminierung...Bevor das kommt: Raucher werden nicht diskriminiert, sondern gesunde Menschen davor geschützt.

    Laut einer Studie: Der Feinstaub in einer Disko ist 100 mal höher als die Belastung in einer Großstadt...soviel dazu. Wer hat schon alles nen Partikelfilter und ne grüne Plakette....?

    Ps.: Hier soll es auch nicht unbedingt um eine Grundsatzdiskussion gehen, sondern eine Schilderung, wie die Umsetzung ist, was man besser machen kann und wie das bei Privatfeiern umgesetzt wird. :grin:

    EDIT:
    Die Idee mit den Deoproben finde ich ganz gut. Das wäre schon mal ne Idee, wie sich was verbessern lässt. In dem Stil bitte weiter :wink:

    http://hoch-zeit-dj.de/

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  • blade11
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    • 13. Januar 2009 um 12:53
    • #16
    Zitat von "Chiefrocker"

    Jedes Jahr sterben ca. 40.000 Menschen alleine in Deutschland an Alkohol und es leiden ca. 80.000 Angehörige am Passivsaufen. (Vergewaltigungen, Gewalt, Schulden etc.)
    Was tut der Staat dagegen?

    -Jugendschutzgesetz
    -Verbot von Flatratepartys
    Häufigere Kontrollen (Guck dir mal den Kölner Ring an...grünweis so weit das Auge reicht)
    -Aufklärung in Schulen durch Polizei

    Ich geb dir recht, dass dieser Bereich unterschätzt wird, jedoch irgendwo muss man ja anfangen. Es gab Zeiten, wo dies nicht notwendig war, weil einfach genug gesunder Menschenverstand existierte...

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • Rolf Gille
    Verifiziert
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    927
    • 13. Januar 2009 um 13:14
    • #17
    Zitat von "blade11"

    Richtig...diese Chance, wie ich ja auch geschrieben hatte, hatten die Betreiber jahrzentelang. Wenn etwas freiwillig nicht klappt, muss man ja die ganzen "Doofen" irgendwie von den Anderen trennen, um diese zu schützen ;)

    Diese Chance wurde ja von so manchem Betreiber genutzt, um dann mit Entsetzen festzustellen, dass die Umsätze extrem einbrachen.

    So manche haben dieses Wagnis nicht überlebt.

    Nun ist es Gesetz, dass die Gesundheit von Nichtrauchern, aber auch der Raucher geschützt werden. Damit ist der Staat seiner Verpflichtung das Leben und die Gesundheit der Menschen zu schützen, nachgekommen.

    Damit der Tread aber wenigstens im groben Rahmen innerhalb des Topics bleibt, hier mal der Erfahrungsbericht meinerseits in Kurzform:

    Die Discothekenbetreiber haben sich ja Anfangs sehr dagegen aufgelehnt. Inzwischen ist jedoch eine neue Erkenntnis durchgekommen, nämlich dass sie mehr Leute in ihren Laden bekommen, da ja so manche immer im beheizten Zelt vor der Türe stehen. Beispiel MGM, bisher durften aus Feuerschutzgründen maximal 1500 Leute gleichzeitig anwesend sein. Durch das beheizte Zelt, welches ca. 400 - 500 Personen fasst und diese auch meistens anwesend sind, können nun problemlos knapp 2000 Anwesend sein und kommen auch. Der Betreiber freut sich auf die Mehreinnahmen und will das Gesetz garantiert nicht kippen.

    Bei Liveauftritten werden nun 1-2 Pausen mehr gemacht. Der Ausschank freut sich über die Mehreinnahmen und die Bands, dass sie weniger für das gleiche Geld spielen muss/darf.

    Für mich als Tonkutscher und Raucher ist das zwar nicht so der Bringer aber ich habe mich damit Arrangiert. Außerdem ist es eh besser für die Slider des Pults, wenn keiner mit dem Aschedamoklesschwert darüber hängt.

    Lg,
    Rolf

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • skyworker
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    • 13. Januar 2009 um 14:02
    • #18

    Na hier gehts ja mal ab... als ehemaliger Raucher (25 Jahre lang - die älteren unter uns können sich vielleicht noch dran erinnern, dass eine Packung Zigaretten mal zwei Mark gekostet hat... und es waren 20 Stück drin, nicht etwa 4) und seit 18 Monaten Nichtraucher:

    Ich finde das Nichtraucherschutzgesetz war mehr als überfällig! Komischerweise funktioniert es ja auch (nur in NRW nicht, ich fand den Spruch "zu viel Toleranz ist halt auch Sch..." gerade mit Blick auf die ach so weltoffenen Kölner brillant!) sehr gut und ich kenne keinen Gastronomen, der sich über Umsatzeinbußen deshalb beklagt. Im Gegenteil, die meisten (die, die es auch durchziehen), stehen dem Nichtraucherschutz mittlerweile sehr positiv gegenüber. Wohingegen ich Läden kenne, die weniger Publikum haben, weil die Nichtraucher wegbleiben... wer mal morgens an den Klamotten riecht, der weiß was ich meine!

    Wo ich hinwill: Selbst in Irland klappt das in den Pubs, sämtliche anderen eropäischen Länder kriegens auf die Reihe, nur in Deutschland schreit man nach mehr "Raucherschutz", umgeht die Gesetzeslage mit "Raucherclubs" und reklamiert, dass Autofahren, Trinken oder Halmaspielen potentiell viel gefährlicher wäre - und man deshab natürlich im Recht wäre! Hurra Deutschland! Es muss ein Ruck durch dieses Land gehen!

    Sorry - OT!

    Wieder zum Thema: 1989 haben die B52s vier Konzerte in Deutschland gespielt, in meinen Augen ist das die perfekte Partymukke. Auf Wunsch der Künstler war damals Rauchverbot in den Hallen. Es hat funktioniert - komisch, oder? In den USA finden fast alle Konzerte schon seit Jahren Rauchfrei statt - selbst die harten Jungs auf der Bühne kriegen das hin und leiden nicht über Gebühr... wie kann das sein??? Warum muss ich als (mittlerweile) nichtrauchende Mehrheit morgens nach Qualm stinken und Gehwegplatten auf der Lunge haben, nur weil eine handvoll Raucher dort ihrer Sucht fröhnt, wo ich arbeiten muss? Ich schädige niemanden durch mein Verhalten, wieso ist es dann zu viel verlangt, etwas entgegenkommen von denen zu erwarten, die qualmen müssen?
    Stellen wir uns mal folgendes, wunderbar absurdes Beispiel vor: Ich betrete einen gut gefüllten Laden, in dem (Egalmodus an) House läuft. Die Tanzfläche ist voll, alle haben Spaß. Nun geh ich mit meinen Kumpels auf die Tanzfläche, packe einen fetten Ghettoblaster aus, drücke auf Play und (Egelmodus - die 2.) es läuft Deathmetal vom Härtesten. Yes, Pommesgabel und Headbangen! Bis zum Abwinken. Was wird wohl passieren? Klare Sache, wir fliegen raus! Hochkant! Oder meint ihr, irgendjemand käme auf die Idee, zu sagen: ach die Metaller, lass mal, war früher überall so, da bin ich auch in solche Läden gegangen, mich stört das nicht...

    Ich gebe zu, das Bild ist nicht ganz lotrecht - aber ganz falsch ist das auch nicht!

    SKY - der auch mal nicht wusste, wie er die zwei Stunden Galajob ohne Zigarette überstehen sollte und für den Flugreisen aus Schmachtgründen purer Horror waren

    Kein Applaus für Scheiße!

  • bassfaceb
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    1.127
    • 13. Januar 2009 um 14:30
    • #19

    ich gehe mal von der Grundsatzdiskussion weg und schildere mal:

    ich bin zwar raucher, aber rauche nur wenig bei Veranstaltungen, da ich dafür meist keine Zeit habe und es nen schlechten Eindruck hinterlässt.

    Das größte Problem, was ich in letzter Zeit beobachte ist, dass ich bei ~100Pax VA´s (Weihnachtsfeiern, Geburtstage, Hochzeiten/Hochzeitstage...) es deutlich schwerer habe Stimmung zu machen, da viele Leute rausgehen um eine zu rauchen und sich das Puplikum oftmals sehr flächendeckend aufteilt.
    Teils Tresen, teils rauchen, teils tanzend, teils sitzend.

    Wenn ich die Leute mit Mucke anheize, dann gehen meistens nach ca 5Liedern die hälfte raus um zu rauchen -derzeit in die kälte-
    Wenn diese Leute wieder reinkommen, setzen sich diese meist sofort hin und "trinken sich warm", bevor ich wieder mit diesen Leuten arbeiten kann.
    Die meisten Leute bleiben auch nichtnur die Zigarettenlänge von 5minuten draußen, sondern beteiligen sich am Gespräch und bleiben gern mal 10-15 minuten vom Saal weg.

    Dieses aufstehen "lass uns mal eine rauchen" oder kommst du mit, ich will eine rauchen...können dann ja draußen weiterschnacken" bringt meiner Meinung nach viel ungemütlichkeit in die VA´s, was ich sehr bedauere!

    solche Probleme hatte ich vor dem Rauchverbot nur minimal!

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 13. Januar 2009 um 14:55
    • #20

    .... schön dass es hierfür so viele verschiedene Meinungen gibt :D

    ich bin nichtraucher (war ich bis auf ganz wenige Ausnahmen immerschon), mich persönlich stört es auch nicht nicht ob geraucht wird oder nicht.

    was aber abgesehen von Schweiss der anderen noch ganz heftig auffällt, ist, dass die Leute welche jetzt draussen im Raucherzelt waren, an einem vorbeilaufen und eine kalte Rauchwolke hinter sich her ziehen, was mir viel ekelhafter vorkommt als wenn diese direkt neben einem rauchen

    P.S.: Umsatz gibt es nur dann mehr wenn ich mehr Theken/Verkaufsfläche/Bedienpersonal habe, aber nicht wenn die Leute in 3 Reihen warten müssen :wink:

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

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