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Tonabnehmer für einen Kontrabass

  • PeterG
  • 4. September 2003 um 10:31
  • PeterG
    Verifiziert
    Beiträge
    698
    • 4. September 2003 um 10:31
    • #1

    Hallo,

    von einfach bis etwas anspruchsvoller.....

    Welche könnt Ihr mir empfehlen? Ein Kontrabassist, der in nem 50Mann Orcherster Klassik spielt fragte mich vor kurzem nach einem empfehlenswerten Tonabnehmer, Kabelgebunden.

    MfG
    Peter

  • bassmanjan
    Beiträge
    194
    • 4. September 2003 um 11:14
    • #2

    ich hatte da früher einen von fishman, der war eigentlich sehr akzeptabel.
    ich würde immer welche empfehlen, die an den steg geklebt werden, die abnehmer zum "reinhängen" koppeln immer viel zu schnell.

  • MK
    Profi
    Beiträge
    373
    • 4. September 2003 um 13:16
    • #3

    Hallo Peter,
    das Problem aller Piezo-Pickups, egal ob billig oder teuer, ist, dass sie immer ein bischen "elektrisch" und somit unnatürlich klingen.
    Es kommt nun darauf an, welche Lautstärke Du fahren möchtest und wie weit die LS vom Bass entfernt stehen, kurz, wie groß die Gefahr einer Rückkopplung ist.
    Sollte es damit ein Problem geben, kommst Du nicht um og. Pickups herum und musst ggf. deinen parametrischen EQ kitzeln.
    Ist Feedback jedoch kein Probelm, würde ich den Bass folgendermaßen mikrofonieren:
    Ein Mikrofon mit Nieren- oder Kugelcharakteristik (musst Du ausprobieren, da jeder Bass anders ist) in ein Stück Schaumstoff wickeln und die ganze Mimik in die große Öffnung des Steges klemmen. Dabei sollte sich der Mikrofonkopf unter den Saiten befinden. Wenn Du ein Nierenmikro mit seitlicher Einsprechrichtung hast, kannst Du durch drehen desselben den Anschlag der Saiten (egal ob gezupft oder gestrichen) mehr oder weniger betonen.
    Mit einem Neumann KM 86 und dieser Technik habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl live als auch im Studio.
    Es gibt allerdings (selten) Bässe, wo diese Technik einfach nicht klingen will, dann sollte das Mikro vor einem der F-Löcher stehen, was natürlich ein Stativ und große Dilziplin des Bassisten erfordert.
    Vor kurzem habe ich auch erfolgreich ein Ansteckmikro der Fa. Microtech Gefell mit Kugelcharakteristik (AM 740), an den Steg geklemmt, eingesetzt.
    Viel Erfolg beim Probieren
    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • Audiowerk
    Verifiziert
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    2.757
    • 4. September 2003 um 15:02
    • #4

    Mir fällt spontan das hier ein:

    Das muss vom Instrumentenbauer wohl eingepasst werden; stammt von AKG. Ich kenn's aus der Uni, man kann damit arbeiten.

  • Campfire
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    1.356
    • 4. September 2003 um 17:36
    • #5

    Von Zeta habe ich schon fertige Stege für diverse Streichinstrumente (auch Kontrabass) mit eingebautem PU-System gesehen, wird einfach gegen den bestehenden Steg ausgetauscht.
    Grüße, Peter

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • PeterG
    Verifiziert
    Beiträge
    698
    • 5. September 2003 um 07:51
    • #6

    @all,

    vielen Dank für die Anregungen!!!

    MfG
    Peter

  • MatzeRockt
    Profi
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    • 13. Juli 2010 um 16:35
    • #7

    So,
    ich wärme das Thema nochmal auf.

    Ein Bekannter will an seinem Rockabilly-Kontrabass einen Budget-Abnehmer per Piezos realisieren. Es sollen 2 Piezos werden die ala Shadow oder Underwood (http://rock.bassico.eu/143/260?l=de) an die Stegflügel sollen. Tests mit jeweils einem Piezo bringen schon recht brauchbare Ergebnisse.

    Die Frage ist wie diese beiden Piezos kombiniert werden. Parallelschaltung? Reihenschaltung? Zusammenführen über aktive Elektronik (Phantomspeisung)?

    Wer kennt sich aus?

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Campfire
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    1.356
    • 13. Juli 2010 um 16:51
    • #8

    ich würde es auf 2 Kanälen ausgeben, dann hat man am Mischpult noch alle Möglichkeiten....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • danny def
    Verifiziert
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    • 13. Juli 2010 um 17:27
    • #9

    tip von mir als kontrabassist:

    der fishman klingt gut, wenn man ihn mit heisskleber anklebt (!!!).

    übder die dicke der klebeschicht lässt sich der klang regulieren und etwaige lauststärkeunterscheide zwischen den saiten ausgleichen.

    ohne diese maßnahme geht der fishman eigentlich nicht. mit aber sehr gut!!

  • MatzeRockt
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    • 14. Juli 2010 um 13:31
    • #10

    Hallo,
    danke für die Hinweise. Fishman fällt aus - zu teuer. Ausserdem existieren die Piezos ja schon. Jeweils einer funktioniert auch gut - nur die Kombination steht noch aus. Die Idee mit den 2 Kanälen ist erstmal ganz gut - ich werds mal an den Herrn Bassist weitertragen und schauen ob er damit leben kann (will).

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Jeremy
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    • 14. Juli 2010 um 15:22
    • #11

    Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe: Willst Du zwei getrennte Piezo-Systeme oder einen Tonabnehmer, der halt auf beiden Seiten des Stegs abnimmt? Falls letzteres (also die Lösung ala Underwood oder Shadow), dann brauchst Du Dir um die "Zusammenführung" keine Gedanken zu machen, aus dem ganzen Gebinde kommt genau ein Signal per Klinkenbuchse raus. Falls Du aber zwei getrennte Tonabnehmer und somit zwei getrennte Signale haben willst, dann passt das mit der Aussage, dass der Fishman zu teuer ist, nicht ganz zusammen. Doppelte Signalführung geht nämlich, wenn's vernünftig werden soll, auch ins Geld.

    Meine persönlichen Erfahrungen mit Kontrabass-PUs:

    1. Schaller Magnetic PU (das ist der, der ans Griffbrettende geschraubt wird): Der Klang ist irgendwie zu "magnetisch/elektrisch", da halt nur die Saitenvibration verstärkt wird und nicht (oder nur ganz unwesentlich) der Holzklang. Darüberhinaus rappeln sich die verstellbaren Polepieces auch gerne mal lose, und das kracht und scheppert dann ganz böse (na ja, zu Rockabilly passt ja vielleicht)

    2. Shadow SH950: Sowohl vom Klang als auch von der Handhabung her sehr robust und unproblematisch. Nicht unbedingt feinzeichnend und "schlank in den Fesseln", dafür aber ein recht guter Punch, der zu Rockabilly gut passen könnte.

    3. Fishman BP100: Hat bei mir gar nicht geklappt. Möglicherweise wäre der Tipp mit der Heißklebepistole sinnvoll gewesen, aber mit der Standardmethode (Metallklemmen am Steg) brachte ich einfach keinen Sound zustande, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Das war alles irgendwie zu dünn, harsch, piezomäßig.

    4. K&K Double Big Twin: Passt mir sehr gut. Der Klang ist nicht so dick wie beim Shadow, nicht so dünn wie beim Fishman, genau passend in der Mitte halt. Nach meinem Empfinden klingt das am ehesten nach Kontrabass.

    Wie gesagt, das sind nur meine eigenen Erfahrungen mit Tonabnehmern an einem alles andere als hochwertigen Kontrabass. Gerade bei akustischen Instrumenten kommt es ja noch auf eine ganze Reihe anderer Dinge an, angefangen beim Holz, über die Saiten, persönliche Spieltechnik etc. ..., also mach mich nicht verantwortlich, wenn's bei Dir nicht so klappt. :wink:

    Eine Zusatzoption, die einen Versuch wert ist, wäre ein Kontaktmikrofon (ich hab's versucht mit dem AKG C411) zwischen die Stegbeine geklebt. Das liefert einen Mörderpegel, allerdings keinen Mördersound. Die gesunde Mischung zwischen C411 für den Bauch und z.B. einem Fishman für die Kosmetik könnte ich mir gut vorstellen. Da bist Du halt immer auf zwei Kanäle, einer davon mit Phantomspeisung, angewiesen.

    Was Du bei Piezos generell immer verwenden solltest, ist ein geeigneter Preamp. Durch die Impedanzanpassung klingt der PU gleich um ein ganzes Stück erwachsener und teurer.

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • MatzeRockt
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    2.370
    • 14. Juli 2010 um 15:35
    • #12

    Hallo,
    bei dem besagten Kontrabass handelt es sich auch nur um ein "günstiges" Modell vom großen T. Die Doppel-Piezo-Abnahme soll wie ich schon schrieb wirklich wie beim Shadow oder dem verlinkten Underwood passieren - sprich eine Klinkenbuchse für beide Piezos. Der Doppelkanalvorschlag kam vom Kollegen Campfire.

    Die Testpiezos die wir hier haben sind 30 Cent Dinger ausm Elektronikkaufhaus und machen dafür erstaunlich gut los - Experimente bzzgl. der Klemmungen usw. sind noch nicht abgeschlossen.

    Sowas hier:

    Du nennst es "Gebinde" mit einem Ausgangssignal. Die Frage ist ja, was ist das Gebinde? Eine Parallelschaltung der beiden Piezos? Reihenschaltung? ...

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Campfire
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    1.356
    • 14. Juli 2010 um 15:54
    • #13

    Den besten Kontrabass-Sound den ich bisher hatte hab ich halt mit zwei PUs gehabt die auch getrennt am FOH ankamen....

    weiss leider nicht was für PUs das waren, sah recht abenteuerlich aus, wurde zum teil mit Gaffa am bass befestigt, dann per Klinke in 2 DIs.
    da konnte ich mir dann super den passenden Sound zurechtbasteln....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • nobodys
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    • 14. Juli 2010 um 17:42
    • #14

    Ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis erhält man mit den Schertler-Miks (die kennen sicher einge von Flügel oder Klavier). Diese gibt es auch für Bässe. Die tönen sehr fein!

    liebe Grüsse aus dem Brutofen...

    normal gibts schon...

  • Oliver Derks
    Verifiziert
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    • 15. Juli 2010 um 14:27
    • #15
    Zitat von "MK"


    Ist Feedback jedoch kein Probelm, würde ich den Bass folgendermaßen mikrofonieren:
    Ein Mikrofon mit Nieren- oder Kugelcharakteristik (musst Du ausprobieren, da jeder Bass anders ist) in ein Stück Schaumstoff wickeln und die ganze Mimik in die große Öffnung des Steges klemmen. Dabei sollte sich der Mikrofonkopf unter den Saiten befinden. Wenn Du ein Nierenmikro mit seitlicher Einsprechrichtung hast, kannst Du durch drehen desselben den Anschlag der Saiten (egal ob gezupft oder gestrichen) mehr oder weniger betonen.
    Mit einem Neumann KM 86 und dieser Technik habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl live als auch im Studio.

    Kann diese Methode auch sehr empfehlen!
    Bei mir hat es mit einem Neumann KM184 sehr gute Ergebnisse gegeben.

    In jedem Fall kann ich auch die Schertler Pick Ups wämstens empfehlen.
    Klanglich sind diese i.d.R. mit nur wenig EQ Einsatz auch in der Lage, ein zusätliches Mikrofon überflüssig zu machen.
    Ein wenig Werbung in eigener Sache: Wir sind autorisierter Schertler Händler.

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