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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Frage: Zusammenhang xmax und max Power

  • kdl64
  • 8. September 2011 um 20:20
  • kdl64
    Beiträge
    42
    • 8. September 2011 um 20:20
    • #1

    Mahlzeit!

    ich bin gerade dabei zwei ältere 18er zu verarzten die hier noch rumliegen, die also mal in eine Kiste zu verfrachten. Sind alte Emi's 18-600L, also nichts um sich gleich nass zu machen aber auch nicht so schlecht.

    Ich habe mal ausgehend von meinen Größenvorstellungen mit BassBox pro simuliert und es passt auch alles recht ordentlich zusammen.

    Was ich aber nicht verstehe:

    Wenn ich das ganze dann plotte zeigt er mir im gewünschten Frequenzbereich einen max electric input von ca. 100Watt an. Bei 600 Watt, womit dieses chassis angegeben ist errechnet er 15mm xmax, für die angebenen 6mm kommt er dann eben auf 100 Watt.

    Wie ist das zu verstehen und wieviel Strom darf ich den Dingern denn nun verabreichen?

    Danke + Grüße, Dirk

  • Online
    Jürgen Klingel
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    Beiträge
    4.860
    • 8. September 2011 um 20:40
    • #2

    Okay...dann musst Du halt ne andere Abstimmumg wählen, Kompromisse beim Frequenzgang vs. Gehäusegröße eingehen etc. Eine xmax Überschreitung unterhalb der Tuningfrequenz bekommst mit einer Aktivweiche/Controller vor der Endstufe in den Griff.

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Wulfson
    Verifiziert
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    1
    • 8. September 2011 um 21:16
    • #3

    um es einfacher auszudrücken...du hast zu tief abgestimmt. 40 hz sind mit dem chassis nich drin ;) (geschätzt)

  • fever fever
    Beiträge
    929
    • 8. September 2011 um 21:50
    • #4

    abend
    stell dir vor du trennst dein sub ab 75hz aufwärts dann hat er soviel wenig hub das du aufdrehen könntest bis die spule durchbrennt in der regel mehr als deine 600w
    andersrum du lässt hin ab 10hz laufen und gibst dementsprechend ein musiksignal drauf, dann hat die membran/antriebsystem soviel hub zu machen das dann bei bspw. 100 watt schluss ist obwohl die spule mehr aushält.
    jetzt musst du für dein einsatzzweck den passenden kompromiss finden, willst du dementsprechend tief musst du mit abstrichen im max pegel rechnen da nicht genug elektr. leistung da ist, wegen dem membranhub, oder lässt in einer fullrangekiste oder kickbass ab 50hz laufen evtl. auch 60hz, kommst zwar nicht so tief aber hast mehr pegel.

    gruss Andre

  • kdl64
    Beiträge
    42
    • 8. September 2011 um 23:03
    • #5

    Ah, ja.

    Nochmal simuliert und wenn ich die Box auf 53 Hz abstimme, passt es mit der Leistung. Ist zwar nicht das was BassBox vorschlägt aber dann passt es.

    Die andere Simulation beruhte auf dem suggested design von bassbox bei Einsatz eines aktiven Hochpassfilters. Dadurch verliert man zwar Spitzenpegel, erreicht aber eine lautere Wiedergabe tiefer Frequenzen. Warum wird dadurch aber die maximale Leistung so stark eingeschränkt?

    Was bedeutet das? Wird die verwertete Leistung durch den mechanischen Widerstand begrenzt, also egal was ich reingebe nur 100 Watt verwendet und in Lautstärke umgesetzt oder wird der Lautsprecher irgendwann zerstört?

    Grüße, Dirk

  • kdl64
    Beiträge
    42
    • 9. September 2011 um 20:49
    • #6

    Hallo nochmal.

    hat niemand eine Antwort auf meine letzte Frage?

    Danke!

  • sabbelbacke
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    Beiträge
    5.171
    • 10. September 2011 um 00:15
    • #7

    Die Watt-Angabe auf den Speakern meint immer die elektrische Belastbarkeit - also wie viel Strom, Spannung, Watt, Saft... kann man drauf geben, bevor was durchgrillt... Ob der Speaker mechanisch am Ende ist, ist damit eher weniger erfasst (streng genommen könnte man jetzt über die verschiedenen Messmethoden diskutieren, wie man diese Watt-Angaben ermittelt - da sind ein paar dabei, die dann auch mechanische Grenzen beinhalten, aber lassen wirs mal kurz einfach).

    Jetzt hat ein Speaker je nach Konstruktion mal mehr mal weniger Auslenkungsvermögen (xmax).. Ein richtiger Subwoofer mehr, ein kleiner Mitteltöner weniger.

    Faustformel generell ohne Gehäuse: Je niedriger die Frequenz bei gleichem Pegel, desto höher der Hub.

    Je nach dem in was für ein Gehäuse Du jetzt den Speaker steckst und wie Du dieses Gehäuse dann konkret abstimmst, verhält sich der Speaker in diesem Gehäuse anders (bezogen auf die Auslenkung, die Grenzfrequenz, den Pegel)...

    Steckst Du ein und denselben Speaker in ein kleines Bassreflexgehäuse mit einem kurzen Tunnel, hat die Membran bei einer bestimmten Belastung weniger Bewegung als in einem sehr großen oder sehr tief abgestimmten Gehäuse. Kurz: Je tiefer man mit der Grenzfrequenz runter will, desto mehr Hub muss der Speaker machen.

    Viele Simulationsprogramme prüfen jetzt, ob der Speaker entweder an das thermische (durch Strom entsteht Hitze, irgendwann grillts..) oder mechanische Limit (xmax) kommt. In einem zu tief abgestimmten Gehäuse kommt der Speaker dann bei niedrigen Frequenzen zuerst ans Hublimit, obwohl er vielleicht nur zu einem Bruchteil (in dem Fall 100 von 600 Watt) belastet wird.

    Konkret zu Deiner Frage:

    Wenn zu viel elektrische Energie in den Speaker fließt, wird er zunächst "zu" heiß, ultimo brennt dann irgendwann die Schwingspule durch. Dazwischen können alle Formen von Defekten auftreten, je nach Aufbau der Schwingspule, Material derselben, Material das Schwingspulenträgers.... Nicht selten münden diese Schäden dann in mechanische - z.B. kann sich durch Hitze der Kleber an der Schwingspule lösen, dann wickeln sich Spulenwicklungen ab, der Schwingspulenträger verkantet und krach - reisst was ab. Oder die Schinspule verkantet und die Membran hängt dann fest.

    Bevor was kaputt geht, steigt der Widerstand im Schwingspulendraht - durch diese Powerkompression geht Wirkungsgrad flöten, streng genommen ändert der Lautsprecher auch langsam seine Parameter dadurch.

    Wir das mechanische Limit überschritten, passiert im Extremfall der Aufschlag der Schwingspule an der Polplatte oder einer anderen Stelle. Also mechanische Kollision. Mi Glück gibts nur ein unschönes Klackgeräusch, mit Pech ist dann die Spule verbogen oder sonst was und der Speaker futsch.
    Bevor was kaputt geht, verliert der Speaker bei immer größerer Auslenkung salopp gesprochen an "Kraft", da die Schingspule nicht mehr optimal im Magnetfeld sitzt. Die Folge ist auch ein Leistungsverlust (Kompression auch hier).

    Beide Effekte (mechanische und thermische Überlastung) treten natürlich gleichzeitig auf, je nach Situation, Gehäuse, Speaker aber mal mehr der eine, mal mehr der andere.

    Übertreibt man es nur ein bisschen, dafür über längere Zeit, kann es auch zu Schäden kommen, ein Speaker hält nicht ewig, der hat auch Verschleisserscheinungen, die man bei Überlastung natürlich forciert, wie bei allen elektro-mechanischen Geräten.

    Hilft Dir das weiter?

    hornresp

  • kdl64
    Beiträge
    42
    • 10. September 2011 um 14:09
    • #8

    Ja, danke, das erklärt es schon ganz gut. Ich denke ich werde mich für einen Mittelweg entscheiden, die BR-Kanäle also erstmal etwas länger machen. Ich habe die Simulation jetzt nochmal auf eine Leistung von 400 Watt gerechnet. Damit werden die BR-Kanäle bei xmax ca. 22 cm lang, also etwa die Hälte der urprünglich gerechneten 38cm. Bei denn theorethisch möglichen 600 Watt steigt der xmax dann nur noch um 0,75mm was der Speaker im Notfall mal aushalten sollte. Im richtigen Leben wird er vermutlich selten mehr als 300 bis 400 Watt bekommen. Damit komme ich auf eine Abstimmfrequenz von ca. 35 Hz und einen f3 von ca. 43 Hz. Mit aktivem Hochpass. Reicht mir. Und zur Not kann ich ja, wenns ständig klackert, die BR-Kanäle ja noch etwas kürzen.

    Früher dachte ich immer für BR-Boxen gilt je größer umso besser ;) Ist wohl nicht ganz so.

    Also, wieder was gelernt, sehr gut!

    Ich berichte mal wenn die Kisten fertigt sind.

    Grüße, Dirk

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