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Preisgestaltung

  • Xone*
  • 17. September 2011 um 13:11
  • Xone*
    Beiträge
    926
    • 17. September 2011 um 13:11
    • #1

    Hallo,

    ich wollt mal fragen wie ihr eure preise gestaltet, hatte eben mal durchgerechnet was ich im Normalfall für nen Abend bekommen würde wenn ich alle Geräte berechne + Stunden + Anfahrt usw. Die Zahl war Astronomisch , würde kein Kunde bezahlen wollen.

    Wie macht ihr das ? Ich geh mal davon aus wenn ihr irgendwo aufleget gibt eine pauschale ,
    wieviel stunden usw, ihr da seit. Aber wie ist das mit den Geräten. Boxen , Licht, Kabel etc. nehmt ihr den Vermietpreis pro Gerät was zusätzlich dazu kommt ?

    Ich verkaufe

  • ewok
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    Beiträge
    2.541
    • 17. September 2011 um 13:33
    • #2

    Dann hast du entweder die falschen Preise oder die falschen Kunden :)

    Meine Kalkulation fürs DJing sieht so aus, dass Mietpreise der Geräte, Anfahrt und Stunden im Grundpaket (das bereits einige Stunden DJing beinhaltet) eingerechnet sind. Dem Kunden gegenüber rechne ich an DJ-Gage nur die reine Musikspielzeit ab; Auf-, Abbau- und Fahrtzeiten sind natürlich im Grundpaket also bereits berücksichtigt.
    Möchte ein Kunde zusätzliches Material haben (Nebenraumbeschallung, Floorspots, Movingheads,..) berechne ich das in der Regel extra, außer wenn die Gesamtkalkulation zB durch eine von vornerein hohe Stundenzahl es zulässt, ein paar Gimmicks ohne Berechnung mit ins Paket zu packen.

    Tom

    PS: btw, Kabel berechne ich grundsätzlich nicht; sofern es sich um die übliche Menge handelt, die zum normalen Betrieb der Gerätschaften erforderlich ist. Auch in der Vermietung bekommt der Kunde auf Wunsch auch noch einen Schwung Stromkabel ohne Aufpreis mit dabei.

    http://www.partyontour.de

  • hans geschwind
    Beiträge
    381
    • 17. September 2011 um 17:16
    • #3

    Preisgestaltung ist auch immer Regionsabhängig.

    Bei uns in der Gegend kostet i.d.R. z.B. ein Shure SM58 4,- Netto.
    40km weiter bekomm ich´s für 1,- Netto (!)

    Ne M7CL-48 kost bei uns in der Gegend ca. 250,- Netto
    40km weiter 190,- Netto ...

    Prolyte H30V 2m 10,- Netto
    +40km Prolyte H40V 2m 4,- Netto

    Geht ewig so weiter :)

  • MRspeaker
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    5.030
    • 20. September 2011 um 13:04
    • #4

    Preise sind sehr verschieden.
    Wenn jemand große Mengen einkauft und vermietet, günstigere Lagerflächen hat oder einfach mehr Jobs im Jahr macht, kann die Kalulation von Geräten ganz unterschiedlich ausfallen.

    Dazu kommt ein Mengenrabatt. (Durch mehr Tage und/oder Material)
    Ich denke diesen Mengenrabatt hast du bei deiner Kalkulation nicht berrechnet und kommst somit auf einen astronomischen Wert.

    Wir haben für jeden Artikel einen Vermietpreis (Kabel sind kalkulatorisch mit im Gerät eingerechnet, ausser man braucht wirklich sehr viel mehr Kabel...).

    Aus den Einzelvermietpreisen errechnet sich mit der Anfahrt und den Stundensätzen eine Gesamt netto-Summe.
    Diese Rabattieren wir.

    Ich habe nun einen Gewissen Prozentsatz in meinem System den ich nicht überschreiten sollte.
    Beispielsweise 50%.
    Muss ich über 50% rabattieren, würde sich der Auftrag nicht lohnen. Quasi ein kalkulatorisches Minus, Geld bringt der Auftrag ja trotzdem....


    Rabattiere ich unter 50% liege ich gut im rennen.
    Dann muss ich mir keine Gedanken machen.

    Bei uns klappt das so ganz gut.


    Ansonsten gibt es natürlich Marktüblich gewisse Richtpreise.....
    Das heißt irgendwo einigen sich dann eh alle Firmen auf einen Betrag der meistens im Rennen ist. also trotz unterschiedlicher Mietpreise sehen die Endpreise für eine Komplettbetreuung meist recht ähnlich aus.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • mike j.
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    • 20. September 2011 um 21:24
    • #5

    Hausregel: Dein Einkaufspreis durch 33 entspricht dem Verleihpreis.

    Dann schaust du dich um, was andere in der Gegend verlangen und passt deine Preise grob daran an. Mach Kernartikel günstig (Mischpulte, CD Player, Boxen) und Dinge, die "einfach so mitkommen" wie Effektgeräte oder Steuerungen für Licht, Kabel,... teurer.

    Bei uns zum Beispiel kostet ein Live Mixer recht wenig dafür das Siderack ein halbes Vermögen. Die Kunden checken das nicht und leihen trotzdem.

    Bei Funkmics verkaufe gleich die Procell um 2 Euro das Stück dazu, bei Nebenfluid den Liter Fluid um 4 Euro. Auch Lampenlebensdauer mit einbeziehen. Bei Angeboten schreib nie einen Transport oder Arbeit dazu. Frag ihn aber, ob ers selbst Abholt und/oder selbst betreibt. Wenn er den Service von dir will, hat er ihn soeben bei dir bestellt (und natürlich geht er davon aus, dass es nicht Kostenlos sein wird). Der Kunde hat aber immernoch den Preis vom Angebot vor Augen und auf der Rechnung steht dann Transport und Arbeit natürlich dann dabei.

    Wir haben noch nie einen Kunden gehabt, der das irgendwie negativ angesprochen hätte oder nicht mehr bei uns leiht. Nur manche, die auf einmal alles selbst bei uns im Lager holen - und was gibts geilere Aufträge, als Selbstabholaufträge?

  • skyworker
    Profi
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    • 20. September 2011 um 21:33
    • #6
    Zitat

    Hausregel: Dein Einkaufspreis durch 33 entspricht dem Verleihpreis

    - wie weit ist Innsbruck vom Paradies entfernt? Kann nicht mehr weit sein...

    Zitat

    Bei uns zum Beispiel kostet ein Live Mixer recht wenig dafür das Siderack ein halbes Vermögen. Die Kunden checken das nicht und leihen trotzdem.

    - "der Kunde" checkt das einmal und ist dann Ex-Kunde...

    Zitat

    Bei Angeboten schreib nie einen Transport oder Arbeit dazu. Frag ihn aber, ob ers selbst Abholt und/oder selbst betreibt. Wenn er den Service von dir will, hat er ihn soeben bei dir bestellt (und natürlich geht er davon aus, dass es nicht Kostenlos sein wird). Der Kunde hat aber immernoch den Preis vom Angebot vor Augen und auf der Rechnung steht dann Transport und Arbeit natürlich dann dabei.

    - das ist - mit Verlaub - ganz schön armselig...

    Ach ja - und einen in die Jahre gekommenen Performer mit 16 Inputs für 45 Euro findest du günstig???

    Staunend... SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mike j.
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    • 20. September 2011 um 21:42
    • #7

    Dann ist da Deutschland anders :-). Bei uns ist das die normale Liga und wir sind hier eher günstig am Weg als unsere Konkurrenz.

    Zum Performer16: Das Ding leiht mittlerweile kein Mensch mehr. Unsere Kunden wollen nur noch Komplettangebote und da steht dann meistens Midas Venice (wenn Analog) oder Yamaha LS9-16 oder LS9-32. Mit was anderem braucht man ja eh nicht mehr antanzen.

  • DJ-JAJA
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    4.137
    • 20. September 2011 um 21:50
    • #8
    Zitat

    Die Zahl war Astronomisch , würde kein Kunde bezahlen wollen.

    Die Kernfrage dabei ist, warum ist die Zahl astronomisch?

    Hierfür ist ein klassische Kalkulation die Grundlage. Wenn dann was rauskommt, was kein Kunde bezahlt, dann gibt es dafür keinen Markt.-> Game over!
    Vice versa betrachtet, schaust Du Dir den üblichen Marktpreis an. Wenn Du den nicht hinbekommst, dann gilt es die Faktoren zu suchen, an denen es liegt.
    Wo kannst Du Kosten senken?
    Geht das nicht, kannst Du nicht mitspielen und musst auf einem anderen Spielplatz Dein Glück suchen.

    Das war jetzt stark verkürzt, was mir als BWLer gar nicht leicht fällt. :lol:

    Achso noch was. Ich mach nen Job entweder für Geld oder für Spass. Das Finanzamt will aber dass ich es nur für Geld mache.
    Folge ich der Idee, dann mach es nur dann, wenn ich im gleichen Zeitraum nicht woanders mehr Geld bekomme.
    Lob und Annerkennung sind kein Teil einer Gewinnerzielungsabsicht! :wink:

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
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    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • freeze
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    • 21. September 2011 um 03:37
    • #9

    Um meinen Lebensstandard erhalten zu wollen brauche ich 10 000€ brutto im Monat. Damit das zusammen kommt muss ich diese Summe nur durch die Einsatztage teilen, dann kommt der benötigte Gewinn pro Abend heraus. Weil ich nur max einmal in der Woche arbeiten möchte (Freitags, Samstags ist in der Kneipe um die Ecke Stammtisch) muss ich also 10.000€/4 = 2.500€ pro Abend Gewinn machen. Ist doch ganz logisch? :grin: :grin:

    Mal ehrlich: Ob du schlecht kalkuliert hast oder nicht merkst du spätestens wenn du bankrott bist. :grin:

  • Bernd Masu
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    1.022
    • 21. September 2011 um 11:20
    • #10
    Zitat von "Freeze"

    Mal ehrlich: Ob du schlecht kalkuliert hast oder nicht merkst du spätestens wenn du bankrott bist. :grin:

    Aber dann ist es zu spät !

    Laufend scheitern viele Existenzgründer, weil sie schlecht, oder gar nicht kalkuliert haben.

    Zwei Jungs betrieben ihre kleine Spedition, und bekamen für jeden Transport bis zu 2000,- Euro.
    Hatten aber Kosten von 2500,- Euro = legten drauf.
    Wären sie zuhause geblieben = nix gearbeitet = jedesmal 500,- Euro gespart. :wink:

    Ein Bäckermeister + seine Bäckerei. Schuftete emsig über 20 Jahre lang.
    Aber wunderte sich, daß er finanziell "auf keinen grünen Zweig" kam.
    Erst eine Wertschöpfungkalkulation offenbarte seine Schwachstellen. Und er fand Auswege, für mehr Geschäft und Gewinne.

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • hell&dunkel
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    • 21. September 2011 um 12:47
    • #11
    Zitat

    Zwei Jungs betrieben ihre kleine Spedition, ...


    Wer bei einer deratig übersichtlichen Situation (2 Jungs, 2 Autos...) müssten schon wenige Aufträge reichen, um zu sehen, wie der Hase läuft.
    Ist im Transportgewerbe überhaupt noch Geld verdient?

    Zitat

    Ein Bäckermeister + seine Bäckerei.


    Gerade im Handwerk findet man über die Innungen (nicht über die HWK) genug kostengünstige oder kostenlose Beratungsangebote, um so etwas zu vermeiden.
    Dazu sollte der geneigte Bäckermeister sich ins Büro setzen und den Schalter im Kopf von "Teig&backen" auf "Kostenrechnung und Kalkulation" umschalten.

    Noch eins:
    20% der Kunden sorgen für 80% des Umsatzes.
    Weitere 20% verursachen 80% des Aufwandes. (Quelle: Deutsche Handwerkszeitung)
    Will man also Aufwand und damit Kosten reduzieren, gibt es eine recht einfachen Weg.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • treibsand
    Verifiziert
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    • 21. September 2011 um 15:21
    • #12

    Hach, Kalkulation - wie habe ich das gehasst...

    Is im Grunde aber ganz einfach:
    Man erstellt eine Preisliste, die ungefähr die lokale Preisebene wiederspiegelt und rabattiert dann je nach Kunde.
    Ar****öcher zahlen voll, für gute Freunde ist schon mal eine kleinigkeit umsonst oder gegen Gefallen drin und der durchschnittskunde zahl je nach Umfang des Gesamtauftrags. :grin: :grin: :grin:

    Man muss ja im Grunde auch einplanen, dass Fremde ggf. nicht ganz so umsichtig mit Material umgehen, dass man von unbekannten DryHirern abgezockt wird, dass es einen grösseren Aufwand bedeutet, 5x 5 Geräte zu Vermieten anstatt 1x 25, dass man an Personalkosten auch als Vermieter noch was verdient, dass Planung & Logistik nicht zwangsweise vom Umfang der VA abhängig sind, etc.pp.
    Was bei Preisgestaltungen auch nicht vernachlässigt werden darf, ist das Verhandlungs- / Verkaufsgeschick. Ich kann identische Ware zu höheren Preisen verkaufen.


    Warum man allerdings erschrickt, wenn man seine eigene Preisgestaltung mal komplett ansetzt, kann ich nicht verstehen :roll:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Xone*
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    • 21. September 2011 um 15:31
    • #13

    Der Schreck hat sich gelegt ;) Ich werd ein wenig was verändern , nach den Ratschlägen die ich hier bekommen hab.

    Hab mich wohl ein wenig verrechnet.

    (kann man sich nach oben hin verrechnen ? :lol: )

    Ich verkaufe

  • tufkadib
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    • 21. September 2011 um 17:12
    • #14

    Also die Mietpreise für Effektzeug würde ich mit Wurzel 2 multiplizieren, die für Endstufengestelle mit Wurzel 3. Kommt eben drauf an, was für eine Netzversorgung notwendig ist. :grin:

    MfG
    DirkB

  • Dennis13
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    • 21. September 2011 um 17:58
    • #15
    Zitat von "AzizMartin"

    Preisgestaltung ist auch immer Regionsabhängig.

    Bei uns in der Gegend kostet i.d.R. z.B. ein Shure SM58 4,- Netto.
    40km weiter bekomm ich´s für 1,- Netto (!)

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    Geht ewig so weiter :)

    Das kann nur Delta Vision sein... :wink:

  • DJ-JAJA
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    • 23. September 2011 um 21:58
    • #16
    Zitat

    20% der Kunden sorgen für 80% des Umsatzes.
    Weitere 20% verursachen 80% des Aufwandes. (Quelle: Deutsche Handwerkszeitung)

    Vilfredo Federico Pareto war´s und nicht die Handwerkszeitung! Das sei hier mal angemerkt, denn inzwischen mimem selbst Zeitungen den K.T.z. Gutenberg! :wink:

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
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    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • hans geschwind
    Beiträge
    381
    • 25. September 2011 um 09:05
    • #17
    Zitat von "Dennis Müller"

    Das kann nur Delta Vision sein... :wink:

    Richtig, das ist Delta Vision :)

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