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Unterschied XLR Lautsprecher Kabel und XLR Microkabel

  • Marcel1989
  • 18. Dezember 2011 um 15:18
  • Marcel1989
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    145
    • 18. Dezember 2011 um 15:18
    • #1

    Hi, habe mir für meine Aktiv LS XLR Lautsprecherkabel(2x2,5mm² Cordial) gekauft und bis lang immer damit betrieben.

    Allerdings habe ich jetzt mal aus Interesse einen Speaker mit diesem Kabel und den anderen mit einem XLR Micro Kabel(Cordial) betrieben.

    Darauf hin musste ich feststellen das der Lautsprecher am Micro Kabel wesentlich lauter war als der am XLR Lautsprecherkabel.
    Frage mich jetzt nun auch welches überhaupt das richtige Kabel ist.

    Woran liegt das?


    Gruß Marcel

  • Marian Humann
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    • 18. Dezember 2011 um 15:31
    • #2

    für aktive Boxen verwendet man Mikrofonkabel.
    Sogenannte Boxen XLR sind ein Überbleibsel aus der Urzeit, um passive Boxen mit einer Endstufe zu verbinden. Die sind schon seit Jahren in dieser Anwendung nicht zulässig, weil die Kontakte nicht gegen Berührung geschützt sind.

    Aktive Boxen bekommen ja allerdings ein unverstärktes Signal über XLR-3-pol-Mikrofonkabel, hier muss kein Berührungsschutz bedacht werden weil die Spannungen zu klein sind.

    Also... XLR-Boxenkabel verkaufen, und dafür XLR-Mikrokabel kaufen.

  • skyworker
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    • 18. Dezember 2011 um 15:33
    • #3

    Lieber Marcel, die drei dB bekommst du von mir geschenkt - nachdem du ein Fachbuch gelesen hast, welches sich mit den absoluten Grundlagen beschäftigt...

    Aktive Boxen betreibt man mit symmetrischen Kabeln! Und nur damit! Lautsprecherkabel sind in aller Regel ja zweipolig und auf XLR 1 und 2 belegt - damit fehlt dem Kabel erst mal die Abschirmung (was aber zu vernachlässigen ist), die Symmetrie (auch damit kann man leben) und schließlich (das hast du bemerkt) der Teil der Signalführung, den man gerne "off phase" oder "cold" nennt - im Fachbuch über Grundlagen wird dir dann erklärt, warum man so ein Signal "einbeinig" nennt und warum die Box an Lautsprecherkabel um drei dB leiser ist. Stichwort: Addition von Phasen

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • skyworker
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    • 18. Dezember 2011 um 15:33
    • #4
    Zitat

    ie sind schon seit Jahren in dieser Anwendung nicht zulässig, weil die Kontakte nicht gegen Berührung geschützt sind.

    - sagt wer? Quelle bitte!

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • treibsand
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    • 18. Dezember 2011 um 16:31
    • #5
    Zitat von "skyworker"

    damit fehlt dem Kabel erst mal die Abschirmung (was aber zu vernachlässigen ist), die Symmetrie (auch damit kann man leben)


    Na, ob ich mit den resultierenden Einstreuungen leben will, weiss ich nicht.
    Ich weiss auch nicht, ob Grundlagenbücherlesen immer und auf Dauer soo zielführend ist. Meine Erinnerung reicht nämlich nicht bis dorthin zurück. Ich hätte aus dem Bauch heraus auch nochmal 3dB verschenkt, weil durch halbierung der Spannung (nix anderes ist ja eine fehlende Phase) doch eigentlich auch die Leistung quadratisch (quadratwurzelig?) abnimmt. Somit wäre ich bei 6dB...
    Wer hat nu Recht? Mein altes Hirn oder Onkel sky?

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Marcel1989
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    • 18. Dezember 2011 um 16:43
    • #6

    Da ich die Kabel unter der Kategorie Lautsprecherkabel beim großen T gefunden habe, bin ich davon ausgegangen das dies wohl die richtige Wahl ist. Zumal sie sich optisch nur im Kabelquerschnitt unterscheiden. Konnt ja net wissen das die Schirmung nicht aufgelegt ist.

    Danke für die Auskunft, Micro Kabel wird bestellt

  • skyworker
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    • 18. Dezember 2011 um 18:33
    • #7

    Onkel Treibsand - du hast ja recht, im Jackpot sind 6 dB!

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tobias kammerer
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    • 18. Dezember 2011 um 23:53
    • #8
    Zitat von "skyworker"

    - sagt wer? Quelle bitte!

    SKY

    Hallo,

    das ist unter anderem mit dem CE Zeichen geregelt. Viel Spaß dabei, dass alles durchzulesen, wir besuchen dafür sogar Seminare. Jedoch ist nicht der Betrieb verboten, sondern die Inverkehrbringung. Du darfst ja auch noch deine alten 150 Watt Glühbirnen aufbrauchen, vermutlich auch noch in 20 Jahren (Das regelt aber die EU, nicht über das CE Zeichen)

    ...und die 3 dB waren beim Lästern natürlich fast peinlich.
    Trotzdem mag Ich deine Kommentare, manchmal für den Threadstarter aber vielleicht ein bißchen hart. Es ist ja Party PA. Irgendwo muss man ja mal seine Grundlagen erfragen. Warum nicht hier?

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • skyworker
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    • 19. Dezember 2011 um 00:01
    • #9
    Zitat

    Jedoch ist nicht der Betrieb verboten, sondern die Inverkehrbringung.

    - genau darauf wollte ich hinaus ^^ Danke für die Erhellung.

    Was die fehlenden drei dB angeht - dafür gibts ja Lübeck!

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • DJheini
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    • 19. Dezember 2011 um 08:36
    • #10
    Zitat von "skyworker"


    Und ich dachte die können nur Marzipan. :wink: (duck und weg)

    Weitermachen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Mechwerkandi
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    • 19. Dezember 2011 um 09:01
    • #11

    Die "CE" Kennzeichnung bestätigt zunächst mal nichts viel weiter als die Einhaltung der geltenden EU-Sicherheitsrichtlinien.
    Steht öfter auch mal für "China Export", aber das ist eine andere Sache...

    Die Verwendung von XLR-Steckverbindungen am Lautsprecherkabel ist selbstverständlich zulässig, wenn bei offenen Kontakten (male-Buchsen) die Vorschriften über Kleinspannungen eingehalten werden.
    Zulässig sind 50V AC, an 8 Ohm sind das um und bei 300 Watt Verstärkerleistung.

    Ansonsten wäre der Betrieb von grösseren Instrumentenverstärkern mit ihren Klinkenkabeln kritischer zu betrachten...

  • treibsand
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    • 19. Dezember 2011 um 09:22
    • #12
    Zitat von "DJheini"

    Und ich dachte die können nur Marzipan. :wink: (duck und weg)

    Is zwar Weihnachten beliebt, aber rekapitulier mal deinen gestrigen Frühstückstisch:
    Schwartauer Marmelade?
    Brüggen Müsli?
    Fischkonserven von Hawesta, Wefina & Co?
    Feinkostsalate von Mayo?
    ...
    Wenn die Lübecker was können, dann ist's Fressen.


    Was die XLRs angeht: die sind nicht mehr State-of-the-Art. Aber keine Norm verbietet sie...
    Weil: Glücklicherweise haben die Normungsinstitute dieser Welt die Ampanschlüsse noch nicht entdeckt. Nur die vom Andy erwähnten Spannungen durch "moderne" Verstärkerboliden und der Speakon als "State of Art" verbieten den Flächendeckenden Einsatz.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • lichtfürlau
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    • 19. Dezember 2011 um 13:57
    • #13

    Dies ist mein erster Beitrag zum Thema Ton. Hab von Ton absolut null Plan. Dennoch beschäftigt mich aktuell die zum Thema passende Frage ob die im Lager stehenden Subs (400wRMS an 8Ohm) besser mit Speakon ausgerüstet werden sollten. Ham schon einige Jährchen aufm Buckel, sind momantan mit Klinke und XLR ausgestattet und können aktiv als auch passiv betrieben werden.

    ina

    ============================================

    ***LICHTfürLAU***LICHTfürLAU***LICHTfürLAU***
    ****Lichttechnik für alle guten Parties in Berlin****
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  • Fisch
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    • 19. Dezember 2011 um 16:19
    • #14

    Es gab auch mal kräftigere Enstufen bei denen war der Ausgang XLR-female und bei den Boxen aus dem selben Haus waren die Eingänge dann logischerweise XLR-male. Also ziemlich Berührungssicher.
    Wer also Schutzbedürftig ist und nicht auf Speakon wechseln möchte (zb. auch wg. Verlängerbarkeit und Trommelbarkeit), kann sich sein System ja auch entsprechend umbauen.

    Gruß Fisch

    Staatl. gepr. Legotechniker

  • tufkadib
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    • 19. Dezember 2011 um 17:19
    • #15

    Die zulässige Spannung ist bei XLR nicht herstellerübergreifend einheitlich. Ich kann mich an ein Datenblatt von Cannon erinnern, die 120 oder 150V angaben.

    MfG
    DirkB

  • Fisch
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    • 19. Dezember 2011 um 17:59
    • #16

    Neutrik gibt seine Standard XLR-Armaturen mit 50V/16A pro Kontakt an. Das ergibt rechnerisch satte 800W.

    Staatl. gepr. Legotechniker

  • Mechwerkandi
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    • 19. Dezember 2011 um 18:00
    • #17

    Aufpassen:
    Die zulässige Betriebsspannung der Steckverbindung ist das eine, und die liegt tlw. deutlich über den 50 V, die als Kleinspannung (aka Schutzkleinspannung) ohne besonderen Berührungsschutz noch zulässig sind.
    Bei Endstufen mit ausschliesslich female-Ausgängen ist das unproblematisch, es gibt aber auch welche mit male/female kombiniert, um nicht nach dem Verlegen des Kabels festzustellen, das man quasi das "falsche" Ende in der Hand hält.

    Deswegen auch keine XLR für die Verkabelung von mobilen 100V Anlagen, obwohl die Idee etwas Charme hätte, für Lautsprecher und Mikros das gleiche Kabel zu verwenden.

  • tufkadib
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    • 19. Dezember 2011 um 18:46
    • #18
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Deswegen auch keine XLR für die Verkabelung von mobilen 100V Anlagen, obwohl die Idee etwas Charme hätte, für Lautsprecher und Mikros das gleiche Kabel zu verwenden.


    Genauso mach ich das auch.

    MfG
    DirkB

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