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Lautsprecher der Zukunft? Immernoch Pappe & Spule ?

  • PA-Freund068
  • 28. Januar 2012 um 21:43
  • PA-Freund068
    Beiträge
    360
    • 28. Januar 2012 um 21:43
    • #1

    Hallo

    Ich frage mich als mal ob man denn den klassischen Antrieb eines Dynamischen Lautsprechers irgendwann durch einen besseren ersetzen kann?

    Vielleicht nicht mehr durch eine Schwingspule und Pappe welche Luft in bewegung setzt um damit Schall zu produzieren?

    Oder vielleicht zumindestens so das die Spule nicht mehr durchbrennen könnte oder das man ganz darauf verzichten könnte?

    Im Prinzip muss man ja nur Luft in Bewegung setzen oder?

    Ich kenne da solche Spassversuche wo jemand mit einem Festplattenarm und einer Membrane Musik erzeugt....neija. :D

    Es wird zwar alles moderner aber irgendwie hat sich an dem Prinzip eines Lautsprechers seit der Erfindung bis heute doch nicht so viel getan oder?

    Ok der Wirkungsgrad und Klang wurde besser aber sonst... vielleicht sollte man wirklich mal nach anderen Möglichkeiten für diese Art der Schallerzeugung suchen.

    Das Lautsprecher heute von der Leistung her auch belastbarer geworden sind, lasse ich aussen mal vor. Immerhin kommt es auf den Wirkungsgrad und somit der mögliche Schalldruck an der damit erzielbar ist. Man sollte nicht vergessen wieviel Leistung man oft durch Endstufen erzeugen muss und wieviel Strom da als auf VAs fließt damit in den Boxen diese Membranen schwingen.
    Wenn man mal überlegt wie schwer so eine Membrane ist, so dürften auf manchen VAs einige 100g durch einige KW Strom bewegt werden oder? Ich finde das mit den Jahren irgendwie sonderbar. Wobei ich mal gehört habe das der Wirkungsgrad eines Lautsprechers sowieso sehr gering ist... oder?

    Vielleicht gibt es ja irgendwann mal einen neuen Antrieb für die Membrane oder was ganz neues ohne Membrane....es steht wohl in den Sternen.

    Was sagt ihr dazu? :?:

    bye Pa-Freund068

  • Jürgen Klingel
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    • 28. Januar 2012 um 22:00
    • #2

    Vorschläge? Der Festplattenarm wird auch mittels Spule im Feld eines Neodymmagneten angetrieben...

    Piezokeramik - macht wenig Hub, damit eigentlich nur für Hochtöner (leidlich) geeignet.
    Kapazitive Felder und Plasma - irre hohe Spannungen notwendig
    Motoren - ah so, Spulen...hatten wir schon - auch nur für Tiefstfrequenzen geeignet...

    Hm...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Bernd Masu
    Beiträge
    1.022
    • 28. Januar 2012 um 22:12
    • #3

    Eine Membrane halte ich immer noch für ein effektives Mittel, und daß schnell reagiert, um Luft in Schwingungen zu versetzen.
    Außerdem relativ platzsparend, weil relativ flach.
    Aber mit was man alles eine Membrane zum schwingen bringen kann - darüber lohnt es sich nachzudenken. :idea: :o

    Erfindungen entstehen, weil Erfinder mit dem Bisherigen unzufrieden waren. :wink:

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 28. Januar 2012 um 23:56
    • #4

    Irgendwoher hatte ich mal so eine Story gehört, in der jemand mit Motoren betriebene Bässe gebaut hat...

  • dj tobi4u
    Verifiziert
    Beiträge
    599
    • 29. Januar 2012 um 03:20
    • #5

    Dann heißt's also bald nicht mehr Sprit ins Aggregat kippen sondern auch noch in die Lautsprecher, und das bei den Preisen? ;o

    Zebandt Eventtechnik
    Sommercable Fachhändler

  • mike j.
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    • 29. Januar 2012 um 10:48
    • #6
    Zitat

    Irgendwoher hatte ich mal so eine Story gehört, in der jemand mit Motoren betriebene Bässe gebaut hat...

    Servodrive hat da einen - ich glaube - doppel 18" gebaut, bei dem die Membranen mit einem Motor sammt Gestänge angetrieben worden sind.

    Ansonnsten: Sicher kann man Überlegungen anstellen eine alternative zu finden. Was aber ist der Grundgedanke an unserem heutigen Lautsprecher?

    1. die schwingende Masse muss so leicht als möglich sein, um die Trägheit minimal zu halten. Gewicht macht man bedingt nur durch Antrieb wieder wett...

    2. starker Antrieb dieser Masse. Bei der Spule gilt: je mehr Strom durchfließt desto größer die Antriebskraft, sofern auch ein entsprechendes Gegenfeld vorhanden ist (also der Magnet). Eine Spule hat keinen linearen Widerstand. Je nach Spulenbauart steigt die Impedanz (=der "Widerstand" bei einer bestimmten Frequenz) mehr mit der Frequenz wie bei anderen.

    Wir haben zur Zeit bei unseren neuen Hornentwicklungen einen Lautsprecher mit 2 Spulen im Einsatz, wobei die 2. dabei nicht simultan zur ersten für die Membranbewegung benutzt wird sondern für eine Veränderung des Magnetfeldes abhängig von der Frequenz. Dadurch wird erreicht, dass die elektrische Leistung in höheren Frequenzbereichen besser in Bewegung gewandelt und im kompletten Frequenzbereich der Schalldruck erheblich gesteigert wird.

    Nun was gefordert ist: Eine Fläche die Luft verdrängt, die LEICHT und STABIL ist und dazu einen Antrieb der STARK und SCHNELL ist.


    Ich hab mich zum Spaß auch mal mit dem Gebiet Plasmaschallerzeuger gespielt. Grundsätzlich funktioniert es, jedoch nur mit hohem THD und anderen Nachteilen. Im Grunde funzt das ganze wie eine Class D Endstufe mit einigen 100kV Ausgangsspannung.

    Je nach "Strom" in dem Funken wird mehr oder weniger Luft verdrängt. Strom fließt in Luft durch Ionenleitung. Sprich Ionenanteil in der Umgebung konstant halten und richtig Spannung anlegen. Mit Glück sind um 100dB maximal möglich, davon abgesehen eine recht abartige Ozongaserzeugung und enorme Störfelder. Auf youtube findet man einige Videos dazu.

  • Rolf Gille
    Verifiziert
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    • 29. Januar 2012 um 15:17
    • #7

    Du meinst so etwas?
    http://www.youtube.com/watch?v=J_RV5cZP7vw&feature=related

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • mike j.
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    • 29. Januar 2012 um 15:24
    • #8

    Genau so was!

  • skyworker
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    • 29. Januar 2012 um 15:52
    • #9

    Das hier

    Zitat

    http://www.plasmatweeter.de/magnat.htm

    vielleicht als Einstiegsdroge... Die MP-X 088 stand damals im HiEnd Studio bei Saturn am Hansaring, wenn man ganz nett fragte, durfte man mal zuhören, wenn potentere Herrschaften einen Hörtermin hatten.

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tufkadib
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    • 29. Januar 2012 um 16:15
    • #10

    Hallo,

    das ist aber nicht neu, schon in den frühen 50ern baute Siemens Kinolautsprecher mit Ionenhochtönern.
    Wer einen robusten Lautsprecher will, kann sich ja um die Neuauflage des Blatthallers verdient machen.

    MfG
    DirkB

  • Mark Halbedel
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    • 29. Januar 2012 um 16:35
    • #11

    IMHO ist es zwar anachronistisch, Pappe wackeln zu lassen, um Schall zu erzeugen,
    andererseits wurde auch wirklich alles Erdenkliche ausprobiert.

    Wenn ich daran denke, wie unglaublich aufwendig eine ordentliche Pappmembran ist,
    glaube ich, daß die Hersteller sofort was anderes nehmen würden, wenn´s ginge.

    Die Fostex FW405 Membranen haben glaube ich 7 (!) Schichten Papier...

    Gruss, Mark

    Einmal editiert, zuletzt von Mark Halbedel (29. Januar 2012 um 18:54)

  • FF
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    • 29. Januar 2012 um 17:05
    • #12
    Zitat von "Mark Halbedel"

    Die Fostex FW405 Membranen haben glaube ich 7 (!) Schichten Papier...


    Ich wusste garnicht, das bei Fostex Beamten in der Produktentwicklung arbeiten, wenn da sogar jede Membran 6 Durchschläge bekommt... :grin:

    Gruß FF

  • Jürgen Klingel
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    • 29. Januar 2012 um 17:11
    • #13

    Naja, ich glaube auch, dass uns per Elektro- vs. Permanentmagnetismus angetriebene "Luftbeweger" noche einige Dekaden als Schallwandler erhalten bleiben...

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Kjell Gronner
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    • 29. Januar 2012 um 19:49
    • #14

    s gab mal von sennheiser eine studie sowie ein modell das mittels vieler ultraschallwandler schall im höbaren bereich sogar gezielt projeziebar emmittierte. leider habe ich aber nichts weiter mehr gehört davon. manchmal reichen ja auch kleine verbesserungen wie zb die grandiose erfindung des ringstrahlers bei bms

  • Mark Halbedel
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    • 29. Januar 2012 um 19:56
    • #15
    Zitat von "Kjell Gronner"

    manchmal reichen ja auch kleine verbesserungen wie zb die grandiose erfindung des ringstrahlers bei bms

    We are being trolled/tensinged right now.

  • mike j.
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    • 29. Januar 2012 um 20:07
    • #16
    Zitat

    We are being trolled/tensinged right now.

    Thats it! Beim Ringstrahler von BMS gehts da nicht nur um die Zusammenführung zweier Treibereinheiten in einem Gehäuse auf eine Koaxiale Achse? Wir haben da immernoch Membran und Schwingspule nach klassischer art!

  • Mark Halbedel
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    • 29. Januar 2012 um 20:19
    • #17

    Der eigentliche Gag bei BMS ist das Ringmembran-auf-Hornanschluß-System.

    Darauf halten sie das Patent.

    Der 4590/92 ist die Fortführung dessen.

    Gruss, Mark

  • mike j.
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    • 29. Januar 2012 um 20:20
    • #18

    Danke, wieder was gelernt!

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 5. Februar 2012 um 17:08
    • #19

    hmmm....
    Kontrollierte Freisetzung von Antimaterie?- müsste man nachfüllen ist doof.
    Vielleicht Kontraktion/Ausdehung eines Körpers mittels Gravitationswellen? ...Zu schwer die davon abzuhalten auch die Ohren der Zuhöhrer mitzubeieinflussen
    Oder: Erzeugung lokal begrenzter Zeitlöcher, die sehr schnell auf ein Sinus-signal moduliert werden, das von einem dynamischen Lautsprecher mit Supraleiter-permanentmagnet (irrsinnig hohe güte, oder irre ich mich da?) erzeugt wird. Mist, der braucht wieder eine Membran. Gilt es wenn ich eine Kohlenstoffnanowabenstruktur dafür vorschlage?

  • sven heinze
    Beiträge
    1.368
    • 6. Februar 2012 um 00:08
    • #20

    http://www.ebay.de/itm/2-x-ServoDrive-Kontrabass-Neupreis-ca-10-000-Welt-bester-PA-Bass-Servo-Drive-/270904637579?pt=PA_Systeme_Beschallung&hash=item3f132cb88b

    hallo ich bin neu würde mich gerne hier mal erkundigen

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