Hallo,
Ich wollte mal fragen was ihr so von Simulationsprogrammen (Win ISD beta) haltet. Kann man so einigermaßen den Werten die die angeben trauen oder ist das in der Praxis ganz anders??? Hab die TSPs vom 18sound 18lw1400 und dem wesendlich günstigeren B&C 18 oem 46 dvc (über 100€ günstiger) eingegeben und der B&C hat gleichgut oder teilweise besser abgeschnitten!! Was meint ihr ????
Wie gut sind Simulationsprogramme???
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Gib mal die Daten des Emminence Sigma pro 18 ein. Spendiere allen drei speakern 180 Liter, und tune um die 45 Hz, bei allen z.B. 100 Watt drauf.

Zur Frage:
was macht so ein Programm denn ?
Es löst eine Differentialgleichung, die ein Mehrmassenundfederpendel beschreibt, und das im eingeschwungenen Zustand.
Das macht es (wenn ordentlich programmiert :wink: ) exakt.
Aber das beschreibt natürlich mitnichten ein so komplexes Teil wie den Lautsprecher in allen Details:
mal die noch einfacheren Unzulänglichkeiten (die mit höherem Programmier und Meßaufwand noch zu lösen wären):
- Rückstellkraft Zentriersystem nimmt mit der Auslenkung meist progressiv zu
- Rückstellkraft Luftfeder ist mit der Auslenkung nichtlinear
- Reibungsverluste port als Funktion der Auslenkung
- nichtlineares Antriebssystem bei großer Auslenkung
- Laufzeit port <--> membran
- Abstrahlmodell für Membran (hat der subwoofer-calculator wenigstens in Bezug auf die Bündelung integriert --> zu empfehlen :wink: )
und viele mehr.
Dann noch die garnicht mehr in den Griff zu kriegenden Aspekte wie Aufbrechen der Membran in Einzelschwingungen, Durchbiegen der Membran, Taumeln, ............
Also Rechnung nix wert :-? ?
Stimmt so sicher nicht. Bei sehr tiefen Frequenzen < 100 Hz sind die Modelle oft ausreichend genau, eben da, wo die Effekte sich nur gering bemerkbar machen. Außerdem hilft die logarithmische Welt des Schalldruckes doch enorm, da so ein Chassis im Mittel bei Auslenkungen betrieben wird, die tatsächlich garnicht so groß sind, bei crest von 10 dB hat ein Chassis mit maximaler Auslenkung bei Spitzen vom z.B. 9 mm eben im Mittel nur eine von 3 mm, ein Bereich, wo es sich eben sehr viel linearer als bei 9 mm verhält.
Das erhaltene Ergebnis ist übrigens nicht ungewöhnlich, da oft nicht bedacht wird, dass mann ein Chassis gerade im Bassbereich auch "übermotorisieren" kann und so sich mit einem doppelt so starken Magneten zwar mehr Antriebskraft erhält, aber leider auch eine höhere Dämpfung, die oft unerwünscht hoch wird.
Gruß SRAM
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Eine Landkarte ist keine vollständuge Beschreibung der Landschaft.
Sind Landkarten deshalb überflüssig oder schädlich?Adam
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Ich geb mich geschlagen,
......mann kanns auch mit vieeeel weniger Worten sagen :cry:
SRAM -
QAdam:
Super Vergleich, kurz und genau...
Aber mal zur Frage zurück. Grundsätzlich ist das Programm nicht schlecht für erstmal schnell und einfach eine Abstimmung für einen Speaker zu finden. Dann sollte man einfach mal ein Gehäuse bauen, nachmessen und hören wie es wirklich klingt.
Arbeite selbst mit vier verschiedenen Programmen und jedes spuckt mir immer leicht abweichende Gehäuse Parameter für den selben Speaker aus... Aber das sind nur Kleinigkeiten.
Gruss Dirk -
SRAM:
Du hast viel mehr konkrete Infos geliefert!Adam
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OK, SRAM hat mir das sehr gut erklärt (muss ich auch erstmal n weilchen drüber nachdenken :roll: ). Danke erstmal dafür! Die Grundaussage dessen hab ich aber denke ich verstanden: Schätzungen für Gehäuse ja, aber nicht besonders genau und im detail nicht alle Faktoren Berechenbar. Theorie und Praxis. Ich glaub das kleine Gleichnis mit der Landkarte hats gut getroffen!