Hallo zusammen,
kann jemand eine Aussage machen wieviel Bässe (BR118Ex) eine Limmer P3 soundmässig mitmacht ?
Gruss Andl
Hallo zusammen,
kann jemand eine Aussage machen wieviel Bässe (BR118Ex) eine Limmer P3 soundmässig mitmacht ?
Gruss Andl
Mind. 2 pro Top sollten es schon sein.
Benutze das 085er-Flare mit 18Sound 15MB700 und kann aus Erfahrung sagen, dass es da schon 3 18er sein sollten - wenn man über c.a (!) 180 Hz trennt. Wenn man deutlich tiefer trennen will muss man Mut zur Lücke haben, oder schiebt etwas mit dem EQ und lebt mit weniger Maximallautstärke.
3 18er ergeben übrigens auch eine nette Höhe für das Topteil, würde also schon 3 pro Seite stellen.
LG - Hagen
p.s : kenne den BR118EX übrigens, wie gesagt, 3 pro Top machen sicher sehr viel Spaß.
Ja, mit 3 Subs kommt man auf die richtige Höhe.
Aber die Lücke wird schon beachtlich sein wenn P3 erst ab 180Hz laufen wird.
Danke an euch zwei.
In der P3 hab den B&C 15NW76 Trennfequenz 90Hz/24db BW.
Als Bässe laufen 3 BR118Ex bis 90Hz/24db BW (18S 18NLW9400) pro Top.
Ich überlege ob ich noch 2 Bässe bauen soll und ob das Top das mitmacht, deshalb die Frage...
Gruss Andl
Hi,
es kommt drauf an was du damit vorhast und wie du die Sachen aufstellst.
Wenn du ein Monocluster aus acht dieser Bässe baust und die Tops L-R aufstellst wirst du die Bässe wohl nicht ganz ausfahren (was auch wieder auf die Musikrichtung ankommt).
Wir haben das seinerzeit mal gemacht. 8 18er und besagtes Topteil mit 085er-Flare, dort lief eigentlich nur Techno. Das hatte dann gepasst, denn da darf es ja ruhig etwas mehr Fundament sein. Bei einer Live-Veranstaltung könnte man schnell in Versuchung geraten die Bassdrum, bzw. das gesamte Fundament zu mächtig zu mischen.
Ich jedoch finde die Idee mit 8 Bässen gut. Ich finde generell viele Bässe gut, denn die kann man schön aufstellen. Wenn du live mit solchen Sachen machst könntest du mit Cardiod (4x1+1er, 2x 3+1er oder 1x5+3er Cardiod [bei den letzten zwei braucht es Platz nach hinten] oder Endfire (2 4er-Reihen z.B., auch das braucht Platz) arbeiten. Oder das horizontale Bassarray ("Zahnlücke"). Gewisse Raummoden kann man auch bekämpfen durch geschickte Aufstellung.
Die Frage ist natürlich wieviele Endstufen dann zur Verfügung stehen. Hast du eine Endstufe die du mit 2x2 Ohm belastest, dann sind so Spielereien wie Cardiod oder Endfire natürlich eher nicht drin (4x1+1 würde gehen). Ich würde dann aber sowieso zu 2 Endstufen und 4x4 Ohm Belastung raten.
Der lange Rede kurzer Sinn : Wenn du möchtest, dann bau die Teile. Ob die Topteile da hinterherkommen ist von sehr vielen anderen Faktoren abhängig und ein bisschen Headroom schadet besonders im Bassbereich eigentlich nie.
LG - Hagen
Ich bin davon ausgegangen dass du NLW9600 drin hast.
Bei NLW9400 könnte man evtl. etwas höher trennen, aber auch nicht viel höher.
Baue nur eine Seite aus 1xP3 Top und 4, 5 und 6 Bässen auf und berichte mal wie es ausgegangen ist.
Das nötige Mat. hast du bereits.
P.S. Cardioid ist ein guter Ansatz seitens Hagen Jaeger. Auch Bassarray als Zahnlücke funktioniert gut. Benötigt zwar mehr Amp und Controller Kanälen, aber es lohnt sich.
Die 6 Bässe hängen momentan an 2 Amps (2x 8 Ohm & 2x 4 Ohm) deshalb auch die Überlegung auf 8 Bässe zu erhöhen dann wären beide Bass-Amps gleichmässig belastet... Controlling ist auch genügend vorhanden.
Der Vorschlag einem Top mal mit den vorhandenen Bässen auf den "Zahn" zu fühlen ist einen gute Idee.
Mal sehen ob ich eine Location finde in der ich das mal ausgiebig testen kann.
Cardioid hab ich mit den 6 Bässen als Monocluster schon einmal erfolgreich bei eine D´n´B Party eingesetzt.
Zitat von "Andreas Herrmann"Die 6 Bässe hängen momentan an 2 Amps (2x 8 Ohm & 2x 4 Ohm)...
Die Variante 1x8 + 1x4 pro Amp geht mit Sicherheit besser. Netzteil wird sich bedanken.
Fall deine Amps keine Probs mit 2,66Ohm auf eine Seite haben, dann kannst du mit 9 Bässen antanzen... Cardio aus 6 Vorwarts und 3 Rückwarts aufbauen.
Ich habe den NLW9600 mal in einer geschlossenen box gehört. Den kann man ohne Probleme auch über 200 Hz laufen lassen, da klingt der keinesfalls schlechter als ein 0815er 15"-TMT. Der limitierende Faktor ist das BR-Gehäuse. Durch die "exotische" Portgeometrie beim 118EX wird soweit ich das verstanden habe aber dem Eigenleben ("tieffrequentes Rauschen") eines BR-Ports entgegengewirkt. Das heißt, dass man diesen Subwoofer ohne Probleme bei 160-170 Hz trennen kann. Ich meinte bei Ralf hatten wir auch mal eine etwas höhere Trennung probiert und das für gut befunden, man muss den Pegel obenherum halt etwas absenken, ein 6 dB HighShelve mit -4 bis -5 dB auf der Trennfrequenz liefert sicherlich das gewünschte Ergebnis, oder man probiert einen Filter mit Bessel-Charakteristik.
Das Problem bei so einer hohen Trennung ist, dass das bei Zahnlücke und Cardiod schwierig wird. Cardiod ist ja quasi auf eine Frequenz "getuned", die man durch den Abstand der Lautsprecher festlegt. Darüber und darunter gibts teils konstruktive, teils destruktive Interferenz, man baut sich also frequenzgangtechnisch was bandpassartiges. Und wenn man hoch trennt, bzw. einen weitern Frequenzbereich mit dem Subwoofer abdecken möchte, wirds eben komplizierter als wenn der Sub nur eine Oktave abdecken soll.
ZitatBaue nur eine Seite aus 1xP3 Top und 4, 5 und 6 Bässen auf und berichte mal wie es ausgegangen ist.
Das finde ich die beste Idee, berichte mal, die Praxis würde mich auch interessieren
...
LG - Hagen
Bei den Amps handel es sich um QSC Powerlight 6.0 PFC jeder Kanal hat ein eigenes Schaltnetzteil mit mächtig Kupfer und Kondensatoren dran... ... hab letzte Woche eine zum reinigen komplett zerlegt... (bei intresse gibts Bilder) :grin:
...die Aufteilung der Last ist daher unkritisch.
Und mehr wie 8 Bässe werdens wohl auch in Zukunft nicht werden...
... ist ja "nur" Hobby mässig ![]()
Zitat von "Hagen Jaeger"Darüber und darunter gibts teils konstruktive, teils destruktive Interferenz, man baut sich also frequenzgangtechnisch was bandpassartiges. Und wenn man hoch trennt, bzw. einen weitern Frequenzbereich mit dem Subwoofer abdecken möchte, wirds eben komplizierter als wenn der Sub nur eine Oktave abdecken soll.
LG - Hagen
Frei nach einer Werbung aus den 80ern:
"Die Geschichte der Cardioidaufstellung ist eine Geschichte voller Missverständnisse."
Cardioid ist keine plumpe "die vorderen Bässe warten auf den hinteren Bass"- Aufstellung.
Sie ist nach oben hinaus sehr unkritisch.
Gruss, Mark
ZitatCardioid ist keine plumpe "die vorderen Bässe warten auf den hinteren Bass"- Aufstellung.
Nein, das ist es tatsächlich nicht, das ist ein Endfire-Array.
"Die hintere Box löscht den rückwärtigen Schall der vorderen Box aus, überspricht aber trotzdem in den nach vorne abgestrahlten Schall" trifft es wesentlich besser, und wenn du abstreiten möchtest, dass es dabei keine frequenzabhängigen Interferenzen - sowohl über als auch unter der "Tuningfrequenz" (nicht die der BR-Box) gibt, dann möchte ich gerne, dass du mal das Gegenteil beweist.
LG - Hagen
So, mal versuchen.
Ist deswegen schwer zu erklären, weil
jede Erklärung zu Fuß nicht erklärt, wieso
vorne doppelt so viele Kisten stehen.
Wenn man den hinteren Baß ausschaltet, wird es
vor den vorderen LS leiser. Also ist eine der Auswirkungen
des rückwärtigen Basses eine Erhöhung des Strahlungswiderstands.
Das "Warten und Auslöschen" ist nebenbei kaum frequenzabhängig,
da das Delay fast immer so Gehäusetiefe plus 20-30cm beträgt.
Probiers halt mal aus, davon, daß
ich jetzt was Kugelstrahler / 8 Charakteristik Addition schreibe, wird es auch nicht
verständlicher.
Nichts für ungut, Mark
ZitatWenn man den hinteren Baß ausschaltet, wird es vor den vorderen LS leiser
Wenn man das freifeld macht und wirklich mit Sinustönen arbeitet, bezweifle ich, dass das bei allen Frequenzen der Fall ist.
Ein Sinus ist nicht praxisnah, aber darum geht es mir hier auch nicht. Dein vorangegangenes Zitat spielte darauf an, dass meine Erklärung zum Frequenzgang eine Cardiod-Stacks falsch ist, aber das ist sie meiner Meinung nach nicht in dem angedeuteten maße. Mit dem Bandpass lag ich wohl nicht ganz richtig, aber man wird meiner Meinung nach frequenzgangtechnisch sowas hier rausbekommen (nicht repräsentativ, es geht mir regelrecht um die Kurvenform) :
http://www.qscaudio.com/support/educat…re_cardioid.png
Die Tiefe der "Einbrüche" ist in der Praxis sicher lang nicht so stark wie hier gezeigt (und auch davon abhängig wie [Abstand] / wieviele Lautsprecher man für sein Cardiodsetup benutzt und wo man misst), aber die Tendenz wird erkennbar sein. Cardioid ist nicht
Zitat[...]nach oben hinaus sehr unkritisch.
, deswegen will sowas auch gut gemacht werden. Mit plumpem Bässe rumdrehen, verpolen, delayen und dann ohne EQ arbeiten der zumindest den Abfall zu tieferen Frequenzen hin kompensiert führt meistens nicht zum gewünschten Ergebnis.
Zitat[...]davon, daß
ich jetzt was Kugelstrahler / 8 Charakteristik Addition schreibe, wird es auch nicht
verständlicher.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es danach, abhängig von der Qualität des Geschriebenen, durchaus verständlicher wird. Das ist aber alles offtopic und kann gern per PN besprochen werden, wenn daran Interesse besteht und sich die Zeit findet.
Nichts für ungut :wink: , Hagen
Zitat von "Hagen Jaeger"Cardioid ist nicht
Wie mans einstellt... Den viertelwellenlängen Versatz von hinteren Sub kann man auch auf Trennfequenz einstellen. Somit wird die Welligkeit eher unkritisch.
Das kann man machen, dann ist der Lautstärkeverlust zu tiefen Frequenzen hin hoch. Wenn man die Kisten aber wiederrum zu weit auseinanderstellt, dann bekommt man eben den gerade gespielten Ton mit ein paar Metern Delay nochmal (leiser) zu hören, auch unschön. Und wenn die Lautsprecher noch weiter auseinanderstehen (damit der Schall vom auslöschenden Lautsprecher 'leise genug' geworden ist bis er vorne ankommt), dann bekommt man immer engere Auslöschung nach hinten.
Wie gesagt, sowas will richtig gemacht werden.
LG - Hagen
Der verdrehter Sub ist nicht nur zu auslöschen da. Er bringt auch Energie nach vorne. Frequenzen die im Lambdahalbe liegen werden koppeln.
Um den Sub leiser zu bekommen gibt Gainregler. :wink:
ZitatEr bringt auch Energie nach vorne
Die Frage ist was dann mit dieser passiert. Unter der gewählten Frequenz (die angesprochenen Lambda/2) möchte man die Überlagerung eigentlich nicht haben, denn dort wird es je nach Entferung zur genannten Frequenz leiser, weit weg (von der Frequenz) sogar leiser als mit nur einem Sub. Aber da der rückwärtige Schall gut ausgelöscht wird geht man diesen Kompromiss ein.
Bsp : stelle 2 60cm tiefe Subwoofer aufeinander und drehe den oberen (die "Standartaufstellung, die ich als nicht optimal ansehe). Das Delay wählt man dann mit c.a 70-80cm. d.h. der Schall vom hintern Sub kommt 1,4-1,6m später vorne wieder an. Ist lambda/2 (wegen der der um 180° geänderten Phase der hinteren Box) nun gleich dieser Verzögerung (in diesem Beispiel wären das um die 110 Hz), dann gibt es eine komplette Addition, da die vorne ankommende Welle wieder 360° phasenverschoben ist. Das gilt dann auch für die ungradzahligen Harmonischen dieser Frequenz. Dies ist auch in dem verlinkten Bild gut zu sehen.
geht man nun in der Frequenz tiefer (größere Wellenlänge), dann klappt diese Addition nicht mehr gut. hat man z.B. 40 Hz (8,5m), dann ist die vorne ankommende Welle der hinteren Box mit quasi 1,5m Delay noch recht nahe 180° phasenverschoben und es gibt destruktive Interferenz, es wird deutlich leiser.
ZitatUm den Sub leiser zu bekommen gibt Gainregler.
Dass man die Lautstärke des hinteren Subwoofers dem gewählten Abstand angleichen sollte ist hoffentlich jedem klar der 'Cardioid' aufstellt. 2 Subs nach vorne und einer nach hinten passt eigentlich immer ganz gut , wenn man den hinteren Sub einfach umgedreht hinter den vorderen stellt (ungleich draufstellen) und verpolt.
LG - Hagen
Um das zu verstehen solltes du es lieber simulieren (dazu kann ich dir Ray-End empfehlen). Sonst muss ich mein Tastatur vergewaltigen um zu erklären.
Gain für verdrehter Sub spielt auch ne grosse Rolle. Will man mehr an Dämpfung hinten, soll der Gain erhöht werden, will man besseres F-Gang, dann doch reduzieren (selbst dann wenn man im Verhältniss von 2:1 steht, Nachteil ist die Dämpfung nach hinten, die wird Schwächer).
Irgendwann wird F-Gang wellig, aber ein Filter mildert das und nach dem Filter eh egal, denn es kommen keine Überhöhungen, sondern eher Senkungen.
Das was in Progs gerechnet wird und auch Simuliert hat keine feste Aussage, denn man betrachtet nicht lineare usw. nicht (denn ein verpolter nebeneinander stehender Sub löscht nicht zu 100% aus. Selbst zwei verpolte Eingangssignale löschen sich nicht 100%ig aus).
P.S. ich experementiere gerade mit Shelv Filtern den "Kontrasub" zu bearbeiten anstatt Gain.