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Expertenthema: akustisch neutrale 3-Weger fürs Kino ??

  • AndreasJordt
  • 23. November 2012 um 12:13
  • Thomas
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    • 29. November 2012 um 07:32
    • #21

    Da ich auch ein Heimkinobetreiber bin kann ich die Anforderungen gut verstehen.
    (begnüge mich allerdings mit ein par fertigen B&W Kistchen aus einer eher günstigeren Serie, Mitsubishi HD Beamer, Davision Cadre Rahmenleinwand 16:9 2m x 1,12m)
    Nun zu den Boxen. Wird im PA-Bereich leider schwierig bis unmöglich was passendes zu finden. Es gibt kaum wirklich verfärbungsarme Boxen. Noch weniger Auswahl hat man wenn es aktiv sein soll. Wenn dazu noch die 3 Wege Anforderung kommt und bis 60 Hz runter Pegel ... Keine Chance ...
    Pa Boxen sind meist auf Pegel optimiert und haben immer so ihre Schwächen (manchmal wenig Lodmids, manchmal Trennfrequenz genau im Stimmbereich, Verzerrungen...)
    Mir fällt nix passendes ein und ich kenne einige PA-Kisten.
    Klanglich gut wäre beispielsweise eine Audio Zenit NL8 (Neolite Serie). Die kann vernünftige Höhen, hat gute Mitten und ist laut. Für deine Zwecke aber nicht geeignet, da aufgrund des hohen Wirkungsgrades der Pegel untenrum dünner wird und man wenig bis keinen Tiefton aus der Box bekommt...
    Ich würde mir das weitersuchen im PA-Bereich sparen.
    Eine 3-Wege Box ist ansich aber eine gute Idee. Hier aber dann darauf achten, dass möglich der gesammte Stimmbereich über den Mitteltöner läuft. Ich würde mich aber wohl vom Aktivkonzept verabschieden und wie Mark schon schrieb lieber eine Mehrkanalendstufe kaufen. Bei den Lautsprechern wird man dann sicherlich fündig. Ich mag ja z.b. die Nubert Nubox 381 ganz gerne. Keine 3-Wege, aber klanglich nicht übel.

  • sabbelbacke
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    • 4. Dezember 2012 um 02:09
    • #22

    Man nehme:

    10" bis 15" PA Bass nach eigenem Geschmack und Geldbeutel - bis 500 Hz sollte er sauber laufen, "gut" klingen - ich würde mal einen Blick bei den günstigen Celestion reinwerfen. Truvoxe klingen gut und kosten wenig. QSC nimmt den 15er z.B. im Kinosystem.... Die kleinen Fane Blechkörbe klingen auch passabel und sind bezahlbar

    Dann einen hochwirkungsgradstarken Mitteltöner, damits auch mit der Dynamik klappt. Da bieten sich im "günstigen" Bereich z.B. die gekapselten Eminence oder auch wieder Celestion an. Alternativ, wenn Wirkungsgrad nicht so gewünscht, nimmt man einen netten breitbänder, macht die Trennung nach oben sehr viel einfacher. TangBand hat ne Menge im Program, was sehr linear aufspielt und dadurch einfach zu trennen ist (s.unten).

    Einen kleinen Magnetostaten / Bändchen / wasauchimmer ab 4 bis 6kHz.. z:b. Monacor RBT irgendwas oder Fountek 1.0-3.0 o.ä. bzw. ein Gradient oder Mivoc...

    HYPEX Aktivmodul PSC 2.400 für 2 Kanal Amping mit DSP um Bass und Mittelton in den Griff zu bekommen. Mittelton und Hochton würde ich passiv angehen - das ist im Hochpass bei einem Magnetosaten kein Hexenwerk und eine Imp.Korrektur oben rum ist auch nicht so teuer, so dass der Tiefpass am Mittelton auch einfach ausfallen kann.

    Teilaktiv wäre das eine feine Sache, im Hochton hat ein kleines Bändchen vielen Kalotten einiges vorraus und im Mittelton brauchts auch nicht den Über-Treiber, damit Stimme gut passt. Wenn man Anspruch hat, kauft man dann eben den Ciare aus der P3/2 oder den Visaton Breitbänder....


    Noch eine Anmerkung zu "ein dickes Netzteil" vs "8 kleine"...

    Angenommen, die Rotstif-Fraktion hat bei beiden das Netzteil so dimensioniert, dass es bei Sinus-Volllast auf allen Kanälen nur 50% dessen bringen kann, was die Endstufe an sich raushauen könnte - unter der Annahme, dass wir es hier ja mit Musik zu tun haben (bzw. Kino) und nicht statischen Messignalen...
    Wenn auf einem Kanal bei der 8 Kanal Kiste die Post abgeht, bei den anderen 7 aber der Blätterwald vor sich hin rutschelt, kann der eine Kanal auf eine viel größere Reseve zurückgreifen als wenn er in einer kleinen Monokiste sitzt, wo auch das entsprechende Netzteil drin steckt.....

    Darauf wollte Mark wohl hinaus....

    Von Monacor gibts übrigens gar nicht so üble Mehrkanalamps (STA-150x) für erstaunlich wenig Geld.. Für solche Vorhaben keine schlechte Idee....


    Generell kann ich aber nur all diejenigen unterstützen, die den Pfeil in Richtung Heimkino / Hifi gerichtet haben. Gerade bei geringen Hörabständen ist manches PA-Konzept nicht sooo dienlich. Sehr laut und trotzdem dynamisch kann z.B. eine Tripple Play von Monacor aufspielen.. Im Heimkino sehr gut kommen meiner Meinung auch die Line-Array Spielereien der letzten zwei Jahre, die in den Selbstbauzeitschriften gemacht wurden.. Angefangen vom 2meter Riesen Teil aus der Klang & Ton (waren glaub Monacor Breitbänder) bis hin zur Mitteltonfraktion aus 5 kleinen Breitbändern in einer der letzten Ausgaben - das hat "für Stimme" eine Menge Potential..

    Und generelll zu sagen, dass es nur 3 Weger gibt, die Stimme gut können - gewagt.. Hör Dir mal die Thel Koinzidenzwandler an, das sind zwei Weger mit akustisch auf gleicher Ebene sitzenden Treibern, wo der Hochton im Bass sitzt (also keine Dustcap..), der Hochtöner hat ein Hubvermögen von mehrern mm... das System ist komplett unterhängig und mit Neodym aufgebaut und die Membranen sind sehr pfiffig gemacht.... Mit diesen Treibern kann man extreeeem gut klingende Boxen bauen, wir haben damit schon Abhören gemacht oder High-End Voodoo verliebte Hifi Freaks zufrieden gestellt, die in tagelangem Probehören zugfach teurere Lautsprecher haben stehen lassen für diese Chassis (ok, die Weiche muss passen, aber da gibts ja zum Glück was zum Nachbauen, was gut ist...)...

    Edith: Fipptehler drin gehabt, der einen Satz unlogisch machte.

    hornresp

    Einmal editiert, zuletzt von Sabbelbacke (4. Dezember 2012 um 12:28)

  • Jobsti
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    • 4. Dezember 2012 um 10:28
    • #23

    Das optimale Heimkino besteht ja aus absolut identischen Kisten, sowohl Front, Rear, als auch Center (Wegen mir auch Backrear)
    und sollten so weit runter kommen wie möglich, da der Bass ja nur als reiner Effekt dient, auch nur bis 80Hz hoch (LFE eben).

    Somit sollte man sich überlegen, ob man wirklich riesen 3 Wege PA-Kisten nutzen will, bzw. ob der Platz im center und Rear Bereich dafür gegeben ist,
    bzw. bei 3-Wege und entsprechender Größe auch der entsprechende Abstand zu den Kisten.

    Ob du jetzt Aktive oder Passive Kisten nimmst, sollte doch egal sein (Unterschied ist nur, Amp intern oder Extern), die Vorstufe kannste ja dennoch verwenden,
    da du ja dann Endstufen und keine Vollverstärker nutzen wirst.


    30m² ist jetzt auch net net sooo sonderlich groß.
    Überlegung wäre hier auf den reinen LFE zu verzichten und ihn ständig mitlaufen zu lassen als Bassfundament und dafür
    eben kleinere 2-Wege Kiste zu bauen, welche dann eben TMTs besitzen, welche gescheite Mitten können, aber keinen bis wenig Bass.
    Sowas Richtung 8-10" mit gescheitem, großen HT drüber.

    Die Alternative wäre, was entwickeln zu lassen was recht kompakt wird,
    Richtung 10-12" Bass und darüber nen 6"/1" Coax.
    Oder eben gleich nen (teures) Triax Chassis von z.B. BMS genutzt.


    PS:
    Wenn nen Sub als reiner LFE genutzt wird, kann ich's durchaus verstehen, wenn hier 2x21" genutzt wird,
    es geht auch net immer um den Pegel und endlosen Tiefgang, sondern auch einfach drum wie viel Luft verschoben wird, das wirkt einfach
    unglaublich fett, wie's sein soll.

    Anm.:
    Ich kann mir vorstellen, dass du auch höchst zufrieden wärst mit der Triple Play als Standbox, allerdings mit Frankys Weiche,
    zur Not dann für Center und Rear die passende Regalversion.


    matthias falke
    Mit der MB 156/3 wird er net glücklich, jedenfalls net mit dem Hochtöner!

    AndreasJordt
    Wo kommsten her, ich würde dir mal anbieten nen Päärchen JM-sat8 anzuhören, die Easter (Quasi halbe Triple Play) und
    vielleicht auch nen Pärchen 10" Tops.

    Danach kannst du dir evtl. nen besseres Bild machen, zwecks 2-Wege, 3-Wege, HiFi-, Pa-Chassis und deren Größe.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Blancblue
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    • 10. Dezember 2012 um 18:13
    • #24

    Imho perfekt für Heimkino bzw. den TO ist die SON-B von Achenbach: http://lsv-achenbach.de/images/lautspr…_flyer_lang.pdf

    Ist eine 2,5 Wege Kombination aus HiFi und PA, Dieter Achenbach sagt dazu Power-Hifi :)

    Ich habe das System selbst 5x Zuhause im Heimkino verbaut, Center dann mit gedrehtem Horn - klingt wirklich extrem gut und gehen auch sehr laut. Vorstufe habe ich auch, als AMPs setze ich EMOTIVA (Geheimtipp!) und Crown K2 ein. Als Subs Reckhorn Shaker im Sofa (ein Must-have übrigens) sowie 4x 15" (Gruß an Sabbelbacke ;)).

    Vorher hatte ich Limmer P3, waren auch sehr schön, aber fürs Wohnzimmer-Heimkino dann einfach zu groß...


    P.S. Ich würde übrigens erstmal gar nicht soviel Kohle in Lautsprecher und Amps stecken, sondern in die akustische Optimierung des Raums - bringt viel mehr Klang...

    ________________________________

    Signatur?

  • Jobsti
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    • 10. Dezember 2012 um 19:59
    • #25

    Joa, die SON-B schaut echt interessant aus.
    Bevor ich das Ding allerdings als Center legen würde, würde ich mir vertikale Messungen Wünschen,
    D'Appolito lässt grüßen, das Konzept is net von ungefähr ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • sabbelbacke
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    • 10. Dezember 2012 um 20:12
    • #26

    Nich alles, was zwei TMT um einen Hochton schart, ist D'Appolito :)
    Center legen ist auch nicht zwingen notwendig heutzutage, aber manchmal natürlich auch einfach praktisch, klar.
    80Hz als Sub-Trennung war meine Empfehlung damals bei der Test-CD. Es spricht nix dagegen eine potente Standbox noch tiefer laufen zu lassen oder im Einzelfall auch mal höher anzusetzen. Alte THX Empfehlungen hatten 80Hz als "must have", aber man sollte sich nicht zu sehr drauf versteifen, das ist EINE Möglichkeit.

    Grüße ins Hotel :) Bei mir liegt noch was für eine Mittelkonsole :)

    hornresp

  • Blancblue
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    • 11. Dezember 2012 um 02:15
    • #27

    Genau, ist nämlich kein D'Appolito - daher auch in der horizontalen gut zu betreiben :)

    sabbelbacke: isch melde misch :)

    ________________________________

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  • Jobsti
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    • 11. Dezember 2012 um 04:32
    • #28

    Ich muss lernen mich korrekter auszudrücken, bzw. meinen Text nochma zu lesen ;)
    D'Appolito-Anordnung meinte ich, ob's das D'Appolitokonzept ist weiß ich natürlich net, bzw. schließen es die 2,5 Wege ja eigentlich aus.

    Aber schon durch die Anordnung haben wir im, ich nenne es mal "Centerbetrieb" (also Box gelegt) dennoch
    "Probleme" in der dann Horizontalen Abstrahlung (sollte es jedenfalls bei 8" +dem großen HT bei 1,8er Trennung), durch die 2,5-Wege sollte das zudem noch zur Unsymmetrie führen.

    Was ich damit sagen will is einfach, dass die Kiste mMn. vertikal aufgestellt gehört,
    falls man net dauerhaft auf Hauptabstrahlachse sitzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • sabbelbacke
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    • 11. Dezember 2012 um 09:39
    • #29
    Zitat von "Jobsti84"

    Ich muss lernen mich korrekter auszudrücken, bzw. meinen Text nochma zu lesen ;)
    D'Appolito-Anordnung meinte ich, ob's das D'Appolitokonzept ist weiß ich natürlich net, bzw. schließen es die 2,5 Wege ja eigentlich aus.


    :) Das solltest Du doch eigentlich besser wissen :)
    Dass man landläufig dazu D'Appolito sagt, ist eben genau so falsch, wie jeder zu Class-D (und verwandten) mit Schaltnetzteil dann "Digitalamps" sagt... Denn eine D'Appolito wird es ja erst dadurch, dass sie eine bestimmte Trennfrequenz, Abstand und Filterfunktion und Phasenbeziehung aufweist, gepaart mit der Anordnung. Die Anordnung an sich macht eben noch keine D'Appolito, deswegen ist es falsch, diese Anordnung so zu nennen - auch wenn es Hinz und Kunz so macht.

    Zitat

    Was ich damit sagen will is einfach, dass die Kiste mMn. vertikal aufgestellt gehört,
    falls man net dauerhaft auf Hauptabstrahlachse sitzt.


    Wenn eine Box ein nicht passendes Abstrahlverhalten für "querlegen" hat, sollte man das nicht tun. Richtig. Ich kenne im Umkehrzug aber auch ne Latte Boxen, die nicht TMT-HT-TMT Aufbau haben, die sollte man auch nicht querlegen. :)

    Ok, genug Pfennige gefuchst..

    hornresp

  • tobias kammerer
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    1
    • 11. Dezember 2012 um 21:19
    • #30

    Hallo,

    also echt schwierig. Passiv würde man oft auch Killer Studiomonitore gebraucht für wenig Geld bekommen, da es mehr Studioauflösungen als Neubauten gibt :lol: . Aktiv sehe ich da ziemlich schwarz. Probieren würde ich die Yamaha DXR-10 oder DXR-8.
    Warum:
    Die hat Biamping mit FIR Filtern und deswegen tatsächlich ein sehr gutes Impulsverhalten im Mitteltonbereich. Das ist in dieser Preisklasse glaube ich einzigartig. Der 10er oder noch besser 8er kommt den gewünschte Vorteilen einer 3-Wege Box ja auch schon sehr nahe.
    Preispunkt und Pegel passen perfekt.

    Sicher nicht so gut wie gute Studiomonitore aber doch auf hohem Niveau.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

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