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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

3 Wege mit 2 Wege Frequenzweiche (passiv)

  • Taranis
  • 3. August 2013 um 12:21
  • Taranis
    Beiträge
    46
    • 3. August 2013 um 12:21
    • #1

    Hallo zusammen :)

    ich plane ein 3-Wege-System + Subwoofer. Die 3 Wege würde ich gerne passiv trennen. Jetzt meine Frage: ich habe bereits eine funktionierende Link Dynamics 2-Wege Weiche die bei der gewünschten oberen Trennfrequenz trennt.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich (um Bauteile zu sparen) 2 2-Wege Weichen hintereinander schalten könnte.

    Die Frage: macht das praktisch Sinn? Gibt es da Probleme mit irgendwelchen Verzerrungen? Macht der Ohm'sche Widerstand der "Mittel-Hochton-Weiche" ärger? Oder habe ich Probleme mit der Phasenverschiebung weil das Signal 2 mal gefiltert wird?

    Ich freue mich auf viele Antworten =)

    PS: falls sowas schon mal gefragt wurde, tut es mir Leid. Die Such-Funktion hat immer wieder meine Suchbegriffe verworfen :wink: Ich war mir auch nicht sicher, ob das in den (Boxen) Selbstbaubereich gehört oder eher in den Selbstbau Technik Bereich

    Liebe Grüße
    Taranis

  • DJ-JAJA
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    4.137
    • 3. August 2013 um 22:15
    • #2

    Ahoi,
    wahrscheinlich ist Dir nicht ganz klar, wie so ein Weichenschaltplan aussieht.
    Die Phasenlage ändert sich pro Bauteil um 90°. Kommt also drauf an, wie Du Bass und Tops zueinander trennen möchtest.

    Ich denke es schadet nicht, wenn Du Dir mal ein Grundlagenbuch zum Boxenbau kaufst.
    Solche Fragen werden da drin beantwortet und gleichzeitig bekommst Du mehr Verständnis für die ganze Sache. Das lohnt sich, weil man dann Dinge weiß, die dafür sorgen, dass weniger kaputt geht. :wink:

    Einfach zu lesen ist z.B. das hier:http://www.visaton.de/de/chassis_zub…e/handbuch.html

    Die Grundlagen wird Dir das Forum nicht beibringen.

    Viele Grüße

    Alex

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  • Taranis
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    • 4. August 2013 um 10:22
    • #3

    Hallo,

    du hast vermutlich recht, wenn du sagst, dass Fachliteratur mir helfen würde. Allerdings dachte ich, dass in der Fachliteratur solche abenteuerlichen Konstrukte wie meine hier nicht behandelt würden.

    Ich möchte ja auch nicht, dass mir jemand vorrechnet, wie man eine 3-Wege Weiche berechnet sondern über einen Sonderfall reden.

    Ich habe mir schon angesehen (zugegeben nur im Netz) wie eine 3-Wege Weiche aussieht (Hochpass, Tiefpass, Bandpass, schon klar..). Dann habe ich mir meine Gedanken gemacht, wie ich das vorhandene Material benutzen kann.

    Vielleicht habe ich meine Frage ungenau gestellt. Ich versuche es noch mal: Wenn ich eine Weiche habe die sagen wir im Tiefpass <1kHz durchlässt und im Hochpass >1kHz, dann würde man an den Hochpass der ersten Weiche eine weitere 2-Wege Weiche anschließen können, deren Tiefpass sagen wir bei <3,5kHz überträgt und deren Hochpass >3,5kHz überträgt. Der Tiefpass der zweiten Weiche überträgt also unterm Strich zwischen 1kHz und 3,5kHz --> theoretisch das Verhalten, das ich wünsche.

    Mir ist durchaus bewusst, dass das absolut keine saubere und professionelle Lösung ist, aber es sollte Theoretisch funktionieren. Deshalb frage ich etwas erfahrenere Frequenzweichen Designer, worauf ich bei dem Spaß achten sollte..

    Liebe Grüße
    Taranis

  • Mechwerkandi
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    • 4. August 2013 um 12:21
    • #4

    Funktionieren tut so was, grundsätzlich, weil der Weiche ist es egal, ob da ein fullrange oder schon gefiltertes Signal anliegt.
    Wenn du am Eq manipulierst, tust du im Grund nichts anderes...

    Ausprobieren muss man die Wiedergabe im Übernahmebereich der Weiche, das hängt von der gesamten Konstellation ab und lässt sich nur schlecht verbindlich vorhersagen.
    Einfach ein bekanntes Musikstück mono laufen lassen und dann den Tieftöner versuchsweise umpolen.

    Klingt besser? So lassen...

  • DJ-JAJA
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    • 5. August 2013 um 08:34
    • #5

    Das war Jahrzehnte ein übliches Konzept.
    Bis zu den 90ern war es günstiger das passiv zu lösen.
    Heute ist es in der Regel günstiger das mit getrennten Endstufen und aktivem Filter zu lösen. Bei z.B. 4 Weichen für 4 Bässe lohnt sich das schon. Und man hat dann zudem noch die Möglichkeit mit den Frequenzübergängen zu spielen. Drum findet man die passivweichen im Subbereich eher nicht mehr so verbreitet.

    Ne Aktivweiche findest Du gebraucht so um die 50 Euro.
    Ne Endstufe kostet wahrscheinlich gebraucht auch so zwischen 150 und 300 Euro.
    Je nach dem was man möchte.

    Schätze die Bauteile für HP und LP bei 150 Hz für zwei Bässe liegen auch deutlich über 100 Euronen.

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  • Mechwerkandi
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    • 5. August 2013 um 11:41
    • #6
    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;


    Schätze die Bauteile für HP und LP bei 150 Hz für zwei Bässe liegen auch deutlich über 100 Euronen.


    Obendrein lässt sich eine passive Trennung bei den heute üblichen Leistungen im TT Bereich kaum noch sinnvoll darstellen.
    Selbst mit einer Trafospule sieht das nachher aus wie ein russischer Strassenbahnregler...

  • DJ-JAJA
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    • 6. August 2013 um 08:39
    • #7

    :lol: :lol: schön gesagt.
    Auf jeden Fall kann man sich dann ein Neodymchassis sparen. Das Gewichtsersparnis fällt dann gar nicht mehr ins Gewicht!

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  • Jobsti
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    • 7. August 2013 um 02:37
    • #8

    Habe ich schonmal wo gepostet, das ist einfach grob simuliert und schaut in der Simu wahrscheinlich sogar besser aus als in der Praxis.


    Entwickelte Weiche (Aktiv/Passiv egal) für nen Topteil:

    Weiche nach Lehrbuch berechnet, mit Theoretisch gleicher Übernahme-Frequenz inkl. Spannungsteiler nach Lehrbuch:

    Gleiches Spiel, aber mit einfacher analoger Aktivweiche, inkl. abgesenktem Pegel für den HF:


    Jetzt sollte man sich überlegen, ob man hier net lieber etwas entwickeln lässt, als selbst im Dunkeln irgendwas zusammen-zu-wurschteln ;)
    In anderen Frequenzbereichen schaut das GANZ genau-so aus, ja auch bei Trennung zwischen Subs und Topteilen.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Taranis
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    • 7. August 2013 um 15:13
    • #9

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass eine passive Frequenzweiche für Subbässe keinen Spaß mehr machen :) Ich hatte auch nicht vor die (Sub)-Bässe <120 Hz passiv zu trennen. In einem einfachen 3-Wege Topteil für kleinere Veranstaltungen macht eine passive Trennung warscheintlich trotzdem Sinn.

    Ich bin mir auch bewusst, dass eine selbst zusammengewurschtelte passive Frequenzweiche nichts wirklich dolles ist. Gleiches gilt für gekaufte Standartweichen. Die sind erst mal natürlich nicht für den Lautsprecher ausgelegt.

    Ich habe sowieso vor das abgemischte Signal durch einen Equalizer zu jagen und dann die Boxen einuzmessen. Damit sollte man in etwa den gleichen Effekt erzielen, wie mit einer gut abgestimmten Frequenzweiche denke ich.

    Liebe Grüße
    Taranis

  • Jobsti
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    • 7. August 2013 um 18:10
    • #10

    Klingt hart.... aber: Falsch gedacht.

    Nur weil der Frequenzverlauf gerade ausschaut, oder gar per EQ gerade gebügelt wurde,
    hießt das noch lange nicht, dass die Kiste funktioniert, klingt und vor allem betriebssicher ist,
    kommt halt irgendwie Ton raus... aber das ist nicht das Ziel.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Taranis
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    • 8. August 2013 um 14:44
    • #11

    :oops: ok, kalt erwischt... das verwirrt mich doch ein wenig...

    Nur zum Verständnis: Worin liegt der Unterschied zwischen aktiv oder passiv eingestellt? Ich dachte der zentrale Unterschied liegt darin, dass man bei Equalizern einfach feiner einstellen kann.

    Ich dachte bisher auch, dass man die Lautsprecher am EQ eben nicht linear einstellt sondern nach Gehör. Das Einmessen sollte eher als grober Anhaltspunkt dienen.

    Man sollte natürlich auch an sinnvolle Frequenzgrenzen denken (also eben nicht versuchen aus einem kleinen Horn Bässe zu holen... oberflächliches Beispiel aber ok)

    Denkst du da noch an andere Parameter?

    Liebe Grüße
    Taranis

  • sabbelbacke
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    • 8. August 2013 um 23:54
    • #12

    Beispiel:

    Du baust irgendwie irgendwas zusammen, was sogar messtechnisch mit einem LIVE-RTA glatt aussieht... Würde man aber die Einzelzweige messen, würde man sehen, dass der Bass einer zweiwegeBox bis beispielhaft 4kHz hoch läuft, der Hochton bis 1kHz runter und im Überlappungsbereich sich lustig wilde Addition und Subtraktion einstellt, die im Raum über alles in Summe auf einmal "linear" aussieht. Natürlich arbeitet aber keiner der Treiber optimal in seinem Bereich, die Addition der einzelnen Zweige ist auch ungünstig, von Abstrahlung und Co wollen wir gar nicht erst anfangen.
    An diesem "Un-Umstand" kannst Du mit dem EQ jetzt nichts einwirken - die Trennfrequenzen in der Box bleiben ja trotzdem gleich...

    Beispiel 2:
    Du trennst nach Lehrbuch einen TMT oben ab - wie Jobsti oben schön illustriert, funkt Dir aber die Impedanz des Chassis im Gehäuse und die nicht ideale Übertragungskurve des Chassis dazwischen. Die akustische Trennfrequenz liegt adnn weit ausserhalb der theoretisch berechneten, elektrischen, die DU annimmst zu haben. Der Pegel passt auch nicht... Das selbe Spiel passiert jetzt von oben runter beim Hochton.....


    Man könnte da viele Beispiele kreieren...

    Kurz: Wenn der Übergang zwischen den Chassis passiv gestaltet ist und an sich sauber, stetig, phasenoptimiert, etc.... DANN kann man einen evtl. nicht ganz geraden Frequenzgang aktiv noch gerade biegen - NeXO macht das z.B. so...

    Ich schreibe in so Fällen immer so was ähnliches wie:

    Freuqnezweichenentwicklung ist eine kleine Kunst und man braucht Übung, Übung, Übung... Und Zeit, Zeit, Zeit , Geld, Geld, Geld... Material.... etc.... Wer sich als erstlingswerk dran macht mit ein paar Euro und ein / zwei Tagen Zeit etwas zu bauen mit dem Anspruch, da was ganz dolles zu bekommen, wird zwnagsläufig scheitern. In so Fällen ist extrern entwickeln lassen oder eine weitere Endstufe udn Controller kaufen und aktiv lösen (und auch dann braucht man viel Zeit) der weit bessere / wirtschaftlicere Weg...

    Passive Frequenzweichen anzugehen lohnt sich nur, wenn man sich hier in ein neues Hobby einarbeiten will und sich darüber im klaren ist, dass man erst mal Monate und viel Geld investieren muss, und dann vielleicht die 20. Box halbwegs was wird.....

    Natürlich kenne ich ein paar Youngsters, die auch irgendwie irgendwas zusammenlöten und da bombe Stolz drauf sind - das ist auch legitim und die sollen mal machen - man sollte aber dann eben nicht in einem Fachforum im Kreise von ernsthafetn Entwicklern erwarten, dass irgendwer dass dann als "richtige Entwicklung" betitelt.

    Dass es nach wie vor fertige Passivweichen zu kaufen gibt liegt simpel daran: Sie werden gekauft.... Und in Fällen, wo es eh nur um die Grillhüttenparty geht, kein Budget, keien Zeit, eh alles egal.. tun sie auch irgendwie irgend einen Dienst... Mehr aber auch nicht.


    Wenn Dich das wirklich interessiert und Du Dich da reinfuchsen willst, kauf Dir ein Grundlagenbuch....

    hornresp

  • Taranis
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    • 10. August 2013 um 13:17
    • #13

    *seufz* ok, ich gebe mich geschlagen... ich lese auf jeden Fall noch mal ein Buch und dass es nicht einfach ist eine gute Frequenzweiche zu konzipieren habe ich auch verstanden...

    Ich denke damit ist auch in etwa meine Anfangsfrage beantwortet..

    Liebe Grüße
    Taranis

  • DJ-JAJA
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    • 10. August 2013 um 16:22
    • #14

    Letztendlich ist das aber auch eine Frage des Gehörs.
    Ich behaupte mal, dass hier eine Minderheit von Menschen schreibt, die ein spezielles Ohr haben.
    Die Mehrheit hört schlechten Boxen das oft nicht an.
    Ich bin ja schon seit den 80ern am Boxen bauen. Früher war das total normal, mit ner Tabelle und Näherungsrechungen (von Hand) die Weiche auszurechnen.

    Wenn die Komponenten zueinander gepasst haben, dann war das recht betriebssicher.
    Allerdings kam da auch nicht einer mit nem Amp mit 2 KW pro Kanal um die Ecke.

    Waren die Boxen vielleicht murks, aber aus der Erinnerung klangen sie wunderbar?
    Nein! Ich habe nach wie vor noch so ein Erstlingswerk hier im Verein am rennen.
    Weiche war eine gemoddete 3 Wege Visatonweiche. Die Kiste klingt heute noch immer sehr sauber.
    Woran also liegts dann, dass heute so was irgendwie nicht mehr zu gehen scheint?
    Ich behaupte mal, weil man weiß dass es besser geht, hört man das oft auch.

    Ich geb mal nen Beispiel. Wir haben für ne Klassiktechnopartie so ein echtes Retrosystem am start gehabt.
    Nix Linearray nix Digicontroller, nix 15 KW aus einer Schukosteckdose.
    Sondern 4 doppel 15er W Bins und entsprechende Horntops pro Seite. Geampt mit 2 Eisenschweinen pro Seite. Und zwei kleineren Amps für die Topteile.

    Im Anschluss war helle Diskussion, was das für ein brutales Soundsystem sei und ob das so was sei, wie auf der Nature One oder so.

    Ich denke, wir sind hier schon arg gehörverwöhnt ;o)

    Jetzt mach doch mal folgendes.
    Male mal die Weiche als Schaltplan auf, die Du hast. Mit Bauteilen und Bauteilwerten.
    Dann sag welche Chassis genau da dran sollen an Dein System.
    Dann simmulieren wir das mal durch (ich nutze z.B. Bassbox) und machen den Schaltplan komplett.
    Anschließend baust Du das zusammen und guckst ob Du mit dem Ergebnis leben kannst.
    Ich vermute, es wird Deinen Ansprüchen genügen. Einigen Schreibern hier (ich zähle mich dazu) wäre das aber zu wenig optimiert. :wink:

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  • Taranis
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    • 11. August 2013 um 11:10
    • #15

    Hallo =)

    Das ist ein sehr nettes Angebot =) Meine Anfangsfrage war ja nach einer 3-Wege-Weiche.

    Komponenten die ich habe (gebraucht gekauft):

    EV DH1506 + HR60 Horn in einem Case(http://electrovoice.com/downloadfile.php?i=970913, http://electrovoice.com/downloadfile.php?i=971348)
    EV EVM 12 (L?S? das wusste der Vorbesitzer nicht mehr genau und die Rückseite ist zu stark korrodiert) in einem Horngehäuse (http://electrovoice.com/downloadfile.php?i=971113[?])

    Laut Datenblatt (und Frequenzgang) könnte man das Horn als Mitteltonhorn benutzen z.B. mit dem 12er als "TMT" und einem anderen Hochtöner (Daher der Gedanke einer 3-Wege-Weiche) Dann habe ich das ganze mal aktiv getrennt und ausprobiert (ja, die eingebaute Frequenzweiche vorher abgeklemmt). Ohne EQ hat mir der DH1506 als Mitteltonhorn nicht gefallen(lief von +800Hz bis +/-3500Hz). Er klang irgendwie unpräzise ohne Punch...

    Also denke ich ich lasse es so, wie es vorher war mit 2 Wegen (keine Sorge +Subs)

    Was meint ihr?

    Liebe Grüße
    Taranis

  • DJ-JAJA
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    • 11. August 2013 um 12:25
    • #16

    hmmm so gaanz versteh ich das noch nicht.

    also Du hast nen Hochtöner mit Horn. Im "Beipackzettel" von EV ist nen Schaltplan für die Eintrennung des HT.

    Und Du hast nen Horngeladenen 12er. Den hast Du ab 800 Hz laufen lassen.
    Und Du wunderst Dich, dass Punch fehlt. Mich würde Punch oberhalb von 800 Hz ja sehr wundern.
    ----Bis hier hin korrekt?----

    So jetzt kann man im Grunde ja schon mal sagen, dass sich der 12er in seiner Austrennung am HT orientiert, von dem es ja nen Weichenplan gibt.
    Bleibt also noch die Frage nach dem Übergang zum Sub.
    Dazu sollte man etwas über das Horn des 12ers wissen.
    Bis wohin (nach unten hin) arbeitet es?

    Mach mal nen Foto.

    Die alten System hatten da unterhalb von 300 Hz nicht zu viel zu bieten.

    Das würde bedeuten, dass entweder der Sub tief getrennt wird und dann ein Loch in der Frequenz zwischen Sub und Top ist. Oder dass man den Sub mehr nach oben laufen lässt.

    Früher hat man das so bis ca 400 hz gemacht und das ganze passiv mit 12 dB getrennt.
    Heute würde man eher tiefer trennen. Und beim Top eher versuchen weiter runter zu kommen. Nen Limmerhorntop z.B. fängt so rund bei 200 hz an richtig gut zu arbeiten.
    Beim Sub trennt man da so etwa bei 150 hz aus. Die Lücke hört man nicht.

    Was ist das nun für ein Sub?
    Dazu finde ich keine Aussage.

    nen 18er z.B. kann man im Grunde nicht hoch laufen lassen.
    Vielleicht wäre aber ja ne Endstufe mit einstellbarem Tiefpass ne Idee.
    Ich würde mal so aus dem Bauch raus das Top (Wenn keine aktive Lösung) nicht eintrennen, sondern voll laufen lassen.
    Durch das Horn ergibt sich eh eine starke Abschwächung der tiefen Frequenzen.

    Gib mal mehr Infos

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  • sabbelbacke
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    • 11. August 2013 um 15:05
    • #17

    Die Speaker hast Du nicht zufällig in Alsfeld abgeholt ? :)

    Was für ein Mitteltonhorn ist denn am 12L dran`?

    Ob 12L oder 12S: Stell mal das Chassis mit dem Magnet auf den Tisch und miss die Höhe bis Korboberkante.

    Deine Idee ist also, den Kompressionstreiber gegegn einen Coaxial (BMS, etc) zu tauschen, damit da mehr geht, richtig?

    Und was kommt dann unter das Mitteltonhorn mit dem EVM12? Hast Du da schon was?

    hornresp

  • Taranis
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    • 12. August 2013 um 23:18
    • #18

    hi, dann will ich mal alles abarbeiten:

    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;

    Und Du hast nen Horngeladenen 12er. Den hast Du ab 800 Hz laufen lassen.
    Und Du wunderst Dich, dass Punch fehlt. Mich würde Punch oberhalb von 800 Hz ja sehr wundern

    Ich habe mit meinem Halbwissen das Datenblatt durchgelesen und da stand, dass das Horn als ab 800Hz eingekoppelt werden könne. Das wollte ich ausprobieren - das hat mir aber nicht so gefallen. Der 12er lief unterhalb von 800Hz mit.

    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;

    Dazu sollte man etwas über das Horn des 12ers wissen.
    Bis wohin (nach unten hin) arbeitet es?

    Mach mal nen Foto.

    Ich habe das Horn noch nicht gemessen. Das Horn stammt im Original von "Bell Professional", steht zumindest auf dem Bespannstoff. Leider ist keine Typenbezeichnung dran. Auch ist das nicht die originale Bestückung sagt der Vorbesitzer..Foto kommt..

    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;

    Was ist das nun für ein Sub?

    Ich habe in Summe 4RCF L15P200AK an einer QSC MX 3000A in BR-Gehäusen.

    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;

    Vielleicht wäre aber ja ne Endstufe mit einstellbarem Tiefpass ne Idee.
    Ich würde mal so aus dem Bauch raus das Top (Wenn keine aktive Lösung) nicht eintrennen, sondern voll laufen lassen.

    Ich wollte sowieso die Bässe aktiv trennen, falls du das meinst. Die Tops wollte ich aktiv nach unten trennen um die 12er nicht zu sehr zu ärgern.

    Zitat von &quot;Sabbelbacke&quot;

    Die Speaker hast Du nicht zufällig in Alsfeld abgeholt ?

    Ne in Bayern/Altmühltal

    Zitat von &quot;Sabbelbacke&quot;

    Deine Idee ist also, den Kompressionstreiber gegegn einen Coaxial (BMS, etc) zu tauschen, damit da mehr geht, richtig?

    nein. im Data sheed steht, dass das der Treiber als Mitteltontreiber gedacht ist und im Hochtonbereich abfällt. Das wollte ich mit einem separaten Hochtonhorn ausgleichen. Also noch einen zusätzlichen Weg hinzufügen sozusagen ;)

    Ich werde mal messen wie hoch die 12er sind ;)

    Liebe Grüße
    Taranis

  • sabbelbacke
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    • 13. August 2013 um 02:45
    • #19

    Ah ok, so langsam...

    Den MiiteltonTreiber mit einem Hochton ergänzen kannst Du natürlich schon mal probieren - da kann eine einfache 6dB Weiche breitbandig funktionieren, wenn Du einfach eine Zitronenpresse, Schlitzstrahler, usw. ab 10kHz oben ankoppelst mit einem Kondensator und das Mitteltonhorn einfach mit einer kleinen Spule auslaufen lässt (oder auch nicht, wenns eh stark abfällt). So was lässt sich experimentel günstig machen, weil der Materialaufwand gering ist und "da oben" es nicht soooo wichtig ist. Kauf Dir 5 Werte an einfachen MKP Kondensatoren..

    hornresp

  • sabbelbacke
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    • 13. August 2013 um 11:38
    • #20
    Zitat von &quot;DJ-JAJA&quot;

    ... Früher war das total normal, mit ner Tabelle und Näherungsrechungen (von Hand) die Weiche auszurechnen.... Wenn die Komponenten zueinander gepasst haben, dann war das recht betriebssicher.


    Da sprichst Du den entsscheidenden Punkt an... Man neigt gern dazu beim Blick in die Vergangenheit nur das "gute" noch warzunehmen - natürlich bleiben einem dann die Konstrukte im Kopf, die auch heute noch prima spielen. Und natürlich ging das alles auch ohne Rechner, Simusoft usw.... Nur hat sich der Entwickler damals natürlich schon Gedanken darüber machen müssen, wie was wo warum usw... und damit brauchte er Fachkenntniss. Irgendwas zusammeklatschen und dann ohne die Grundlagen irgend eine Tabelle zur Hand nehmen hat früher auch nicht funktioniert - und genau draum geht es: Man braucht die Fachkenntnis, um die Komponenten so auszuwählen, dass sie dann "einfach" zusammenpassen - oder man wählt Konstruket, die "einfach" sind - einen guten Breitbänder mit einem Hochton zu kombinieren ist einfach, weil der Breitbänder den wichtigen bertragungsbereich "einfach so" abdeckt, ohne dass man groß was falsch machen kann - der Hochton oben drüber ist dann mit Centbauteilen dranstöpselbar..

    Zitat


    Allerdings kam da auch nicht einer mit nem Amp mit 2 KW pro Kanal um die Ecke.


    Naja, dafür halten heutige Speaker auch ganz andere Belastungen aus und auch früher wurden Speaker überlastet und gegrillt.

    Zitat


    Waren die Boxen vielleicht murks, aber aus der Erinnerung klangen sie wunderbar?
    Nein! Ich habe nach wie vor noch so ein Erstlingswerk hier im Verein am rennen.
    Weiche war eine gemoddete 3 Wege Visatonweiche. Die Kiste klingt heute noch immer sehr sauber.


    gemoddet... Aha.. Also eben nicht "einfach aus dem Regal gezogen und irgendwas zusammengeklatscht".... Genau draum gehts doch :)
    Und nur weil man ein altes Produkt hat, das heuet noch gut klingt, heisst das ja nicht, dass man daraus ableiten kann, dass fertigweichen und irgendwas zusammenstöpseln per se gut funktioniert... Wir reden da irgendwie ein bischen aneinander vorbei :)

    Zitat


    Woran also liegts dann, dass heute so was irgendwie nicht mehr zu gehen scheint?


    Das sagt doch kein Mensch. Natürlich kannst Du auch heute ohne PC, Messmikro und so weiter eine Bx entwickeln - aber auch hier musst Du die ensprechende Fachkenntnis mitbringen. Lies doch mal alte Papers von JBL, Evoice, Altec, usw.. durch... Man ist erstaunt, wie viel Grundlagen und Physik schon vor 40 Jahren (und früher) bei den Firmen am Start war - da hat kein Mensch einfach irgend welche Speaker genommen, eine Tabelle zur Hand und dann wars super.... Oder frag mal Ralf Limmer, ob er seine Hörner der Anfangszeit nur aus künstlerischen Aspekten heraus designed hat :)

    Zitat


    Ich behaupte mal, weil man weiß dass es besser geht, hört man das oft auch.


    Ja sicher, die Psychologie spielt da eine sehr große Rolle.

    Zitat


    Ich geb mal nen Beispiel. Wir haben für ne Klassiktechnopartie so ein echtes Retrosystem am start gehabt.
    Nix Linearray nix Digicontroller, nix 15 KW aus einer Schukosteckdose.
    Sondern 4 doppel 15er W Bins und entsprechende Horntops pro Seite. Geampt mit 2 Eisenschweinen pro Seite. Und zwei kleineren Amps für die Topteile.

    Im Anschluss war helle Diskussion, was das für ein brutales Soundsystem sei und ob das so was sei, wie auf der Nature One oder so.


    Glaub ich sofort. Erstens kann das alte System ja wirklich gut klingen. Zweitens hat keiner einen Vergleich direkt vor Ort gehabt,. Drittens keiner der Gäste wahrscheinlich wirklich Ahnung und geschulte Vergleichshöre, usw.... Und viele neue Produkte klingen auch schlechter als manches alte und subjektiv kann einem auch ein altes, verzerrendes Ding besser gefallen als die klinisch rein klingende MOnitorbox mit dem aaaalglatten Frequenzgang...

    Aaaaaber. Was hat das damit zu tun, ob man Grundlagen haben sollte um eine Box/Weiche zu entwickeln?

    Ok, das schweift aber alles irgendwie ab, inzwischen hat sich ja das Anliegen entspannt, es scheint ja doch einfacher als anfänglich vermutet.

    Zu, Thema.

    Deine 2 Doppel 15er in BR könnten etwas schwach auf der Brust sein für die Horntops. Ich kenne das 12er Horn jetzt nicht, mach doch da mal ein Foto oder eine Skizze oder miss es aus - vermutlich wird das aber nicht soo weit runter komemn, so dass man die 15er unten drunter noch mitlaufen lassen muss. Ein Doppel15er in BR hats aber gegen horngeladenen EVM 12 echt schwer :) Wir haben unter "so was" dann 4 15" "Särge" unter einem Dop (WBin-Artige riesen Hörner von Evoice, verdammt, wie heissen sie noch gleich... ALzheimer...). Das rockt dann richtig.

    hornresp

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