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Mein erster zerschossener Lautsprecher...

  • lonkodonko
  • 5. Februar 2014 um 11:17
  • lonkodonko
    Verifiziert
    Beiträge
    29
    • 5. Februar 2014 um 11:17
    • #1

    Hi.
    Letztes Wochende war mein Subwoofer im Einsatz und hat während der laufenden Vorstellung den Geist aufgegeben.
    Es handelt sich um einen RCF LF18G401 (900W RMS 8 Ohm) der in einem Selbstbaugehäuse sitzt.
    Verstärker war ein QSC USA 1300 mit 1300W Bridge @ 8 Ohm
    Diesem geht es nach wievor noch gut.
    Davor hing noch eine Omnitronic DXO 24 Frequenzweiche mit Limiter.
    Limiter war eigl. aktiv und ich dachte mir damit wäre mein Subwoofer sicher.

    Nunja jedenfalls tut der Lautsprecher nicht mehr. Habe schon alle Kabelverbindungen überprüft und überbrückt und es muss sicher am Lautsprecher liegen.
    Dieser hat jedoch äußerlich 0 Macken.
    Das einzige was vlt. anders sein könnte, dass wenn man die Membran mit der Hand etwas bewegt hört es sich wie ein Griff in ein Sack voll mit Styropor an.


    Hat jemand eine Idee was dort vorgefallen ist und kann mir sagen ob ein komplettes Reconing fällig ist.

    Der Sub wurde für DJs genutzt.
    Mischpult war ein XONE 92
    Augenzeugen berichteten von Clipping am Mixer (Limiter?)

    edit: Achja und als ich den Sub abgeholt habe, sah ich, dass sie den Sub noch parallel an die Endstufe(QSC RMX 1450 || 280W RMS @ 8 Ohm || 450W RMS @ 4 Ohm der Tops (Seeburg AF4 250W AES) geklemmt hatten weil sie dachten es lege an der Sub Endstufe.
    War vlt. auch nicht sonderlich gesund.
    Was auch sein könnte: Das Speakon Kabel von Sub zu Verstärker kann evtl. einen losen Kontakt gehabt haben. (Konnte ihn mit der Hand relativ leicht rausziehen.)

    Danke an jeden der sich Zeit nimmt. :roll:

  • dj-pichl
    Beiträge
    684
    • 5. Februar 2014 um 11:39
    • #2

    EINMAL mit Profis *kopfschüttel*

    Dauerrot ist schonmal der erste Fehler. Manche merken einfach nicht das es nicht lauter wird. Sondern höchstens gruslig vom Sound her.

    Der Sub hat natürlich nichts an der Top Endstufe zu suchen. Das wird ihn auch gekillt haben.

    Kurz und knapp: Reconen ist angesagt.

    MfG

    DJ Pichl

    --- !!! Der Ton macht die Musik !!! ---

  • lonkodonko
    Verifiziert
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    29
    • 5. Februar 2014 um 11:44
    • #3
    Zitat von "DJ-Pichl"

    EINMAL mit Profis *kopfschüttel*

    Dauerrot ist schonmal der erste Fehler. Manche merken einfach nicht das es nicht lauter wird. Sondern höchstens gruslig vom Sound her.

    Der Sub hat natürlich nichts an der Top Endstufe zu suchen. Das wird ihn auch gekillt haben.

    Kurz und knapp: Reconen ist angesagt.


    Wenn ich dabei gewesen wäre, dann hätte ich dafür gesorgt dass da nichts rot wird ...

    Er war laut Angaben der Betreiber erst nachdem er ausfiel an die Endstufe der Tops geklemmt.

  • dj-pichl
    Beiträge
    684
    • 5. Februar 2014 um 11:54
    • #4

    Mal mit der Top Endstufe probieren (Trennung natürlich für den Bass entsprechend einstellen).

    Oder mal mit dem Multimeter durchbimmeln. 9V Block dran halten geht auch.

    Wenn sich dann auch nichts tut (wovon ich ausgehe), muss das Chassis recont werden.

    MfG

    DJ Pichl

    --- !!! Der Ton macht die Musik !!! ---

  • lonkodonko
    Verifiziert
    Beiträge
    29
    • 5. Februar 2014 um 12:04
    • #5
    Zitat von "DJ-Pichl"

    Mal mit der Top Endstufe probieren (Trennung natürlich für den Bass entsprechend einstellen).

    Oder mal mit dem Multimeter durchbimmeln. 9V Block dran halten geht auch.

    Wenn sich dann auch nichts tut (wovon ich ausgehe), muss das Chassis recont werden.


    Habe mit der Top Endstufe den Sub getestet ( keine Reaktion)
    Hab auch mit der Sub Endstufe die Tops getestet ( funktioniert)

    Also es muss definitiv am Chassis liegen.
    Würde halt nur für das nächste mal wissen was da jetzt so schief gelaufen ist und wo ich da evtl. am günstigsten durchkomme.

  • lonkodonko
    Verifiziert
    Beiträge
    29
    • 5. Februar 2014 um 12:28
    • #6

    Gerade von Thomann bekommen.

    Zitat


    ...nach Rücksprache mit unserer Werkstatt würde eine Reparatur ca. 50 % des Neupreises kosten.


    Allerdings ist zu befürchten, da der Lautsprecher schon nach kurzer Zeit einen Defekt aufweist, daß das Gehäuse zu dem Subwoofer nicht passt.


    Mein Gehäuse: http://hornplans.free.fr/mtl-46.pdf

    Ist da was dran oder nur wilde Spekulation?

  • timmi hendrix
    Beiträge
    130
    • 5. Februar 2014 um 14:04
    • #7

    Hattest du denn einen Lowcut in der Weiche gesetzt? Wenn die Herren DJ ihre stehenden Basssweeps im roten Bereich unterhalb der resofrequenz deiner Boxen raushauen, braten halt schnell mal die Spulen weg.

  • Tom Wantler
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    619
    • 5. Februar 2014 um 14:31
    • #8

    Hast du mal gemessen ob Eingangsempfindlichkeit der Endstufe und die Ausgangsspannung beim eingeschaltenen Limiter zusammen passen?

    Hier hast du nen Rechner: Klick!

  • Dosenfutter
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    • 5. Februar 2014 um 14:58
    • #9
    Zitat von "lonkodonko"

    Das einzige was vlt. anders sein könnte, dass wenn man die Membran mit der Hand etwas bewegt hört es sich wie ein Griff in ein Sack voll mit Styropor an.

    Das bedeutet, daß sich Windungen von der Schwingspule vom Schwingspulenträger verabschiedet haben. Das passiert durch zuviel Leistung oder durch Anschlagen der Schwingspule auf der Polplatte. Das erstere passiert durch zuviel Leistung (fehlender oder falsch eingestellter Limiter), das zweitere durch zu tiefen (oder fehlenden) Lowcut oder auch zuviel/falschen EQ. Ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum immer alles bis zum Anschlag aufgerissen werden muß. Stell mehr Subs auf, klingt besser, hat mehr Reserven und überlebt das dann vor allem auch.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • Jobsti
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    • 7. Februar 2014 um 03:26
    • #10

    1. Jeder Lautsprecher hat je nach Gehäuse eine andere Belastbarkeit.
    2. LowCut eher flacher als zu steil ansetzen, wenn er knapp am Tuning oder tiefer sitzt
    3. Limiter wirklich korrekt eingestellt? DXO24 hat ein Bezugspunkt, DXO24E (Die aktuelle) stellt man dagegen direkt in dBu ein.
    4. Eindrücken und Geräusche: Nie gut, idR. tot.
    5. Limter eher früher greifen lassen, sagen wir die Kiste verträgt mit korrektem LowCut ihre 900W rms (dauerhaft!),
    würde ich irgendwo auf 700W oder 600W limitieren, das tut dem Pegel keinen Abbruch in der Praxis (vielleicht 1dB), aber
    das Ding ist sicher gegen Fehlbedienung, hat Headroom (für z.B: lange Bassorgien, Sweeps, EQ etc.)und die Lebenszeit wird stark erhöht.

    Habe das Ding mal ganz grob simuliert, der HP sollte auf alle Fälle oberhalb 45Hz liegen mit 3. Ordnung,
    grob 650W rms bis Xmax (das laut Datenblatt, also eh schon über dem Linearen).

    Das "Kratzen" deutet auf thermische Überlast hin, also Draht angekokelt, Träger verformt etc., also wurde es zu heiß.
    Achso, da das obere Auslenkungsmaximum genau auf 80Hz liegt, gehe ich von aus, dass die Kiste durch den EQ am Mixer gestorben ist,
    denn dieser liegt recht oft genau auf dieser Frequenz.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
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  • Dosenfutter
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    • 7. Februar 2014 um 11:30
    • #11

    Das kann ich nur unterschreiben!

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • ddt
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    • 7. Februar 2014 um 11:45
    • #12

    Jobsti:

    zu punkt 2.) warum eigentlich genau flacher trennen, wenn man in nähe der tuningfrequenz abtrennt?
    wegen hubminimum auf tuning ==> fehlende kühlung?

    und was verstehts du unter "flach"? 12db/oct?

    mfg

    andreas

  • Dosenfutter
    Verifiziert
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    • 7. Februar 2014 um 13:24
    • #13

    Der flachere Filter hört sich einfach besser an.

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  • Jobsti
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    • 7. Februar 2014 um 16:12
    • #14

    Um so flacher der Filter umso mehr Hub wird auch oberhalb der gesetzten Frequenz bedämpft,
    mit HP haben wir immerhin 2 Hubmaxima, das untere bedämpfen wir locker, wobei wir das obere öfters ebenfalls leicht mit bedämpfen müssen.

    Flacher Filter klingt nicht imemr besser, man muss auch die Charakteristiken beachten,
    hier gilt einfach immer ausprobieren was einem eher zusagt.

    Jeder Filter "verbiegt" auch die Phase auf andere Weise, somit setzt man den HP anders und auf einmal passt
    es obenrum zum Topteil netmehr gut, bzw. Addiert sich netmehr.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Dosenfutter
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    • 7. Februar 2014 um 16:23
    • #15
    Zitat von "Jobsti84"

    Um so flacher der Filter umso mehr Hub wird auch oberhalb der gesetzten Frequenz bedämpft,
    mit HP haben wir immerhin 2 Hubmaxima, das untere bedämpfen wir locker, wobei wir das obere öfters ebenfalls leicht mit bedämpfen müssen.


    Dafür einen flachen Filter ist Quark, bei den meisten Kisten weiß man ja noch nicht mal, wie die abgestimmt sind oder was die Chassis zu leisten in der Lage sind (ja, sogar, wenn Marke und Typ bekannt ist - aber nicht, wie der maximale Hub berechnet wurde), oder mit anderen Worten, ob das überhaupt irgendeinen Sinn macht! Wenn man Subs selber baut, kann das sinnvoll sein, das pauschal anzunehmen ist aber echt Humbug. Wenn Du Deine Kisten per Lowcut abstimmst, kannst Du das gerne machen - In der Praxis führt das einfach dazu, daß das, was der LC oberhalb von der Portfrequenz rausnimmt, am Pegel oder EQ von den meisten wieder reingedreht wird. Der Effekt ist deswegen in der Regel Null, solange man nicht selber am Pult sitzt.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • ddt
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    • 7. Februar 2014 um 20:49
    • #16

    ich frage deswegen, weil wir morgen ne va haben mit 18xb700 oberton bässen (und ich mir nicht die bässe schießen will, siehe die posts aktuell hier im forum).

    laut "minimaler menbranbewegungsmethode" haben die chassis einzeln eine abstimmung auf ca. 50 hz.
    da ein 2x3er block l/r stehen wird, hab ich vor, folgendes setup zu testen:

    40hz bw 18
    80 hz bw 18
    eq +3 db 45 hz q 2.8

    maximale membranauslenkung ist eher in der 70-80 hz ecke.
    bei 40 hz sinus an einem single bass ohne eq mit 500 w rms gabs da hubtechnisch keine probleme, hab das extra mal getestet.
    ich hab eben bedenken, daß ich zu hoch/zu steil trenne, und mir dann der bass abraucht wegen zu geringem membranhub/kühlung.
    tunig sollte beim stacking/ bei erwärmung ja auch noch etwas nach unten rutschen.

    musik ist recht heftig, dnb/dubstep/jungle, pa ist aber ziemlich überdimensioniert (3x 1900 wrms 2 stück tl-1200 an 4 ohm, limitiert auf ca. 600 wrms/bass)

    tops laufen auf -20 dB...

    und der raumeinfluß ist die hölle, massive 50-60 hz resonanz. hab schon zig aufstellungsvarianten ausprobiert, ohne großen erfolg. 3er pack l/r war noch das beste ergebnis.

    mfg

    andreas

  • Jobsti
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    • 8. Februar 2014 um 03:31
    • #17

    ddt
    Der Oberton hat ja nur seine 5,5mm lineares Xmax, ich würde sagen, dass das das falsche Chassis für Dubstep/DnB ist,
    also limitiere lieber mit etwas mehr Headroom.
    Allerdings hört man recht gut raus wenn das Chassis am Limit spielt und ist dabei auch noch relativ robust.

    Wie schaut denn dein Gesamtes Controllersetup aus?
    Oft müssen Tops und Subs gute 20-50Hz auseinander liegen.
    Flat ist das ganze, wenn es dir eigentlich erstmal nach viel zu wenig Bass erscheint, dann hat man auch direkt schonmal viele Probleme
    von Dröhnen und Co aus dem Weg geschafft.
    Dann einfach einen 12er LowShelf drauf, je nach Geschmack unterhalb 80-90Hz und schön rein pfeffern, bei richtig flat, passen grob +6dB ganz gut.

    Hier mal ein "Setup", welche bei recht vielen Direktstrahler Top/Sub Kombis schon recht gut von Haus aus gepasst hat:
    Top: Bes24 145Hz
    Bass: But18 109Hz (HP: Bes12 35-40Hz)
    Steigt der Bass obenrum etwas an, kann man auch 10Hz tiefer, nur mit dem Sub. Testen kostet nix ;)

    Anm.:
    Wenn möglich, stelle Zahnlücke auf, das schiebt net nur weiter hinter, sondern verhindert auch Basslöcher und verringerst Reflexionen an den Wänden,
    kannst ja mal hier schauen: http://www.jobst-audio.de/sonstigestut/1…-im-bassbereich
    Für alle Faulen: http://www.jobst-audio.de/sonstigestut/1…-im-bassbereich


    _____________________________________________________________________________

    Zitat

    Dafür einen flachen Filter ist Quark, bei den meisten Kisten weiß man ja noch nicht mal, wie die abgestimmt sind oder was die Chassis zu leisten in der Lage sind


    Jedenfalls ist es immer so, dass der flachere Filter auch oberhalb weiter bedämpft, ob, wie und wo das die jeweilige Kiste nun benötigt, ist wieder eine ganz andere
    Frage, schaden tut's jedenfalls aber nie 8)
    Ich finde es jedenfalls schade, dass Hersteller hierzu keine Angaben machen, bei meinen Kisten schreibe ich das idR. mit dazu.

    Grundsätzlich macht man bei vielen Kisten Richtung BW18 nahe Tuning wenig verkehrt, kritisch wird's eher, wenn wer meint hier 24 oder gar 48dB nutzen zu wollen,
    oder den Datenblätter Glauben schenkt, dass die Bässe bis 30Hz spielen und den HP entsprechend viel zu tief ansetzen.

    Zitat

    In der Praxis führt das einfach dazu, daß das, was der LC oberhalb von der Portfrequenz rausnimmt, am Pegel oder EQ von den meisten wieder reingedreht wird.


    Die Aussage ist zu pauschal, denn den flacheren HP kann man oft etwas tiefer ansetzen, bei einigen Kisten tut das im Tiefgang dann wieder absolut keinen Abbruch,
    einige Kisten klingen sogar noch etwas fetter, da sanfterer Rolloff.

    Kommt immer wie gesagt auf die jeweilige Kiste samt jeweiligem Filter an.

    _____________________________________________________________________________


    Damit das Ganze etwas anschaulicher wird (gerade für stille Mitleser und Neulinge), habe ich einfach mal irgend einen 18er @ 45Hz genommen:

    Jeweils identische Bässe mit etwas Erwärmung und Serienwiderstand, bei Vollgas.
    Erst mal betrachten wir gelb und hellblau, wie man sieht lenkt der 12er Bessel recht weit unten über dem Xmax aus, wo wir eh kaum bis kein Signal haben (Beim Großteil der Musik),
    aber gerade bei 70Hz rum wird noch gescheit bedämpft, genau den Bereich finde ich oft wichtiger, da dort idR. der Haupt-Bassanteil wie auch viele Mixer EQs greifen.
    Wollen wir mit dem 18dB BW diesen Bereich genau so bedämpfen, müssen wir diesen schon bei 60Hz ansetzen (orange).
    Zum Vergleich nochmal in Grün der BW24 Filter.



    Hier sehen wir, dass (wie Dose schon geschrieben hat), der Bass jetzt etwas leiser ist, aber nicht nur ganz untenrum, sondern natürlich im kompletten Bereich,
    nach unten hin aber "ansteigend" leiser. Insgesamt macht das nicht mal 1dB aus, im Maximum unterhalb 60Hz dann aber ganze 2,0dB, Durchschnitt eher 1,5dB,
    ziehen wir das vom Max Pegel ab, können wir sagen, grob 0,5-1,0dB leiser.

    Ich würde sagen das ist kaum Hörbar vom Tiefgang her im Vergleich, was jedoch viel mehr aus macht ist,
    dass die Gruppenlaufzeit mit BW12 viel niedriger liegt, im Vergleich zu But24 sogar auf der Hälfte!
    Und genau das wird man viel eher raus hören, Bass "unpräziser" dafür aber vom Sound her fetter,
    mit dem weiteren Nachteil von geringerer Belastbarkeit und Anfälligkeit gegen "DJ EQs".

    Wollen wir beim BW12 nun wieder etwas untenrum anschieben, hauen wir einen EQ mit +2,5dB auf genau 45Hz drauf, circa Q3,
    das hebt das Xmax am Minimum eine Ecke an, was uns aber nicht juckt, auf den 2 Maxima aber nur 0,2mm.
    Nun sind wir unterhalb 50Hz wieder gleich auf mit den anderen Filtern, zwischen 60-90Hz aber nurnoch ~1dB leiser,
    somit wir die komplette Kiste genau 1dB leiser sein, vom verlauf her aber mehr Tiefgang, bzw. tiefere Grenzfrequenz aufweisen, auf die Gruppenlaufzeit hat
    das in diesem Fall allerdings keine relevanten Auswirkungen, bzw. nur um die 45Hz rum, aber immernoch weit unter den anderen.
    (Habe ich simuliert, lade ich jetzt aber net extra nochmal hoch)


    Je nach Bass und Filter kann das alles natürlich auch ausgeprägter oder weniger ausgeprägter erscheinen,
    das hier dient jetzt eher der der Veranschaulichung.

    Das Problem an der ganzen Geschichte ist jetzt nur noch, dass wir die Daten für den jeweiligen Bass benötigen, welche wir idR. nur im Pro-Audio-Bereich bekommen,
    bzw. dort eh schon in den Setups/Systemcontrollern sitzen. Somit bleibt den üblichen DIY Leuten das Simulieren, oder sie bekommen die Daten vom Entwickler geliefert,
    die typischen Anfänger bis Semi-Pro (Teilw. Pro) bleiben auf dem Trockenen und müssen sich oft selbst drum kümmern, oder Try & Error, manchmal tut's auch ein Anruf beim Hersteller.

    Ich persönlich werde das noch bei einigen Subs nachreichen, wie hier schon gemacht:
    http://www.jobst-audio.de/public-address/l-serie/95-jl-sub18 (SIehe unten rechts: Settings)

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Dosenfutter
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    • 8. Februar 2014 um 13:00
    • #18
    Zitat von "Jobsti84"

    Jedenfalls ist es immer so, dass der flachere Filter auch oberhalb weiter bedämpft, ob, wie und wo das die jeweilige Kiste nun benötigt, ist wieder eine ganz andere
    Frage, schaden tut's jedenfalls aber nie 8)


    Doch, eigentlich schon. Wenn das, was oben rum 'weniger' ist per Pegelerhöhung ausgeglichen wird, dann steigt natürlich auch die Leistung unten rum, der Hub wird dadurch also größer anstatt kleiner.

    Zitat von "Jobsti84"

    Ich finde es jedenfalls schade, dass Hersteller hierzu keine Angaben machen, bei meinen Kisten schreibe ich das idR. mit dazu.


    Das sehe ich genauso und ich finde es sehr gut, daß Du das angibst. Bei manchen Herstellern hab ich regelrecht den Eindruck daß sie lieber Ersatzchassis verkaufen wollen anstatt daß die Kisten robust werden.

    Zitat von "Jobsti84"

    Grundsätzlich macht man bei vielen Kisten Richtung BW18 nahe Tuning wenig verkehrt, kritisch wird's eher, wenn wer meint hier 24 oder gar 48dB nutzen zu wollen, [...]


    BW 18 ist nicht verkehrt, sehe ich auch so. Man kann 24dB aber manchmal trotzdem sinnvoll einsetzen, z.B. zwischen Sub und tief angekoppelter Infra.

    Zitat von "Jobsti84"

    [...] oder den Datenblätter Glauben schenkt, dass die Bässe bis 30Hz spielen und den HP entsprechend viel zu tief ansetzen.


    Das ist auch was, was mich regelmäßig auf die Palme bringt! Vor allem, wenn jemand mit wenig Erfahrung eine Party-PA zusammenstellen will und man ihm klarmachen muß, daß der Sub mit '30Hz' schlechter und leiser sind (falls die das tatsächlich doch können sollten) als andere mit 'nur' 45Hz Tiefgang.

    Zitat von "Jobsti84"

    Die Aussage ist zu pauschal, [...]


    So pauschal wie Deine Aussage oben, daß ein flacher Filter immer besser ist? ;)

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • ddt
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    • 8. Februar 2014 um 15:30
    • #19

    Jobsti:

    setting ist 40-80 hz bw18, top ab 120hz. die bässe steigen ja recht an nach oben ab 50 hz:

    monostack flat ohne eq/lc/hc:

    dann mit lc/hc/eq:

    lowcut 40 hz bw18
    50 hz bandpass +5db q 2.2 (laut “Laserpointer-Methode” liegt das Br-Tuning bei ca. 50 Hz als single-Bass)
    highcut 80 hz bw18

    mit folgendem Ergebnis:

    die location ist das hauptproblem. alles resoniert fröhlich mit, man hört da so einiges nachschwingen. zahnlücke macht ein komisches "Bassdreieck" auf der Tanzfläche. monostack prügelt wie die Hölle, zu den Seiten hin gibts aber wieder auslöschungen.

    Beste Bassverteilung war immer noch 3er stack links/rechts auf dem boden gestellt bzw. übereinander. dann hat man zumindest einen einigermaßen homogenen Bass auf der Tanzfläche.

    Richtig witzig war die 2 links, 2 rechts, 2 mitte konstellation: vor den mittleren bässen hatte man das gefühl, die wären gar nicht eingeschaltet...

    hier mal ein grundriss der location:

    http://www.dj-ddt.de/temp/KKB_Grundriss.jpg

    mfg

    andreas

  • Jobsti
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    • 9. Februar 2014 um 04:16
    • #20

    Probiere mal den Bass steiler zu trennen, hast du denn auch mal dein Setup samt Topteil vermessen?
    Da spielt ja doch noch recht viel vom Bass mit rein. Versuch macht Kluch, also mal ein steileres Setup testen.

    Zitat

    Doch, eigentlich schon. Wenn das, was oben rum 'weniger' ist per Pegelerhöhung ausgeglichen wird, dann steigt natürlich auch die Leistung unten rum, der Hub wird dadurch also größer anstatt kleiner.


    Von Pegel und Gain war erst mal keine Rede 8)
    Ging nur darum, dass der Flachere Filter obenrum mit bedämpft, Gain-Geschraube und Eq ist wieder eine andere Sache.
    Pauschalisieren will ich das natürlich jetzt nicht, aber es ist oft die Regel.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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    alexanderjoseph
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