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FX auf Bläser

  • krzysztof schwierz
  • 16. Juli 2018 um 10:12
  • krzysztof schwierz
    Gast
    • 16. Juli 2018 um 10:12
    • #1

    Hallo,

    wie geht man "fachlich" mit Bläser vor? Exakt geht es hier um Soxophone, wobei es wohl eher unwichtig ist...


    Gibt Ihr auf die Bläser auch einen FX (Reverb?) oder sollten die besser "trocken" und neutral rüberkommen? Danke :)

  • floger
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    • 16. Juli 2018 um 10:24
    • #2

    Das kommt dann doch sehr stark auf die Musikrichtung an.

    Erlaubt ist, was gefällt.

  • wora
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    • 16. Juli 2018 um 13:16
    • #3

    wie bei jedem effekt bin ich persönlich der meinung, das es nicht nur auf die musikrichtung, sondern auch auf jeden einzelnen song ankommt, welche art von effekt verwendet wird, bzw. wie lange die "hallfahne" sein sollte.

    und ja, ich gebe immer ein bisschen raumeffekt auf die bläser. manchmal auch nen pitchshifter ;)

    letzten endes liegt das aber im ermessen des künstlers auf der bühne, was da passieren soll. wenn der künstler diesen part seinem mischer überlässt, darf auch dieser hier seine krativität nutzen und ein wenig künstlerisch tätig werden. aber das sollte eben auch immer zur gerade gespielten musik passen :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Pfälzer
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    • 16. Juli 2018 um 22:23
    • #4

    Ich sehe das ganz wie wora,

    wobei ich noch ergänzen möchte, das ich bei Solisten dazu tendiere mehr anzufetten als bei Bläsersätzen, wie man sie in Orchestern und Big Bands findet.

    Gruß Wolf

  • oton
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    • 17. Juli 2018 um 18:51
    • #5

    also, ein wenig Reverb, gerne eine Plate, tun eigentlich jedem Bläser gut ... ein Saxofon ganz trocken klingt imho sogar ausgesprochen ärmlich.

    Das kann dann von einem ganz dezenten Raum bis zu voller Breitseite incl. Delay & Pitchshifter gehen

    In deinem Fall, wir reden hier ja über Tanzmusik, oder ? ... würde ich bei Trompete & Co einen Room/Plate nehmen, so um 1 sec, bei Sax Hall/Plate & 1,5-3sec, und ein wenig Delay. Bei Soli das Delay dann noch mal ne Schuppe drauf, dann sollte dem rauchigen Schmusebaladensolo nichts mehr im Wege stehen ... ;)

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • DJheini
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    • 17. Juli 2018 um 19:29
    • #6

    Wie stellt ihr denn den Pitchshifter dann ein? Weiß jemand ein Musikbeispiel mit Sax, wo man hört wie sich dieser auswirkt? Ich habe bisher immer mit Reverb oder einer Plate gearbeitet.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • oton
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    • 17. Juli 2018 um 23:03
    • #7

    Nimm einfach einen normalen Pitchshifter, links -5-10 Cent, rechts +5-10 Cent, ein wenig Delay dazu (10-20ms) und dann wie in einen Effekt über einen Aux zugemischt ... wie man halt auch schon viele Jahrzehnte Gitarren & Vocals andickt ... gibt in jedem aktuellen Digitalmischpult auch schon genug Presets für so etwas.

    Anno Dazumal Preset Eventide H3000 "Micro Pitch" ... das war genauso in den Geräten eingefroren wie "Concert Hall" und "Big Snare" ... falls sich noch jemand erinnert .. ;)

    der Billbo weiß bestimmt auch noch alle anderen Presets auswendig ....

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  • billbo
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    • 18. Juli 2018 um 12:46
    • #8
    Zitat

    ... gibt in jedem aktuellen Digitalmischpult auch schon genug Presets für so etwas.

    ... die leider nicht immer das machen, was drauf steht:

    - bei Digico gibt's im pitch shifter kein Delay; das muss man mittels Gumas Workaraound umständlich über zwei Monokanäle als Return lösen,

    - bei Avid ist dagegen von Natur aus schon so viel Latenz im Returnsignal, dass man mit Delay sehr aufpassen muss, sonst wird die Sache ganz schnell ziemlich schwurbelig,

    - Midas Pro kriegt's bis jetzt überhaupt nicht richtig hin, das eiert völlig unvorhersehbar nach Art eines falsch eingestellten Autotune hin und her (bei Behridas funktioniert's dagegen :/),

    - und unter +/- 6 Cent (mein Standard - Startwert) versteht offenbar sowieso jeder Hersteller etwas anderes.

    Eigentlich alles völlig unverständlich - spätestens seit Roland Dimension D und Dynacord TAM19 ist das ein simpler Basiseffekt für Live- und Studioarbeit (damals gab's von Dynacord dazu ein per Cassette verschicktes Hörbeispiel für Saxofon), und selbst das erste Yamaha SPX vor über 30 Jahren konnte das schon richtig gut im Vergleich zu dem, was man in manch einem Pult der 'Premiumliga' heute so vorfindet.

    Ums sorgfältige Hören und Ausprobieren kommt man deshalb also leider auch 2018 nicht herum.

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 18. Juli 2018 um 13:28
    • #9

    In jedem Detail d‘accord! Den ‚micro pitch‘ in ok gibt‘s in Yamaha, behridas und A&H. In geil steht immer noch Eventide drauf.

  • Flugwuppich
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    • 18. Juli 2018 um 18:37
    • #10

    Ich denke, es hängt auch davon ab, ob man die Band und deren Repertoire kennt. Ein brauchbares Standard-Reverb habe ich für's Gebläse eigentlich immer bereit liegen. Im Zweifel fahre ich es so zurückhaltend, daß man es noch nicht bewusst als Hall hören kann. Das klingt im Zweifel immer etwas edler. Bei "normalem" Jazz oder Big Band geht das so eigentlich immer. Bei "zeitgenössischer Musik" im Zweifel vorher fragen.

  • Flugwuppich
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    • 18. Juli 2018 um 18:42
    • #11

    Das Pitch-Shifting habe ich noch nicht ausprobiert - in meiner Liga klingen auch schon wenige Bläser immer "schön voll", ist aber ein interessanter Denkanstoß! Gebt ihr das dann jeweils auf einen kompletten Satz (Holz,Blech) oder differenziert ihr da noch weiter? Lasst Ihr das dann auch bei zum Beispiel einem Solo-Sax einfach stehen?

    Einmal editiert, zuletzt von Flugwuppich (18. Juli 2018 um 18:55)

  • wora
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    • 18. Juli 2018 um 19:17
    • #12

    Pich Shifter hab ich früher oft für Sax verwendet. aber da auf keinen fall durchgehend, sondern eher so als "schmankerl" bei bestimmten uptempo stücken oder in soloparts. auf kompletten bläsersetzen stelle ich mir das dagegen nicht so prickelnd vor, aber erlaubt ist was gefällt.

    wenn ich ehrlich bin... hab ich das schon seit bald 15jahren nicht mehr für Sax eingesetzt, eben weil es das so in den damaligen digipulten einfach nicht gab - oder es zu grausam war.

    (obwohl, manchmal kann es ja nicht grausam genug sein! :S)

    nach ein paar jahren hatte ich es dann echt fast vergessen, erst in letzter zeit hab ich es wieder im kopf. mein neues pult hat ja so viele FX maschinen, da muss ich das doch echt mal wieder einsetzen ^^

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 18. Juli 2018 um 20:51
    • #13

    Ich nutze für funk/soul/jazz Bläser keinen pitch shifter. Ich nutze eine schöne Platte mit einem tempoangepassten predelay für Sätze und einen lebhafteren Hall mit eingebauten delay clustern für Soli .... wenn's passt. :)

  • billbo
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    • 18. Juli 2018 um 21:06
    • #14

    Der 'fette Sound' der akustisch (unverstärkt) spielenden Satzbläser der alten Showorchester lebte u. a. auch von den Körperbewegungen der Musiker; dazu gab es mitunter regelrechte Choreographien. Mit einem heute üblichen Clipmikro an jeder Kanne fallen diese durchaus Leslie - ähnlichen Effekte komplett flach; mittels ein wenig behutsam eingesetztem hart L/R gepantem Stereo Micropitch lässt sich dafür aber ein ganz tauglicher Ersatz zaubern.

    Und natürlich klappt dieses gezielte Hinzufügen von künstlicher Räumlichkeitsinformation nicht nur bei Bläsern. Bei allzu drögen Akustikklampfen ist es geradezu Pflicht - und auch das runtergestimmte Metalgitarren- Vollbrett erhält dadurch erst den letzten Schliff (und kann dafür im Mix dann gleich mal 1-2 dB leiser angesetzt werden - das unbarmherzige dB/A - Dosimeter am FOH nimmt's dankend zur Kenntnis:)).

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • oton
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    • 18. Juli 2018 um 23:52
    • #15
    Zitat von guma

    Ich nutze für funk/soul/jazz Bläser keinen pitch shifter. Ich nutze eine schöne Platte mit einem tempoangepassten predelay für Sätze und einen lebhafteren Hall mit eingebauten delay clustern für Soli .... wenn's passt. :)

    kommt halt wie immer drauf an ... bei einem Bläsersatz ist ja schon von Natur aus meistens genug "Pitchshifter" drin .. bei einem einsamen Sopransax aber gerne gesehen.

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