Uh, eine Corporate-Event-Diskussion? Spannend.
Ich bin seit 2010 selbstständig und zu 90% im Industriesektor unterwegs. Und ich kann sagen, dass in 99% der Fälle zumindest der Endkunde supernett ist.
Grade gestern habe ich erst mal einen großen Pappkarton mit Knabberzeug angeboten bekommen. Ich hab mir da 6 Tüten rausgenommen, den Rest (bestimmt weitere 40 Tüten, wenn nicht mehr) haben sie für die Location dagelassen. Sehr netter Kunde der zwar aufgeregt und dadurch etwas anstrengend war aber niemals unfreundlich o.ä. Wurde.
Natürlich kommt es diesen Kunden nicht auf die letzten 3% vom Sound der Band an. Die haben vielmehr das Gesamterlebnis im Kopf. Ich muss Tontechnisch auch oft Kompromisse eingehen, keine Frage. Aber ich sehe das nicht als Einschränkung, eher als Herausforderung. Die Leute wollen feiern und Spaß haben. Die sind nicht gekommen um den Auditiven Höhepunkt zu erleben. Dafür gehen sie in die Elbphi oder was auch immer ihnen dahingehend Freude bereitet.
Umso schöner natürlich wenn man im Nachgang noch mal eine Mail vom PL weitergeleitet bekommt in der sich der Kunde überschwänglich für die VA bedankt.
Man darf halt nicht erwarten, dass man als Cooler Typ hinterm Mischpult gefeiert wird der hier den Affengeilen Sound Mixt. Selbstwertsteigernde Lorbeeren darf man nicht erwarten. Man macht seinen Job und man macht ihn gut. Dafür bekommt man sein Geld. So wie es bei jedem Handwerker auch ist. Oder erzählt ihr eurem Klempner auch jedes Mal was er wieder für einen sch… geilen Job er gemacht hat?
Tut mir natürlich leid für Lisa, dass es dieses Mal vielleicht schwierig war, in welcher Hinsicht auch immer. Ich bin mir sicher, dass jemand mit ihrer Erfahrung einen sauberen Job abgeliefert hat.
Aber die Jobs bei denen ich nachher schlechte Laune hatte kann ich an einer Hand abzählen und mindestens 2 davon waren keinen Corporate Events. Das kann ich, zumindest aus meiner bescheidenen Erfahrung heraus, nicht den Industriekunden zuschreiben.