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Suche PC-Software für Kronauer DPX Pro/4 (Zwei Zeck-Systeme: ASP / 212.2 / PT5 / PT7 / PT9)

  • maxxdj
  • 13. Oktober 2026 um 20:47
  • maxxdj
    Beiträge
    4
    • 13. Oktober 2026 um 20:47
    • #1

    Hallo zusammen, ich habe einen Kronauer DPX Pro/4 bekommen und bin dringend auf der Suche nach der passenden PC-Software / dem Windows-Editor für das Gerät. Hat jemand von euch noch die Installationsdateien oder einen Tipp für mich? Ich möchte damit zwei separate, klassische Zeck-Systeme einmessen und steuern. Da es sich um sehr spezifische Bestückungen handelt, hoffe ich, dass mir hier jemand mit den passenden Crossover-Trennfrequenzen oder Presets helfen kann. Meine Setups sehen wie folgt aus: System 1: - Tops: Zeck ASP 15.1 (450W AES, bestückt mit PHL & B&C Treibern, 16 Ohm) - Subs: Zeck ASP 18.600 Bass (600W AES) - Amps: Zeck PT 5 & Zeck PT 7 System 2: - Tops: Zeck 212.2 (800W AES) - Subs: Zeck E18 (600W AES) - Amps: Zeck PT 7 & Zeck PT 9 - Peripherie: Analog-Crossover Zeck CCR24, Mischpult Zeck PD 8/12 Hat jemand von euch zufällig noch die Software für den Kronauer DPX auf der Festplatte oder kann mir Tipps geben, wie ich die Trennfrequenzen für diese beiden Zeck-Systeme am besten im Controller einstelle (evtl. basierend auf den Werten der CCR24)? Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

  • guma 13. Oktober 2026 um 21:04

    Hat das Thema aus dem Forum Mischwerkzeuge nach Boxen & Boxensysteme verschoben.
  • guma 13. Oktober 2026 um 21:04

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Fux
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    Beiträge
    5.278
    Einträge
    1
    Marktplatz Einträge
    1
    • 14. Oktober 2026 um 11:00
    • Hilfreichste Antwort
    • #2

    Bei beiden Systemen würde ich bei 100Hz mit 24dB Butterworth trennen. Butterworth wegen des gleichmäßigen Energiefrequenzgang, da bei 100Hz die Systeme noch keine Richtwirkung zeigen.

    (Linkwitz Riley ergibt bei der Trennfrequenz einen gleichmäßigen Pegelverlauf aus Achse, was dann bei einer höheren Trennung, wo ein gewisses Richtverhalten vorhanden ist, dann die bessere Lösung ist. Also z.B. wenn Du einen Treiber bei 1200HZ vom Midbass aktiv trennst)

    Dem Bass würde ich einen 24 dB/oct. Bessel Hochpass bei 35Hz spendieren.

    (Bessel-Charakteristik wegen des besseren Impulsverhaltens gegenüber Butterworth und Linkwitz-Riley, da Du am unteren Ende des Übertragungsbereich des Lautsprechers eh schon kräftige Phasendrehungen durch den relativ steilen akustischen Pegelabfall des Basses hast)

    Zur Polung: Bei "System 1" Bass und Topteil nicht verpolen.

    Bei "System 2" kannst Du mal versuchen ob Du mit gleich gepoltem oder mit verpoltem Topteil mehr Pegel bei der Trennfrequenz hast.

    Bei "System 2" kannst Du auch testen ob eine geringe Verzögerung des Topteils um wenige Millisekunden gegenüber dem Bass bei der Trennfrequenz von 100Hz mehr Pegel bringt, da das Bandpasshorn das Schallenstehungszentrum im Bassbereich wohl etwas nach hinten verlagert.

    Pegel des Topteils dann so anpassen, dass es ausgewogen klingt.

    Möchtest Du das Ganze bassiger haben, würde ich nicht einfach das Topteil leiser drehen oder den Basszweig lauter, sondern die Pegel der beiden Wege zueinander so einstellen, dass der Frequenzgang linear ist und dann einen Bell Filter bei 63Hz mit einer Güte von 2,1 bzw. einer Bandbreite von 0,7 Oktaven wählen.

    Aber übertreibe es nicht mit der Anhebung.

    6dB Anhebung fordern von der Endstufe schon die 4-fache Leistung.

    Wenn Du mit wenig Material dich pegeltechnisch im absoluten Grenzbereich bewegen mußt, kannst du auch die Trennfrequenz auf 120Hz anheben und somit die Topteile etwas entlasten.

    Just my 2 cent!


    Viele Grüße,

    Fux

    Viele Grüße,
    Fux

  • secluded 14. Oktober 2026 um 14:02

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • maxxdj
    Beiträge
    4
    • 14. Oktober 2026 um 19:37
    • #3

    Vielen Dank für diese extrem professionelle und detaillierte Antwort! Das hilft mir theoretisch enorm weiter, um die Filter (Butterworth/Bessel) und das Delay zu verstehen. Genau solche fundierten Tipps habe ich gesucht! Es gibt jedoch ein großes Problem: Mein Kronauer DPX Pro/4 hat am Frontpanel keinerlei Bedienelemente, Displays oder Knöpfe für Einstellungen. Es handelt sich um die Version, die man ausschließlich über den PC konfigurieren kann. Ohne die originale PC-Software / den Windows-Editor bin ich also komplett blockiert und kann diese tollen Werte leider gar nicht in das Gerät einprogrammieren! Falls also noch jemand die alten Installationsdateien auf der Festplatte hat, wäre das für mich die absolute Rettung, damit dieses System überhaupt spielen kann! Um kurz den Hintergrund zu diesem System zu erklären: Alles begann im Jahr 1995. Als ich damals den Sound eines Zeck-Systems (ASP 12.1 mit ASP 15.600 Subs an Zeck PT 5 & PT 7 Endstufen) zum ersten Mal hörte, war ich völlig verzaubert. Damals war ich allerdings noch in der Grundschule und ein solches professionelles Equipment war für mich absolut unerreichbar und unbezahlbar. Jahre später konnte ich mir so etwas immer noch nicht leisten. Ich fing mit JBL an, wechselte dann aber auf ein altes Dynacord-System – und das war wie Tag und Nacht! Das alte Dynacord-System klang gefühlt 100-mal besser. Das hat mir gezeigt, wo die Reise klanglich hingehen muss. Nach rund 12 Jahren intensiver Suche, Recherche und dem Sammeln von Einzelteilen habe ich mir nun endlich diesen Kindheitstraum erfüllt und dieses "Goldschatz"-System zusammengestellt. Insgesamt besitze ich nun 6x ASP 15.1 Tops, die gewaltige Wand aus 12x ASP 18.600 Bässen und insgesamt 9x PT 7 Endstufen (plus PT5 und PT9)! Aktuell habe ich sogar 8 dieser riesigen Bässe direkt bei mir zu Hause im Zimmer stehen – die restlichen 4 passten einfach platztechnisch nicht mehr rein! Fotos von dieser gewaltigen Wand aus Boxen im Haus und den Amps werde ich am Wochenende machen und hier im Thread nachreichen. Vielen Dank nochmals für die tolle Unterstützung hier im Forum!

  • maxxdj
    Beiträge
    4
    • 14. Oktober 2026 um 20:14
    • #4

    Übrigens: Ich komme aus Polen und nutze für meine Beiträge hier einen Übersetzer. Ich hoffe, alles ist gut verständlich! Ich wollte noch hinzufügen, dass ich die alte Deutsche Ingenieurskunst absolut schätze. Die Qualität, Robustheit und der ehrliche, analoge Sound von diesen alten Zeck-Systemen und den PT-Endstufen haben für mich einfach einen ganz besonderen Charakter. Leider konnte mir in den polnischen Foren niemand mit der Software für den Kronauer Controller weiterhelfen. Deshalb suche ich nun hier auf der Deutschen Seite Hilfe bei echten Akustikern und Ingenieuren, die diese Geräte noch in- und auswendig kennen. Es freut mich wirklich sehr, dass dieses legendäre System nun bei mir in Polen ein treues, neues Zuhause gefunden hat und ich hoffe, es mithilfe eurer Expertise bald komplett zum Laufen zu bringen!

  • Fux
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    • 14. Oktober 2026 um 20:18
    • #5

    Im Zweifelsfall kaufst Du dir halt einen anderen Controller gebraucht günstig und verwendest diesen anstatt des Vorhandenen.

    Bei fast allen richtig alten Controller wird es schwierig mit der Software bzw. mit der Kompatibilität der Anschlüsse zum Rechner oder Bertriebssystem der aktuellen Rechner.

    Wenn man die Einstellungen nur einmal vornehmen und dann meist so belassen möchte, geht das dann natürlich auch (etwas umständlicher) über die Bedienelemente am Gerät. Aber auch die Inkrementalgeber (Endlosdrehrädchen) am Gerät können im Alter kaputtgehen.

    Ich tausche gerade einen solchen bei meinem Xilica Controller der ersten Generation aus.

    Für diesen habe ich einen alten Rechner mit Windows XP wo die Software noch kompatibel ist.

    Ebenso läuft auf diesem Rechner noch die alte Software für einen Alto Maxidrive Controller.

    Einem alten BSS Omnidrive den ich habe, kann ich wirklich nur noch mit den Bedienelementen am Gerät selbst bedienen.

    Aber für eine "Festinstallation" mach man das ja nur einmal.

    Wenn Dir das nichts ausmacht gibt es alte gute Controller zum Teil schon recht günstig.

    Viele finden auch die neu ganz billigen Behringer DSPs gut. Ich bin da nicht so der Fan von. ;)

    Einen gebrauchten älteren BSS Omnidrive oder einen ebenfalls älteren dbx DriveRack gibt es oft schon für etwa 300.-€. So günstig halt aus oben genannten Gründen.

    Ein gebrauchter Alto Maxidrive ist jetzt zwar kein BSS Omnidrive, aber nochmals günstiger und besser als man es erwarten würde.

    Viel Spaß mit Deinem in Würde gealtertem "Goldschatz-System"! ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • maxxdj
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    • 14. Oktober 2026 um 20:37
    • #6

    Vielen Dank für deine Nachricht und die Tipps zu den alternativen Controllern! Es ist schön zu hören, dass du auch funktionierende Klassiker wie den Alto Maxidrive und Xilica nutzt. Mein Beitrag oben hat sich wahrscheinlich mit deiner Antwort überschnitten, deshalb hier noch ein paar wichtige Details: Mein Kronauer DPX Pro/4 ist die komplett "blinde" Version – er hat absolut keine Displays, Knöpfe oder Enkoderräder am Frontpanel. Ich kann also am Gerät selbst leider überhaupt nichts einstellen. Aber jetzt kommt die gute Nachricht bezüglich der Computer-Kompatibilität: Ich bin für dieses Projekt bestens gerüstet! Ich habe zwei voll funktionierende Retro-PCs hier zu Hause stehen: einen mit echtem Windows 98 und einen mit Windows XP. Beide Computer haben auch noch die originalen, physischen COM-Ports (RS232) auf dem Mainboard. Die Systemumgebung für die alte Software ist also zu 100 % perfekt bereit, ich brauche keine Emulatoren oder modernen Windows-Tricks. Mir fehlen wirklich nur noch die Installationsdateien für das Programm! Deshalb möchte ich nicht auf einen Behringer oder dbx wechseln – ich habe rund 12 Jahre gebraucht, um dieses Zeck-System (6x ASP 15.1, 12x ASP 18.600 Subs, 9x PT7) Stück für Stück zusammenzusuchen. Es ist ein echtes Kindheitstarum-Projekt. Aktuell stehen sogar 8 dieser riesigen Bässe direkt bei mir im Wohnzimmer, weil die restlichen 4 nicht mehr reingepasst haben! Ich will dieses "Goldschatz"-System unbedingt stilecht mit dem Kronauer betreiben, da er klanglich perfekt in diese Ära passt. Am Wochenende mache ich Fotos von der Wand aus Boxen im Zimmer und den Amps und lade sie hier hoch. Falls du oder jemand anderes im Forum also über Kontakte zu alten DFM/Kronauer-Technikern verfügt oder die Software noch auf einer alten Festplatte oder CD-ROM findet, wäre das meine absolute Rettung! Ich danke dir nochmals von ganzem Herzen für deine Zeit, deine wertvollen Ratschläge und die Unterstützung. Herzliche Grüße aus Polen!

  • Fux
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    • 14. Oktober 2026 um 23:47
    • #7

    Eventuell lohnt es sich bei der Firma "Maintronic" mal nachzufragen, da diese damals auch die Elektronic für Zeck (wie z.B. Endstufen) gefertigt haben.

    maintronic.de


    Viel Erfolg!

    Viele Grüße,
    Fux

  • MatzeRockt
    Profi
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    • 15. Oktober 2026 um 12:26
    • #8

    Ein Kronauer DPX Pro/4 war auch damals schon ein Exot. Man findet ja gar nichts zu dem Gerät.

    Ansonsten sind die PT-Serie Endstufen eine Entwicklung von Q4audio aus Belgien und wurden als PTH auch unter dem Label Q4 verkauft.

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • NicNic
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    • 15. Oktober 2026 um 13:29
    • #9

    Anscheinend steht die Firma DFM Audio noch im Zusammenhang mit der ehemaligen "K3 Kronauer Digital", da lohnt sich vielleicht, mal nachzufragen.

    Ansonsten - wenn das mein Gerät wäre - würde ich das EEPROM auslesen, im Hex-Editor öffnen und mal schauen ob der KI-Chatbot meines Vertrauens da ein rudimentäres Konfigurations-Tool für zaubern kann. Quasi "Clean-Room Implementation". Kannst ja mal Fotos von innen und außen schicken.

    Unabhängig vom technischen Wert (ein DCX2496 erfüllt deinen Zweck sicher genauso gut) finde ich solch betagte Digitaltechnik immer spannend.

Anstehende Termine

  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
  • Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 1 | Köln

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Samstag, 17. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 27. Oktober 2026 – Donnerstag, 29. Oktober 2026

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