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  5. Boxen und Amps

druckvolle amps -- warum?

  • jazzz
  • 30. Oktober 2003 um 11:11
  • jazzz
    Beiträge
    24
    • 30. Oktober 2003 um 11:11
    • #1

    Hallo,

    kann mir einer sagen, weswegen manche amps mehr druck/kraft/dampf im SOund haben als andere amps, obwohl sie gleiche wattzahl haben bzw. weniger watt; egal ob man nun 1 watt zieht oder 100 watt.

    wodran liegen das? gibt es spezielle "schaltungen" im verstärker, die einen druckvolleren/krftvolleren sound produzieren, oder liegt es am netzteil?

    wenn es am netztteil liegt, warum machen die t-amper nicht einfach bessere ladeelkos rein, einen besseren trafo (obwohl der aktuelle ja, wie ich in anderen threads gelesen habe, bereits schon zu groß sein soll) und erhöhen den preis dann nur um die mehrkosten der besseren teile?

    auch egal, zurück zu meiner frage ;): warum hat amp (1) -mit z.b. 400 watt an 8 ohm- in relation zu amp (2) -mit z.b. 600 watt an 8 ohm- einen deutlich kräftigeren/druckvolleren sound im gesamten frequenzbereich (bei u.U. gleicher preisklasse)?

    ich habe schon gesucht im archiv, aber eine antwort auf meine frage so nicht gefunden.

    danke
    jazzz

  • MIKE
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.694
    • 30. Oktober 2003 um 11:49
    • #2

    das hat etwas mit der Verstärkung intern und tun un derStrucktur der Amps.

    Manche Amps machen halt 26db Verstärkung und andere fahren halt 32 bis 48 db.

    Und dann kommt da auch noch die Eingangsspannung dazu und die Empfindlichkeit der Endstufe.

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • chip1000
    Beiträge
    811
    • 30. Oktober 2003 um 13:03
    • #3

    HI

    Das ist ein interessantes Thema ... frag mich das auch immer

    Kenn das von Auto endstufen woofer klingt an endstufe a ganz ok ...
    nur wenn man mit endstufe b vergleicht klingt das ganze Tiefer und runder ... einfach besser ...

    ähnliches hab ich beim vergleichen mit einer "billigen" conrad endstufe
    (stk) und im verlgeich zum t-amp festgestellt ... t-amp klingt tiefer und runder ...

    Der stk amp hat angeblich auch 2x300 watt und ich kann damit gut meine ersten boxen selbstbauten die 120 watt haben betreiben ohne das die an ihre grenzen kommen (aber zb bei einem kleiner hifi amp weiß nicht genau was er hat kommt mehr tiefbass raus und sie kommen schnell mal an die mechanische grenze)

    lg
    Stefan

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 30. Oktober 2003 um 13:35
    • #4

    Hallo
    Interessant ist für die "Druckvolle Wiedergabe"

    Recoveryverhalten(Wichtig für Bassreflüx)
    Dynamische Dämpfung(wurde mal vor langer zeit in der regenbogen ähh audiopresse gemessen)
    Die Burstleistung(Musikleistung)und die Burst Stromlieferfähigkeit(SOA+Netzteilauslegung)
    Design/Schwellwert SOA Protection


    Ist ein nicht ganz einfaches Thema!


    gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • RaveN
    Beiträge
    258
    • 30. Oktober 2003 um 13:39
    • #5

    ist die B urstlänge irgendwo definiert oder kann da jeder Hersteller einen ihm angenehmen Wert nehmen?

    was wäre denn ein praxisgerechter Burst?

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 30. Oktober 2003 um 13:41
    • #6

    am Amp alleine liegt es aber auch nicht.
    Ich habe schon festgestellt, dass es zudem noch Lautsprecherabhängig ist.
    Bespiel zur Veranschaulichung:

    Amp A an LS X klingt naja
    AMP B an LS X klingt fett
    AMP B klingt aber an LS Y dünner als an AMP A

    Genug verwirrt? :)

    Es hängt wohl auch mit der Ohmzahl und Indu zusammen.
    Und noch vielen anderen Faktoren, dass macht das ganze ja so spannend, wweil unberechenbar :)

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 30. Oktober 2003 um 15:35
    • #7

    Nein!

    Die oben dargelegten Punkte wirken sich nur bei unterschiedlichen Boxen eben auch unterschiedlich aus


    Gruss Mr.Shortspeak :D

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • rockline
    Profi
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    198
    Beiträge
    4.440
    • 30. Oktober 2003 um 20:35
    • #8

    Das hängt von vielen Faktoren ab:

    Eingangsbeschaltung, welche Eckfrequenz und Steilheit hat das Lowcut Filter?

    Dann ist die Wahl des Schaltungsdesigns in den signalführenden Stufen der Treiberschaltung von erheblichem Einfluß in Bezug auf das grund-
    sätzliche Klangverhalten. Hier wird schon bestimmt, wie der Verstärker dann "klingt", dh. grundsätzliche "musikalität"!

    Für satten Bass hat die Elkokapazität in Kombination mit Elkos, die entsprechend schnelle Lade/Entladevorgänge erlauben zu tun. Das ist erst mal Grundvoraussetzung.
    Dann spielt die Stromlieferfähigkeit der Treiberstufe für die Endtransistoren eine entscheidende Rolle! Diese Stufe versucht man so niederohmig wie möglich zu gestalten, um den daran angeschlossenen Endtransistoren genügend Basisstrom zu liefern. Die Ausgangstransitoren selber haben ebenfalls maßgeblichen Einfluß auf die niederohmigkeit des Gesamtkonzepts. Ein weiteres Indiz auf gute Basseigenschaften ist eine hohe Anzahl paralell geschalteter Endtransistoren. Das senkt den Innenwiderstand der Stage, bringt aber auch Probleme in den Bereich der Treiberschaltung, Basistrom etc....

    Ebenfalls ganz wichtig ist die Art der Versorgungsspannungsumschaltung zwischen Teillast und Vollast. Zum einen kommt es auf eine "weiche" Rampe in der Referenzstufe zur Lasterkennung an, zum anderen auf die Stromlieferfähigkeit der Switcher. Es gibt verschieden Konzepte, vereinfacht ausgedrückt funktioniert das wie folgt:

    Die höhere Railspannung wird bei erreichen eines Referenzpegels mittels FET einfach zu der niedrigen Railspannung geschaltet. Die Ausganstransistoren sind alle paralell und bekommen eine hinzuaddierte Railspannungserhöhung!
    Vorteile: Einfach zu bauen, sehr niederohmige Audiostage.
    Nachteile: Maximale Leistung wird teilweise Abhängig von der Wahl des RailFETs, damit auch der Sound unter Vollast!
    Ausgangstransistoren müssen sehr hohe Spannungsfestigkeit haben, Produkt UxI und somit Ptot mitunter kritisch.

    Zweite Möglichkeit: Kaskadenmäßige Anordnung der Ausgangstransistoren (sozusagen in Reihe pro Rail) und somit besser kontrollierbare Railumschaltung.
    Vorteile: sauberer Klang bis in HF hinein, extrem sicheres Konzept mit überzeugender Spannungsfestigkeit, maximale Last ist nicht vom RailFET abhängig!
    Nachteile: teuer durch höhere Anzahl an Endtransistoren, schlechterer Bass durch höheren Innenwiderstand des Kaskadenkonzepts! Grundsätzlich aufwändigerer Schaltungsansatz und erschwerter Service!

    Man kann nicht mit ein, zwei Sätzen so was erklären. Klang hängt sehr viel von dem Zusammenspiel des Entwurfs vom Input bis zum Output an. Außer in der subjektiven Bassgewalt unterscheiden sich Verstärkerkonzepte in der Abbildung "räumlicher Tiefe". Solche Merkmale können nur durch intensives hinhören mit sehr hochwertigen Audioaufnahmen und Spitzenabhöre erkannt werden! Dabei ergeben sich gravierende Unterschiede, die beim ersten hinhören überhaupt nicht auffallen. Dieser Aspekt spielt im PA Bereich nur eine untergeordnete Rolle, die hier maßgeblichen Merkmale sind hauptsächlich im Netzteil und der Ausgangsstufe eines Verstärkers fundiert!
    Stefan

  • slayer
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    1
    Beiträge
    1.478
    • 31. Oktober 2003 um 01:57
    • #9

    Auf die Angaben über die Leistung der Amps würd ich mich eh nie blind verlassen. Meist kommt auch bei "Marken"-Amps nicht das raus was drauf steht.

    slayer

    hauptsarre gitarre !

  • rockopa
    Profi
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    1
    • 31. Oktober 2003 um 09:09
    • #10

    der ideale amp sollte eine gesteuerte, trägheitslose Spannungsquelle mit Innenwiderstand Null sein. Je nachdem wie stark die Abweichungen von diesem Ideal sind, wird das eben hörbar. Die relevanten Parameter für Basswidergabe hat wf imo schon ganz treffend genannt.
    Jedes prinzipielle Design eines dicken amps ob jetzt z.B. class G, H oder grounded bridge hat spezifische vor-und Nachteile, aber gerade die Dimensionierung machts.
    So klingt z.B. imo eine auf 2 Ohm Stabilität gemoddete TA2400 auch bei nomineller 4 Ohm Last erheblich druckvoller als die Serienversion.
    Viele Lautsprechersysteme, insbesondere passive Mehrwegesysteme haben ganz böse Impedanzminima, die bei einem schwächlichen amp selbst bei moderaten Pegeln gleich die soa-protection ansprechen lassen; das klingt dann entsprechend kastriert.

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