Hi,
und noch eine Frage von mir. Die scheinen aber ja doch ganz interessant zu sein. Daher:
Im Hochtonbereich setzt man im Hifibereich breitabstahlende Kalotten mit müdem Antrieb ein, im PA-Bereich Druckkammertreiber mit Horn. Es ist sofort klar warum, der Wirkungsgrad ist viel Höher, die Bündelung gewünscht, alles klar.
Im Mitteltonbereich benutzt man entweder auch Hörner (siehe oben *g*) oder eben relativ große, leichte Pappen mit starkem Antrieb. Bass machen die keinen, inzwischen kommt man aber auf Mitteltonwirkungsgrade um die 100dB. Tolle Sache, belastet man die jetzt mit ordentlich Leistung, kommt eine Menge raus.
Im Bass benützt man sowohl im Hifibereich als auch im PA-Bereich großflächige Lautsprecher mit großem Hub und somit großem Verschiebevolumen. Es wird in beiden Bereichen größtenteils das Bassreflexprinzip eingesetzt. Letztendlich kommt es also nur auf lineares Verschiebevolumen (hier wären wir wieder bei den Formeln zum Strahhlungswiderstand und Pak, die ja sowohl für Hifi als auch für PA gelten :wink: ) an.
Warum verbaut man dann aber keine 50 TW3000 von Mivoc, sondern abartig teure 18sound, B&C oder wie sie alle heißen?
Ich darf euch kurz die Werte vorstellen:
12"
Impedanz 4Ohm
Xmax +-6,3mm (!)
fs 29Hz
Qts 0,36
Vas 93l
Mmg 112g (das ist zwar schwer, aber die Pappe ist megastabil!)
RMS 180 W
Polkernbohrung. Relativ starker Antrieb.
in 25 Litern bekomme ich eine saubere Bassreflexabstimmung hin. In den 125 Litern die ein billiger Kappa15LF braucht bekomme ich als ganz lässig 5 unter und hab ein vielfaches Verschiebevolumen bei höherem Pak. Die Belastbarkeit ist gleichgroß oder eher höher, der Preis auch gleich.
(der Kappa jetzt bloß mal als extrembeispiel, weil der ja auch schon ein billiges ding ist)
Die Membran ist aber wie gesagt sehr stabil, die MIVOC-Chassis ordentlich verarbeitet. Warum nicht?!
Das ist ein Beispiel!
Peerlesschassis sind sicher sehr gut Verarbeitet und von denen gibts nen 12" Bass mit +-12mm Auslenkung LINEAR. X-damage geht noch weiter.
Mir geht es allgemein darum, warum HART aufgehängte PA-Bässe für Subwooferanwendungen benützt werden, bei denen nachher wieder mega viel Leistung darauf verwendet wird, die Einspannung zu dehnen.
Das Impulsverhalten ist mit Hifibässen doch auch nicht viel schlechter und wer hört bei PA schon, ob das jetzt ne Güte von 0,7 oder 0,8 ist. Ich will mal behaupten, dass im Hifibereich die Ansprüche an den Klang eher höher sind, wir uns da also keine Gedanken machen brauchen.
Die Schwingspulen sind genauso aus Kupfer, die Polkernbohrungen sind gleichgroß, Wärme wird ja wohl in etwa dieselbe abgeführt.
Kann mir jemand erklären, wo der Vorteil von PA-Bässen liegt?
Sag mir bitte keiner, dass der Mivoc Probleme mit der Nullagenfindung hat. 93Liter Vas sind garnicht soviel. Da haben manche PA-Bässe tatsächlich weichere Einspannungen...Das Antriebs/Masse/Flächeverhälntis ist mit 12,4Tm Antrieb auch nicht schlecht. Ein AXX1515 (15"Bass) hat beispielsweise +-9mm Auslenkung und 21Tm Antrieb.
Ganz allgemein führt das natürlich zur Frage: Was ist an teureren PA-Bässen besser als an billigen? Wo doch alle nur Luft verschieben?!
farad