Wie weit greift ihr eigentlich in das Soundgeschehen auf der Bühne ein (Ampsetting usw.) und wie weit lässt ihr alles dann am Mischpult erst machen?
thom
Wie weit greift ihr eigentlich in das Soundgeschehen auf der Bühne ein (Ampsetting usw.) und wie weit lässt ihr alles dann am Mischpult erst machen?
thom
Versteht jemand die Frage? Bitte mal übersetzen.
4711: ja glaube dass ich es verstanden habe.
Also, wenn genügend Zeit ist mit Soundcheck und so, lasse ich die Gitarren Amps vonm der Lautstärke anpassen. Außerdem sollte das Drumset einigermaßen gestimmt sein. Zur Not hab ich dann noch 2 Stimschlüssel am Schlüsselbund.
Das geht natürlich nur, wenn man genügend Zeit hat, auf Festivals mit schnellem Wechsel ist dies wohl nicht möglich.
War es das, was du meintest, thom??
also wenn gitarre und bass zu laut dann gref ich da ein ich lass den schlagzeuger spielen und dann die beiden evtl sehen sie das dann von alleine ein.
auch nehme ich mir die freiheit zu sagen mach den basssound mal differenzierter und zur gitarre muss das so bassig oder sägend sein bzw. ob das verhältnis zwischen verzerrt udn unverzerrt so extrem sein muss.
bei Profis muss man in der Regel nicht eingreifen, und wenn doch, sind die manchmal etwas speziell in ihren Soundvorstellungen. In der Schülerband - Abteilung bin ich ziemlich rigoros. da gibts von "dreh mal am Amp mehr Mitten rein" bis "du hast doch nichts dagegen, wenn ich ein Loch ins Resonanzfell schneide" eigentlich alles.
Je unerfahrender die Band, desto eher werde ich um Korrekturen bitten wenn mir das notwendig erscheint. Oft sind die Jungs ja auch gesprächsbereit, um eine akzeptable Lösung zu finden (Amp um- oder hochstellen, Becken "festschrauben" oder zur Not abkleben etc.) - ist ja auch eine Vertrauenssache.
Richtige Profis haben ihren Sound entweder im Griff oder kooperieren gerne, es geht ja schließlich um den Gesamtsound der Band, nicht um Egos.
Alles andere fällt unter die Kategorie Schadensbegrenzung (Elacin sei Dank.).
Janko
Zitat von "Janko"...Richtige Profis haben ihren Sound entweder im Griff oder kooperieren gerne, es geht ja schließlich um den Gesamtsound der Band, nicht um Egos.
Alles andere fällt unter die Kategorie Schadensbegrenzung (Elacin sei Dank.)...
na, täusch dich da mal nicht... :wink:
besonders profi-gitarristen haben manchmal ganz heftige macken diesbezüglich. da gibt es ein paar ganz schön taube artgenossen.
aber normalerweise haben gute gitarristen ihren sound soweit im griff, das stimmt auf jeden fall.
und was die elacin angeht:
du mischst doch nicht etwa damit?
dann hoffe ich nie auf ein konzert zu kommen wo du am pult stehst :wink:
wora:
Bevor ich mir die Ohren wegballern lasse, komme die Elacin rein, klarer Fall. Das passiert zum Beispiel dann, wenn Gitarre und Schlagzeug trotz aller Bemühungen UNVERSTÄRKT die 110dB(A) "knacken" (bzw. es mir schmerzhaft laut vorkommt, bevor ich nen Regler anfasse). Soundcheck wird natürlich ohne gemacht, aber dann kommen zumindest die 9er zum Einsatz.
Wenn du nur Jobs machst, bei denen du nie in solche Situationen kommst, bist du ehrlich zu beneiden, deine Ohren sind dir hoffentlich nicht egal.
Janko
P.S.: Ich bin einer von den "leisen" - und das wird mit funktionierendem Gehör hoffentlich noch lange so bleiben.
janko,
diese meinung lasse ich voll durchgehen! :wink:
das könnte ich quasi selber geschrieben haben...
aber wenn ich elacin (hab selbst 15er und 9er) und livemix im zusammenhang höre, denke ich immer erstmal an diese mittlerweile viel zu weit verbreiteten, sinnlosen lautstärkeorgien...
im übrigen habe ich das glück meistens mit musikern arbeiten zu dürfen, die auf meine meinung wert legen.
...wobei ich in solchen Fällen (bei Lautstärkeorgien) noch nie Mischer mit Elacin gesehen habe. Die haben sich ihre Lautstärke, sagen wir mal, "erarbeitet" und findens wahrscheinlich so wie es ist, angenehm leise ![]()
Janko
...also ich hab schon mischer mit elacin (oder ähnlichem) im ohr gesehen - und es war unerträglich laut.
ich hab das ein paar mal probiert (mit elacin), aber ich kann das nicht haben. man hat einfach kein gefühl mehr für den pegel. und es klingt auch so verdammt anders mit den teilen...
...also mit den 9ern kann ich das noch verantworten. Es klingt hinreichend ähnlich. Manchmal hab ich die auch zwischen durch mal drin, wenn der Sound für den Song steht, "Solozugabe" kann man ja auch abschätzen.
...Und nach der Pause gehts sowieso erstmal leiser weiter.
...aber ich glaube das Thema des Threads driftet grade ganz leicht ab... ![]()
Janko
Oh das waren ja mehr als genug Antworten, ja genau das wollte ich wissen.
thom
naja, ich muss sagen, dass ich leider bei viel zu vielen acts wirklich die elacin brauche (!).. Wenn ein Schlagzeuger auch nach 20maligem Hinweis nicht leiser spielen kann, dann wird eben mit elacin gemischt (in allergrößter not nehm ich auch die 25er
) .
Freilich misch ich aber viel viel lieber ohne und weil ich hauptsächlich akustische Sachen mache, halten das sogar meine ohren aus. Aber alles was über 100 - 110 dB geht, da schütze ich mich lieber. Und Pegelorgien mit über 120 mach ich sowieso einfach nicht mit. Schlimm ist vor allem kreischendes Publikum...
Zum Bühnensound. Ich greife durchaus ein in den Sound der Band, weil es ja um einen Gesamtsound geht, nicht um den Sound des einzelnen. Funktioniert von Band zu Band verschieden gut, aber meist sind die Musiker durchaus vernünftig; ich hab ja dann auch schon selber einige Male das Schlagzeug gestimmt; Stimmschlüssel sind natürlich - wie oben - immer dabei ![]()
bis auf engländer und ammis! ich hab leider schon oft erleben müssen, das die zu nem clubgig mit nem fullstack anreisen und nicht wissen, wie es leiser zu stellen geht
.
zum thema schülerbands: gerade da hab ich auch schon oft erleben müssen, das die herren "musiker" verwöhnte bengels mit total verschrobenen ansichten sind. loch ins reso fell schneiden?..."du spinnst wohl! das haben wir noch nie gebraucht und wir spielen schon den 3. gig!" :o
das nächste extrem sind punk bands... ![]()
Das ewige Drama mit Schülerbands :lol:
thom