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  5. Boxen und Amps

Delay messen und Filterwahl bei Digitalcontroller

  • MaO
  • 12. Februar 2004 um 16:32
  • MaO
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    • 12. Februar 2004 um 16:32
    • #1

    Schönen guten Tach

    Wir haben uns nun nach längerem Überlegen für unsere kleine Anlage einen Digitalcontroller angeschafft, der nun die alte Aktivweiche ersetzten soll. Grund dafür war hauptsächlich die unflexible Auslegung der Aktivweiche (Keine Limiter, kein Lo-Cut für Sub, keine Delaykorrektur möglich). Der neue Controller ist ein Ultra-Drive.
    Nun stellen sich mir folgende Fragen:

    1. Die alte Weiche trennt Subs / Tops bei 110Hz mit 24db/Okt Linkwitz Riley...Das kann ich prinzipiell doch so auf den Controller übertragen?

    2. Welchen Filter für den Subwoofer Lo-Cut nehmen? 24db/Okt Butterworth, oder eher flacher?

    3. Der Controller hat bekanntermassen eine Funktion zum automatischen Delay einmessen. Wie macht man das aber nun am geschicktesten bei folgender Situation: Subs unter der Bühne, Tops neben der Bühne weit auseinander -> Siehe kleine Grafik...
    Position 1 und jeweils Top links und Top rechts in Kombination mit Subs separat, oder Position 2 und in einem Rutsch?
    Und ich meine auch mal gehört zu haben, dass bei so einer Aufstellung mit einem Monocluster die Trennung zwischen Subs und Tops noch steiler erfolgen sollte / darf. Macht man das in der Praxis auch so?

    Vielen Dank schonmal und einen schönen Abend...

  • AlphaC
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    1.095
    • 12. Februar 2004 um 20:05
    • #2

    zu 1.) Die Trennfrequenz must Du nach hören einstellen. Allerdings im Bassbereich immer mit Butterworth trennen! Das L-R Filter ist dort ungünstig (leistungsmäßig). L-R-Filter verwendet man besser im Mid-High-Bereich....

    zu 2.) Du meinst sicher den High-Cut...: Das Butterworth erzeugt hier eine sehr lange Gruppenlaufzeit bei hoher Steilheit (wie eben 24dB/Okt). Das ist besonders dann ungünstig wenn du sehr hoch cutten willst, weil's sich dann schneller bemerkbar macht. Ein Besselfilter erzeugt da weniger Gruppenlaufzeit! Ich mach gern sehr flache Filter rein, die ich recht hoch ansetze, und dann "untenrum" mit einem parametrischen EQ den "Verlust" wieder ausgleiche. Ein Beispiel: Bassreflexbox mit Abstimmung bei 44Hz; Bessel-Hochpass mit 12dB/oct bei 44Hz; Param.EQ mit Güte um 2-3 bei 43Hz auf +3dB.... Die Gruppenlaufzeit ist schön kurz, dennoch hat das Filter genug Schutz gegen Infraschallanteile im Signal, und man nutzt den durch die Box gegebenen "Resourcen" voll aus.

    zu 3.) Keine Ahnung. Hab das "Ding" nicht.... :wink: Entfernung mit dem Laser messen ist glaub ich am einfachsten und sichersten.... Klassisch "von Hand" gehts auch mit Klick-Signal und Deinen Ohren...

  • Bazzmonsta
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    • 12. Februar 2004 um 21:23
    • #3
    Zitat von "AlphaC"

    zu 2.) Du meinst sicher den High-Cut...: .


    sicher das du das auch meinst?
    oder ist ein Hochpassfilter ein Höhen"Schneider"?Oder versteh ich grad nur Bahnhof?

    zu 3.)
    Die Einmessfunktion des UD ist ganz ok und funktioniert ziemlich genau.
    Du kannst ruhig alles auf einmal messen. Das Ergebnis sollte mit Einzelmessung identisch sein.
    Was ich allerdings noch nicht getestet habe ist, ob sich die Filterwahl auf die Einmessfunktion auswirkt (sprich anderes Ergebnis nach Einmessen mit Filter A als mit Filter B) kannst du ja aber selber ausprobieren.
    Kontrolle ist sowieso immer nötig. Also besser nie darauf verlassen, das die Autofunktion das klanglich beste Ergebniss liefert!

    Gruß
    Alex

    Basst scho!
    Bitte keine PMs sondern Mail an bazzmonsta(a)web.de!

  • AlphaC
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    1.095
    • 13. Februar 2004 um 00:57
    • #4

    Ich bitte um Entschuldigung!!! Lo-Cut = Hochpass-Filter. Tiefe Freq. werden "weggeschnitten".... Sorry. Zuviel Bildschirm heute... :roll:

  • Jens Droessler
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    • 13. Februar 2004 um 22:48
    • #5

    @ nightzoom: Den Hochpass musst du je nach Sub setzen. Ich würde nicht über 12dB/Okt. gehen, denn die Subs haben an sich schon eine hohe Laufzeit im Tiefbassbereich. Der Hochpass erhöht sie nur, je steiler, desto mehr. Um dir genaueres zur Hochpass-Frequenz sagen zu können, müsstest du sagen, was es für Subs sind.

    Die Trennfrequenz von 110Hz ist ok, wenn das eine System-Weiche war (die auf die Boxen abgestimmt ist). Ansonsten würde ich experimentieren. Für Tipps müsstest du dann auch noch sagen, was es für Tops sind, und am Besten auch, was für Endstufen dranhängen....


    @ AlphaC:

    Zitat von "AlphaC"

    Das ist besonders dann ungünstig wenn du sehr hoch cutten willst, weil's sich dann schneller bemerkbar macht.


    Kann ich nicht nachvollziehen. Die Gruppenlaufzeit wirkt sich auf das ganze Passband aus. Wenn ich bei 40Hz eine Gruppenlaufzeit von 10ms per Hochpass erzeuge, ist auch 100Hz um 10ms verzögert (Nur als Beispiel). Und dann gilt noch: Je höher die Frequenz des Hochpasses (bei gleicher Steilheit), desto niedriger die herbeigeführte Gruppenlaufzeit. Das heißt, bei höheren Frequenzen fällt es weniger auf.

    Zitat

    Ich mach gern sehr flache Filter rein, die ich recht hoch ansetze, und dann "untenrum" mit einem parametrischen EQ den "Verlust" wieder ausgleiche.


    Das ergibt dann ja eine höhere Steilheit, dafür niedrigere Grenzfrequenz des Hochpasses. Ich glaube nicht, dass das Groupdelay dabei kleiner bleibt als bei einem Hochpass der gleich die sich ergebende Grenzfrequenz und Steilheit hat. Denn der parametrische EQ fügt ja weitere Gruppenlaufzeit hinzu.

  • wetbf
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    283
    • 14. Februar 2004 um 15:11
    • #6

    AlphaC, jens droessler

    Die Gruppenlaufzeit hat, unabhängig ob Hochpass oder Tiefpass, bei ausreichend tiefen Frequenzen einen konstanten Wert, nur bestimmt durch die Ordnungszahl und die 'Grenzfrequenz' des Filters, und sinkt zu hohen Frequenzen immer auf 0. Der Verlauf um die Filtergrenzfrequenz hängt vom Filtertyp (Polgüten, Polfrequenzen) ab.

    Für einen Tiefpass kann die Laufzeit im Übertragungsband deshalb näherungsweise konstant gemacht werden, für einen Hochpass dagegen nicht. Ein Bessel Tiefpass hat eine bestmöglich geebnete Gruppenlaufzeit im 'Passband', ein Bessel Hochpass nicht, hier sinkt eben die Gruppenlaufzeit im 'Passband' in jedem Fall auf 0. :(

    wetbf

  • MaO
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    • 14. Februar 2004 um 16:42
    • #7

    Vielen Dank erstmal für die Antworten...

    Jens Droessler

    Falls es was hilft, die Anlage ist hier zu finden: http://www.fat-audio.de/Lautsprecher.htm. Wir haben die RA44c mit den dazugehörigen Amps.

  • Jens Droessler
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    • 14. Februar 2004 um 21:23
    • #8

    @ wetbf: Das ist schon klar soweit. Da es aber meist um die Groupdelaydiskussion im Bassbereich geht, hab ich das einfach mal vereinfacht. Zumindest bei der Übernahmefrequenz sollte das Groupdelay bei symmetrischen Filter gleich sein. Das ist IMO die Hauptsache. Es sollten möglichst keine Sprünge entstehen....

    Aber solche Berichtigungen sind immer gut. Ab und an vergesse ich, dass hier interessierte Neulinge oder Amateure lesen, die das dann für die volle Wahrheit nehmen....

    @ nightzoom: Ich würds einfach mal mit 40Hz 12dB ausprobieren. Tiefer eher nicht, bei Problemen halt noch etwas höher.

  • MaO
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    • 14. Februar 2004 um 21:54
    • #9

    Okay soweit klar und was nehme ich nun für einen Filter für den Hochpass des Subs? Linkwitz, Butterworth oder Bessel? Wenn sich durch die Filter die Gruppenlaufzeit ändert, müsste das der Ultra Drive doch durch das automatische Delay einmessen "kompensieren" ?

    2 Mal editiert, zuletzt von MaO (14. Februar 2004 um 21:59)

  • Jens Droessler
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    • 14. Februar 2004 um 21:56
    • #10

    Richtig, das klappt auch ganz gut....

  • brathahn
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    • 15. Februar 2004 um 21:45
    • #11

    Jau das bringt mich auch weiter!

    Hab seit 13.02 .04 auch einen UD,schon fleissig dran rumgespielt!
    Festgestellt habe ich:Die Delays erst als allerletztes einmessen,auch die Parametrischen EQs verändern die Laufzeiten.
    Da kann ich ja auch mal was fragen:Ist das sinnvoll (bei 3Wege Aktiv)erst Mittel und Hochton mit Short Delay einzumessen und zu speichern und danach den Sub mit Long Delay zu messen wenn z.b. die Tops geflogen werden?

    MfG. Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
    Und nun immer feste draufhauen!

  • Jens Droessler
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    • 15. Februar 2004 um 23:09
    • #12

    Kann man machen, nur wenn die Subs nicht gerade drei Meter dichter am Publikum stehen, sind es die Tops, die mehr delayt werden müssen. Dann natürlich Mitten und Höhen gleichermaßen (zusätzlich zu dem, was schon als Delay zwischen Mitten und Höhen gemessen wurde.

    Mit welchem Mikro machst du das?

    Zu deiner Signatur: "Schämen" musst du dich höchstens für Ravemaster.... weils eher (Car-)HiFi als PA ist.

  • MaO
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    430
    • 15. Februar 2004 um 23:34
    • #13
    Zitat

    und danach den Sub mit Long Delay zu messen wenn z.b. die Tops geflogen werden?

    Naja der Shortdelay geht bis 4 Meter, das sollte eigentlich schon reichen...

  • Jens Droessler
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    • 16. Februar 2004 um 01:34
    • #14

    Bei all dem GeDelaye darf man aber nicht vergessen, dass es immer nur in eine Richtung geht. Bei manchen Anwendungen kann das schon kritisch werden.

  • brathahn
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    151
    • 16. Februar 2004 um 19:46
    • #15

    Nabend,

    Das einmessen mach ich mit dem Behringer Mikro,spricht was dagegen?
    Wie lange muss der einmessvorgang eigentlich laufen für korrekte ergebnisse,ich brech den immer mit der "OK"-Taste ab?

    MfG.Brati

    Ps:Nix gegen den Ravi,ist meine Alternative zum K.... 15 .. !

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
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  • Jens Droessler
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    • 17. Februar 2004 um 12:32
    • #16

    Das Mikro ist dafür natürlich geeignet. Wie? Abbrechen? Ich glaube, du solltest mal lesen, was da so auf dem Display steht. Das eigentliche Einmessen dauer pro Ausgang ca. 1s (einmal ca. 200ms Rauschen und danach nochmal ca. 100ms Rauschen) und dann kommt der nächste Weg..... Ich nehme an, du meinst die Stelle, an der du den Ausgangspegel einstellen sollst.

  • tthorsten
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    17.024
    • 17. Februar 2004 um 14:53
    • #17

    in der software muss mann im longdelay karteikarte das delay an machnen damit das short dely und die phasen drehung tut.


    nur so als tipp hab ich mit dem erich raus gefunden.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • brathahn
    Beiträge
    151
    • 17. Februar 2004 um 19:31
    • #18

    tthorsten: Long Delay an funktioniert aber nur ab 4 metern Distanz,also z.b. auf Open Air oder im grösseren Club.Bei kleineren sachen hast du schon mal Grütze und schönen Nachhall drin.
    @ All:Thanx,jetzt verstehe ich das mit der Einmessfunktion,steht aber nicht so ausführlich in der Bedienungsanleitung.

    Btw:Ist das RS232 kabel nu mitgeliefert oder nich?Laut anleitung solls dabei sein!

    F.G. Brati

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  • Jens Droessler
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    9.074
    • 17. Februar 2004 um 19:52
    • #19

    @ brathahn: Was tthorsten meint, ist, dass es beim UD nur die Möglichkeit gibt, alle Delays zusammen zu aktivieren oder zu deaktivieren. Am UD direkt gibts auf der Delay-Seite pro Ausgang "DLY: ON/OFF". Das hat nichts mit den Werten zu tun, die man für Short Delay oder Long Delay einstellt. Wenns auf OFF steht, gibts weder Long noch Short Delay.

    In der Remote-Software gibt es diese Funktion zum Aktivieren auch, aber sie ist NUR auf der Long Delay-Seite. Das muss man wissen, weil man sonst bei Short Delay was einstellt, das Delay aber ausgeschaltet bleibt.

    Und warum soll das Long-Delay erst ab 4m funktionieren? Man kann es in 5cm-Schritten ab 0m einstellen.

  • brathahn
    Beiträge
    151
    • 19. Februar 2004 um 19:41
    • #20

    Ach so,danke für die erklärung,ich hab bisher ohne die Remote-Software eingestellt.
    Was ich aber meinte ist das die Messung bei zu kleinem Raum und Long Delay "an" nicht hinhaut,hab ich bei mir im Wohnzimmer festgestellt(Warum hab ich auf einmal Hall auf der CD? *G*).Deshalb nochmal schauen wenns fertig ist.

    F.G. Brati

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