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Analog vs. Digital-Mischpult

  • bumber
  • 2. März 2004 um 20:35
  • bumber
    Beiträge
    81
    • 2. März 2004 um 20:35
    • #1

    Hi,

    ich will jetzt hier keine Grundsatzdiskussion lostreten, was den besser ist ein analoges oder ein digitales Mischpult.

    Mich würde interessieren, was kann ein digitales Pult, was das Analoge nicht kann??

    Kann ich ein analoges Pult und ein Effektrack komplett durch ein digitales Pult ersetzen ?

    Als Gott die Zeit schuf, machte er genug davon ...

  • SMPTE
    Profi
    Beiträge
    430
    • 2. März 2004 um 21:12
    • #2

    hi

    Zitat

    Mich würde interessieren, was kann ein digitales Pult, was das Analoge nicht kann??

    ein digipult hat folgende vorteile:
    1) man kann einstellungen speichern !
    2) es hat (jedefalls bei grösseren teilen) in jedem kanal schon kompressor/gate drin und besitzt auch schon effektprozessoren.
    3) es ist leichter und kleiner als ein analogpult

    aber einen riesennachteil:
    man hat nicht alle funktionen sofoert offen liegen!
    das kann im livebereicht absolut tötlich sein.

    Zitat

    Kann ich ein analoges Pult und ein Effektrack komplett durch ein digitales Pult ersetzen ?

    ja man kann

    man muss aber nicht :wink:

    ich persönlich finde digipulte im studio genial - man kann sachen abspeichern, hat sehr umfangreiche funktionen, kann das teil automatisieren und und und, - aber live hasse ich die teile.
    nichts is schlimmer als sich durch menüs zu fummeln.

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 2. März 2004 um 23:34
    • #3

    Ein riesen Vorteil:

    Das Signal wird am Eingang AD gewandelt und dann kann es beliebig viele EQs etc. durchlaufen ohne daß das Rauschen zunimmt. Bei analogen Pulten liegt es in der Natur der Sache, daß jeder Regler das Signal verschlechtert. Bei Digital nicht, es sei denn die Algorithmen sind nicht gut. Wenn die Vorverstärker hochwertig sind ist eine Digitales Pult klanglich absolut Spize und von vielen Analogpulten im gleichen Preisbereich nicht zu toppen.

    Schon bei günstigen Digitalpulten hast Du schon vierband vollparametrischen EQ in allen Wegen. Dagegen sind bei analogen Pulten gleicher Preisklasse oft nur drei Band mit einem oder zwei semiparametrischem EQ vorhanden, was mir persönlich völlig unausreichend ist um ordentlich zu arbeiten.

    Das mit dem Menüs ist Gewöhnungssache. Bei neuen Pulten gibt es nette Funktionen. Z.B. Bei Betätigung eines Faders wird der Kanal direkt selekted. Oder bei der Drehung am EQ springt das Menü direkt zum EQ-Menü, ... etc.

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 3. März 2004 um 00:02
    • #4
    Zitat von "SMPTE"

    hi


    aber einen riesennachteil:
    man hat nicht alle funktionen sofoert offen liegen!
    das kann im livebereicht absolut tötlich sein.


    Das ist nur begrenzt richtig! Bei einem Innovason habe ich alles vor mir liegen. Auf einem Bildschirm. Sogar gates und Compressoren.
    Man sollte lieber sagen das ein Digi Pult alles kann was ein analoges kann und noch viel viel viel mehr, zum Bruchteil der Kosten!
    Bevor die Diskusion wieder anfaengt. Ein Pult kostet auch nach dem Kauf noch Geld: Transport, Helfer, Cases und outboard!
    Fuer das Geld was ein Harting Stecker kostet kriege ich bei Innovason schon 200m 96 Kanal Multicore.
    Man muss heute schon zwischen den Digipulten unterscheiden.

  • tonblind
    Beiträge
    96
    • 3. März 2004 um 10:48
    • #5

    Empfehle einen Blick auf die YAMAHA-Homepage zu werfen, nach dem PM1D zu suchen . Hier besteht die Möglichkeit sogar die unterschiedlichen Manuals runter zu laden und mit dem PM1D -Manager ein bischen zu spielen. Kann aber nichts dafür wenn IHR die Kohle für sowas schönes NICHT habt !!!! :D:D:D

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 3. März 2004 um 13:01
    • #6
    Zitat von "tonblind"

    Empfehle einen Blick auf die YAMAHA-Homepage zu werfen, nach dem PM1D zu suchen . Hier besteht die Möglichkeit sogar die unterschiedlichen Manuals runter zu laden und mit dem PM1D -Manager ein bischen zu spielen. Kann aber nichts dafür wenn IHR die Kohle für sowas schönes NICHT habt !!!! :D:D:D

    Das ist sicher ein gutes Pult! Nun denn es macht sich das Leben sicher selber schwer und ist auch schon etwas alter.
    Das PM1d ist viel zu gross und kann viel zu viele Sachen die man im normalen Alltag nicht braucht. Das macht es nur unoetig teuer und gross. In der tat ist es groesser als ein normaler FOH. Wenn man die ganzen Brains usw mitrechnet! Da finde ich das Digico schon besser.
    Ich wuerde keins kaufen selbst wenn ich koennte! Das geht mittlerweile echt besser!
    Ich kann nur wieder mal SY 40 fuer den Alltag und SY 80 fuer die grossen Sachen empfehlen. zu sehen unter https://paforum.de/www.innovason.com.
    Klinge schon fast wie ein Verkaeufer :)
    Auch da empfehle ich den Download und das angucken.
    PS. Das ist das einzige Pult wo man waehrend der Show auf den externen Laptop schalten kann ohne das die Show aufhoeren muss!
    Das EINZIGE mit einem Backupkonzept was machbar ist!

  • bumber
    Beiträge
    81
    • 3. März 2004 um 18:00
    • #7

    Also habe mir das PM1D angeschaut und kann nur sagen das es sich um ein schönes Pult handelt. Aber aufgrund der externen Einheit finde ich es für den Live betrieb doch etwas ungeeignet.

    habe mir auch das Sy40 auf der Innovason-Homepage angeschaut und muss sagen dieses Pult trifft schon eher meine Erwartungen.

    Nun noch ne Kleinigkeit zu den Funktionen. Meiner Meinung brauche ich nicht alles im Blick zuhaben, das Pult stelle ich beim SoundCheck ein und zu vegin der Veranstaltung wird dann noch mal nachgeregelt. Danach brauche ich eigentlich nurnoch die Fader etc.. Spiele ja nicht dauern an den EQ, Gates etc rum.

    Als Gott die Zeit schuf, machte er genug davon ...

  • guma
    Moderator
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    • 4. März 2004 um 09:09
    • #8

    Meine Quintessenz:

    Noch warten. Das wird mal was mit den Digitalen, ist aber noch nicht ausgereift. Inselgerts Aussage zum PM1D müsste einem zu denken geben. Das Ding ist eigentlich tatsächlich schon wieder veraltet !!!!!! Dafür wars aber mal richtig teuer. Einen Computertypischen Generationswechsel kann die Beschallungsbranche nicht verkraften. Die DM 2000 Euphorie ist inzwischen auch schon schwer abgeflaut.

    Bei allen zu erwartenden Vorteilen:


    Die Digitalen sind noch lange nicht soweit, was die Bedienkonzepte, die Betriebssicherheit, und die eigentlich zu erwartende Flexibilität angeht.

  • Frank Uhlig
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    • 4. März 2004 um 09:39
    • #9

    Yamaha wirbt in diesen Tagen mit:

    1993 - PM 4000

    1998 - PM1D

    2003 - PM5000

    2004 - ?

    Wir wollen doch mal die Frankfurter Messe abwarten!
    Generell teile ich Guma´s Ansicht dass Digital für Live einfach noch nicht soweit ist, zuviele Kompromisse. Eine für kleinere Verleiher bezahlbare Mittelklasse fehlt komplett. Gerüchteweise arbeitet A&H an einer funktionierenden und praktikabelen Mittelklasse, was allerdings dieses Jahr noch nichts werden wird.

    Grüße,
    Frank

  • Audiobuddy
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    357
    • 4. März 2004 um 09:50
    • #10

    bumber: was stört dich an der "externen Einheit"?

    die SY40/80 bietet eine übersichtlichkeit, an die, die anderen im moment einfach noch nicht rankommen...
    Mittelklasseschiff DM2000... soll ja demnächst eine neue Version geben..?

    audiobuddy

  • tonblind
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    • 4. März 2004 um 11:26
    • #11

    Audiobuddy...Was fehlt an der übersichtlichkeit am PM1D ? , hast du schon mal damit gearbeitet ?
    Frankenbärchen...Welche Kompromisse?
    Gumma...Womit ist das PM1D veraltet ? und was fehlt am PM1D ?
    Bumber...Ich finde es gut wenn du nach dem Soundcheck nur noch die Fader benötigst .....wenn ich auch so gut wäre.
    Inselgert...welcher normale Alltag? und was geht besser?
    Bumber...Kann ich ein analoges Pult und ein Effektrack komplett durch ein digitales Pult ersetzen? JA, das PM1D sollte ein Beispiel sein ,welches meiner Meinung nach mit einer guten Oberfläche glänzen kann.Ich als Analog-Opa habe mich nach zwei Tagen Einarbeitung am PM1D wohlgefühlt... :roll:

  • Inselgert
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    • 4. März 2004 um 11:44
    • #12

    Normaler Alltag ist Rockband 32 Inputs. Ohne Automation einfach lossmixen!
    Niemand will hier behaupten PM1d ist schlecht! Tatsache ist das die Menuefuehrung schlecht ist. Zuviele Layer!
    Das Du dich nach 2 Tagen schon drauf wohlfuehlst klingt erstmal gut.
    Soviel Zeit hast Du auf nem Gig aber oft nicht.
    Innovason garantiere ich Dir das Du nach 10 Minuten mixen kannst und nach einer Stunde kannst Du patchen usw! Das passt schon eher.
    Hast Du mal nen komplettes PM1d Tourpackage gesehen mit FOH und Monitor ( Doppelcrates weil beide eigenes Gain wollen) Das ist mit Cases und Kabeln ueber ne Tonne ( 1000kg)equipment! Das ist nicht mehr Zeitgemaess. Die Menschheit flog vor ueber 30 Jahren zum Mond da kann mir keiner erzaehlen das geht nicht besser!
    Wenn ich digital mache dann will ich in der Lage sein den kompletten Kram mit max 2 Leuten in weniger als ner halben Stunde aufzubauen. Dann sind wir auf dem richtigen weg! Dann kann ich die Anschaffungskosten gegenueber den laufenden Kosten rechtfertigen!

  • ThomasL
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    • 4. März 2004 um 15:45
    • #13

    @ Guma...
    Zum Thema DM2000 - abgeflaut.
    Naja, hast Du in der Zeit vorm Genfer Autosalon zum Beispiel mal versucht Dir ne DM2000 zuzuleihen? Keine Chance, alle Weg, weil viele in dem Pult für Non-RocknRoll-Jobs scheinbar eine sehr gute Lösung gesehen haben. Für "große" Geschichten, die in Rock-n-Roll-Richtung gehen, geb ich meinen Vorrednern gerne recht, aber gerade abseits dieses Pfades setzen sich die "kleinen" Digi-Lösungen immer mehr durch. Zum Beispiel Musical: Die Company für die ich letztens eine Tour mitgefahren hab, bekam den Zuschlag vor allen Dingen deshalb, weil sie die einzigen waren, die für die zu verwaltenden Instrumenten- und Sendermassen eben kein 56-Kanalschiff jeweils an Front und Monitor, sondern ne Digital-Lösung angeboten haben. Weniger Platz, unauffälligerer Aufbau und besserer Szenenabruf, was bei solchen Geschichten extrem wichtig ist.
    Für RocknRoll gibts das Digitale Pult was sich wie ein analoges "anfühlt" sicher noch nicht, bzw. zu Preisen die kleine/mittlere Verleiher abschreckt, aber manchmal ist RocknRoll eben nicht alles was ein Pult können muss ;)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Frank Uhlig
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    • 4. März 2004 um 17:36
    • #14

    tonblind
    Ich gehe stark davon aus dass eine PM1D sämtliche Anforderungen (außer Gewicht & Größe) sehr gut erfüllt. Ich mische nicht auf der Dimension PM1D oder Digico, meine Liga hört bei ML4000 auf.

    Mit Kompromiss meine ich: Entweder ist das Pult nicht den Anforderungen entsprechend (alles kleine was bisher versucht hat eine 32er Lösung zu sein), oder es ist -für mich- nicht bezahlbar (ab SY40, also > 70.000).
    Es gab doch mal eine Thread der Wünsche recht gut spezifizierte:

    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=12592

    Wora´s Vorschlag war recht treffend. Ich würde es nur als 32er Lösung haben wollen, das mit einem digitalen Multicore alá Innovason, und tutto kompletto zu maximal 20.000,- bis 25.000,-. Sooo sehr Zukunftsmusik ist das allerdings nicht: Wenn Yamaha dieses Jahr nicht so etwas bringt (siehe Post oben/Yamaha Werbung) dann könnte ich mir sowas auch von Allen&Heath halt im nächsten Jahr vorstellen.

    Grüße,
    Frank

  • tonblind
    Beiträge
    96
    • 14. März 2004 um 19:16
    • #15

    Habe noch mal nachgedacht und mich an meinen Besuch auf der AES 1998 in München erinnert und schlage Euch vor mal ein "Amtliches" Pult auf der Seite http://www.glw.com/products/lpcd/index.html zu besichtigen..... :D:D:D

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