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Fachkraft für Veranstaltungstechnik muss das sein???

  • bennyderengel
  • 14. April 2004 um 18:44
  • bennyderengel
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    58
    • 14. April 2004 um 18:44
    • #1

    In unserer Gegend ist momentan ein Veranstaltungstechniker unterwegs der jeden Verein, DJ usw. anruft oder anschreibt und denen Angst macht mit Firmen ohner Ausgebildeten Veranstaltungstechniker zu arbeiten. Obwohl diese Firmen mehr erfahrung haben als er.

    Wie sieht das jetzt Rechtlich aus ab welcher Veranstaltungsgröße brauch ich einen Veranstaltungstechniker. Müssen Leute die in der Branche schon über 10-20 Jahre arbeiten jetzt noch eine Ausbildung machen....=?????

    Warum dieser mann das macht is ja klar, er will das die Leute zu ihm kommen.

    Schonmal Danke für Eure Nachrichten!!

    Mfg Benny

  • Mister.Lange
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    • 14. April 2004 um 19:39
    • #2

    Wühl Dich doch mal ein bischen durchs Forum wurde schon diskutiert.

  • ph-showtechnik
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    443
    • 14. April 2004 um 19:50
    • #3

    ich arbeite seit gut 20 Jahren in der Branche, mal mehr mal weniger groß vertreten. Ich komme aus dem Handwerk (RFT und Nachrichtentechnik mit Abschlüssen) was eine solide Basis bilden sollte. Der Ausbildungsberuf Veranstaltungstechniker ist erst ein paar Jahre alt, sonst wäre es sicher mein Job gewesen. Aber irgendwie hat mir nie ein Veranstaltungstechniker gefehlt. Ich kenne viele Techniker aus dem Bereich Licht und Ton, die allesamt Autodidakten sind und aus den verschiedensten Berufen kommen.
    Schreiner, Schlosser, Elektriker, Radio-Fernsehtechniker..... . Meistens sind die Leute irgendwie in die Branche reingerutscht und hängengeblieben und über die Jahre in die Technik reingewachsen, lange bevor das Ganze ein Lehrberuf wurde.Ich hatte auf zwei Messeständen mit einem frisch ausgebildeten Veranstaltungstechniker zu tun, der ein gutes Grundwissen hatte aber für die Praxis nicht zu gebrauchen war. Er erklärte uns "Ungelernten" wie es geht. Nix gegen den Lehrberuf und ich hoffe, dass er nicht zum Innungsgeklüngel verkommt wie Andere. Bin ja mal gespannt, wann es in der Branche einen Meisterzwang gibt und die Branche verbürokratisiert wird. Ich arbeite weiterhin mit den Leuten, die ich teilweise seit 20 Jahren kenne und sicher sind ja auch demnächst mal "Gelernte" dabei den man gebrauchen kann.

    rettet den ROCKPALAST

  • slayer
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    • 15. April 2004 um 03:39
    • #4

    ich glaube kaum, das der meisterzwang für uns noch kommt. klar versucht die ihk ihre daseinsberechtigung zu erhalten, aber in der momentanen wirtschaftlage und bei entwicklungen im zuge des europäischen rechts wird das wohl eher noch lockerer gehalten werden. natürlich hat das vor und nachteile, aber wie gesagt wurde das schon diskutiert. bisher habe ich noch nirgens schwarz auf weiß gelesen das bei vas ein "gelernter" anwesend seien muß und daher halte ich das ganze für ein gerücht und reine panikmache. sollte ich mich da irren?

    hauptsarre gitarre !

  • Mister.Lange
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    • 15. April 2004 um 10:00
    • #5

    @ Slayer

    Ich habe das schon gelesen. Ich glaub es war in der Veranstaltungstättenverordnung:

    http://www.dthg.de/praxis/vstaett…VstaettV_A4.pdf

    Seite 23! Ist zwar die von Mecklenburg-Vorpommern, aber der Passus wird sich in den anderen nicht viel nehmen. Ist zwar bis jetzt noch nicht so tragisch, da ich dass hier so interpretiere, dass das Problem beim Betreiber der Veranstaltungsstätte liegt. Aber sicher stellt dass nur den Anfang dar. :cry:

  • mischpultschorsch
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    • 15. April 2004 um 10:10
    • #6
    Zitat von "Mister.Lange"

    . Aber sicher stellt dass nur den Anfang dar.

    Zweifelsfrei! Und das Ende ist dann die Vorgehensweise der Herren "Götter der Veranstaltungstechnik" wie im Anfangspost beschrieben.

  • Mister.Lange
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    • 15. April 2004 um 10:27
    • #7

    Dann sollten wir vielleicht unsere Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. :mrgreen:

  • slayer
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    • 15. April 2004 um 11:59
    • #8

    was die vstättv angeht, gibt es diese z.b. für thüringen gar nicht

    hier steht außerdem das ein "Verantwortlicher" erst ab 200m² Bühnenfläche bzw. mehr als 5000 Besucher anwesend seien muß

    ich höre hier schon sprüche fallen wie "ich erkläre diese 2m² zum aussichtspunkt und somit gehört das nicht zur Bühne"

    hauptsarre gitarre !

  • Michel
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    • 16. April 2004 um 01:08
    • #9
    Zitat

    hier steht außerdem das ein "Verantwortlicher" erst ab 200m² Bühnenfläche bzw. mehr als 5000 Besucher anwesend seien muß


    ´
    Ab diesen Dimensionen braucht jeder Veranstalter einen "Meister für VT" oder einen "Ing. " als Verantwortlichen. Ab 50m² Szenenfläche oder 200 Besucher Kapazität(!) ist mindestens ein Fachkraft als Verantwortlicher einzusetzen.

    So stehts zumindest in der MVStättV und gilt somit in allen Bundesländern die diese schon umgesetzt haben. Und über kurz oder Lang (eher Kurz) wird das in allen Ländern der Fall sein.

    Eine staatlich anerkannte Qualifikation in der VT wird in den kommenden Jahren sicher immer gefragter werden. Das betrifft aber vielmehr die Veranstalter und weniger den PA Verleiher. Der Veranstalter muß sicherstellen das von allen Beteiligten ordnungsgemäß gehandelt wird.

    Als Techniker unterwegs kann auch eine Fachkraft etc gar nicht als Verantwortlicher im Sinne der VStätt agieren, da eine gute Kennnis der örtlichen Gegebenheiten Vorraussetzung dafür ist. Wer kennt schon die Evakuierungspläne jeder Halle in der er gerade spielt?

    Als gemeinen Techniker ( :mrgreen: ) betrifft einen die neue VStätt eigentlich kaum. Die Technischen Richtlinien werden eh wo anders geregelt (DIN,BGV etc). Man sollte sich jedoch darauf einrichten das einem in Zukunft von Seiten des VAs verstärkt auf die Finger geschaut wird. Das könnte aber helfen den Markt von einigen "Spezialisten" zu bereinigen.

  • Stephan Schewe
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    • 16. April 2004 um 02:38
    • #10

    Tja, und wenn das mal alle Veranstalter verinnerlicht haben, dann wird keiner Firma ohne Meister mehr ein Job gegeben. Denn der Veranstalter ist am Ende der Verantwortliche...genauer nicht mal der Veranstalter, sondern der Betreiber der Versammlungsstätte.
    Von daher...wenn überall die VStättV eingeführt und umgesetzt ist, dann können viele Firmen schonmal abdanken. Ob das so richtig ist?

    Und als Firma ohne Meister ist man zwar nicht der Schuldige, aber wird mit Sicherheit auch bestraft, wenn mal was passieren sollte.

  • Sven M
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    • 16. April 2004 um 08:34
    • #11

    ..oder die Preise erholen sich etwa, weil Rudis Garagenverleih keinen Meister für die dorfdisco stellen kann.
    (ich rede nicht von Polterabend oder so..)

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Fossi
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    • 16. April 2004 um 08:52
    • #12
    Zitat von "BigSound"

    ..oder die Preise erholen sich etwa, weil Rudis Garagenverleih keinen Meister für die dorfdisco stellen kann.


    Aber denkt Ihr nicht das Rudi, der sich vielleicht mit ordentlicher Arbeit und fairen(auch aus Betriebswirtschaftlicher Sicht) Preisen ein zweites Standbein, oder eine Existenz aufbauen will(sofern dies heute noch möglich ist), oder dies nebenher schon einige Jahre praktiziert und als zweite Einnahmequelle schätzt(viele haben heute schon zwei Jobs, und es werden mehr werden...), damit kräftig vors Schienbein getreten wird?

    Und wie ist es mit Diskotheken oder Clubs? Bei der heutigen wirtschaftlichen Situation wird dann bald nur noch Bier dort verkauft, ohne Musik...

    Ich bin prinzipiell nicht gegen Eignungsprüfungen oder Befähigungsnachweise, aber vielleicht sollte Vater Staat doch über eine Lösung sinnen, die kleineren Unternehmen keine Knüppel zwischen die Beine wirft...

    Andersrum sollte auf jeden Fall die Sicherheit der Veranstaltungen, vor allem Diskotheken und Clubs, wenigstens Stichprobenartig, überprüft werden, da dort teilweise wirklich haarsträubende Konstruktionen erschaffen wurden...

    Gruss Thomas

    blubb.

  • Sven M
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    • 16. April 2004 um 08:58
    • #13

    Dann muss eben alles teurer werden. Aber ich kann ja auch nicht einfach nen Gas Wasser laden aufmachen und ab morgen nach Feierabend Gasheizungen Installieren. Könnte ja auch mein zweiter Job werden. Und der Installateur hängt dann eben am Wochenende 3 tonnen Licht unter die Decke in der Stadthalle.
    Alles kein Thema.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Michel
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    • 16. April 2004 um 11:06
    • #14
    Zitat von "Privateer"

    Tja, und wenn das mal alle Veranstalter verinnerlicht haben, dann wird keiner Firma ohne Meister mehr ein Job gegeben. Denn der Veranstalter ist am Ende der Verantwortliche...genauer nicht mal der Veranstalter, sondern der Betreiber der Versammlungsstätte.
    Von daher...wenn überall die VStättV eingeführt und umgesetzt ist, dann können viele Firmen schonmal abdanken. Ob das so richtig ist?

    Und als Firma ohne Meister ist man zwar nicht der Schuldige, aber wird mit Sicherheit auch bestraft, wenn mal was passieren sollte.

    Das seh ich anders. Wenn man sich mal anschaut wer gerade Fachkräfte sucht dann sind das fast ausschließlich Hallenbetreiber. Den für den Betreiber ist es egal ob der zuliefernde und ausführende PA Verleih einen Meister o.ä. hat oder nicht. Der Hallenbetreiber bzw. der Veranstalter kommt dadurch nicht aus der Pflicht herraus selbst einen Verantwortlichen zu stellen. Und wenn eh schon einer da sein muß wird er kaum bereit sein einen zusätzlichen Meister etc zu bezahlen, der dann eh nur die Verantwortung für sein Gewerk, also Licht, Ton, Bühne übernehmen kann.

    Also locker bleiben. Durch die VStättV wird wahrscheinlich das generelle Sicherheitsdenken und das diesbezügliche Bewußtsein angehoben, aber wie schon gesagt, dem verantwortungsbewußten Techniker kann das egal oder sogar recht sein.


    Was der Eingangs erwähnte VTler da betreibt ist Unfug und Panikmache. Der kann zwar jeden Veranstalter darauf aufmerksam machen das ein Verantwortlicher im Sinne der Verordnung gebraucht wird aber mehr auch nicht. ER kann diese Verantwortung mangels Ortskenntnis jedenfalls NICHT übernehmen. Das darf ihm auch ruhig mal einer sagen, da sein Verhalten meinem Empfinden nach an unlauteren Wettbewerb grenzt.

  • TeO
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    • 21. April 2004 um 14:35
    • #15

    Jo, richtig! Es steht nirgends in der VStättV geschrieben, dass der PA-Verleiher einen Fach-Tec mitbringen muss!!! Natürlich kann man das mit dem Veranstalter so vereinbaren gegen entsprechendes Mehrentgelt, aber generell liegt die Pflicht beim Veranstalter bzw. Betreiber.

    Zudem: Ich stelle jetzt mal die These auf, dass 90% (wenn nicht noch mehr) der Dorfdisco-, Dorffest-, Stadtfest- etc. Veranstalter gar nicht wissen, was in der VStättV steht geschweige denn was das ist oder das es sowas gibt!

    Beispiel örtlicher Verein: Meist haben die dort "Regierungsperioden" der Vorstände und sonstigen Zuständigen von 1 bis 2 Jahren. Nächstes Jahr ist dann wieder ein anderer dran, der die VA betreut. Meist sind es auch viele Junge Leute. Die wissen garantiert nix davon, solange das Ordnungsamt nicht auf der Matte steht (und selbst die kennen sich oft nicht wirklich aus).

    Also wird's dann wohl bei den "amtlichen" Veranstaltern (Theater etc.) so sein, dass die VA-Fachkraft anwesend ist, bei den Dorffest-Veranstaltern wird es aber wohl so bleiben wie es ist.

    Gruss
    TeO

  • Steffen
    Profi
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    • 21. April 2004 um 21:06
    • #16

    @ TeO:

    Das sehe ich ehrlich gesagt etwas anders. Natürlich hast Du recht mit der Aussage, daß dem "gemeinen Dorffestveranstalter" die VstättVO nicht gerade wirklich ein geläufiges Machwerk ist. Aber von Amtsseite (und auch von Seiten der Mitbewerber) wird wohl doch in der nächsten Zeit zu erwarten sein, daß es mehr Sicherheitskontrollen geben wird, was ja wohl im Sinne von uns allen (sowohl Vermieter wie auch "unbeteiligtes Publikum")ist. Im Übrigen ist es sogar so, daß Du hier im Saarland schon längstens sogar 2 Meister auf größeren Veranstaltungen (auch solche, wie Du sie betreust) bräuchtest. Das ist nur schlichtweg nicht durchführbar, deswegen wird es auch nicht kontrolliert. Die neue VstättVO ist nämlich gerade NICHT strenger als die alte, sondern so, daß sie auch anwendbar ist mit NORMALEN Mitteln. Deswegen wird dann aber auch die Einhaltung der Richtlinien schärfer überwacht werden.

    Im Übrigen sollten wenigstens die Leute, die die Technik betreuen (also i.A. der PA-VerMIETER, wir sind nämlich keine VerLEIHER) wissen, was sie tun. Und wenn mir jemand auf meine Frage nach VstättVO und BGV-C1 mitteilt, "mit diesem technischen Gerätebezeichnungen kenn ich mich nicht aus..." (real erlebt)... Da sag ich nix mehr zu... :evil::evil::evil:

  • TeO
    Beiträge
    219
    • 22. April 2004 um 13:55
    • #17

    Steffen: Bitte nicht falsch verstehen, war ja nicht so gemeint, dass ich das ganz unnütz finde! Nur wie Du auch schon selbst erwähnt hast, ist es den gemeinen Dorffest-Veranstaltern (und wieviele VAs dieser Art hat man davon im Jahr?) nicht unbedingt geläufig, obwohl sie es auch wissen müssten! Was aber immer noch nix mit der Sicherheit am VA-Ort zu tun hat! Natürlich fühle ich mich wohler, wenn ich weiss, dass weder den Leuten auf der Bühne als auch dem Publikum nix passieren kann! Absolut richtig. Nur wird sich dieses Problem meiner Meinung nach eben NICHT nur durch erzwungene Aufsichtspflichten und Scheinchen lösen lassen. Da ist erstmal jeder selbst in der Pflicht, sein Sicherheitsdenken mal zu überdenken und ggf. zu "Aktualisieren"! Auch wenn ich es nur nebenberuflich mache, habe ich mir schon seit Jahren ein Motto auferlegt: Sicherheit geht vor, sowohl für Künstler, als auch für's Publikum! Ob das immer nach ALLEN Vorschriften ist, kann ich wirklich nicht beurteilen (niemand kann wohl alle Vorschriften auswendig!), aber bei mir gibt es eben KEINE absturzgefährdeten PAR-Kannen oder kippgefährdete Wind-Ups, und auch die PA-Stacks sind so gesichert, dass eben nicht mal während der VA ein Top-Teil "runterfällt". Und ich lasse mich auch gerne diesbezüglich belehren und habe nicht die Meinung, dass ich ALLES weiss. Auch in dieser Branche lernt man tagtäglich dazu (zumindest sollte man das :wink:)...

    Desweiteren ist mir der Unterschied zwischen Verleihen und Vermieten schon bekannt, aber landläufig sagt eben jeder VerLEIHER... :mrgreen: Außerdem sind wir bei einem Full-Service-Job auch keine VerMIETER mehr, sondern eher Dienstleister, oder? Okay, das ist jetzt ein Wenig OT...

    Trotzdem ist der Veranstalter erstmal in der Pflicht, nicht der VerMIETER! Wenn ich ein Auto miete, dann muss ja auch ich einen Führerschein haben und nicht der Vermieter, oder?

    Und auch Du, lieber Steffen, kennst die VStättV nicht vom ersten bis zum letzten Paragraphen auswendig, auch Du kennst die wichtigsten Regelungen, die anderen müsstest auch Du nachschlagen (außer Du hast die Woche über nix Besseres zu tun, als die Paragraphen auswendig zu lernen :mrgreen:), und auch Du arbeitest bei einem Job erstmal so, wie Du denkst zu wissen, dass es in der VStättV und BGV C1, und wie sie alle heißen, steht (was nicht heißt, dass Du nicht sicher arbeitest, ganz im gegenteil :wink:). Dagegen ist meines Erachtens nix zu sagen, denn jeder der die wichtigen Dinge weiss, arbeitet auf einem Sicherheitsniveau, dass ausreichend ist, damit niemandem etwas passieren kann! Alle Gefahrenquellen kannst man nie ausschließen (was ist, wenn's jetzt ein Erdbeben gibt? :mrgreen:). Wer aber auch diese Dinge momentan einfach vernachlässigt, wird auch mit einer Prüfung oder einem Schein wieder so wie früher arbeiten, nur dann eben mit Schein. Das gibt es in anderen Branchen auch, ist zwar nicht gerade super, aber so ist es eben. Und diejenigen, die den größten Schindluder betreiben und somit maßgeblich zu diesem "Vorschriftenwahn" beigetragen haben, die erwischt man meistens eh nie!

    Im Endeffekt wird jeder versuchen, die Kosten für die Fachkraft bzw. den Meister dem Veranstalter aufzuerlegen, so wie es ja auch laut Vorschrift vorgesehen ist (der Meisterschein kostet ja auch ein paar Euronen, die müssen ja irgendwie auch wieder reinkommen!). Nur irgendwann sagen dann die Veranstalter eben, dass die Kosten zu hoch sind und die VA dann lieber nicht mehr durchgeführt wird (weil es bleibt ja nicht bei den Kosten für die Fachkraft), was zu einem massiven VA-Sterben führen wird. Und damit ist UNS PA-Companies doch am allerwenigsten geholfen, oder? Die Preise sind vielerorts im Keller, es gibt immer jemanden der es angeblich billiger macht, etc. Das führt dann dazu, dass die Aufträge weniger werden und somit jeder massive Umsatz- und Gewinneinbußen machen wird. Eigentlich eine ganz simple BWL-Rechnung. Das kann ja nicht Sinn und Zweck sein, oder? Nur dadurch, dass Du eine Fachkraft mitbringen kannst, wirst Du keinen Auftrag bekommen. Und nur durch die Anwesenheit einer Fachkraft wird die Sicherheit der Veranstaltung auch nicht besser.

    Mal noch ein Beispiel: Ausgebildete VA-Fachkraft stellt ein einfaches Wind-Up auf mit 6er-Bar, kurbelt es hoch auf die maximalen 3,8m. Das Ding steht auf festem Boden, wackelt trotzdem wie ein Kuhschwanz. Ich bin zwar nur als Besucher da (soll's auch mal geben) und mein dann zu ihm "willst Du das Ding nicht noch irgendwo sichern, bevor es doch kippt?" (zur Erklärung: es gab die Möglichkeit, das Wind-Up ziemlich weit oben noch irgendwie an der Wand zu sichern, an der es stand). Bekomm ich zur Antwort: "nee, das Ding ist getüvt für sowas, außerdem hab ich's so gelernt. Das kann gar nicht umfallen!". Ähm, sorry, aber was soll ich mit so einer Aussage? Wenn dann Abends ein Besoffener gegen das Ding rennt, kippts und schlägt womöglich irgendwem ein Loch in die Birne! Was nützt mich da TÜV und Vorschrift? Auch wenn's nicht Vorschrift ist oder sogar gegen die Vorschrift verstößt (!!!) mach ich das Wind-Up dann doch nochmal fest, dann geht's mir besser und kippen kanns so schnell auch nicht! Ist ja nur eine zusätzliche Sicherung. Und auf solche Aussagen können wir uns dann in Zukunft "freuen"... :evil:

    Deswegen wird eine Ausbildung oder ein Meisterbrief keine jahrelange Erfahrung ersetzen können! Wer bisher sicher gearbeitet hat, wird es auch in Zukunft tun, auch ohne Ausbildung und ohne Meisterschein! Zudem lass Dir gesagt sein, dass der ganze "Scheinchenwahn" auch in Deutschland zukünftig viel lockerer angegangen wird, wegen neuen EU-Richtlinien und -Gesetzen! Und somit wird das Alles, was jetzt in jahrelanger Diskussion "geregelt" wurde, auf kurz oder lang wieder verschwinden! Gerade die "Meisterpflicht" steht da auf dem absoluten Prüfstand. Ist noch nicht durch, aber Brüssel arbeitet fleißig dran. Das soll jetzt nicht heißen, das ich das befürworte!

    Gruss
    TeO

    2 Mal editiert, zuletzt von TeO (22. April 2004 um 14:29)

  • TeO
    Beiträge
    219
    • 22. April 2004 um 13:58
    • #18

    P.S.: Würd mich mal noch interessieren, wie das funktionieren soll, dass die Mitwerber Kontrollen machen? Wenn ich am WE einen Job hab, dann mach ich den und geh nicht noch irgendwohin kontrollieren. Und wenn ich am WE als "Prof" (da zähle ich Steffen jetzt auch dazu, weil er's hauptberuflich macht) keine Jobs habe, dann mache ich doch am Besten meinen Laden dicht und such mir nen anderen Job, oder? Für's Kontrollieren gibt es kein Geld, wird auf die Dauer richtig teuer für die kontrollierende Company...

  • fohhnfreak
    Beiträge
    386
    • 22. April 2004 um 14:40
    • #19

    TeO: stimmt eigentlich was du da sagtst (aus meiner Sicht). Vor allem das mit der Meisterpflicht.
    Wenn ein Italienischer KFZ-Geselle nach Deutschland kommt darf er als EU Bürger hier eine eigene Werkstatt aufmachen.
    Der Deutsche braucht hierfür in D einen Meister.
    Ich denke mehr braucht man dazu ned sagen. :(
    Einheitlichkeit ist was anderes. und man sollte erstmal solche Probleme angehen bevor man sich mit dem Detail befasst.

    Achja, wenn ich am We keinen Job freu ich mich, geh irgendwo auf ne Party oder in ne Disse und freu mich des Lebens. Da hab ich garantiert anderes zu "kucken" als zu kucken wo hier jetzt gar ein Safty fehlt :wink:
    Und wenn ich gravierende Mängel feststell verusch ich rauszufinden wie die Company heisst und dann weiß ich schon genug. Für die Zukunft.

    Vielleicht hätte man jemanden Fragen sollen der sich damit auskennt...

  • Steffen
    Profi
    Beiträge
    1.817
    • 23. April 2004 um 14:43
    • #20

    @ TeO: Hm... Ich hab ja nicht gesagt, daß ich derjenige bin, der kontrollieren geht, da hab ich nämlich im Normalfall am Wochenende anderes zu tun :mrgreen: :mrgreen: Aber es gibts ja auch bei uns in der Region gewisse Kollegen, die außer ihrer Geschäftsführertätigkeit selbst nicht mehr Hand anlegen, die tauchen dann schon mal am Wochenende auf anderen Baustellen auf und gehen "schnusen..." (Wobei, wenn ich derjenige wäre, wüßte ich mit meinem WE auch was Besseres anzufangen :mrgreen:

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