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Meßtechnik NTI - Minilyzer kontra Acoustilyzer

  • HippeliPA
  • 12. Mai 2004 um 21:39
  • HippeliPA
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    • 12. Mai 2004 um 21:39
    • #1

    Servus.
    Ich würde mich gerne mal mit euch über NTI-Handmessysteme unterhalten.

    Ich arbeite seit einiger Zeit mit dem Minimizer und bin eigentlich mehr als zufrieden. Auch wenn ich nur Lautstärke, Spektrum und Phase Regelmäßig benutzte. Der Phasecheck ist aber nicht immer sehr aufschlussreich. Der Alphaton-Specht ist da schon besser.

    Zur Sache.. Ich habe eben das NTI-Newsletter erhalten.
    Da wird der neue Acoutilyzer vorgestellt.
    http://www.nt-instruments.com/X0-ASP-pLngCat…-X1-default.htm

    Ich finde die Messung der Sprachverständlichkeit (STI-PA) sehr interessant. Dumm wie ich bin habe ich zuvor noch nie was davon gehört.
    Macht das schon jemand? Kenn jemand schon die Kiste? (Lieferbar Juli 2004)

    Grüße, Mario

    no virtual - no line - no EQs

  • Markus Verza
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    • 12. Mai 2004 um 22:07
    • #2

    Den Minilizer habe ich auch. Ich nutze aber nur die elektrichen Messmöglichkeiten. Bei Akustik kommt bei mir Smaart und Acoustic Tools zum Einsatz. Das ist einfach viel übersichlicher. Pegel mit einem Handmessgerät zu messen ist ok. Bei Rest braucht man Infos über das Zeitverhalten und das kann man auf so einem kleinen Display nicht wirklich gut darstellen.

  • HippeliPA
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    • 12. Mai 2004 um 22:44
    • #3

    Kommt natürlich auf den Anwendungzeck an.
    Ich denke wir sind uns einig das diese Teil absolut professionell ist.
    Wenn ich genauere Daten brauche, muss ich natürlich mal n Laptop dranhängen. Ich brauch das meistens für Troubleshooting. Die Meisten sind zwar hier sehr von Ihrem Gehör überzeugt, aber ich lange schon mal ne halbe Oktave daneben, muss ich zugeben. Gerade wenn man am Controller rumdrückt, kann man ja nicht so einfach rumprobieren wie an einem GraphikEQ. Da ist das teil schon mehr als nur Hilfreich. zb beim Einpfeifen von Mics, sehr geil.

    Aber wie schauts mit dieser STI-PA Messung aus? Ist das Messverfahren so gut, das man anhand einer Zahl sagen kann. Klingt scheiße oder klingt amtlich? Ist je eine Zutode genormte Messmethode und hat scheinbar gerade in der Gebäudetechnik eine große Bedeutung.

    no virtual - no line - no EQs

  • ADMIN
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    • 13. Mai 2004 um 00:09
    • #4

    1.) Der Acoustilyzer ist nicht einfach nur ein erweiterter Minilyzer, ihm fehlen sogar Funktionen des Minilyzers wie beispielsweise das Scope.

    Sehr grob Vereinfacht:

    Minilyzer: elektrische Messungen
    Acoustilyzer: akustische Messungen


    Am Rande: Der Acoustilyzer hat die USB-Schnittstelle fest eingebaut und wird somit auch stets mit PC-Software geliefert.

    2.) Mit dem STI misst man die Sprachverständlichkeit, nicht, ob eine Anlage gut klingt.

    Bei der Sprachverständlichkeit spielt die Nachhallzeit und das Durchsetzungsvermögen bei 2 kHz eine sehr große Rolle. Daraufhin kann man seine Anlage optimieren, aber dann klingt sie noch lange nicht gut.


    3.) Ich werde demnächst solche Messgeräte vertreiben und kann vielleicht nicht uninteressante Preise machen. Zu den Lieferzeiten mache ich aber keine eigene Aussage!

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • HippeliPA
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    • 13. Mai 2004 um 00:14
    • #5

    Ich habe nen Minilyzer mit USB. Den kann auf Acoustyzer updaten.
    Kostet nur die Firmware Kohle.

    PS: Ich vertreibe auch Neutrik, mache auch gute Preise und wollte auch mal Werbung machen :)

    no virtual - no line - no EQs

  • Volker Holtmeyer
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    • 14. Mai 2004 um 17:46
    • #6
    Zitat


    Ich arbeite seit einiger Zeit mit dem Minimizer und bin eigentlich mehr als zufrieden.


    "Minimizer" :?: auch nich schlecht :mrgreen:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 15. Mai 2004 um 01:36
    • #7
    Zitat von "ADMIN"

    1.) ...2.) Mit dem STI misst man die Sprachverständlichkeit, nicht, ob eine Anlage gut klingt.

    Bei der Sprachverständlichkeit spielt die Nachhallzeit und das Durchsetzungsvermögen bei 2 kHz eine sehr große Rolle. ...

    soweit ich das jetzt auf´m schirm habe, wird die bewertung bei 2kHz nur für AlCons gemacht, STI wir über mehrere oktaven gemittelt.
    wenn das nicht ganz korrekt ist, bitte gleich klarstellen.

    was aber auf jeden fall stimmt ist die aussage, das solche meßwerte über den klang mal garnix aussagen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HippeliPA
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    • 15. Mai 2004 um 03:22
    • #8

    Natürlich kann man diese Einheit nicht in die Goldwaage legen, doch ich könnte mir schon vorstellen, das es eine gewisse Aussage treffen kann.

    Ein Top Anlage wird auch gute Ergebnisse in der Sprachverständlichkeit bringen. Wobei die Piezzo-Quäke da wohl verliehrt. Ich denke es ist eine weitere Disziplin, in der eine PA gut sein sollte.

    Es ist ja auch die größte Schwirigkeit in diesem Frequenzband alles richtig zu machen. Die meisten Systeme trennen im Sprachbereich. Ich denke nicht das sich so etwas positiv auswirkt.

    Mein Fazit. Eine Anlage mit schlechter Sprachverständlichkeit ist bestimmt keine gute PA. Das der STI keinerlei Aussage über denk Klang gibt möchte ich abstreiten.

    no virtual - no line - no EQs

  • ADMIN
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    • 15. Mai 2004 um 09:43
    • #9
    Zitat von "wora"

    soweit ich das jetzt auf´m schirm habe, wird die bewertung bei 2kHz nur für AlCons gemacht, STI wir über mehrere oktaven gemittelt.
    wenn das nicht ganz korrekt ist, bitte gleich klarstellen.

    was aber auf jeden fall stimmt ist die aussage, das solche meßwerte über den klang mal garnix aussagen.

    Die Formel für Al cons findet man hier: http://www.black-box-music.de/content/knowhow.html (etwas weiter unten unter "die Sprachverständlichkeit")

    Bei STI und RASTI wird der Modulationsverlust gemessen, beim STI in den Okatavbändern von 125 Hz bis 8 kHz, beim RASTI nur bei 500 Hz und 2 kHz.


    Der Raumeinfluss ist auf einen solchen Wert viel größer als der Einfluss der Beschallungsanlage.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. Mai 2004 um 16:42
    • #10

    Ich denke, mann muss hier unterscheiden zwischen dem, was man gemeinhin unter "Sprachverständlichkeit eines Lautsprechers" versteht und den Kriterien, mit denen man versucht die Sprachverständlichkeit einer Beschallungssituation zu beschreiben.

    Der ALcons wird beispielsweise nur errechnet und kann nicht gemessen werden (Einige Messprogramme messen STI und leieten daraus einen entsprechenden ALcons ab und Simulationsprogramme berechnen ALcons und ermitteln daraus einen vergleichbaren STI.)
    Als einziger Parameter des Lautsprechers geht das Bündelungsverhalten in die Berechnung ein. Eine "klangliche" Aussage kann somit also gar nicht getroffen werden.

    Eine Beschallungsanlage mit einer sehr guten Sprachverständlichkeit kann übrigens durchaus übel klingen. Sprachverständlichkeit spielt sich nämlich ausschließlich im Mitteltonbereich ab. Das ist auch der Grund, warum man mit Druckkammertrichterlautsprechern recht gute Sprachverständlichkeitswerte erzielen kann.

    Andersrum kann mit einer "fett" eingestellten PA die Sprachverständlichkeit wider Erwarten recht schlecht sein, da hier der relevante Mitteltonbereich möglicherweise von überbetonten Bässen verdeckt wird.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Sound-Klinik
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    • 8. September 2004 um 08:58
    • #11
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Andersrum kann mit einer "fett" eingestellten PA die Sprachverständlichkeit wider Erwarten recht schlecht sein, da hier der relevante Mitteltonbereich möglicherweise von überbetonten Bässen verdeckt wird.

    ... die Überbetonung tiefer Frequenzen bei PAs scheint ja wohl auch eine weitverbreitete "Klangphilosophie" bei Muckern, DJs - und auch bei einigen "Tontechnikern" zu sein.
    Oft führt bereits eine leichte Absenkung des Tieftonweges (in Richtung ausgewogenere Übertragung) zu einer besseren Durchsetzung von Sprache und (nicht nur ...) Gesang !

    ... zum Minilyzer: ich benutze ihn (zusammen mit einem Minirator) für die mobile Fehlersuche an Tonanlagen - und natürlich zur Überprüfung von Elektronik.
    Ob ich mir den Acoustilizer irgendwann anschaffe, ist eher fraglich, weil ich für LS-Entwicklung mit einem statinärem Meßsystem (MLSSA) eigentlich besser ausgestattet bin ...

    Viele Grüsse

  • wora
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    • 8. September 2004 um 11:47
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... die Überbetonung tiefer Frequenzen bei PAs scheint ja wohl auch eine weitverbreitete "Klangphilosophie" bei Muckern, DJs - und auch bei einigen "Tontechnikern" zu sein.
    Oft führt bereits eine leichte Absenkung des Tieftonweges (in Richtung ausgewogenere Übertragung) zu einer besseren Durchsetzung von Sprache und (nicht nur ...) Gesang !
    ...

    bissl off topic:
    ich gebe euch 100% recht
    es kommt gar nicht so selten vor das man den örtlichen beschaller darum bitten muss, die bässe um 3 oder 6dB zurückzunehmen, um überhaupt mit der anlage arbeiten zu können... eine heftige überbetonung ist ja fast schon standard.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HippeliPA
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    • 12. September 2004 um 22:51
    • #13

    Was habt Ihr eigentlich immer als Phasechecker dabei?
    Ich muss ich wieder feststellen, das der interne im Minimizer etwas bescheiden ist. Der Alphaton Specht ist da schon bedeutend besser. Gibts da noch andere alternativen die ordentlich arbeiten? Tragbar und Roadtauglich natürlich.

    no virtual - no line - no EQs

  • Sound-Klinik
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    • 13. September 2004 um 08:58
    • #14

    ... die Phasecheck-Funktion arbeitet bei einigen (horngeladenen) Bass-Gehäusen - und sogar bei einigen Mittelhochtonhörnern - beim Minilyzer unzuverlässig.

    Allerdings ist diese Problematik wohl - auch bei anderen Produkten mit einem unsymmetrischen Sägezahnsignal - nicht immer zu vermeiden.

    Man sollte also nicht mit blindem Vertrauen die Polarität von Bässen in größeren Stack aufgrund solcher Messungen "richtigdrehen" ... :wink:

  • HippeliPA
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    • 13. September 2004 um 13:43
    • #15

    Die Hauptproblematik ist wohl die Digitale Anzeige und der zu kurze Signalinterval.

    Der Alphaton klopft sehr langsam und man sieht an den zwei LED´s sehr gut, ob der erste Impuls In- oder Outphase ist. Gerade bei BR-Gehäuse hat man ja den phasengedrehten Anteil durch die Öffnungen. Man misst also auch immer Out, kurz nach dem In-Phase.
    Der Minimizer weis da nicht so recht was er einzeigen soll und zeigt abwechselnd pos und neg an, und durch die kurze Signalfolge kann man nicht sagen was los ist. Ich denke es würde schon sehr viel helfen, wenn die Impulse deutlich weiter auseinander liegen würden.

    Diese Funktion ist beim Mini einfach nur Kacke.

    no virtual - no line - no EQs

  • monithor
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    • 4. Juni 2005 um 12:52
    • #16

    moinsen,

    habe in einer älteren zeitschrift nun garade über den al-1 gelesen und bin nicht uninteressiert. gibts da inzwischen erfahrungsberichte? wie ist die leq messung zu bewerten?

    ADMIN

    Zitat

    3.) Ich werde demnächst solche Messgeräte vertreiben und kann vielleicht nicht uninteressante Preise machen. Zu den Lieferzeiten mache ich aber keine eigene Aussage!

    wie siehts denn da aus? preis? lieferzeit? testoption?

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • MarkusZ
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    • 5. Juni 2005 um 12:05
    • #17
    Zitat von "monithor"

    moinsen,
    habe in einer älteren zeitschrift nun garade über den al-1 gelesen und bin nicht uninteressiert. gibts da inzwischen erfahrungsberichte? wie ist die leq messung zu bewerten?

    Erwartungsgemäss funktioniert sie. Genial ist die Logging-Funktion, mit der die LEQ-Daten kontinuierlich aufgezeichnet und anschliessend ausgelesen werden können.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

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