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Band abmischen ? Wer kann helfen ?

  • Bass-Steve
  • 16. Juni 2004 um 15:23
  • Bass-Steve
    Beiträge
    18
    • 16. Juni 2004 um 15:23
    • #1

    :D Hallo erstmal.
    Ich mische seit ein paar Wochen eine Nachwuchsband ab und bin selbst noch Anfänger darin. Die Jungs klingen beim Einstellen und Soundcheck wirklich gut, allerdings ändert sich das während des Auftritts ständig. Bei jedem neuen Stück ist die Balance zwischen den einzelnen Instrumenten und dem Gesang futsch. Es muss ständig nachgeregelt werden. Das geht teilweise soweit, dass der Klang von einem zum nächsten Lied fast unerträglich wird, da z.B. plötzlich das Keyboard den Sound wechselt und anfängt im tiefen Bereich zu dröhnen etc. Zudem muss man ständig die Finger auf den Gesangs-Kanälen lassen, da die Lautstärke der Sänger/in extrem schwanckt. Wir verwenden eine HK-PA-Anlage und einen FOH-Mischer, die Jungs haben zusätlich jeweils eine Monitor für sich auf der Bühne.

    Ich verzweifle bald ! Kann mir jemand Tips geben, finanzielle Mittel sind vorhanden.....

    Schonmal Danke!
    Steve

  • slv
    Verifiziert
    Beiträge
    352
    • 16. Juni 2004 um 16:04
    • #2

    Hi

    Ich schaue immer (vorallem bei nicht erfahrenen Bands), dass z.B. die Keyboardsounds wie auch die Gitarrensounds alle gleich laut sind (also nicht Key zu Gitarre, nur jedes Instrument für sich). Klar, das macht noch nicht sehr viel aus am Gesamteindruck, erleichert Dir aber die Arbeit insofern, dass Du nicht nur am schrauben bist (Gain und Klang). Dafür musst Du die Jungs aber schon ein wenig kennen (wie anscheinend in Deinem Beispiel); ansonsten tust Du Dir schwer, irgend einem fremden Gitarriero zu sagen, er soll doch bitte seine Sounds umprogrammieren.

    Zudem ist mein erster Spruch (insbesonders bei obengenannten Instrumenten) beim Soundcheck eigentlich immer «bring mir doch bitte mal zuerst Deinen lautesten und verzerttesten Sound»... so kannst Du schon mal auf "Maximum" einpegeln. Und wenn dann ein Sound wirklich erheblich leiser sein sollte > who cares, denn fast jeder Musiker schraubt sich ja noch ein wenig hoch während des Gigs :wink: .

    Zu Deinem Problem mit den tiefen Key-Sounds: je nach Musikstil haben bei mir Keys sowieso keine Grösse Berechtigung von tiefen Frequenzen; die gehören doch dem Bass und der Bassdrum :mrgreen: . Nein, ernsthaft: da kommt es halt wirklich auf das Klangbild einer Band drauf an, dass die auch keinen Schwamm zusammenspielen. Ein Keyboard deckt einen so grossen Frequenzbereich ab, dass etliche Überschneidungen mit anderen Instrumenten entstehen. Das sind sich leider viele Bands nicht so bewusst; jeder spielt immer, wie er ein Solist wäre. Ein befreundeter Keyboarder sagte mir vor Jahren mal, dass er, wenn er in einer Band spiele, dies eigentlich nur einhändig mache > ohne in die tiefen tasten zu greifen. Fand ich noch klug... . gilt aber natürlich nur, wenn alle spielen... .

    Und zuletzt: das stetige rumschrauben ist halt auch einfach ein Teil Deines Jobs als Mischer... nicht die Nerven verlieren! Hoffe, meine einfachen (und gerätelosen) Tipps helfen Dir was.


    Gruss
    slv

  • K-Ulrich
    Profi
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    614
    • 16. Juni 2004 um 16:05
    • #3

    Na ja, wo soll man da anfangen, das meiste , was Du beschreibst, folgt dem Leitsatz "garbage in-garbage out",soll heissen. man kann auch nur so gut mischen, wie die ankommenden Signale es zulassen.
    Ich denke, wenn ihr ein bisschen Geld über habt, solltet ihr mal für einen oder zwei Gigs einen Profi engagieren, der kann Dir und, vor allen Dingen, Deiner Band bestimmt danach weiterhelfen. Als Ferndiagnose ist das schwer und zu umfangreich.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Kracky
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    • 16. Juni 2004 um 16:56
    • #4

    Zuerstmal würde ich sagen für Disziplin auf der Bühne sorgen. Hatte ich auch schon. Am einfachsten fängt man mal im Proberaum damit an, das die Gitarren es erstmal auf die Reihe bringen den Cleanen und den oder die Effektsounds auf die gleiche Lautstärke zu bringen, gleiches gilt beim Keyboard wenn mit vorgefertigten Sampels gearbeitet wird die unterschiedlich laut sind. Das schaft schonmal richtig Entlaßtung. Dann den Gesang beim Gig über Compressor und zwangsdisziplinieren. Ist bei neuen Bands fast immer nötig. Unsichere Lieder = leise, sichere Lieder = heftig Laut. Und zu guter letzt wenn möglich evtl. den ganzen Mastersound mit einem Compressor etwas kompakter machen. Aber aufpassen, zuviel des guten kann wieder zum Feedback führen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • marcoboy
    Verifiziert
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    3
    • 16. Juni 2004 um 19:17
    • #5
    Zitat von "Kracky"

    Zuerstmal würde ich sagen für Disziplin auf der Bühne sorgen. Hatte ich auch schon. Am einfachsten fängt man mal im Proberaum damit an, das die Gitarren es erstmal auf die Reihe bringen den Cleanen und den oder die Effektsounds auf die gleiche Lautstärke zu bringen, gleiches gilt beim Keyboard wenn mit vorgefertigten Sampels gearbeitet wird die unterschiedlich laut sind. Das schaft schonmal richtig Entlaßtung. Dann den Gesang beim Gig über Compressor und zwangsdisziplinieren. Ist bei neuen Bands fast immer nötig. Unsichere Lieder = leise, sichere Lieder = heftig Laut. Und zu guter letzt wenn möglich evtl. den ganzen Mastersound mit einem Compressor etwas kompakter machen. Aber aufpassen, zuviel des guten kann wieder zum Feedback führen.

    Sorry das wird ein ziehmlicher Brei und der Compressor in der summe macht das erstrecht Brei schönen fetten Brei !

    Lernt erstmal zusammen zu spielen ! Die Songs zu zusammenzusetzten das sie klingen . Spielt nich alle das selbe ! wennes geht nicht in der selben Tonhöhe .

    Grundvorraussetzung ist guten Bühnensound ! Stellt euch so hin das ihr auch so gut hört , vertraut nich dem Monitoring , dreht die Amps so ein das jeder was hört.

    Lernt mit dem völlig anderen Sound auf der Bühne umzugehen , es klingt nu mal nich wie im Proberaum .

    Dann wie stellt man die Mics , was nimmt man für welche usw.

    Dann sollte der typ am FOH was wo welche Instrumente liegen , Bass heist nich Bass weil man viel Bass reindreht ! Der klingt so bei 300-400hz gut wenn man den da etwas anhebt . dazu muss man aber die große Trommel bei 300hz hart rausdrehen um Luft zumachen für den Bass.

    Und so schaft man sich Luft im Playback nur so kann ein guter Mix funktionieren ! Alles andere wie compressoren, gates,FX sind feinarbeiten .

    Keyboards sind ein Problem , gerade wenn dort große flächen gespielt werden drücken diese alles zu . Da hilft nur eins hart einscheiden und dann Z.Bsp den Gesang dort platzieren .

    so alles andere müst ihr alleine rausfinden :mrgreen:

  • Bass-Steve
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    18
    • 16. Juni 2004 um 19:31
    • #6

    :D Vielen Dank erstmal !!

    Wenigstens scheint es nicht nur an mir zu liegen.. Leider rennt das Publikum immer zuerst zu mir und meckert !!
    Der Bühensound ist eigentlich auch immer okay, jedenfalls hören sich da alle und achten auch aufeinander, falls mal jemand zu laut ist.
    Nur leider klingt die ganze Sache vor der PA etwas anders, meist etwas "matschig"., oder ein Instrument sticht extrem raus..
    Vielleicht häng ichs einfach an den Nagel .... :cry:

  • K-Ulrich
    Profi
    Beiträge
    614
    • 16. Juni 2004 um 23:28
    • #7
    Zitat von "Bass-Steve"

    Vielleicht häng ichs einfach an den Nagel .... :cry:


    Warum, glaubste, bei uns wars am Anfang einfacher?

    Ich wiederhole, such Dir einen zum Lernen!!
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Patric A.
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    562
    • 16. Juni 2004 um 23:54
    • #8

    Auch wenn ich selbst noch am lernen und ausprobieren bin, habe ich beschlossen, hier ma was zu schreiben, bevor du deinen "Job" vorschnell an den nagel hängst:
    (Korrekturen seitens der "Großen" bin ich jederzeit offen)


    Oder du kaufst dir nen günstigen (nicht billigen) MD-Recorder, nimmst bisschen was im Proberaum ab und probierst einfach mal rum.

    Kannst das ja mit nem gecshlossenen Kopfhörer (AKG K271, Beyerdynamic 770M etc) oder Ohrhörern für In-Ear-Monitoring abhören und dann aufnehmen.
    Zuhause anhören, falls du Steinberg Wavelab oder ein anderes Sound-Prog hast (sogar bei Nero ist eins dabei) bisschen dran rumspielen und für die jeweiligen Instrumente den besten Sound finden.

    Kompressoren sind für Gesang natürlich nie schlecht, wollen aber auch eingestellt sien. Auch hier kommt es auf den richtigen Einstatzpunkt und die richtige Ratio an, damit der Gesang immer eine angenehme Lautstärke hat.

    Um den Gesang präsent zu bekommen: Hör per Solo rein, hör dir an, welche Frequenz wie klingt, welche Informationen transportiert und schau dann, was im Mix fehlt.

    Ich hoffe, man wird mich nciht umbringen, wenn ich sage:

    Bei guten Mics relativ wenig machen, evt ein bisschen bei 5kHz schauen und den höhenanteil ab 12KHz anpassen.
    Bei gewissen Mikros und problematischen Stimmen schauen, dass man Klarheit reinbekommt, indem man evt bisschen Bass rausnimmt.

    Für E-Gitarren: 2,5-3kHz für den Gesang "offenhalten", die Präsenz über die Höhen regeln. Siehe auch
    http://www.pa-forum.de/paforum/viewtopic.php?t=23239&highlight=anfetten.

    Ich möchte mich bei weitem nicht als Profi bezeichnen, aber ich lege mir so schonmal geweisse "Einstellungsmöglichkeiten" zurecht, auf die ich dann bei Bedarf schneller zurückgreifen kann.
    Gitarre zu schrill / höhenlastig -> Höhen raus
    Gitarre zu aggressiv -> vorher gesuchte problematische Frequenzen raus
    BD zu dumpf -> Kick-Frequenz rein
    Auch einen Snaresound kann man so relativ einfach mit einem Handgriff auf eine neue Stimmung im Lied anpassen. (rockiger, poppiger, sanfter...)

    Beim Bass bin ich zugegebenermaßen selbst noch etwas am tüfteln, was sich aber mangels weiterem semi-param. EQ auf dem einzig übrigen Faderweg des Proberaum-Pultes als etwas schwierig erweist.
    Danke aber hier an die obigen Beiträge.

    Wenn du keinen Tontech findest, der dir bisschen was zeigen kann:

    Es gibt auch Seiten, auf denen Studio-Techniker Tipps zum guten Sound geben, die durchaus zu neuen Denkanstößen führen können.
    In diesem Zusammenhang kann man evt. auch mal Lieder, die dem eigenen geschmack entsprechen per Kopfhörer "Auseinandernehmen" und schauen, wie da was mit Panning, Hall, Echos etc. gemischt ist.

    und schließlich bleibt weider nur. Ausprobieren ;)

    Viel Erfolg und frohes Mischen 8)

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • Kracky
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    • 17. Juni 2004 um 06:10
    • #9
    Zitat von "marcoboy"

    Sorry das wird ein ziehmlicher Brei und der Compressor in der summe macht das erstrecht Brei schönen fetten Brei !

    Lernt erstmal zusammen zu spielen ! Die Songs zu zusammenzusetzten das sie klingen . Spielt nich alle das selbe ! wennes geht nicht in der selben Tonhöhe .

    Grundvorraussetzung ist guten Bühnensound ! Stellt euch so hin das ihr auch so gut hört , vertraut nich dem Monitoring , dreht die Amps so ein das jeder was hört.

    Lernt mit dem völlig anderen Sound auf der Bühne umzugehen , es klingt nu mal nich wie im Proberaum .

    Dann wie stellt man die Mics , was nimmt man für welche usw.

    Dann sollte der typ am FOH was wo welche Instrumente liegen , Bass heist nich Bass weil man viel Bass reindreht ! Der klingt so bei 300-400hz gut wenn man den da etwas anhebt . dazu muss man aber die große Trommel bei 300hz hart rausdrehen um Luft zumachen für den Bass.

    Und so schaft man sich Luft im Playback nur so kann ein guter Mix funktionieren ! Alles andere wie compressoren, gates,FX sind feinarbeiten .

    Keyboards sind ein Problem , gerade wenn dort große flächen gespielt werden drücken diese alles zu . Da hilft nur eins hart einscheiden und dann Z.Bsp den Gesang dort platzieren .

    so alles andere müst ihr alleine rausfinden :mrgreen:

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    Ich denke die Aussage hilft einem Tech nicht unbedingt weiter. Wenn man die Compressoren mit etwas Vorsicht bedient und es nicht übertreibt, mag der Sound zwar etwas Breiig sein aber ich denke das ist erträglicher wie wild durcheinander und heftig schwankend. Die Band erstmal für ein Jahr in den Proberaum zum üben sperren ist dem Tech hier keine Hilfe. Schickst du jede Band die nicht Diszipliniert ist weg, wenn du Tech bist? Ich denke nicht, du wirst auch probieren was hin zu biegen. Klar hast du mehr Erfahrung und es fällt dir leichter, die Probleme bei solchen Nachwuchsbands bleiben aber die gleichen.

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  • Bass-Steve
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    • 17. Juni 2004 um 18:54
    • #10

    Danke nochmal an alle !
    Ich werde wohl noch etwas üben müssen. Wenigstens gehts mir nicht allein so. Ist es eigentlich normal, das man sich nach einiger Zeit an den Sound gewöhnt??

  • Kracky
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    • 17. Juni 2004 um 20:33
    • #11
    Zitat von "Bass-Steve"

    Danke nochmal an alle !
    Ich werde wohl noch etwas üben müssen. Wenigstens gehts mir nicht allein so. Ist es eigentlich normal, das man sich nach einiger Zeit an den Sound gewöhnt??

    Definitiv -> JA

    Das ist das schöne an unserem Gehör. Aber auch hier gilt, alles hat seine Grenzen.

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  • marcoboy
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    • 17. Juni 2004 um 20:46
    • #12
    Zitat von "Kracky"

    Ich denke die Aussage hilft einem Tech nicht unbedingt weiter. Wenn man die Compressoren mit etwas Vorsicht bedient und es nicht übertreibt, mag der Sound zwar etwas Breiig sein aber ich denke das ist erträglicher wie wild durcheinander und heftig schwankend. Die Band erstmal für ein Jahr in den Proberaum zum üben sperren ist dem Tech hier keine Hilfe. Schickst du jede Band die nicht Diszipliniert ist weg, wenn du Tech bist? Ich denke nicht, du wirst auch probieren was hin zu biegen. Klar hast du mehr Erfahrung und es fällt dir leichter, die Probleme bei solchen Nachwuchsbands bleiben aber die gleichen.

    nö aber ein paar Tips wirken wunder ! Ich setzt den Compressor sehr sparsam ein und der mix stimmt im großen an ganzen . Nur wenn der seinen Bass nich gleichmäßig spielt oder der Gesang so extrem schwankt , dann kommt erst der compressor rein .

    Im allgemeinen gate ich auch sehr wenig , bin er so der Typ der lieber noch mal ein den Mics schiebt und wenn dann immernoch übel nachklingt nen gate drauflegt .

    Ein guter Mix hat dynamik !! und mit dem compressor machst du den ganzen mix er kaput wenn du sagst pauschal muss da so ein ding drauf.

  • Tobias Zw.
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    27
    • 17. Juni 2004 um 21:14
    • #13

    Hmm, anscheinend gehöre ich einer aussterbenden Spezies an. Ich neige dazu, fast alles einzeln leicht zu komprimieren, da ich das so entstandene "gleichmäßigere" Klangbild als viel entspannender anzuhören empfinde. Auf Stimmen, Gitarren und Bass laufen bei mir immer Kompressoren 2:1, die sehr niedrig einsetzen, damit das Signal immer in der Kompression ist. Und bei Härtefällen gibt's auch mal 5:1.
    Das kam ursprünglich daher, daß ich Konzerte mischte, die auf DAT mitgeschnitten wurden und die Künstler extrem dynamisches Material spielten (akustische ethnische Instrumente wie Didgeridoo, Tabla, Esraj, Morinkhoor, Xheng, große und kleine Trommeln, Flöten aus aller Herren Länder, Kristallklangschalen und dann natürlich akustische Folkmusik: Geigen, Dudelsäcke, Concertina...). Ohne Kompressor auf allen Kanälen geht man bei solchem Material sang- und klanglos unter.
    Gleiches gilt bei Diskussionsveranstaltungen mit vielen ungeübten Sprechern.
    Einmal daran gewöhnt, fand ich's auch bei Rockmusik viel angenehmer anzuhören, da nicht die Gefahr besteht, daß ein Instrument unvermittelt aus dem Rahmen fällt.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 17. Juni 2004 um 22:08
    • #14

    Die Alternative besteht allerdings und ich denke, es ist hier Geschmackssache.
    Wen mann die Möglichkeiten hat, so viel zu komprimieren, tut das dem Sound, wenn richitg gemacht in jedem Fall keinen Abbruch.

    Das Mischen ist definitiv leichter und die Faderbewegungen halten sich auch zwischen den Stücken im Rahmen.

    Für einen Beginner, dessen Band bzw. der selbst nicht so viel Geld zur Verfügung haben wird stehen allerdings meiner Meinung Nach erstmal gute Mics für Gesang und Gitarren im Vordergrund, bevor man z.b. einen Kompressor für die Toms etc. kaufen (kann).

    Ich habe gelegentlich die Möglichkeit auf einer Anlage mit um die 20 Comps+Gate zu mischen und bin durchaus der Meinung, dass das einen kompakteren, aber immernoch differenzierten Klang möglich macht, doch ist Vorraussetzung, dass erstmal etwas gutes reinkommt, der EQ am Pult es nicht phasenmäßig versaut und die Kompressoren sauber arbeiten.
    In Zahlen doch einige tausend Euronen, die man als nicht TOP40-Band nicht unbedingt aus der Tasche schüttelt ;)

    für kleinere Sachen bekommt man 4-6 Kops + div. Gates auf Gesang, BDrum, Snare, evt Bas oder Gitarre ger5ade so durch, danach wirst du aber gefragt, was das Teil denn eigentlich für den Sound bringt, wenn du es nur auf 1,5:1 -2:1 hast und ob man beim ohnehin knappen Budget nicht bisschen was sparen könne. Man sei ja nicht im Studio ;)
    Verständlich, finde ich.

    Schön, dass du größere Gigs machen kannst, bei denen solche Überlegungen nicht angestellt werden müssen :)

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

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