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Openair-PA dimensionieren

  • Maverick
  • 24. Juni 2004 um 08:58
  • Maverick
    Beiträge
    34
    • 24. Juni 2004 um 08:58
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich hab im September ein Open-Air zu beschallen, für das ich nun das PA dimensionieren sollte. Leider hab ich nicht extrem viel Erfahrung mit Open-Air's und bis jetzt halt immer mit dem Material gearbeitet, dass zur verfügung stand (ging halt irgendwie... :wink: )

    Nun geht es jedoch darum, ein PA zusammenzustellen, dass auch einiges kosten darf....

    Die Bühne selbst ist 12 * 8m, das Dach ist seitlich 2.5m hoch, in der Mitte 4m (so ein giebeldach) und der Bühnenboden ist 1m über Boden.

    Der zu beschallende Platz ist ca. 30m * 60m gross. Auf der Bühne spielen Bands (Worship, und unbekannter sound....) sowie später ein Chor von ca. 80 Personen. Ansonsten sind Auftritte von "Kleinkünstlern" (Alleinunterhalter...) Sowie ein Auftritt einer Hip-Hop Tanzgruppe geplant.

    Nun meine Frage an euch "Open-Air spezialisten":
    Was für eine PA-Leistung ist für so ein Event nötig? Was für ein Verhältniss von Bass- zu Top-Leistung ist sinnvoll? Wieviel brint ein geflogenes PA für so ein Event? Ist ein Center-Cluster in der Dachspitze notwendig (für den Platz unmittelbar vor der Bühne?

    Ich währe wirklich froh, wenn ihr mir einige Tips bezüglich Open-Air Beschallung geben könntet. Gibt es irgendwo etwas brauchbares darüber zu lesen, was mir eventuell weiterhelfen könnte?

    Vielen Dank schonmal im Voraus.

    Was schon feststeht:
    Am Frontplatz wird ein Allen & Heath ML3000 Pult mit zugehöriger Peripherie stehen. Der Chor wird mit 10 ATM33 Chormic abgenommen und hat 4 K&F CA1201 Monitoren (max. 4*300W)

    Gruss Maverick

  • ADMIN
    Administrator
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    1
    • 24. Juni 2004 um 19:22
    • #2
    Zitat von "Maverick"

    Nun geht es jedoch darum, ein PA zusammenzustellen, dass auch einiges kosten darf....

    Mieten oder kaufen?

    Welche Art von Musik?


    Zur Dimensionierung:

    Gehen wir von einem FOH im Abstand von 30m zu den Boxen aus. Dort einen Spitzenschallpegel von 110 dB (90 dB Leq + 20 dB Dynamik, also ganz leicht komrpimiert). Dafür muss jede Seite 107 dB beisteuern.

    30m entsprechen 30 dB, muss also jede Seite 137 dB bringen, das werden also zwei sehr ordentliche oder vier ordentliche Topteile pro Seite.

    Die Topteile würde ich fliegen, sonst fliegen den Leuten direkt davor die Ohren weg. (Die Diskussion um die DIN 15905 Teil 5 wollen wir mal an dieser Stelle nicht wieder aufnehmen...)

    Die Leistung sagt wenig aus, wenn der Wirkungsgrad nicht bekannt ist.


    An Sub-Bässen würde ich Hörner nehmen. Bei Einzelhörnern läme man auf etwa vier bis acht Hörner pro Seite (abhängig von Belastbarkeit und Wirkungsgrad).

    Bei den Subbässen hat man Open-Air das Problem der Interferenzlöcher. Um die zu vermeiden, könnte man die Bässe unter der Bühne nebeneinanderstellen. Wenn man insgesamt 16 Einzelhörner hat und diese im 1m-Abstand aufreiht, hat man keine Interferenzprobleme und sogar so etwas wie eine Linienschallquelle (Trennfrequenz unter 120 Hz...).


    Center-Cluster ist schön, aber nicht für die Leute direkt vor der Bühne, für die nimmt man Front-Fills, die auf der Bühne stehen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Ton_Opa
    Profi
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    490
    • 5. Juli 2004 um 23:43
    • #3

    Auf jeden Fall fliegen. und zwar höher als 2,50.
    Lieber mehr Kohle für Wings ausgeben als für unendlich viel Holz (weil für Kleinkunst brauchste nicht so furchtbar viel. Für Hiphop schon.

    60m ist nämlich weeeit.
    Bei 2, 5m flughöhe kriegste deinen Chor da im leben nicht hin.

    Ich gehe mal davon aus, dass es in 60metern nicht mehr richtig brettern soll.

    schwierig auch 30m breite, sollen die Leute vorn hören können, auch wenn sie nix sehen? um vorne so breit zuwerden, musste schon ein paar fills spendieren auch fliegend am besten.

    Ich sag mal ganz blöd: 4kW Bass brauchste mindestens. mittig unter die Bühne, dann hatts keine Interferenz. Wenn der Hiphop richtig Party sein soll, besser 8 kw. Tops richten sich eher nach dem winkel, die fährste bei der kleinen Bühne eh nicht aus. zum Beispiel 2alphae engzusammen parallel übereinander kommste vielleicht gerade noch hinten an. dann noch 2 bis 3 600 Watter pro seite um das Nahfeld auszuleuchten und gut is.

    Wenn du nur stellst (auf 2, 5m) dann stellste insgesamt 2x 4kw hin doppelt soviel Bass wie Tops und gut is. Das ist dann die "ich bin faul variante". Das wird dann nicht schön, aber auch nicht ganz peinlich.

    viel spaß
    opi

    eigentlich ist das eine blöde frage,
    Was man benutzt, hängt wesentlich davon ab, wie mans stackt.

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 6. Juli 2004 um 19:20
    • #4

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (22. September 2008 um 09:24)

  • MIKE
    Profi
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    6
    Beiträge
    1.694
    • 6. Juli 2004 um 21:38
    • #5

    Man sollte mieten denn dann kriegt man vielleicht sogar einen Techniker mit der ein Paar Tips gibt.

    Ohne so einen würde ich das kaum machen.

    Bin da auch etwas ins Kalte Wasser gesprungen und ich hätte gerne nochmal jemanden gefragt. Aber da gab es diesen schönen Bereich noch nicht :mrgreen:

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 6. Juli 2004 um 21:55
    • #6

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (22. September 2008 um 09:23)

  • Maverick
    Beiträge
    34
    • 12. Juli 2004 um 08:25
    • #7

    Hallo Leute

    Vielen Dank für eure Tips.

    Das PA soll gemietet werden. Da unter anderem 2 Hip-Hop Tanzgruppen auftreten, soll das PA natürlich auch diesen Sound gut und druckvoll rüberbringen.

    Was haltet ihr von dieser Beschallung:

    Pro Seite:
    - 2x EAW KF850
    - 2x EAW SB850
    - 1 Amprack mit 2x Crest 8100 und 1x Crest 4601 (Amprack passend für EAW-Front)

    Ist diese Beschallung für ein Open-Air sinnvoll?
    In der Halle hatten wir das bereits mehrmals und sind begeistert davon.

    Vielen Dank für eure Meinungen

  • K-Ulrich
    Profi
    Beiträge
    614
    • 12. Juli 2004 um 10:31
    • #8
    Zitat von "ADMIN"

    Bei den Subbässen hat man Open-Air das Problem der Interferenzlöcher. Um die zu vermeiden, könnte man die Bässe unter der Bühne nebeneinanderstellen. Wenn man insgesamt 16 Einzelhörner hat und diese im 1m-Abstand aufreiht, hat man keine Interferenzprobleme und sogar so etwas wie eine Linienschallquelle (Trennfrequenz unter 120 Hz...).

    Leider gilt die Linienschallquelle aber nur in der Horizontalen, will sagen, der Bass ,den man so erzeugt, lässt sich oft auf der Bühne kaum noch kontrollieren! Vorsicht
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 12. Juli 2004 um 10:38
    • #9

    ... wenn die Bühne "gut" für tiefe Frequenzen schalldurchlässig ist, hätte ich schon bei "normaler" Mikrofonierung (Live-Band) und gleichzeitiger Plazierung von Bässen unter der Bühne erhebliche Bedenken ...

  • AlphaC
    Reaktionen
    104
    Beiträge
    1.095
    • 12. Juli 2004 um 13:06
    • #10

    Maverick: Das sieht so ganz gut aus mit je 2 Stacks EAW pro Seite. Open Air würde ich aber noch zwei-vier SB850 zusätzlich nehmen. Das kostet ein wenig, schafft aber "Luft" gerade bei Hip-Hop. Und auf jeden Fall - gerade bei breiter Bühne an die Front- und Side-Fills denken!

    Alex

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