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FX der alten vs. neue Generation

  • Christian Engel
  • 11. Juli 2004 um 11:36
  • Christian Engel
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    • 11. Juli 2004 um 11:36
    • #1

    An diesem Wochenende habe ich die Zeit gehabt, gigabyteweise Mitschnitte auszugraben und durchzuhören. Dabei ist so ziemlich alles vom Klassik-Open-Air bis zum Club-Metal-Gig gewesen.
    Über die Jahre hatte ich Live so ziemlich jedes bekannte FX-Gerät im Siderack. Angefangen hat's mit der gewöhnlichen 990er-Rev500-Kombi. Etwas später tat dann nur Lexicon seinen Dienst (2x PCM-80 + MPX-1). Davon live überhaupt nicht überzeugt habe ich wieder den Sprung in die Yamaha-Ecke gemacht. Diesmal allerdigs total vintage und ein Rev-5 + Rev-7 gekauft. Durch Rider und unflexible Techniker schneller Wechsel zur M-One-XL, D-Two, Rev-500 Kombi, die momentan läuft.
    Imho lässt sich subjektiv zusammenfassen, dass ich mit der Rev-5/Rev-7 Kombi den angenehmsten und gefälligsten Hall im Vergleich zu sämtlichen außerdem aufgeführten Geräten erzeugen konnte. Ich schaffe es einfach nicht, mit den TC's diesen Klang bzw. Hall zu reproduzieren und das wurmt mich ein bißchen.
    Ein M-One ist weiß Gott kein schlechtes FX. Aber ich finde, dass sich die Algorithmen der Rev's wesentlich früher und besser durchsetzen, als beim TC.
    Nebenher ist die Bedienung beispielsweise eines Rev5 der absolute Traum für jeden Live-Techniker.
    Deshalb spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, zumindest wieder ein Rev5 zu erstehen.
    Ich würde daher gern einmal eure Meinung und Erfahrung hierzu hören. Bzw.: Wäre ein Rev5 für euch als Fremdtechniker am FoH noch akzeptabel oder zu antiquiert?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • KREISS
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    • 11. Juli 2004 um 17:02
    • #2

    Besitze auch noch einen REV5 aus genau denn oben genannten Gründen.
    Ich persönlich finde das Gerät in Bezug auf einfache und schnelle Bedienung, bzw. Zugriff auf die wichtigsten Parameter, unerreicht!
    Ich setze es immer noch sehr gerne ein - oftmals an den Trommeln.
    Da FXe ja auch etwas dem Zeitgeist unterliegen, wirst Du wahrscheinlich nicht mehr jeden Techniker damit glücklich machen ( vielleicht kennen es die jüngeren Kollgenen auch einfach nicht mehr wirklich und schließen auf etwas wie den REV500 - welchen ich allerdings als Low Budget Gerät sehr gut finde ).
    Ein fantastisches Gerät ist auch der REV1 - wird allerdings nicht so oft gebraucht gehandelt.

    Gruß
    Kai

  • Christian Engel
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    • 11. Juli 2004 um 20:45
    • #3

    Naja, das Rev5 sehe ich leider auch nur ganz selten auf dem Markt... Das Rev7 schon öfter. Wo genau liegt denn der Unterschied zwischen beiden? Ich kann mich leider nicht mehr recht entsinnen, ich habe meine Geräte vor mehr als drei Jahren verkauft. Ich erinnere mich an leichte Abweichungen der Presets, aber sonst?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • K-Ulrich
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    • 11. Juli 2004 um 23:29
    • #4

    Ich nehme gerne einen Mix aus Alt und Neu. Wenn es um Gesänge geht, ist mir ein PCM 80 sehr willkommen, aber fürs Schlagzeug nehme ich sehr gerne alte Geräte mit wenig bit, weil die sich besser durchsetzen. Ich habe mal eine Stunde vergeblich versucht, aus einem Lexicon 480XL einen brauchbaren Snare-Hall rauszubekommen und spätestens beim gated Reverb (ja, ich weiss, aber manchmal braucht man es eben doch noch) geht nix über SPX 90 oder Rev 7
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • derautor
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    • 12. Juli 2004 um 03:21
    • #5

    REV 5/REV 7 mag ich besonders für Drums sehr gerne, die Bedienung ist deutlich einfacher, als es die Tastenfelder beim ersten Blick vermuten lassen. Leider ist das Gerät im Verleih nur noch sehr selten anzutreffen, wahrscheinlich sind neben dem Zeitgeist auch die 2 HE Platzbedarf im Siderack schon problematisch.
    REV 500 ist imho auch deutlich besser als sein Ruf, der gerade hier im Forum nicht der Beste zu sein scheint: Solide Verarbeitung, internes Netztteil, intuitive Bedienung.
    Was ich auch sehr schätze ist das Roland SRV330 - leider ist das Gerät nicht sehr verbreitet.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Online
    niggles
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    • 12. Juli 2004 um 03:34
    • #6
    Zitat von "K-Ulrich"

    Ich nehme gerne einen Mix aus Alt und Neu. Wenn es um Gesänge geht, ist mir ein PCM 80 sehr willkommen, aber fürs Schlagzeug nehme ich sehr gerne alte Geräte mit wenig bit, weil die sich besser durchsetzen. Ich habe mal eine Stunde vergeblich versucht, aus einem Lexicon 480XL einen brauchbaren Snare-Hall rauszubekommen und spätestens beim gated Reverb (ja, ich weiss, aber manchmal braucht man es eben doch noch) geht nix über SPX 90 oder Rev 7
    mfg
    Kai

    Jaaahh, SPX90... Es traut sich ja fast keiner mehr zu sagen, aber das ist nun mal noch immer das einzig wahre und richtige für nen ordentlichen, dreckig-fetten 80er-Jahre Snarehall. Saft rein bis kurz vorm Clipping (2 rote Lampen an...) und los gehts. Warum verflucht noch mal kriegen es nicht mal Lexicon oder T.C. gebacken diesen Sound in ein modernes Effektgerät einzubauen? Selbst TB-303 und TR-909 gibts inzwischen als glaubhaft klingende Reissues, aber na gut, das sind keine FXe... :?

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • KREISS
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    • 12. Juli 2004 um 04:08
    • #7
    Zitat von "niggles"

    Jaaahh, SPX90... Es traut sich ja fast keiner mehr zu sagen, aber das ist nun mal noch immer das einzig wahre und richtige für nen ordentlichen, dreckig-fetten 80er-Jahre Snarehall. Saft rein bis kurz vorm Clipping (2 rote Lampen an...) und los gehts. Warum verflucht noch mal kriegen es nicht mal Lexicon oder T.C. gebacken diesen Sound in ein modernes Effektgerät einzubauen? Selbst TB-303 und TR-909 gibts inzwischen als glaubhaft klingende Reissues, aber na gut, das sind keine FXe... :?

    Für nen 80er Snaresound ist auch das SRV 2000 nicht zu verachten.

  • AlphaC
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    • 12. Juli 2004 um 12:52
    • #8

    Hmm... ich mein, ich arbeite sehr viel im Studio mit Effekten. Und da ist das M-One XL schon die Untergrenze. Für Vintage Sachen kann man ein altes Yamaha Effektgerät gerne nehmen, weil es tatsächlich recht "derb" klingt, und damit zum Stil passt. Allerdings klingen edle Reverbs vom TC M3000 oder Lexicon PCM81 super fett und dicht. Dass sich hochwertige Halls auf Euren Anlagen erst sehr spät durchsetzen (oder "bemerkbar" machen) sollte jedoch vielleicht eher zum Nachdenken über die Anlage selbst anregen... Ein zugegeben extremes Beispiel für "hallfressende" Lautsprecher habe ich hier im Studio, wo ich als Alternativabhöre ein Paar billige Yamaha Computerboxen im direkten Vergleich zu einem Paar Mackie HR824 hören kann...

    Außerdem bemerkt man einen Lexicon Hall möglicherweise erst später, da er einfach sehr natürlich klingt und somit oft erst dann auffällt wenn man ihn abstellt und eindeutig "etwas fehlt"...

    Und wenn es um auffällige, dreckige, ja fast kranke Effekte geht: Wie wärs mit dem TC FireworX? Ein absolutes Brett für pfeifende Flanges, röhrende Phaser, klatschige Reverbs und hypnotische Delays (nebst Bitcrusher, Vocoder, Multimode-Filter....).

    Grüße,
    Alex

  • K-Ulrich
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    • 12. Juli 2004 um 13:08
    • #9
    Zitat von "AlphaC"

    Dass sich hochwertige Halls auf Euren Anlagen erst sehr spät durchsetzen (oder "bemerkbar" machen) sollte jedoch vielleicht eher zum Nachdenken über die Anlage selbst anregen...
    Alex

    Es sind nicht die Anlagen, die den Hall fressen, es sind die Hallen, die den Hall fressen. Und es geht um die Tatsache, das man live sehr viel "grobmotorischer " arbeiten muss als im Studio.
    Dein Beitrag zeigt sehr schön, warum die Studiocracks live oft nicht sehr gut abliefern.
    Nichts für ungut
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Sven M
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    • 12. Juli 2004 um 14:06
    • #10

    In meinem Anfängen habe ich auch oft bei einem Verleiher mit Ref7 und Roland sde(?) Geräten gearbeitet und habe diese als sehr schön in erinnerung..und als recht einfach bedienbar..

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Seven
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    • 12. Juli 2004 um 14:46
    • #11

    MM also Rev 500 mag isch goar nit. Die Bedienung ist zwar top aber der Sound "bröselt" richtig. Aber kosten tut es halt auch eher nix.
    Trotzdem M300 oder M-One oder LXP-1 oder Lexicon Alex kosten auch nicht die Welt und liefern ordentliche Hall Effekte. Wobei, wie schon erwähnt, live sauber zeichnende Räume nicht immer das wahre sind.
    Aber grade für schöne dreckige Snare Räume/Gated Reverbs sind SPX 90 und Konsorten kaum zu toppen.

    Studiotechniker live ist wieder ein ganz anderes Kapitel, bei dem mein Hals ganz gut anschwellen kann.
    Aber das kann man besser in anderen Offtopic Threads äußern.

    gruß
    Jan

  • wora
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    • 12. Juli 2004 um 20:15
    • #12

    letztendlich ist das ja alles auch mal wieder die berühmte "geschmackssache"

    ich stehe z.b. schon immer auf lexicon und kann auch gut damit arbeiten.

    die yamahas gefallen mir von den halleffekten nicht, das alte Rev5 war aber wirklich OK... nur zu groß.
    insgesamt klingt mir die yamaha-produktpalette zu metallisch...
    für drumeffekte nutze ich dennoch das SPX990, hauptsächlich wegen der speicherkarte. ich hab halt so lange an den parametern rumgepfuscht, bis ich es erträglich fand. früher stand ich auf das korg DRV-2000... ich hab es auch noch irgendwo rumliegen.

    t.c. hat auch ein paar nette teile am markt, aber die hab ich nicht selbst und deshalb hab ich auch keine größere übung damit.
    und das ist ja auch ein entscheidendes detail... was man selber hat bevorzugt man auch weil man es viel besser bedienen kann.

    apropos bedienung:
    das mit abstand am weitesten verbreitete effektgerät, das PCM-70, ist diesbezüglich ein phänomen:
    mehr als 50% der verleiher, die es im rack haben, wissen nicht wie man es bedient!!!


    interessant finde ich, das sich gefühlsmäßig das delay des TC 2290 viel besser vom musiksignal absetzt als das TC D-Two. würde mich auch mal interessieren, wieso denn eigentlich?


    natürlich hat man in schlechten akustischen umgebungen probleme, effekte zu fahren. aber was die fähigkeit angeht, wie verschiedene anlagen hallräume reproduzieren, so bin ich der absoluten überzeugung das es nicht allein an den hallen liegt sondern wirklich am auflösungsvermögen der speaker!
    das ist meine persönliche erfahrung. ich nutze oft die lautsprechersysteme eines freundes, da hört man sogar in relativ schlechten umgebungen noch feinheiten raus.
    dagegen gibt es lautsprecher am markt, da ist der unterschied zwischen Rev500 und PCM91 definitiv nicht zu hören...auch open air nicht!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Oliver Derks
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    • 12. Juli 2004 um 23:19
    • #13
    Zitat von "wora"

    interessant finde ich, das sich gefühlsmäßig das delay des TC 2290 viel besser vom musiksignal absetzt als das TC D-Two. würde mich auch mal interessieren, wieso denn eigentlich?

    Vllt. liegt das ein bissi am Preis ;)

  • AlphaC
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    • 12. Juli 2004 um 23:57
    • #14

    K-Ulrich: Sicher fressen die Hallen viel Hall... leider! Und das mit der grobmotorischen Bedienung der Geräte ist halt so 'ne Sache. Wie schon erwähnt wurde sind gut bedienbare Geräte leider recht groß. Die Entwickler sehen sich immer zum Kompromiss zwischen Größe des Bedienfeldes und dem Ruf nach so wenig wie möglich Rackspace gezwungen... mal abgesehen davon, dass solch "fette" Bedienoberflächen auch ein Haufen Geld kosten. Wer davon genug hat kann sich ja ein TC System 6000 oder ein Lexicon 960L hinstellen. Bedient sich supergeil, kein Thema. Klingt natürlich auch fett. Ähnlich "schick" sind die Kisten von Eventide - halt mit 2HE... (vom Preis mal ganz zu schweigen).

    Und was die Probleme angeht, welche die Studiocracks live versagen lassen, liegt die Hauptsache wohl darin, dass die Leute schlicht kein "Gefühl" für eine große Anlage und die (z.T. extremen) akustischen Bedingungen haben. Und es besteht ja noch immer ein riesiger Unterschied zwischen "PA-verstehen" und "auf PA mischen können", weshalb ich mir für anspruchsvolle Live-Geschichten immer einen Fachmann heranhole... schließlich bin ich Elektroakustiker und Musikproduzent, aber kein Tonmeister...

  • Mix4Munich
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    • 13. Juli 2004 um 12:46
    • #15

    Interessant, was Ihr so für Meinungen zu FX habt. Ich habe eine ganz andere Vorgehensweise und möchte diese mal (quasi zur Ansicht) dazu stellen:

    Vorwiegend mische ich eine Akustik-Rockband, bei der sich die Technik der Musik unterordnet (bei der die FX also eher nicht oder nur punktuell plakativ in Erscheinung treten sollen) oder Rockbands, bei denen auch nicht sooo viel mit Effekten hantiert wird. Oder ich mache "Feuerwehrjobs", wo Band und ich uns nicht kennen. Oder Sprach- und Theaterbeschallung ohne erkennbare Effekte. Wer mich bucht, bucht mich ohne Equipment (also zur Bedienung einer gegebenen Anlage) oder mit meinem eigenen Zeug. Auf Ridertauglichkeit hatte ich also in der Wahl meiner Effekte nie zu achten. Ich bewege mich mit meiner Klientel im ambitionierten Amateurbereich.

    Meine Effekte sollen natürlich klingen und normalerweise nicht deutlich in Erscheinung treten. Als Haupthall benutze ich am liebsten Lexicon wegen ihrer Natürlichkeit und Nebengeräuscharmut. Was soll ich sagen, mit dem Lexicon Alex bin ich seit Jahren zufrieden. Mit diesem Haupthall verhalle ich ALLE Signalquellen, auch Drums, Tieffrequentes und bereits mit FX ankommende Signale. Das tue ich, damit alle Signale akustisch im gleichen Raum stehen (so nenne ich das mal). Tiefe Signale und die bereits mit FX angereicherten Signale verhalle ich nur sehr dezent. Am liebsten benutze ich dazu auch eine leichte Höhenanhebung und eine Bassabsenkung in den Pultkanälen, auf denen die Returns meines Hallgeräts ankommen. Dann wummert auch nichts wegen des Halls. Die Hallzeit setze ich je nach Song: Kurzer Hall für akustisch bereits "dichte" Songs (also uptempo Nummern), längerer Hall bei den langsamen Sachen. Wenn's mal plakativ sein soll, dann bekommt die Snare eine ganze Menge vom Hall.

    Als zweites Effektgerät (zur Not geht's auch ohne) benutze ich ein nahezu beliebiges Multi-FX-Gerät. Ich muss mich nur damit auskennen. Daraus hole ich mal ein langes Delay für ein (Gitarren)Solo oder einen hörbaren Chorus/Flanger für eine wichtige akustische Gitarre. Und nur unter Umständen mal ein Gated Reverb, wenn das ausdrücklich gewünscht wird oder wenn es ein Coversong mit eben diesem Effekt ist (denn eigentlich kann ich den unnatürlichen Effekten wenig abgewinnen).

    Für meine eigene Arbeit mag ich i.allg. also keine vordergründigen oder unnatürlich klingenden Effekte. Ich sage nicht, dass es keine gute Musik gibt, bei der vordergründiger Effekteinsatz nicht gut passt und geschmackvoll wirkt. Aber im übelsten Mix, den ich bisher aus einer "amtlichen" Anlage gehört habe, werkelten nicht weniger als vier Hallgeräte, davon allein drei an den Drums. Es klang, als ob jedes Instrument der Band aus einem anderen Raum herausschallen würde. Ich fand's ehrlich schlimm.

    Meine Bands buchen mich immer wieder, weil ich ihnen einen guten Monitormix bastele und weil ihnen das Publikum dann Komplimente zum Sound macht. Ich hasse dieses Eigenlob, aber bitte glaubt mir, mit meinem Konzept des Effekteinsatzes komme ich bei meiner Klientel ganz gut an. Ich würde wahrscheinlich gnadenlos Schiffbruch erleiden, wenn ich eine Elektronikband zu mischen hätte.

    Meine Meinung zum Thema. Anders geht's natürlich auch.

    mfg
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • K-Ulrich
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    • 13. Juli 2004 um 13:06
    • #16

    AlphaC Das t.c. M 6000 ist ein schönes Beispiel für das , was ich meine. Ich habe es 2000, als es herauskam, zum Testen bekommen, allerdings auch nur mit den factory presets bestückt. Ich fand die Bedienung toll, die HE-Ersparnis klasse, aber keinen Hallraum, den man auf ne Snare hätte setzen können (War mit Meyer-PA in der Preussag-Arena Hannover). Und wie Du an den Beiträgen der meisten anderen siehst, ist das wohl schon der (Live-) Konsens.
    Nebenbei finde ich gut , wenn Du dir für Live-Anwendungen geeignetes Personal holst, das machen halt viele nicht.
    Aber ich setze mich ja auch nicht ins Studio.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • wora
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    • 13. Juli 2004 um 13:32
    • #17
    Zitat von "Mix4Munich"

    ...Vorwiegend mische ich eine Akustik-Rockband, bei der sich die Technik der Musik unterordnet ...


    wie?
    was??
    sowas gibt´s tatsächlich noch???

    :mrgreen: :mrgreen:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Mix4Munich
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    • 13. Juli 2004 um 16:25
    • #18

    :D

    Nannte sich früher mal "unplugged" - aber wenn man weiss, was z.B. die Comedy-Schaumschläger von "Badesalz" daraus gemacht haben, traut man sich gar nicht mehr, den Ausdruck in den Mund zu nehmen. Aber so unplugged isses im Fall "meiner" Band nun auch wieder nicht, der Bass ist voll elektrisch, und einer der beiden Gitarristen spielt in einem Set eine Klampfe, die sowohl magnetische als auch piezoresistive Pickups hat. Und mit dem magnetischen Pickup darf's dann auch mal braten, röhren und zerren. Kommt gut.

    mfg
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
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