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2 x Fi ? Was passiert ?

  • hausmeister
  • 24. August 2004 um 18:41
  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 24. August 2004 um 18:41
    • #1

    Hallo zusammen,

    wir haben angedacht einen Fi in unser Dimmerrack einzubauen.
    Ein Kollege (Elektriker) von mir hat folgendes angemerkt:

    Wenn im Baustromkasten oder in einer Verteilung bereits ein FI eingebaut ist, stören sich beide gegenseitig und lösen aus.

    Habt ihr Erfahrungen ?

    Grüße Michael :?::?::?:

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  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 24. August 2004 um 19:00
    • #2

    Quatsch mit Sauce.

    Wenn Du Pech hast lösen im Fehlerfall halt beide aus. Dieses Problem kannst Du durch das Einsetzen selektiver RCDs umgehen.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

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  • steffen.haas
    Beiträge
    57
    • 24. August 2004 um 20:32
    • #3

    Hallo Hausmeister,

    ich kann Tobias nur zustimmen.
    mit Selektivität ist gemeint, dass der RCD, der dem Verbraucher am nächsten sitzt auch den geringsten Nennauslösstrom hat, damit dir nicht zuerst der RCD in der Hauptvertilung fliegt. So kannst du z.B. die Kraftstromanschlüsse in deiner Hauptverteilung über einen RCD mit 300 mA schützen und in dein Dimmerrack einen mit 30 mA einbauen, dann sollte zuerst immer der im Rack fliegen und andere Anschlüsse deines Hauptverteilers bleiben unberührt.
    Ansonsten habe ich es noch nie erlebt, dass 2 RCD sich gegenseitig stören (ich frage mich auch, wie das denn wohl gehen soll).

    LG, der Steffen

  • hausmeister
    Verifiziert
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    1.075
    • 24. August 2004 um 21:10
    • #4

    ich hab es mir eben auch nicht vorstellen können aber er behauptet es steif und fest. Er ist auch gelernter Elektriker und sollte eigenlich was davon verstehen :roll:

    Aber dann bin ich ja beruhigt weil genausowas dachte ich mir nämlich auch.

    Ansonsten würde Hama oder so auch keine FI´s in ihre Verteiler einbauen ... in einem "normalen" Haus oder Baustromkasten sollte ja auch einer sein und dann würde ja dauernd was auslösen ...

    :D :mrgreen: :D

    Ich hab mich erst kürzlich hier angemeldet und muß sagen echt klasse Sache. Man bekommt schnell Antwort und kann sich über vieles Austauschen. Big Lob an Pa-Forum !!

    grüße Michi

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  • Soon5
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    153
    • 24. August 2004 um 22:32
    • #5

    Da kann man deinem Kollegen keinen Vorwurf machen. Das kann auf einen Fehler in einem Lehrbuch für Elektriker liegen. Mir hat man versucht das gleiche zu erzählen, zumindest das Buch. Der Meister hat aber auch gemeint, dass das ein Fehler sei. In der neuen Auflage von dem Buch ist das auch korrigiert, aber welche Berufsschule kann sich schon neue Bücher leisten.

    MfG

    Soon5

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  • hell&dunkel
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    2
    • 24. August 2004 um 22:40
    • #6
    Zitat von "Hausmeister"

    ich hab es mir eben auch nicht vorstellen können aber er behauptet es steif und fest. Er ist auch gelernter Elektriker und sollte eigenlich was davon verstehen :roll:

    Aus ein Elektriker (-Geselle) weiß nicht alles.
    Da hilft nur eins: Den Meister fragen.

    Edit: Ich sehe gerade, was Soon5 geschrieben hat. Erschreckend :roll:

    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Lj_Gadena
    Beiträge
    579
    • 24. August 2004 um 22:45
    • #7

    Also meine Berufschule ist mit den Büchern eigentlich auf dem neusten stand.

    !!! Es werde Licht !!!

  • 1012178
    Beiträge
    160
    • 24. August 2004 um 23:46
    • #8

    Also wir haben auch FI's in den Dimmerracks. Das schöne ist, man muss nicht immer die Bühne runter zur nächsten Verteilung flitzen und den FI suchen, der ja ab und zu auch nicht zu erreichen ist, da mal wieder jemand meinte die Verteilung doch abzuschließen. Ich wüsste jetzt auch keinen Grund warum der eine FI wegen des anderen auslösen sollte, die habe ja nicht viel miteinander zu tun.

  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 24. August 2004 um 23:51
    • #9

    @ Steffen: Sorry, aber ich muß Dich korrigieren. Selektivität bedeutet, daß der dem Fehler am nächsten sitzende RCD die kürzere Auslösezeit hat. Ein RCD muß in höchstens 20msec auslösen; bei einem selektiven FI kann diese Zeit länger sein.
    Der Nennfehlerstrom (30 mA oder 300 mA) ergibt sich aus dem Anwendungszweck: 30 mA für Personenschutz (Schutz vor gefährlichen Körperströmen), 300 mA für vorbeugenden Brandschutz. Da wir nach BGV C1 Personenschutz betreiben müssen, müssen folglich auch alle RCDs einen Nenn-Delta-Ieh (sic!) von 30 mA haben.

    Und nix für ungut!

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

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  • hausmeister
    Verifiziert
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    1.075
    • 25. August 2004 um 08:49
    • #10

    mal noch ne weitergehende Frage.

    Hab grad nochmal mit meinem Bekannten gesprochen. Er meine in einem Netz mit "klassischer Nullung" was das auch immer ist .... funktioniert ein FI sowieso nicht und fliegt immer .... :shock: :shock: :shock:


    wie nun jetzt ich blick gar nix mehr .... :?::?: :roll:

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  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 25. August 2004 um 09:12
    • #11

    Er meint wahrscheinlich die Netzform in der N und PE gebrückt sind (TNC).
    Was richtig ist: brücke ich anch einem RCD N und PE löst dieser aus. Aber nach dem RCD ändert sich die Netzform und heißt dann TNS.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Soon5
    Beiträge
    153
    • 25. August 2004 um 09:14
    • #12

    Klassische nullung bedeutet, dass es keinen seperaten Null und Erdeleiter gibt. Da werden nur 2 Adern verwendet. In der Steckdose wird dann eine Brücke zwischen Erde und Nullleiter gemacht. Ist heute immernoch so, nur das die Brücke im Schaltkasten vor dem FI Sitzt. Das Problem ist dabei, dass der FI nicht weiß ob jetzt der Strom der über den N-Leiter abfließt Erde ist oder N. Angenommen, da ist strom auf einem Gehäuse. Über die Erde fließt das ganz normal ab, in den Nullleiter und durch den FI. Wenn jetzt der Widerstand hoch genug ist (so das der Strom <16A) glaubt der FI, dass es der normale Betriebsstrom ist. Bei einer normalen Erdung würde dieser Strom am FI vorbeigeleitet, und der würde dann auslösen. Im Falle das ein Mensch an die Steckdose packt wird der Strom auch wieder am FI vorbeigeleitet (durch den Menschen in die Erde oder Bühne) und der FI fliegt.

    MfG

    Soon5

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  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 25. August 2004 um 11:12
    • #13

    heißt das also jetzt das es zu Probleme kommen kann wenn man nen Verteiler mit FI hat ? :shock: :shock: :shock:

    und es auf das Netz ankommt an das man den Verteiler anschließen kann oder nicht und
    ...ob der FI fliegt obwohl nix passiert ist ...

    meine Fragezeichen werden immer größer :?:

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  • Soon5
    Beiträge
    153
    • 25. August 2004 um 11:37
    • #14

    Das Problem hast du heute nicht mehr. Also, in alten Häusern wurde das noch so gemacht. Generell kann man sagen gibt es kein Problem. Der FI funktioniert nach dem Prinzip, dass er misst ob soviel Strom reinfließt wie rauskommt. Das war aber mit nur 2 Adern nicht möglich. Deshalb wurde ein 3. Leiter, der seperate Erdungsleiter, pflicht. Du bekommst nur probleme wenn nach dem FI Schalter dein Erde und dein Nullleiter NICHT getrennt sind. Es ist aber inzwischen Standart das Erde und Null getrennt sind. Deshalb hast du auch 5 Kontakte an jeder normalen CEE Dose (ja, ich weiß es gibt auch welche mit 4 Kontakten für symetrische Belastungen, aber in der Regel haben Sie 5), und an der Schuko 3.

    MfG

    Soon5

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  • CaptainChaos
    Profi
    Beiträge
    236
    • 25. August 2004 um 11:41
    • #15

    Hi,

    eine passende Antwort wuerde mich auch interessieren.
    Hatte auch so einen Fall wo die Anschluesse in einer Lokation einen CEE 32 und CEE 16 hatten der NICHT auf einenm RCD lag.
    Begruendung war das die je einen RCD in deren mobilen Theken haben und es ansonsten bei zwei in Reihe beschalteten RCD zu Ausloesungen kommen wuerde. Die Installation ist max ein Jahr her. Erklaeren konnte mir das aber keiner.

    Der Strom ist ja an allen Stellen der gleiche .... und damit auch ein Fehlerstrom.

    Ich Frage mich halt weil wir in den Dimmern und Verteilen immer eigentlich immer RCDs haben Naja und wenn die Fehlausloesen koennten wie der Elektriker meinte !? Nicht schoen.


    Gruss

    Gruss

    Holger Steppke

  • Soon5
    Beiträge
    153
    • 25. August 2004 um 11:50
    • #16

    Also. Nach meinem Kentnissstand könnt ihr wegen mir 50 RCDs hintereinanderschalten. Der RCD der am schnellsten ist löst halt aus. Wenns dumm läuft auch mehrere. Die Stören sich aber in keinster Art und weise (Zumindest ist mir das nicht bekannt). Wenn ihr ne CEE Dose mit 5 Kontakten habt und die über einen RCD vorgesichert ist braucht ihr keinen seperaten in eurer Verteilung (ausser der Auslösestrom von dem RCD der CEE ist größer als 0,03A). Wenn jetzt bei euch in der Verteilung auch einer drinne ist, müsst ihr halt im fall der Fälle suchen welcher der 2 ausgelöst hat. Wenn ihr keinen RCD an der CEE habt müsst ihr in der Verteilung einen drin haben mit 0,03A Auslösestrom.

    MfG

    Soon5

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  • FG-com
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    75
    • 25. August 2004 um 12:30
    • #17

    Und nachdem man nicht sicher sein kann, dass ALLE Stromanschlüsse die einem so unterkommen können mit nem FI versehen sind ist es Pflicht in der eigenen Verteilung einen zu haben.

    Schön wäre halt wenn die Haus-FIs immer und verbindlich nen höheren Auslösestrom haben würden, der eigene FI im Hauptverteiler nen mittleren und erst die letzten FIs direkt vor dem Verbraucher dann die 0,03 A. Dann würde immer nur der fehlerhafte Teil stillgelegt und nicht die komplette Show wäre dunkel. Nur wurde daran irgendwie kaum gedacht, Sicherheit mit Praktibilität zu verbinden. Oder wird einfach meist aus Spargründen nur ein FI pro Hausverteilung verbaut, der dann CEE wir Schukos mit halt 0,03 A Fehlerstrom schützt. Sooooo teuer sind FIs ja nun auch nicht...

    Bernd

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    Fränkisch: "Su a Glumb, su a verreggds ..."
    Deutsch: "Im Moment besteht ein Qualitätsproblem mit ..."

  • Swemers
    Profi
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    231
    • 25. August 2004 um 13:08
    • #18

    Hi,

    Zitat

    chön wäre halt wenn die Haus-FIs immer und verbindlich nen höheren Auslösestrom haben würden, der eigene FI im Hauptverteiler nen mittleren und erst die letzten FIs direkt vor dem Verbraucher dann die 0,03 A. Dann würde immer nur der fehlerhafte Teil stillgelegt und nicht die komplette Show wäre dunkel.


    Falsch (wie auch schon oben berichtigt), ein Fehlerstrom fliesst durch alle 3 RCD's gleichzeitig. Wenn nun ein Fehlerstrom von 0,5 A fliesst, bringt er alle RCD's die einen Kleineren Nennfehlerstrom als 0,5 A haben zum Auslösen, egal in welcher Reihenfolge sie angebracht sind. Selektivität von RCD's ist nur durch den Einsatz spezieller (schweine Teurer) RCD's zu schaffen, welche Zeitverzögert ausschalten.
    In einem Haus in welchem eine Klassiche Nullung vorliegt würde ich einfach nichts anschliessen, mal abgesehen davon gab es (persönliches Gefühl, keine Gewähr) CEE meine ich erst nachdem die Klassiche Nullung verboten wurde, also sollte man bei einer CEE-Steckdose niemals auf eine Klassiche Nullung treffen.
    Gegenseitig Störende RCD's sind denke ich grundsätzlich, bei Normgerechten Installationen Unsinn.

    mfg
    Swemers

  • Tobias Zw.
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    • 25. August 2004 um 13:09
    • #19

    Nochmal kurz zu RCDs (der Begriff FI ist angeblich nicht mehr gebräuchlich) in verschiedenen Netzformen: Im TN-C-Netz (alt mit "schneller" Nullung) kann ein RCD auch den Schutz vor gefährlichen Körperströmen gewährleisten. Er würde auslösen, sobald ein Fehlerstrom durch den Nutzer abfließt, aber nicht, wenn es "nur" zu einem Körperschluß käme (Spannung auf dem Gerätegehäuse).
    Dies ist anders im heute üblichen TN-C-S-Netz. In diesem Netz wird der PEN vor dem RCD in PE und N aufgetrennt; die Innenleiter und N werden durch den RCD geführt, der PE daran vorbei. Kommt es nun zum Körperschluß, fließt ein Fehlerstrom über PE und löst den RCD aus, bevor ein Benutzer an das Gehäuse fassen kann.
    Bei Fragen stehe ich gerne - auch per PN - zur Verfügung.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

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  • Tobias Zw.
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    • 25. August 2004 um 13:11
    • #20

    Nachtrag: @ FG-Com: Hast Du meinen obigen Beitrag nicht gelesen? Für uns sind nur RCDs mit einem Nennfehlerstrom von 30mA oder kleiner zulässig, da kann man keine "abgestuften" Installationen machen - mal abgesehen davon, daß alle RCDs bei deutlich kleineren als ihren Nennfehlerströmen auslösen!

    MfG Tobias Zw.

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