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Gehörschutz

  • Ced
  • 27. September 2004 um 18:58
  • HippeliPA
    Profi
    Beiträge
    615
    • 29. September 2004 um 20:02
    • #21

    wora

    Diese Diskussionen hatte wir ja schon des öfteren.

    Ich gebe dir auch Recht, das wir Verantwortung haben, wenn wir am Gashan sitzen. In meinem Fall sind es aber meistens Konserve-Jobs mit DJ´s. Da liegt die Verantwortung beim DJ und dem Veranstalter. Der Techniker hat nur dafür Sorge zu tragen, dass die Anlage die Veranstaltung überlebt, solange es keine expliziten Anweisungen über max. Schalldruck gibt. Die Leistung sollte "ausreichend" sein. Überdimensionierung ist da das einzig Sinnvolle.

    Wir haben ja auch bei allen Veranstaltungen diese lustigen Schilder, das es Laut sein könnte und so weiter. Ich finde es ist ein Witz wenn später ein Besucher den Veranstalter verklagt, weil er warscheinlich besoffen vor einer Box eingepennt ist und am nächsten Tag Tinitus hat. Die Warnschilder hat unsere Branche übrigens schon lage vor der Zigarettenindustrie eingeführt.

    Es gibt nunmal eine Menge Leute die gerne richtig laut Musik hören und das allerbeste daran ist, die bezahlen uns dafür, das wir es laut machen. Sehe ich jetzt nichts unmoralisches daran deren Wunsch nachzukommen. Da müsste der Verkäufer im Mediamarkt sich schon eher Gedanken machen über den Discman den er gerade einen 10-Jährigen verkauft.

    Ich finde es einfach scheiße wenn alles vom Staat reguliert wird. Wieso sind dann die Autos noch nicht auf 100km begrenzt? Warscheinlich weil dann die Autoindustrie da etwas dagegen hätte da man dann keine dicken Motoren mehr verkaufen könnte. Genauso sehe ich durch Zwangslimitierungen unseren Industriezweig gefährdet. Laut bedeutet für uns nunmal Umsatzt. Alle schönen Dinge haben Ihre Schattenseiten, das ist klar.

    Wer zu laut Musik hört, wird evtl. taub.
    Wer zu viel Schokolade frisst wird evtl. fett.

    Aber wir haben doch alle Hirn (mehr oder weniger) und können für uns selbst bestimmten ob wir uns schädigen wollen oder nicht.

    In diesem Sinne.. Legalize it!

    no virtual - no line - no EQs

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 1. Oktober 2004 um 14:32
    • #22

    Wenn ich Monitor mache und nach dem Soundcheck das ewige Festival seinen Gang geht, gönne ich mir Stöpsel.Die Dauer der Belastung macht den Hörschaden!

    FOH mache ich das niemals, wenn ich selber mische.

    Ich nutze billige Einmal-Stöpsel und habe immer eine Menge dabei, mit denen ich genervten Kollegen aushelfe.

    Das ganze Gesabbel um "lineare Dämpfung" bei Gehörschutz halte ich für am Thema vorbei, da sich der "Frequenzgang" unseres Ohres ja bekanntlich mit der Lautstärke ändert (Suchwort: Fletcher Munson). Argument für die teuren Dinger kann also nur der Tragekomfort und die Kosmetik sein.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Mechwerkandi
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    • 1. Oktober 2004 um 17:43
    • #23
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Und da ich staatliche Reglementierungen nur als letzten Ausweg sehe (Notbremse ...), wäre ein Umdenken seitens der Mucker, Veranstalter und Techniker sicher die bessere Alternative ...

    Du hast einen wichtigen Punkt übersehen...

    Für die meisten Betreiber gilt:
    Laut=gut.
    Je lauter, je besser. :wink:

    Wenn es "gut" sein soll:
    Amps > 1 kW
    Schwingspulen Bass > 4"
    pass. Frequenzweichen Bauteile min. > 30 für 2-Weg
    usw.

    Maximize it! :wink:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
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    • 1. Oktober 2004 um 17:53
    • #24
    Zitat von "HippeliPA"

    Wer zu laut Musik hört, wird evtl. taub.
    Wer zu viel Schokolade frisst wird evtl. fett.

    Aber wir haben doch alle Hirn (mehr oder weniger) und können für uns selbst bestimmten ob wir uns schädigen wollen oder nicht.

    In diesem Sinne.. Legalize it!

    ... wer zuviel Drogen nimmt, geht irgendwann drauf ...
    ... wer zuviel säuft, terminiert erst seine Leber ... dann den Verstand ...
    ... wer zuviel Senf frißt, wird (nach einem Volksglauben ...) dumm ...
    ... wer zuwenig fi... bekommt es mit der Prostata ... :wink:

    Fazit: ist doch eigentlich alles egal, hauptsache es macht Spaß.

    Vielleicht sollten wir auch in den Grundschulen Rambo-Filme zeigen und dann Waffen an Schulkinder verteilen ... :?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 1. Oktober 2004 um 17:57
    • #25
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Für die meisten Betreiber gilt:
    Laut=gut.
    Je lauter, je besser. :wink:

    Wenn es "gut" sein soll:
    Amps > 1 kW

    ... da irrst Du.

    Es gibt Umfragen (auch unter Jugendlichen !), die diese These nicht bestätigen.
    Ich habe darüber im letzten Jahr Umfrageergebnisse gelesen, in denen diese - weitverbreitete - Annahme klar wiederlegt wird.

    Der Mike aus Wilhelmshaven hat darüber mal Material gesammelt ... ist wirklich interessant !

  • subkontrabob
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    • 1. Oktober 2004 um 18:50
    • #26

    Also ich kanns sehr gut verstehen das manche Leute hier auf VAs Gehörschutz benutzen. Ein Schlagzeug allein oder ein paar Bläser in nem kleinen Raum können deftig über die Schmerzgrenze gehen.

    Ich habe leider schon seit langem einen leichten Tinnitus obwohl ich erst 21 Jahre alt bin. Meine Ohren sind einfach verdammt empfindlich und fangen schon relativ früh an zu "clippen". :( :cry:

    Darum kann ich sehr gut verstehen das mancher sich den normalen Pegeln bei der Arbeit nicht mehr aussetzen will.

    :oops:

    Gruss,

    Robert

  • wora
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    • 1. Oktober 2004 um 19:49
    • #27
    Zitat von "subkontrabob"

    ...Darum kann ich sehr gut verstehen das mancher sich den normalen Pegeln bei der Arbeit nicht mehr aussetzen will.

    genau darum geht´s, um die mittlerweile fast "normalen" pegel, die manche firmen wider besseren wissens aufs publikum loslassen.

    natürlich gibt es grenzfälle - z.b. in kleinen clubs mit schlechter akustik ne liveband spielen lassen -, aber darum geht es hier ja nicht.
    wirklich schlimm finden viele leute die pegel, die heute bei vielen veranstaltungen aus den speakern kommen.

    man sollte sich als mischer immer wieder selbst prüfen, ob man nicht doch etwas übertreibt.
    denn wenn man z.b. fast jeden tag hinter einem pult steht (besonders tourmischer) hat das eigene ohr nicht genug zeit sich wieder richtig zu erholen.
    aber das publikum kommt jeden abend mit ausgeruhten ohren, und für die ist es dann u.u. zu heftig.
    wenn ich mich dann hinstelle und sage: "die wollen das so", dann finde ich das nicht cool sondern eher -na ja, sagen wir mal "doof" :( .

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mab
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    159
    • 1. Oktober 2004 um 21:28
    • #28

    So, ich hab mir etz auch mal paar Abdrücke machen lassen, is praktisch wenn der Vater Optiker und Hörgeräteakkustiker is, gell :mrgreen: .
    Nur ne Frage, müssen das die von Hearsafe sein, um mit den HS-x Dinger kompatibel zu sein oder taugen da auch einfach "Elacin Othoplastik mit 9/15/25 Filtern"?

  • Sound-Klinik
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    • 1. Oktober 2004 um 22:10
    • #29

    ... daß man mit zunehmenden Schall-Pegel erfolgreicher die Leute in Stimmung versetzt, ist eine weitverbreitete Meinung.
    Mag auch sein, das dies bei halbtauben und zugekifften Gästen gelegentlich zutrifft.

    Nur: Als man vor 25 ... 30 Jahren noch nicht so leistungsfähige Lautsprechersysteme hatte, konnten die Leute z.T. mehr (und ausgelassener ...) feiern als heute (... obwohl ja die geliebten Bässe - nach heutigen, "modernen" Maßstäben - nicht "funzten" ... :wink: )

    Und wenn ich eine laute Umgebung (gröhlende Gäste) habe, dann benutze ich bei Live-Mucke eben einen mehrbandigen Summenkompressor, damit auch leise Bestandteile (z.B. Hall ...) in der Musik halbwegs hörbar "drüber" bleiben ... ohne einfach ALLES auf drastische Pegel hochzuschaukeln.

    Und eines könnt Ihr mir glauben: Es funktioniert (... wird bei Konservenmusik ja auch eh' gemacht ...) !

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 2. Oktober 2004 um 11:08
    • #30
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... da irrst Du.

    Das ist durchaus möglich.

    Ich bin weder in Besitz allumfassenden Wissens noch der allein seligmachenden Wahrheit. :wink:

    Allerdings überzeugt mich meine eigene Erfahrung eher vom Gegenteil... :mrgreen:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
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    • 2. Oktober 2004 um 16:09
    • #31

    andi
    ... als ich die Ergebnisse der Umfragen gesehen hatte, war ich auch überrascht, wie hoch der prozentuale Anteil der Hörer war, der über zu hohe Lautstärken bei Konzerten und in Discos klagten (bei weiblichen Befragten lag der Anteil übrigens etwas höher als bei männlichen ...).

    Was auch in den Untersuchungen festgestellt wurde (und wohl auch niemanden überrascht ...), war der Einfluß des Alkoholpegels. Unter Alkoholeinfluß störten dann bei entsprechenden Promille-Gehalt auch Extrempegel nicht mehr so sehr ... was das gesundheitliche Risiko für Betroffene allerdings nicht kleiner macht ... :?

  • mab
    Beiträge
    159
    • 2. Oktober 2004 um 23:06
    • #32
    Zitat von "mab"

    So, ich hab mir etz auch mal paar Abdrücke machen lassen, is praktisch wenn der Vater Optiker und Hörgeräteakkustiker is, gell :mrgreen: .
    Nur ne Frage, müssen das die von Hearsafe sein, um mit den HS-x Dingern kompatibel zu sein oder taugen da auch einfach "Elacin Othoplastik mit 9/15/25 Filtern"?

    Ich würde bitte gern nochmal auf meine Frage aufmerksam machen, da ich mich langsam an die Bestellung machen möchte. :roll:

  • Hubert Barth
    Profi
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    1.416
    • 3. Oktober 2004 um 00:00
    • #33

    Müßten eigentlich passen. Mein HS2 hat 7mm Durchmesser, das kannst du ja mal querchecken.

  • Mechwerkandi
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    • 3. Oktober 2004 um 10:56
    • #34

    @ Manfred:

    Kann ich durchaus nachvollziehen.
    Verbleiben als "Schuldige" ergo die Betreiber/Techniker, die entweder schon schwerst gehörgeschädigt sind (>> Gehörschutz??) oder meinen, "das müsse so sein". :wink:

    Gerade bei Clubgigs fällt mir auf, das die Geschichte mit fortschreitender VA immer lauter wird, wenn hier seitens FOH eine Art "Gewöhnung" an den Lärmpegel eintritt, warum dann nicht bei mir/meinem Weib??

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 3. Oktober 2004 um 13:57
    • #35
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Gerade bei Clubgigs fällt mir auf, das die Geschichte mit fortschreitender VA immer lauter wird, wenn hier seitens FOH eine Art "Gewöhnung" an den Lärmpegel eintritt, warum dann nicht bei mir/meinem Weib??

    ... meinst du damit, daß Du (und Dein bestes "Stück") es merken, wenn es stetig lauter wird ?

    Falls ja: Ihr trinkt weniger als die übrigen Gäste ... 8) ... und mit zunehmendem Alter (sofern keine Schwerhörigkeit vorliegt ...) wird laute Musik eher als lästig empfunden. :)

  • Mechwerkandi
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    • 4. Oktober 2004 um 14:16
    • #36
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... und mit zunehmendem Alter wird laute Musik eher als lästig empfunden. :)

    Dann liegt es daran... :mrgreen:

  • 00Schneider
    Beiträge
    612
    • 5. Oktober 2004 um 19:28
    • #37
    Zitat von "mab"

    Ich würde bitte gern nochmal auf meine Frage aufmerksam machen, da ich mich langsam an die Bestellung machen möchte. :roll:


    Die Hearsafe HS 15 gehen problemlos. Nur bei den Voicetronic VT-01 kann es Probleme mit dem Adapterring geben.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

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