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gerichtete Basswiedergabe

  • Blancblue
  • 16. Oktober 2004 um 20:02
  • Blancblue
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    • 16. Oktober 2004 um 20:02
    • #1

    Ich hab darüber schon einiges im Forum gelesen, die Suche spuckt leider nicht brauchbares raus.

    In welchem Abstand muss ich denn die Bässe stellen, um eine halbwegs gerichtete Basswiedergae zubekommen? Ein einfaches Centercluster reicht nicht aus (meine ich gelesen zu haben).


    Weiss jemand Rat?

    ________________________________

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  • Kracky
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    • 17. Oktober 2004 um 10:53
    • #2

    Um Bässe zu richten mußt du dir erstmal überlegen mit was für Wellenlängen du es zu tun hast, z.B. bei 150 Hz sind das 2,2m und bei 50Hz 6,8m also brauchst du ein Gehäuse was auf diese längen den Schall bündeln kann damit er gerichtet abgegeben wird. Oder um es auf den Punkt zu bringen, vergiss es!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
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  • guma
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    • 17. Oktober 2004 um 11:55
    • #3

    Die Antwort heißt "cardioid shaping array" Die Voraussetzung hierfür einfach ausgedrückt sind min. 3 Bässe, die von mindestens 2 getrennten Amps mit zwei getrennten DSPs betrieben werden, die es erlauben, das jeweilige Signal in Phase und Laufzeit zu beeinflussen. Dann muß man natürlich auch die Physik kennen, wie man mit den o.g. Mitteln im abzustrahlenden Frequenzbereich nach vorne einen Wellenbauch mit annähernder Kohärenz und nach seitlich und hinten eine lambda/2-Situation mit max. Auslöschung erzeugt. Durch diese Technik kann man die Gesamtanordnung relativ klein halten. Zwar wird durch diese Technik auch etwas Schallenergie vernichtet, verblüffenderweise wird das Array nach vorne aber etwas lauter. (Siehe Nexo, siehe d&b)

  • Sound-Klinik
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    • 17. Oktober 2004 um 19:24
    • #4

    ... bleibt anzumerken, daß cardioide Bässe - optimal - nur recht schmalbandig funktionieren und der Wirkungsgrad spürbar in den Keller geht, da die Abstrahlung in "unerwünschten Regionen" ja gerade durch destruktive Interferenz (also: Auslöschungen) erreicht wird.

    Denn: Wenn die Abstrahlfläche nicht für eine gerichtete Abstrahlung ausreicht, geht es nur mit Interferenz (... und damit gezielter Auslöschung und Verstärkung ...).

    Sicher kann man mit DSPs die Sache breitbandiger gestalten ... allerdings geht dies immer auf Kosten des erzielbaren Wirkungsgrades und des Maximalpegels - m.E. also mehr eine Lösung für absolute Problemräume, denen anders nicht beizukommen ist (... für mich wäre sowas daher in sehr halligen Räumen wie z.B. Kirchen "spannend" ...).

    Daß die Pegelabgabe "nach vorn" (durch eine Art "Schallkeule" ...) bei richtiger Auslegung der Konstruktion enorm verbessert wird, stimmt (... funktioniert nicht nur ganz ordentlich im Bassbereich :wink: ) und ist eigentlich gar nicht mal so verblüffend ...

  • tufkajck
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    • 17. Oktober 2004 um 19:36
    • #5
    Zitat

    also brauchst du ein Gehäuse was auf diese längen den Schall bündeln kann damit er gerichtet abgegeben wird.

    Warum EIN Gehäuse??
    Wenn man mehrere Bassgehäuse nebeneinander stellt, gibt es sehr wohl eine erhebliche Richtwirkung, diese Effekte sind kostenlos und können ausgenützt werden.

  • Kracky
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    • 17. Oktober 2004 um 20:28
    • #6
    Zitat von "Jack"

    Warum EIN Gehäuse??
    Wenn man mehrere Bassgehäuse nebeneinander stellt, gibt es sehr wohl eine erhebliche Richtwirkung, diese Effekte sind kostenlos und können ausgenützt werden.

    Könntest du das bitte genauer ausführen?

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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    78598 Königsheim

  • tufkajck
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    • 17. Oktober 2004 um 20:42
    • #7

    Kracky
    Dassjetzt nichdein Ernst, oder?

  • Kracky
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    • 18. Oktober 2004 um 05:59
    • #8

    Doch ist es, klar bildet sich da eine Keule aus dieser Reihe von Bässen aber von gerichtet würde ich da nun wirklich nicht reden. Gut geringfügig wenn man z.B. wie Volker das schon probiert hat evtl. mit Delaying arbeitet aber wirklich gerichteten Bass kann man das denke ich nicht nennen. Kann aber auch sein ich denke schon wieder um´s Eck, deswegen wollte ich eigentlich eine kleine Erläuterung die dann evtl. auch dem Fragesteller etwas weiter hilft.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Sound-Klinik
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    • 18. Oktober 2004 um 09:58
    • #9

    ... wenn ich mehrere Bässe nebeneinander stelle, dann ergibt sich - ne nach Abstand der Bässe voneinander und Frequenzen - ein horizontales (frequenzabhängiges) Richtverhalten (d.h. eine Art "liegendes Line-Array" ...).

    Bei tiefen Frequenzen strahlt eine solche Anordnung praktisch "vom Boden weg" nach oben ... und leider auch noch "genug" nach hinten (ggf. etwas problematisch bei Livemucke mit Mikros auf der Bühne ...).

    Wer sich für solche Dinge interessiert (... es geht auch ohne Simulationsprogramme :D ), der braucht nur mal ein Blatt Papier nehmen und kann dann die Punkte im Raum ermitteln, wo Verstärkung bzw. Abschwächung (also durch Interferenz ...) auftritt.
    Bei Aufsummation der ganzzahligen Vielfachen der jeweiligen Wellenlänge gibts Verstärkung - bei Gangunterschieden von halber Wellenlänge wirds schwächer (noch ein Tip: mit Zirkel arbeiten ... z.B. bei ganzzahligen vielfachen der Wellenlänge schwarzen Stift verwenden - und bei 0,5-fach ... 1,5-fach ... 2,5-facher ... etc. ... der Wellenlänge andere Farbe nehmen ...

    Die extremsten Verstärkungen und Abschwächungen gibt es natürlich, wenn die Abstände zu den Schallquellen bei einer betrachteten Hörposition jeweils etwa gleich sind (und der Annahme, daß keine Wände "da" bzw. "in der Nähe" sind ...) - d.h.: ab drei Bässe tritt kaum noch völlige Abschwächung auf ...

    Viele Grüsse

  • TomyN
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    • 18. Oktober 2004 um 11:45
    • #10

    :D war auf Meyer Sound Seminar in München. Es geht mit den gerichteten Bässen, in dem man drei bis vier Subwoofer hintereinander stellt, und mit entsprechenden Delays anfährt. Da gab sogar ein Exelsheet dafür.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • wetbf
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    • 18. Oktober 2004 um 12:40
    • #11

    Die Richtwirkung von Bassarrays ist relativ gross, auch eine Rückwärtsdämpfung ist vorhanden. Siehe untenstehender Link. In dem Papier sind konkrete Messungen und Simulationen von Bassarrays abgebildet.

    wetbf


    http://www.dynacord.de/download/bassarrays03042003.pdf

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. Oktober 2004 um 13:42
    • #12

    ... oder auch hier:
    http://www.jblpro.com/pub/technote/fat_wht.pdf

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • vsvo82
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    • 18. Oktober 2004 um 22:44
    • #13

    Baßsysteme in Breiten / Höhen-Dimensionen habe ich schon ewig in irgendwelche Richtungen orientiert . Jetzt, wo es es in die Tiefe geht, stehe ich voll auf dem Schlauch. Unsere Azubis haben mir nach der Berufsschule auch was davon erzählt; aber nur es "gibt da sowas....". Kann mir einer von Euch erklären, welcher Ansatz inder Tiefenstaffelung steckt und wie man das drangeht.
    Dankeschön.

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • Volker Holtmeyer
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    • 19. Oktober 2004 um 09:55
    • #14

    Bei JBL nennt sich das End-Fired Array:
    http://www.jblpro.com/pub/technote/PD%20LF%20TechNote.pdf

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tufkajck
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    • 19. Oktober 2004 um 12:48
    • #15

    Kracky
    Wir haben experimentiert mit horizontalen Bassarrays, die Richtwirkung ist erstaunlich und bis zu tiefsten Frequenzen genau spürbar.
    Aber natürlich messen und rechnen wir nicht bei jedem Job, es gibt nicht immer die totale Auswahl, wo die Bässe stehen könnten, wenn sie müssten.
    Manchmal müssen wir einfach 3 Bässe pro Seite vom Boden her aufbauen, damit die Tops auf der richtigen Höhe stehen, weil es keine Alternative gibt Halle ca 1500 Leute, (Bestuhlt, Gospel, Industrie, Konzert)
    3 x ESW 1018 = 180 cm + Palette = 195 cm Top 90 cm bis mitte 2" Horn

    Natürlich ist das noch nicht eine optimale Höhe, aber es funktioniert gut und ist von 2 Leuten zu machen.

    Draussen kommt die Wirkung gut zum tragen, je breiter, umso bündel.
    Will man es genau haben und hat man Kontrollerwege frei, muss man rechnen und messen.

  • cyberlight
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    • 19. Oktober 2004 um 18:26
    • #16

    Schwer zu finden, aber es ist noch da: :)
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=14117&highlight=

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tufkains
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    • 23. Oktober 2004 um 22:21
    • #17

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 14:13)

  • Blancblue
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    • 24. Oktober 2004 um 15:55
    • #18

    So, haben jetzt 6 Bässe nebeneinander + 6 übereinander gestackt. Da war eine deutliche Richtwirkung zu verzeichnen und auch bis zum Hallenende war noch Bass zu hören und zu spüren... Sound wurde sehr gelobt, was will man mehr... Danke für die weiterhelfenden Postings.

    ________________________________

    Signatur?

  • cyberlight
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    • 24. Oktober 2004 um 19:26
    • #19

    Wie jetzt genau? 2x6 oder 6x6? :shock:
    Hast du ein Foto davon gemacht? :)
    Nebeneinader auf dem Boden hätte völlig genügt.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tonzwerg
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    • 25. Oktober 2004 um 12:21
    • #20
    Zitat von "Jack"

    Kracky
    Draussen kommt die Wirkung gut zum tragen, je breiter, umso bündel.
    Will man es genau haben und hat man Kontrollerwege frei, muss man rechnen und messen.

    Das stimmt in jedem Fall. Außerdem nimmt die Rückwärtsdämpfung bei breiten Arrays deutlich zu. Da wir's hinter der PA kuschelig leise.
    Das Stacken nach oben bringt deutlich breitbandigere Ergebnisse als nur Subs am Boden zu haben. Die Dämpfung durch das Publikum läßt die Resonanzen deutlich schmalbandiger zum Vorschein kommen und dämpft alles andere erheblich weg.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

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