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Rückkopplungen vermeiden?

  • -martin-
  • 14. Dezember 2004 um 16:58
  • -martin-
    Beiträge
    1.101
    • 14. Dezember 2004 um 16:58
    • #1

    Wie vermeide ich Rückkopplungen?

    ich muss morgen für unsere Schule das Winterkonzert machen und habe haute beim Proben festgestellt, das die Mikrofone extreme Rückkopplungen erzeugen. Als Mic's werden 3 akg c1000s aus unserem Schulebestand verwendet ( http://www.akg.com/products/power…anguage,DE.html ).

    was kann ich dagegen machen ?

    achso der Saal ist 25X13m und hat ca. 4m Höhe, dummerweise sind alle Wände unverkleident, sodas sich der Schall wohl direkt an den Wänden bricht und überall Hinreflektiert wird.

    THX Martin

  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 14. Dezember 2004 um 17:04
    • #2

    1.) Richtcharakteristik der Mikrofone und der Boxen ausnutzen. Mikrofone nicht direkt vor die Boxen stellen, sondern möglichst dahinter - Rückseite zu Rückseite weisend.

    2.) Koppelnde Frequenzen mittels möglichst schmalbandiger Filter (Terzband-EQ, Notchfilter o.ä.) aus dem Nutzsignal entfernen. Das erfordert viel Können und Übung.

    3.) Nur bei Sprachbeschallungen: Nutzsignal mittels speziell dafür vorgesehener Geräte um wenige Hz verstimmen. Bringt nur wenige dB Lautstärkegewinn, und die dafür benötigten Geräte sind selten und teuer.

    4.) Input in die Mikros erhöhen, um die Verstärkung in der Schleife verringern zu können. Heißt: Mit den Mikros 'ran an den Speck.

    5.) Leiser machen.

    6.) Lautsprecher gezielt auf zu beschallende Menschen richten.

    Für Dich empfehle ich eine gesunde Mischung aus 1.), 4.), 5.) und 6.). Viel Glück!

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • -martin-
    Beiträge
    1.101
    • 14. Dezember 2004 um 17:11
    • #3

    genau das hab ich heut alles schon so mehr oder weniger versucht :(.

    aber irgendwie ist das in dem Raum sehr schwierig.
    Ich hoff ja mal das sich das Problem legt, wenn sich Menschen als Puffer in dem Raum befinden :D

  • medimax
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    364
    • 14. Dezember 2004 um 17:13
    • #4

    Hi!

    Mal versuchen logisch anzugehen:

    1. Boxen ordentlich postitionieren. Nicht die Boxen hinter die Mikros (was man ja auch ab und an noch sieht). Möglichst nur das Publikum beschallen, will heißen Boxen fliegen und nach unten ausrichten. Wenn das nicht geht, möglichst hochstapeln und Topteil nach vorne Abwinkeln!

    2. Anlage ordentlich EQ'en - wenn es denn nötig ist, dass heißt, per Terzband oder parametrischem Summen-EQ auf den Raum einmessen.

    3. Mikrofone ordentlich positionieren. Möglichst nah ran an die Schallquelle. Die Richtcharakteristik ausnutzen. Das heißt die Mikros so ausrichten, das die Boxen in den Bereichen der größten Dämpfung des Mikrofons stehen.
    4. Den Kanal-EQ ordentlich einstellen.

    Das wars mal so im Groben und ich habe bestimmt noch ganz viel vergessen.

    VG Sebastian

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 14. Dezember 2004 um 17:14
    • #5

    da war einer schneller :D

  • Online
    Pulenk
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    526
    • 14. Dezember 2004 um 18:19
    • #6

    Servus martin,

    hast Du auch den Polar-Pattern-Converter auf den Kapseln stecken?
    Schau mal nach!

    Markus

  • -martin-
    Beiträge
    1.101
    • 14. Dezember 2004 um 19:27
    • #7

    ich werd's morgen mal prüfen @ Pulenk

    aber wenn ich mich so recht entsinne hab ich die Teile irgendwo rumliegen sehen, so das die nicht auf den Kapseln sein können :?

    aber wer sowas schonmal für ne Schule gemacht hat, der weis das den ihr Equipment immer nich so dolle ist. drumm ist die PA ja von mir, nur die Mic's halt nicht :( und ich kenn die Dinger nich. schön war erstmal, das einleitend erstmal alle 9V-Blöcke leer waren......

  • Chriss
    Gast
    • 14. Dezember 2004 um 20:01
    • #8

    Die 9V block brauchste nur wenn dein Pult keine Phantomspeisung hat

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 14. Dezember 2004 um 20:40
    • #9

    Hm, die C 1000 klingen zwar ncih soo schön, aber Feedbackprobs hatten wir eigentlich bisher selten.

    Wenn ich mcih richtig erinnere, wird bei den AKG allerdings die Empfindlichkeit ab 90° und kleineren winkeln zur PA (auch wenn die nach vorn strahlt) im hochmittenbereich recht shcnell stärker.
    D.h entweder Abstand halten, oder die äußeren Mikros etwas nach innen andrehen.
    Bei einem gemischt aufgestellten CHor kann man auch das linke Mikro aufs rechte Stack und das rechte aufs linke Stack legen..ergo den Chor spiegeln.
    Klingt aber meist komisch :/

    Was Chorsachen angeht finde ich persönlich, dass eine Anlageneinstellung mit RTA (zusätzlich zu einer etwaigen linearisierung per Impulsmessung) bei Resonanzfrequenzen gerade im Mittenbereich ganz nett sein kann.
    Ein zwei leichte Absenkungen haben mir zuweilen in schwierigen Räumen schonmal 3-6dB gebracht.

    Außerdem würd ich mit offenen Mics auch mal laut sowohl auf der Bühne, als auch im Zuschauerraum klatschen. Bei wenig "Gain bevore Feedback" reicht auch eine klatschende Kinderschaar auf der Bühne, respektive das Publikum, um eine Raumresonanz anzuregen und dich ins Schwitzen zu bringen.

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • -martin-
    Beiträge
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    • 14. Dezember 2004 um 20:59
    • #10

    da haben wir genau das Problem was ich gerade habe.
    ich bekomm kaum Leistung aus den Enstufen bervor's koppelt und das nerft ganz schön.
    Die werden erstaunt sein wenn die Tänzergruppe kommt und ich mal richtig Leistung draufhauen kann . :D

  • Wulfson
    Verifiziert
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    • 14. Dezember 2004 um 21:03
    • #11

    wichtig ist imho auch die verwendete pa. darüber haben wir ja noch gar nix erfahren. wenn da so billig gedöhns steht, die aufstellung nicht stimmig ist, braucht man mit o.g. vorschlägen nicht anfangen...

  • -martin-
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    • 14. Dezember 2004 um 21:17
    • #12

    PA ist meine eigener Kram: Trapetz-Selbstbauten (http://www.lautsprechershop.de/pa/bau_de25_15b450.htm ; sowas in der Art aber mit Delta 12 drin ) naja halt 2 Stück auf Stativen und ca. 3m vor den Mic's seitlich bei den Wänden.
    also so 6-7 von der hinteren Wand weg und direkt auf's Publikum gerichtet.
    Wir(FOH) stehen genau an der anderen Strinseite, so dass ich die Rückkopplungen noch ganz gut hören kann und vorher runterrgeln.
    den einzigen trost im Kampf gegen die die Rückkopplungen hat mir bisher mein Kompressor geleistet, der das son bisschen wenigstens noch unterdrückt......

    mal ne ganz andere Frage, wenn ich ne leichtes delay reinbauen würde, bringt das was ?

  • Campfire
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    1.356
    • 14. Dezember 2004 um 21:49
    • #13

    in der regel verstärkt ein Kompressor eher die Feedbackneigung (er senkt höchstens die Lautstärke des Feedbacks etwas ab).

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • -martin-
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    • 14. Dezember 2004 um 22:16
    • #14

    naja ja wenn man's so sieht stimmt das schon, da das Signal ja noch kompakter wird.....

  • timotimo
    Profi
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    2.252
    • 15. Dezember 2004 um 12:12
    • #15

    aus meiner Erfahrung:

    1. ist die Lautsprecherauswahl unpassend: Du willst damit ca 16 m überbrücken? Dann lieber dezentral (in der Mitte nochmal Lautsprecher, natürluich mit Delay verzögert).

    2. Der Kompressor das falsche Werkzeug an dieser Stelle. Du mußt an die Rückkopplungsgrenze gehen, was mit Kompressor nicht gelingen wird....

    3. Ein "Einpfeifen" bei diesen schwierigen Raumbedingungen unabdingbar.

    4. Der Chor (vielleicht) nicht laut genug?

    (bitte nicht perönlich nehmen, sollen nur Tips sein)

    Viel Erfolg!

  • -martin-
    Beiträge
    1.101
    • 15. Dezember 2004 um 22:24
    • #16

    soooo...... ist gelaufen und mit der anderen Charakteristik der Mic's war's schon ganz ok.
    ich könnte kalt nicht so laut verstärken aber man hat die Leute ganz gut verstanden, so das eigentlich alle zufrieden waren.
    bei nächsten mal ist dann auch nen 2x 31 Band EQ an borad, so das ich die Frequenzen dann das rausziehen kann ^^.

    Aber das mit der etwas niedrigen Lautstärke war auch nicht so schlimm, da der Raum extrem voll war und einige Leute direkt vor den Boxen standen, was ja eigentlich nicht so angenem ist :D

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