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Frage zur Lackierung von LS-Gehäsuen

  • Aerocell
  • 22. Dezember 2004 um 22:05
  • Aerocell
    Beiträge
    372
    • 22. Dezember 2004 um 22:05
    • #1

    Ich habe nur mal eine kurze Frage: Wenn Ihr eure Gehäuse mit Strukturlack lackiert, egal ob Warnex oder andere 2K Lack, tragt ihr dann vorher eine Grundierung auf oder ist das nicht zwingend erforderlich?

    Habe mein Stack nun soweit fertig und es fehlt nur noch die Lackierung. Wollte Trimite von Adam Hall verwenden. Gundieren oder nicht grundieren, das ist nun die Frage?!

    DANKE

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 22. Dezember 2004 um 22:14
    • #2

    Hallo,

    du hast in deine Holzarbeiten sicher viel Zeit und Liebe
    reingesteckt, tu Dir einen gefallen, und Lackiere deine
    Speaker nicht mit dem Zeugs.
    Investiere die paar Euro und besorg dir was
    was sich besser eignet z.B. Warnex.

    Zur eigentlichen Frage, fragen wir lieber die anderen.
    Hab auch schon nach einer Grundierung gesucht,
    welche in das Multiplex eindringt und die Oberfläche
    verhärtet.
    Für MDF gibts da ja ganz tolle Mittelchen, funktionier aber bei Multiplex
    nur mäßig bis gar nicht.

    Gruß Holger

  • illuminator
    Beiträge
    128
    • 22. Dezember 2004 um 23:21
    • #3

    hi,

    nicht nur das warnex wohl objektiv besser ist, es ist auch noch billiger. auf 5 kg waren das ca 40€ wenn ich mich da nicht vertu´ :wink:

    ich persönlich würds nicht grundieren. Die erste lackschicht zieht ins holz und die 2. sollte dann ca. 10- 15 min später aufgetragen werden. irgendwo hab ich auch noch n anwendungs vorschlag. Hab ihn mal von warnex geschickt bekommen. dann aber bitte per pn

    gruß

  • Bassti
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.055
    • 23. Dezember 2004 um 08:42
    • #4

    Man kann auch nette Effekte erzielen, wenn man den Lack total unverdünnt
    mit einer Walze aufträgt...

    Grundieren?
    Ich weiss nicht wie das bei Warnex ist, aber andere Lacke supfts an
    stoßkanten immer rein -sieht scheisse aus...

    Mich stört an solchen Lacken immer der Preis, deshalb hab ich meine
    letzten Spanplattenkisten einfach mit ner schwarzen pampe auf Wasserbasis
    angepinselt.
    Wenn da mal eine Macke drinne ist nehm ich ene schwarzen Edding und gut is!

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • Aerocell
    Beiträge
    372
    • 23. Dezember 2004 um 08:54
    • #5

    Ich dachte Trimite wäre schon super preiswert. Wieso taugt das Zeug denn nichts? Noch habe ich es nicht bestellt...

    Liegt Warnex nicht bei ca. 20,- € pro Kilo? Wo bekomme ich denn 5 kg. für 40,- €???

    Kann man den Lack auch Rollen?

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 23. Dezember 2004 um 10:49
    • #6

    Trimite ist ein sehr dünnflüssiger 1K Lack der durch feine Partikel
    die nach dem Trocknen hervortreten seine Struktur erzeugt.
    Die Oberfläche ist Matt, was ansich nicht stören würde, aber die Oberfläche schaut eigentlich immer aus wie nicht sauber.
    Durch die Struktur und die Summe seiner Eigenschaften, ist ein gründliches Reinigen dieser Oberfläche fast unmöglich.

    Verallgemeinert, es gibt keinen Hersteller der auch nur ansatzweise ein ähnliches Produkt (Trimite)für seine Oberfläche verwendet.

    Mit Warnex, hast du halt ein Produkt, das dem von fast allen Herstellern
    zumindest von der Optik her gleicht.

    Holger

  • illuminator
    Beiträge
    128
    • 23. Dezember 2004 um 11:44
    • #7

    hi, zu den kosten:

    trimite kostet bei adam hall in der 5l büchse 110€ netto.
    warnex kostet das kilo 7,31€ netto -> 5kg ca. 40 €+ mindermengenzuschlag von 30€ + versand 12€ macht das dann 82 €.
    Und bedenke: Trimite wird als gefahrengut versendet. Das sind dann nochmal ca. 25 € ( damals 50 mack :D )

    Hier ist die Gebrauchsanweisung von Warnex:

    gruß


    Produktbeschreibung
    :
    Schnell trocknender 1K-Dispersionslack mit sehr guter Oberflächenhärte.
    Bindemittelbasis
    :
    Wässrige Acrylatdispersion
    Glanzgrad
    :
    Halbmatt
    Festkörper
    :
    52 – 55 Gew.-%
    Empfohlene Trockenschichtdicke

    :

    70 µm Einschicht-Narbenstruktur
    120 µm Zweischicht-Tüpfelstruktur
    Theoretische Ergiebigkeit

    Durchschnittliche praktische Ergiebigkeit
    :

    :
    5,5 m²/kg (70 µm)
    3,2 m²/kg (120 µm)
    1,5 m²/kg für Boxenbeschichtung
    VOC-Wert Ø
    :
    160 g/l
    Dichte
    :
    1,15 – 1,20 g/cm³

    Viskosität
    :
    Liefervisk.:
    Rheolab 1400 - 1800 mPas / D 70 1/s

    Verarbeitungsvisk.:
    spritzfertig


    Verarbeitungsparameter
    :
    Hochdruckspritzen mit Druckkessel oder Druckbecherpistole


    Luftdruck
    :
    2 – 4 bar
    Materialdruck
    :
    2 – 5 bar
    Materialschlauchdicke
    :
    13 mm innen-Ø
    Düsengröße
    :
    2,0 mm
    Kreuzgänge
    :
    1 – 1 ½
    Spritzabstand
    :
    30 – 40 cm
    Verdünnung
    :
    VE-Wasser

    Arbeitsgeräte unmittelbar nach Gebrauch mit Wasser reinigen!

    Trocknung:

    Staubtrocken
    Montagefest
    Durchgetrocknet
    Wärmebeschleunigt
    Einbrennen


    15 – 20 min
    2 – 3 Std
    4 Tage
    blockfest nach ca. 2 Tagen
    60 min / 60°C
    Umluft
    ablüften: 15 min
    -

    Abhängig von Parametern wie Luft- und Objekttemperatur, Schichtdicke, relative Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung.

    Untergrund:
    Als Einschichtlack auf Holz und PS-Kunststoff. Aufgrund der Vielzahl von Kunststoffblends sind Haftungsvorversuche im Einzelfall durchzuführen.
    Bei Metallen ist eine Grundierung notwendig.

    Sonstiges:
    Wegen der sehr schnellen Antrocknung und um eine hohe Lackiergeschwindigkeit zu erreichen, sollte aus einem geschlossenen System appliziert werden, z.B. Druckkessel oder Doppelmembranpumpe mit Deckelaufsatz. Bei mehr als 5 m Materialschlauchlänge, ist ein höherer Materialdruck notwendig.


    Lagerung:
    Frostfrei, max. 9 Monate in originalverschlossenen Gebinden.

  • Aerocell
    Beiträge
    372
    • 23. Dezember 2004 um 13:55
    • #8

    Hat jemand Erfahrungen, ob man mit einer Malerrolle eine Struktur mit ganz normalen Buntlack erzielen kann?

    Wie ist Flüssigkunstoff (Fußbodenfarbe) für die Gehäuse geeigenet?

  • K.audio
    Beiträge
    552
    • 23. Dezember 2004 um 20:21
    • #9

    Hier gibt's günstig Warnex: :idea:

    http://www.casewerk.de/service.php

  • superschrotty
    Beiträge
    94
    • 23. Dezember 2004 um 20:24
    • #10

    Wenn du mal was ganz anderes antesten möchtest kann ich dir Kunstschmiedelack mit Eisenglimmer wärmsten empfehlen.
    Sehr robuste Oberfläche und sieht sehr edel aus.

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 23. Dezember 2004 um 20:29
    • #11
    Zitat von "K.audio"

    Hier gibt's günstig Warnex: :idea:

    http://www.casewerk.de/service.php

    Casewerk lakiert fertige (selbstbau) Boxen auch zu guten Preisen.
    Bin mit meinen 4 Stück, die sie mir gemacht haben, sehr zufrieden.

  • Bassti
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.055
    • 24. Dezember 2004 um 07:56
    • #12

    Aerocell
    Ich hab sowas mal gemacht...
    Schwarz grundiert und dann weiß drüber mit ner Rolle
    und unverdünntem Lack gibt dann so ne leicht porenartige Struktur

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • tom noise
    Beiträge
    1.572
    • 24. Dezember 2004 um 09:43
    • #13

    bei thomann kost so ein 5l kasten trimite übrigens nur 75€...

    tom

    (The)Gecko GbR
    event | acoustics | media | studio
    An den Rampen 40-44
    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • Aerocell
    Beiträge
    372
    • 24. Dezember 2004 um 11:01
    • #14

    habe ich schon gesehen... Ich kann an das Zeug für 55,- € drankommen. Es ist daher schon um einiges günstiger als Warnex. Wie sieht die Struktur von Trimite denn genau aus? Hat da jemand Erfahrungen?

  • songe creux
    Profi
    Beiträge
    626
    • 24. Dezember 2004 um 11:21
    • #15
    Zitat von "Aerocell"

    Ich kann an das Zeug für 55,- € drankommen. Es ist daher schon um einiges günstiger als Warnex. Wie sieht die Struktur von Trimite denn genau aus? Hat da jemand Erfahrungen?

    Vielleicht erst mal schauen, wie das Ergebnis ist, und dann zusehen, wo man es preiswert bekommt.

  • tom noise
    Beiträge
    1.572
    • 24. Dezember 2004 um 12:19
    • #16

    wenns das ist was ich glaube, dann war das auf den älteren ohm ss3 drauf. auf denen war sowas eher rauhes drauf. wennst du mit nem nassen schwamm drüber bist, dann sind kleine schwammstückchen drin hängen geblieben. hat sich angefühlt, wie 100er schleifpapier.

    aber vielleicht ist das ja auch was anderes drauf gewesen. nachdem ich in meinem praktikum das ding neu streichen durfte war auch ein deutlicher unterschied in der glätte zu sehen/spüren. ich habe mit irgendeiner acrylfarbe im passenden farbton gestrichen.

    ligr,
    tom

    (The)Gecko GbR
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    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 31. Dezember 2004 um 00:48
    • #17

    ein bisschen off topic aber trotzdem hier.

    Kurzer negativer Erfahrungsbericht zum Warnex(oder zur Spachtelmasse)

    Habe vor kurzem ca. 50 Gehäuse sauber und mit viel Mühe ausgebessert, mit 2 K Spachtel und schön verschliffen.
    Dann mit Warnex, Schaumstoffrolle und Pressluft (damit die bläschenverschwinden) nachgerollt.
    Bis dahin alles gut.
    Nach dem ersten Gig kamen die Teile aber in einem misserablen Zustand wieder zurück, Ecken und kannten waren weiß,die Spachtelmasse grinste mich an. Bedeutete ich konnte den Warnex schon fast mit dem Fingernagel von den gespachtelten Flächen wieder abkratzen.
    Scheiß viel arbeit fast umsonst..... :evil:
    Hab dann ein bisschen gegrübelt und probiert,
    Und hab nun folgenden Tipp für euch:
    Spachtelt euere Dellen und fehlenden Kanten und Ecken mit Warnex.
    Ist wie eine dünne Spachtelmasse zu Verarbeiten, schleifbar, Tragfähig und und und.
    Hoffe erspare damit einigen den gleichen Fehler

    Gruß Holger

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 31. Dezember 2004 um 10:10
    • #18

    Da Muss ich Holger zustimmen. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit 2K KFZ Spachtel gemacht. Das Zeugs ist zwar stabil und gut zu bearbeiten, aber viele Lacke und Farben halten da extrem schlecht drauf. Warnex hatte ich bis jetzt noch nicht ausprobiert, aber schon einige andere versucht... :(

  • titan
    Beiträge
    25
    • 31. Dezember 2004 um 11:41
    • #19

    Hallo zusammen
    Gundsetzlich vetragen sich Wasser basierende und Harz Lacke Grundirungen Nicht.javascript:emoticon(':(')
    Im Fall von Warnex (Wasserbasirend) muss der Spachtel auch auf Wasser
    ( Acryl ) basis sein
    Rainer

    "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null,
    und das nennen sie ihren Standpunkt."
    (A. Einstein)

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 1. Januar 2005 um 20:52
    • #20

    Das kann der Grund schon sein.
    Wenn man neue Gehäuse fertigt und nur Schraubenlöcher mit 2K Spachtel versieht, hat man diese Problem nicht, ist ja auch eine ausreichende Lackdicke die überbrückt vorhanden.

    Kann man diesen 2K Spachtel mit irgendwas Primern um wieder HAftung zu erlangen, hab da an einigen Stellen schöne Flächen bespachtelt :oops:

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