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lautsprecherkühlung

  • zegi
  • 25. Dezember 2004 um 12:44
  • zegi
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    • 25. Dezember 2004 um 12:44
    • #1

    ich hab' mal wieder eine theoretische frage.

    (hoffe, ich bin im richtigen brett)

    ein geschlossener lautsprecher x hat eine rms belastbarkeit von 100w (musikbelastbar 200w, peak 350w). mit 120w dauerbelastung segnet er nach 5 stunden das zeitliche.

    wenn ich den speaker in ein br-gehäuse baue (luftzirkulation = bessere kühlung des speakers), wird er dann die 120w dauerbelastung 7 stunden lang aushalten?

    oder: wenn ich sogar mit wasserkühlung (gibts das?) den speaker kühle, könnte ich sogar die rms belastungsgrenze steigern? z.b. auf 110w?

    wie wichtig ist die kühlung des speakers? wieviele % leistung kann man mit guter kühlung mehr aus der box holen?

    Der Ton macht die Musik.

  • N-Dee
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    • 25. Dezember 2004 um 13:37
    • #2

    So einfach ist es mit Sicherheit nicht. Die angegebene Belastbarkeit ist wohl vom Hersteller in einem 'Referenzgehäuse' getestet worden - und das hat man ja nicht unbedingt. Weiters gibts mehr zu beachten als nur die Schwingspulentemperatur, zB Hub. Und letztenends hat der Speaker in jedem Konstrukt einen anderen Impedanzverlauf -> Leistungsaufnahme ist abhängig vom Signal. Wenn der Speaker (angenommen: 8 Ohm) also an einem Amp mit 100W RMS an 8 Ohm hängt, hat er nur in einem bestimmten Frequenzbereich die angegebenen 8 Ohm (oder auch mehr). Je nach Konstrukt und Musikmaterial 'hält' der Speaker also mehr oder auch weniger aus. Ein Speaker, der für BR taugt, wird mit verbesserter Kühlung wohl nicht allzu viel mehr aushalten, zumal die Kühlung nur bedingt hilft (die Schwingspule schwingt ja im Luftspalt, und Luft ist ein guter Isolator... Wasser einfüllen macht sicher nicht glücklich :D ). Die Frage ist hier schnell, ob sich der Kühlaufwand wegen ein paar Watt mehr RMS-Belastbarkeit überhaupt lohnt, bei verdoppelter Leistung kommen ja 'nur' 3 dB dazu (und doppelte Leistung wäre schon seeehr optimistisch). Von 100W auf 120W gewinnt man sowieso nur 0,8 dB dazu -> wozu also?

    Wegen Forum: Selbstbau wär passender :)

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • cyberlight
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    • 25. Dezember 2004 um 14:21
    • #3

    Ich hatte auch schonmal gefragt, warum man chassis immer mit dem Antrieb in ein Gehäuse steckt. Da kann die Energie ja nicht weg und das ganze System heizt sich unweigerlich auf. Bei Hörnern mit sehr kleinem Kammervolumen dürfte es darin schnell sehr warm werden, wenn da einige hundert Watt verbraten werden.
    Alternative wäre eine heatpipe mit Kühlkörper.

    Die Experten hier waren aber eindeutig dagegen, die chassis mit Antrieb nach aussen zu verbauen, weil der Klang dann schlechter wird.
    Es gibt auch noch ein "inverted neo" System. Dort sitzt der Antrieb nicht "hinter" der Pappe, sondern davor. Ein sehr kompaktes System, aber das ist wirklich unverschämt teuer.

    Bei BR würde ich einen port oben und einen unten oder einen komplett hochkant im Gehäuse einbauen, damit die Luft zirkulieren kann.
    Wie viel das wirklich bringt, kann ich nicht sagen.
    Ein BR alleine schafft nicht so viel Frischluft in das Gehäuse, wie man vielleicht vermuten mag und warme Luft steigt immer nach oben!

    Bei 100W-Lautsprechern lohnt es sich eigentlich nicht, darüber zu diskutieren. Die benötigen meist so viel Volumen, dass die Luft im gehäuse völlig ausreichen dürfte, um das chassis genügend zu kühlen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

    Einmal editiert, zuletzt von cyberlight (25. Dezember 2004 um 14:34)

  • zegi
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    • 25. Dezember 2004 um 14:29
    • #4

    nun ja, das mit der 100w box war ja nur ein beispiel, um eine einfache zahl zu nehmen...

    hätte auch 1000w schreiben können. mir gehts nur um das prinzip.


    danke schonmal für die antworten!

    Der Ton macht die Musik.

  • skyper
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    • 25. Dezember 2004 um 14:49
    • #5

    Na ja, so einfach ist das ganze auch nicht.

    a) es gibt durchaus konstruktionen, wo man den Speaker mit dem Magneten nach außen montiert, z.B. in horngeladenen Bandpässen, -> bei KS CW218
    b) Es gibt Konstruktionen, bei denen man gezielt mittels Bassreflexöffnungen den Magneten zu kühlen versucht, z.B. bei K&F Access B5
    c) Man kann den Magneten mittels Kühlrippn auf ein besseres Thermomanagement hin optimieren, z.B. sind FANE-Magneten mit gerippter Oberfläche -> mehr Kühlung durch Konvektion möglich
    d) Man kann die Magneten aktiv kühlen, z.B. mittels Lüftern -> Stage Accompany Bändchen, oder Community Air-Force
    e) Nexo hat früher auf die Mitteltöner im Touring-System Kühlkörper aufgeklebt, um die Wärmeabfuhr zu verbessern
    f) im AD Neocraft und JBL HLA sind die Treiber teils so konstruiert, daß sie aus dem Gehäuse ragen, und damit nicht durch Hitzestau im Gehäuse zusätzlich aufgeheizt werden
    g) die Firma LogicSystem ( http://www.logic-system.co.uk ) baut teilweise Direktstrahler in Push-pull-Anordnung, ebenso z.B. beim B3 von Dynacord. Genau genommen kann man mit diesem minimalst-Aufwändigen Trick eine größere Mange an unharmonischen Verzerrungen eliminieren, die konstruktionsbedingt durch das Chassis selbst entstehen. Die verbesserte Hitzeabfuhr ist da sicher ein erfreulicher Nebeneffekt
    h) Im K2-Top von ACS ist sogar der "Mittel"-töner mit dem Magneten nach außen montiert. So schlecht kann das Teil den Stimmen im Forum nach nicht sein, trotz dem vermeintlichen "Konstruktionsfehler" - Gruß an die "Experten"!

    Die Nummer mit der Wärme ist tatsächlich im Grenzbereich deutlich erfassbar, die sogenannte Power-Compression, also Wirkungsgradveruste durch thermische Erscheinungen, können durchaus 3dB Maximalpegel kosten. Dies wird gerne in den Datenblättern mal verschwiegen.

    Aber: die Kalkulation von Betriebsstunden, die ein Speaker bis zum Exitus mitspielt, halte ich schon für etwas seltsam... Das Material soll doch noch ein paar (hundert) Shows lange Geld verdienen?

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • cyberlight
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    • 25. Dezember 2004 um 17:41
    • #6

    zu b) der port "bläst" auf den Magneten.
    zu c) Das ist bei Neodym Standard, hilft aber auch nichts, wenn das Gehäuse geschlossen ist. Irgendwo muss die Wärme ja hin.
    zu f)Neocraft hat ein Metallgehäuse um die chassis und extra Kühlkörper hinten dran. Die Gehäuse sind aus Alu und komplett offen.

    Lautsprecher sollten mit voller Last wochenlang ohne Probleme durchspielen können, sonst sind sie einfach falsch ausgelegt.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tufkains
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    • 25. Dezember 2004 um 21:29
    • #7

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:02)

  • doublefishdesigns
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    • 25. Dezember 2004 um 21:32
    • #8

    manch ein Hersteller entlüftet die Polkernborung nach aussen (ich glaube Föön z.B.)

    Einmal editiert, zuletzt von doublefishdesigns (28. Dezember 2004 um 03:41)

  • tufkains
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    • 25. Dezember 2004 um 22:05
    • #9

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:03)

  • montarbo
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    758
    • 25. Dezember 2004 um 23:50
    • #10

    nach außen, das loch wird nach draußen verlängert

    ceterum censeo functionum unum esse utendum
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Funktion One verwendet werden muss.

  • doublefishdesigns
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    • 26. Dezember 2004 um 03:17
    • #11

    genau

  • cyberlight
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    • 26. Dezember 2004 um 13:55
    • #12

    Für ein langes Rohr hat die Boherung aber wohl nicht genug Luft. Die Luft schwingt nur hin und her.
    Macht da die dustcap keine Probleme?

    Zitat


    Ich kann mir nicht vorstellen wie die Wärmeabfuhr der filigranen Schwingspule von statten gehen soll.


    Die Spule bewegt sich in Luft und zwischen "Metallplatten". Durch die sich bewegende Luft und Wärmestrahlung wird die Spule gekühlt.
    Schau mal in einen Heizlüfter. Der Draht ist noch viel dünner und ist zudem Widerstandsdraht und kein Kupfer.
    Der begrenzende Faktor ist der Kleber, nicht der Draht.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tufkains
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    • 26. Dezember 2004 um 15:26
    • #13

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:03)

  • cyberlight
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    • 27. Dezember 2004 um 01:52
    • #14
    Zitat von "Inspiron"


    Sich bewegende Luft ist ein sehr gutes Wäremtransportmittel.


    Im Prinzip nicht, aber immer noch besser als stehende Luft, weil sie dann ja ständig ausgetauscht wird.

    Hatte noch was vergessen:

    Zitat von "Inspiron"

    Ich bin momentan an der Stelle, dass ich für alle Horntreiber den Wartungsdeckel aus Aluminium mache. Und eben den Treiber möglichst knapp an den Deckel gesetzt. < 1cm.


    Mit 1cm Luft dazwischen wird das nicht viel bringen, ausser das die Polkernbohrung gegen dieses Blech "pustet" und die Luft etwas schneller abgekühlt wird.
    Man müsste den Spalt dazwischen auch mit einer heatpipe oder einem Stück Aluminium oder Kupfer als Wärmebrücke versehen, sonst bringt das eher wenig.

    Die beste Kühlung des Magneten versagt allerdings, wenn die Schwingspule ihre Wärme nicht abführen kann.

    Man wird wohl eher an mechanische als elektrische Grenzen stossen, so dass sich der Aufwand letztendlich nicht lohnt.
    Man braucht halt sehr viel Energie um beim Maximalpegel nur minimal lauter zu werden.

    Das Ganze wird nachher wohl aufwendiger, als gleich ein besseres chassis zu benutzen, dass nicht so viel Energie braucht, um lauter zu spielen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tufkains
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    1.342
    • 27. Dezember 2004 um 21:16
    • #15

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:03)

  • tom noise
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    • 27. Dezember 2004 um 21:34
    • #16

    wie wäre denn eine wasserkühlung bei hornsystemen, wie sie quasi an den meisten lasersystemen standard ist?
    stell mir das witzig vor wenn der veranstalter an den boxen hinten 2 speakon und 2 gardena anschlüsse sieht. vermutlich macht dann der speakon-> gardena adapter auch mehr sinn. :D:D:D

    tom

    (The)Gecko GbR
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    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • montarbo
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    • 27. Dezember 2004 um 22:14
    • #17

    <ot>
    dann will ich aber auch die Amps mit Gardenas, oder noch besser mit den Messing Anschlüssen

    netter nebeneffekt, Systemkabel werden durch die integrierte Wasserleitung, gekühlt! :D:D

    </ot>

    wenn du <1cm abstand zu den seitendeckeln hast, würde ich mal über ne herausgeführte Polkernbohrung nachdenken, wie oben schon geschrieben!

    in einer Aktivbox währe eine Luftkühlung zwar noch denkbar, aber nach außen bekommt man die luft damit nicht bei ner geschlossenen Rückkammer... :? :?

    ceterum censeo functionum unum esse utendum
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Funktion One verwendet werden muss.

  • cyberlight
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    6.061
    • 28. Dezember 2004 um 13:57
    • #18
    Zitat

    Ich sagte auch Wäremtransportmittel, nicht Wärmeleiter.
    Wenn die Luft erstmal die Energie aufgenommen hat (dafür braucht man rauhe Oberflächen, z.B. gerippte Alukühlkörper), dann kann durch Konvektion (Luftbewegung) die entstehende Wärme gut abgeführt werden.


    Ich hatte dich schon richtig verstanden.
    Luft ist allerdings auch kein gutes "Wärmetransportmittel". Sie ist es nur deshalb, weil sie in praktisch unbegrenzter Menge vorhanden ist.
    Die Hauptenergie, die Luft speichern kann, dürfte in der Luftfeuchtigkeit stecken.
    Besonders viel Wasser ist in der Luft aber nicht enthalten.

    Rauhe Oberflächen braucht man nicht, nur eine möglichst grosse, dunkle Fläche.
    Alu nur deshalb, weil es relativ günstig ist und die Wärme gut leitet.
    Kupfer geht besser, ist aber deutlich teuerer.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • tufkains
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    • 29. Dezember 2004 um 19:55
    • #19

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:04)

  • montarbo
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    • 29. Dezember 2004 um 20:06
    • #20
    Zitat von &quot;Inspiron&quot;

    Die Farbe der Oberfläche ist vollkommen unbedeutsam, wenn es darum geht Wärme abzugeben.


    wärme wird doch auf 3 Arten übertragen, wärmeleitung, strömung und strahlung.

    Zitat von &quot;Inspiron&quot;

    dunkle Körper durch EM Strahlung besser erwärmen


    Richtig. Schwarze Körper nehmen die Wärme Strählung besser auf, aber geben wärme auch besser wieder ab!

    Zitat von &quot;Inspiron&quot;

    Alu und günstig,... du weißt dass man Alu durch Elektrolyse herstellt?
    Kupfer oxidiert mir zu schnell und ist einfach zu verformbar.


    er schrieb ja auch relativ günstig.
    was würdest du denn dann verwenden

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